TITLE_ARTICLE

TITLE_ARTICLE



 
 Index |  Magazin |  Musikerforum |  Chat[1] |  Webkatalog |  Musikerwitze |  Musiklexikon |  Kontakt |  
 
  

  Magazin

   



  Neueste Forenbeiträge
 

  Backlinks (mehr)
Wie funktioniert's?

  2jesus.de unterstützen
Wenn Ihr uns unterstützen wollt dann wickelt doch Eure Amazon-Bestellung über diesen Link oder untige Suchbox ab:

Solltet Ihr dann immer noch das Bedürfnis haben, mir was Gutes zu tun: Hier mein Amazon Wunschzettel.
 


  pixel

Equipment - Grundauststattung Recording am PC

Autor: Daniel Remmel

In Zeiten, wo die Preise von Computern und sonstigem digitalen Equipment bestätndig sinken, überlegt so mancher Musiker, sich ein kleines PC-Homerecording "Studio" einzurichten. Was man an Hardware als Grundausstattung braucht und worauf man achten sollte findet Ihr in diesem Artikel



Homerecording ist eine schöne Sache: Man kann seine eigenen Demos produzieren, Erfahrung in Studioarbeit sammeln, ohne viel Geld auszugeben und nebenbei noch eine Menge Spaß haben.
Leider hört dieser oft schon beim Kauf und Einrichtung der entsprechenden Programme und der Hardware auf. Vieles wird von den Firmen mit den (Un-)Wort Multimedia angepriesen, lässt sich aber für Recording nur bedingt oder garnicht einsetzen. Leider ist der Berater beim hiesigen Mediamarkt auch nicht zwangsweise der richtige Ansprechpartner für derartige Vorhaben, weswegen wir hier ein paar kleine Einsteigertips geben wollen, damit der erste Kauf kein Fehlkauf wird.
Es geht hier wohlgemerkt um Homerecording. Wer sich also ein Profistudio mit kompletter Protools-Umgebung einrichten will, dem ist hiermit wenig geholfen (wenn Nachfrage besteht, bringen wir gerne auch darüber einen Artikel)

Wenn etwas heutzutage als Multimedia-PC verkauft wird heißt das noch lange nicht, dass dieser auch für Recording geeignet ist - im Gegenteil: von den meisten Fertig-PCs sollte man lieber die Finger lassen, sondern sich seinen Rechner individuell zusammenstellen lassen.

Das Herz des Computers
Beim Motherboard sollte man darauf achten, dass es möglichst viele PCI-Steckplätze und einen AGP-Port (für Grafikkarte) besitzt, falls man später weitere Karten (vor allem [lexikon=dsp]DSPs[/lexikon]) einbauen will. Der Prozessor selber ist nicht so extrem wichtig, wie man oft meint, man bekommt heute eh so gut wie nichts mehr unter 2 GHz, nur sollte man keinen abgespeckten Prozessor mit weniger Level-2-Cache (wie der Celeron von Intel bzw. der Duron von AMD) benutzen sondern schon einen Pentium (bzw. den Pedanten von AMD) bevorzugen. Ob Intel oder AMD bleibt eine Glaubensfrage. Man sollte das nehmen, was der Händler gerade am günstigsten anbietet. Beim Board sollte man auch nicht unbedingt das billigste nehmen sondern auf Markenware achten (zB. Asus).

Speicher
Viel wichtiger als der Prozessor ist der Hauptspeicher. Hier sollte man in keinem Fall am falschen Ende sparen. Die Performance von Windows hängt sehr stark von der größe des verwendeten Speichers ab. 512 MB sind hier sehr zu empfehlen besser noch ist 1 GB (ca. 1000 MB). Eine 3-mintüge Stereospur in 16 Bit und 48 KHz is zB knapp 35 MB groß, in 24 bit und 96 KHz (der Standart für Recording) schon knapp 100 MB. Zudem wird Speicher für Virtuelle Instrumente, Samples und die Recording-Software selber und nicht zuletzt für Windows selber benötigt. Da es sich beim Recording um Echtzeitanwendung handelt, sollte man die zwar teureren aber auch schnelleren DDR-[lexikon=70]RAM[/lexikon]-Mordule bevorzugen. Sie sind in etwa doppelt so schnell (DDR = Double Data Rate) wie die älteren SDRAMs.

