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Cubase-Tutorial: MIDI-Aufnahme von (virtuellen) Instrumenten

Autor: Daniel Remmel

Da im Forum immer wieder Fragen rund um das Thema MIDI-Aufnahme in Cubase SX gestellt werden, haben wir hier ein kleines Tutorial für Euch erstellt.



Was ist MIDI


Um sämtliche Unklarheiten auszuräumen, zunächst ein paar wichtige Zeilen zum Thema MIDI: MIDI-Daten enthalten KEINE Audioinformationen. Das ist technisch unmöglich! MIDI überträgt (vereinfacht gesagt) nur Noten. Hat man ein zwei Keyboards, kann man die Sounds des ersten Keyboards über die Tastatur des zweiten spielen. Dabei wird aber nur übertragen, welche Taste wann für wie lange gedrückt wird... mehr nicht! Zeichnet man in Cubase SX MIDI-Daten auf, ist es das gleiche: Es werden nur Noteninformationen gespeichert. Spielt man diese alleine ab, kommt kein Pieps aus dem Lautsprecher. Man muss diese Daten erst an einen Sounderzeuger schicken. Das kann entweder wieder ein externes Keyboard sein, oder aber ein virtuelles Instrument (VSTi) wie zum Beispiel der A1-Synthesizer.
Dazu gibt es drei verschiedene MIDI-Ports: MIDI-In, MIDI-Out und MIDI-Thru. Die Namen sprechen für sich. In diesm Tutorial wollen wir uns auf die ersten beiden beschränken, da die Sache mit MIDI-Thru leicht etwas kompliziert werden kann.



Verkabelung


Zuerstmal soll unser Keyboard als Masterkeyboard fungieren. Dazu verbinden wir den MIDI-Out des Keyboards mit dem MIDI-In der Soundkarte oder des MIDI-Interfaces. Will man einen externen Sounderzeuger aufnehmen (das kann ein Expander aber auch wieder das gleiche Keyboard sein), muss man den MIDI-Out von Soundkarte/MIDI-Interface mit dem MIDI-In des Expanders verbinden. Nun will man das ganze aber noch aufnehmen und MIDI kann ja wie gesagt keinen Sound transferieren. Deswegen müssen die Audio-Ausgänge (in der Regel 2x Klinke) des Keyboards wiederum mit den Eingängen der Recording-Karte verbunden werden. In der obigen Abbildung habe ich versucht, dies beispielhaft zu illustrieren. Hier ist das Keyboard gleichzeitig der Sounderzeuger und das Masterkeyboard, das die MIDI-Signale sendet. Wichtig bei dieser Konfiguration ist, dass man die lokale Tastatur bei dem Keyboard ausschaltet, sonst werden die Töne doppelt ausgelöst - einmal durch den Tastenanschlag und einmal durch das MIDI-Signal. Das gibt im besten Fall einige Flanken-Auslöschungseffekte (einen Flanger kann man aber einfacher haben), im schlimmsten Fall eklige Feedbackschleifen. Meistens ist der Parameter bei den Keyboards mit "Local" oder "Local switch" bezeichnet.

Cubase SX konfigurieren


Bevor wir entgültig starten, muss Cubase SX ein MIDI-Port zugewiesen werden. Dazu geht man in das Menü Geräte => Geräte konfigurieren. Dort findet sich unter MIDI eine Option Default MIDI-Ports. Ist das MIDI-Interface bzw. die Recording-Karte richtig installiert (Treiber) sollten hier alle vorhandenen MIDI-Ein- und Ausgänge auftauchen. Auf irgendwelche Windows-MIDI-Mapper-Treiber sollte man nach Möglichkeit verzichten.

Hier wählt man entsprechend einen Aus- und Eingang aus - beim Erzeugen einer neuen Spur wird dann automatisch dieser Port vorausgewählt.
Um nun zu testen, ob auch wirklich ein MIDI-Signal in Cubase ankommt, öffnet man das Transportfenster (F2) und drückt auf einem externen Keyboard eine Taste. Auf der rechten Seite des Transportfensters erscheinen zwei schmale Balken, die für MIDI-Input (grün) und MIDI-Output stehen (nicht mit den breiten