Die Grafikkarte
Mancher fragt sich wieso die Grafikkarte relevant fürs Recording ist. Oft ist sie das mehr als man denkt. Schnelle 3D-Karten, um immer den letzten Schrei an Computerspielen ins Laufen zu bringen sind hier fehl am Platz. Der Grund: Diese haben in der Regel einen - oft sogar zwei - eigene Lüfter on Board; daraus resultiert, dass der Geräuschpegel des PCs ansteigt. Dadurch ergibt sich widerum das, was für Recording nicht erwünscht ist: Nebengeräusche.
Zudem ist in jedem Lüfter eine elektrische Spule. Diese kann unter Umständen ein Brummen verursachen, da hier in der Regel nicht viel wert auf Abschirmung gelegt wird. Will man seinen PC für Spiele nutzen oder besitzt man bereits eine Grafikkarte, sollte man diese möglichst weit von der Sound/Recording-Karte entfernt im PCI-Bus einbauen.
[werbung]
Was für's Spielen auch eher unwichtig, für Studioarbeit aber eine imense Erleichterung sein kann ist ein zweiter Monitor. Viele neuere Grafikkarten haben einen Anschluss für einen zweiten Monitor (sogenannte Dualhead-Karten). Der Desktop lässt sich somit erweitern; man kann beispielsweise auf dem einen Monitor das Mischpult und auf dem anderen das Arrangerfenster darstellen, ein nicht zu unterschätzendes Feature. Eine gute Grafikkarte für Recording ist z.B. die Millenium G450 von Matrox. Sie ist schon etwas älter, hat aber zwei VGA-Ausgänge und einen Kühler ohne Ventilator.

Festplatte
Am besten ist hier SCSI-Festplatten, diese sind im Zugriff etwas schneller und bieten zudem die Möglichkeit über den Controller insgesamt sieben Festplatten (oder andere SCSI-Geräte) anzuschließen. Außerdem haben viele Sampler und Keyboards auch einen SCSI-Anschluß, was den Datenaustausch mit dem Computer erheblich erleichtert. Da normale IDE-Platten heute auch schon sehr schnell sind, kann man diesbezüglich allerdings auch nicht mehr viel falsch machen. Die schnelleren Platten haben wegen der hohen Umdrehungsgeschwindigkeit (momentan 7200 rpm) allerdings wiederum die Eigenschaft, dass sie ziemlich laut sind. Da sich die Technik in diesem Bereich so schnell entwickelt können wir hier keine bestimmten Produkte nennen, am besten besorgt man sich vor dem Kauf ein paar Computermagazine und liest aktuelle Tests. Wichtig ist hier: So groß, leise und schnell (hier ist neben der Datentransferrate auch die Zugriffszeit wichtig) wie möglich.
Hat man das nötige Kleingeld, empfiehlt es sich zwei Festplatten anzuschaffen: Eine für System, Programme und Audiodateien und eine für Samples, je nachPriorität (siehe dazu Artikel zur Konfiguration von Windows) Damit gewinnt man einen nicht unerheblichen Teil an Performance. Bei der Systemplatte, kann man vor allem auf ein günstigeres Modell zurückgreifen.

Soundkarte
Auch wenn der Begriff Multimedia-Soundkarte überall auftaucht, sind diese Karten für Recordung denkbar ungeeignet. Spätestens beim Schlagzeug kommt man in die Situation wo man mehrere, voneinander unabhängige Eingänge zur Aufnahme benötigt werden. Zudem ist es bei [q]normalen[/q] Soundkarten selten möglich mehr als eine Auflösung von 16 Bit in 44 KHz aufzunehmen (beim Recording ist mindestens 24bit und 96KHz üblich). Aus diesem Grund redet man auch meist nicht von Sound- sondern von Recording-Karten. Diese haben mehrere Ein- und Ausgänge die unabhängig voneinander angesteuert werden können. Schnittstellen sind dort auch in der Regel auch in besserer Qualität verarbeitet und vor allen Dingen abgeschirmt (der normale Windowsanwender stört sich nicht an etwas Rauschen). Bei der Karte ist lediglich darauf zu achten, dass der ASIO-Standart unterstützt wird und dass mindestens auf acht (je nach Bedarf) Kanälen gleichzeitig aufgenommen werden kann. Bei den Ausgängen gibt es hier verschiedene Möglichkeiten: Die weniger gute Lösung ist, wenn die Buchsen direkt an der Karte eingebaut sind (zumal diese dann meist als 3,5mm Klinke ausgelegt sind). Besser ist es, wenn die Karte ein Frontinterface besitzt, dass in einen freien 5 1/4"-Laufwerksschacht eingebaut wird, so hat man die Aus- und Eingänge übersichtlich angordnet und muss bei Neuverkabelung nicht immer hinter den Rechner kriechen. Noch besser ist, wenn das Interface ausgelagert wird und die Wandlung extern geschieht wie zB beim Roland SI-24.

Gehäuse
Klein und modern ist nicht unbedingt immer gut. Vier 5 1/4-Zoll Schächte für CD-ROM, Brenner und eventuelle Frontinterfaces von Audiokarten sind nicht von Nachteil. Spezielle schallgeämpfte Gehäuse sind nicht gerade billig aber je nach Aufnahmemöglichkeiten extrem praktisch (nicht jeder hat einen seperaten Regieraum), allerdings sollte man auf die Netzteile achten, die oft zu schwach ausgelegt sind. 300 Watt ist hier eher die Untergrenze besser ist 350 oder 400. Nichts ist ärgerlicher als ein zerschossenes Netzteil während einer Recording-Session.

Sonstige Peripherie
Die Desktopboxen, welche oft bei den PCs dabei sind sind zwar eine schöne und günstige Sache, aber ein Tabu für Studioarbeit. Sie haben meist einen sehr seltsamen und alles andere als linearen Frequenzgang. Besser sind spezielle Studiomonitore, die zwar teurer sind, sich aber sehr schnell auszahlen.
Ein Brenner gehört heutzutage eigentlich zur Standardausstattung eines Studios. Hier reicht aber auch ein KombiLaufwerk. Interessant kann auch ein ZIP-Laufwerk sein, um schnell Daten zwischen zwei Computern austauschen zu können.
Da heute die Recording-Programme oft einen USB-Dongle benötigen sollte man darauf achten, dass genügend Ports, oder ein Hub vorhanden sind, falls man noch weitere USB-Geräte anschließen möchte.

Das Nötige Budget vorausgesetzt, sollte man auch ein TFT-Display einem Röhrenmonitor vorziehen, da es auf einem Studio-Desktop mit Mischpult, Tastatur, Keyboard und ggF. Mischpult oder Controller doch schonmal eng werden kann, gerade wenn man mit zwei Monitoren arbeiten will. Extras wie Funkmäuse und -Kopfhörer gehören nicht in ein Studio, da man hier schon genug elektrische Geräte hat, die Störungen verursachen können.

Abschließend noch die Empfehlung, den Rechner besser bei einem kleinen PC-Händler zu kaufen, als bei Aldi, Lidl und Co. Auch Mediamarkt ist nicht unbedingt immer empfehlenswert.
Oft sind kleine Händler sogar günstiger als die Großanbieter, bieten aber in jedem Fall wesentlich besseren Service und gehen in der Beratung besser auf die Wünsche ein.
Es lohnt auch mal bei Ebay vorbeizuschauen.




BBcode für diesen Artikel:


HTML-Code mit Link zu diesen Artikel:
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen   Delicious     


 

Gitarre lernen
cron




Webdesign & Ecommerce | Bibel Online | Blog von Dave

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group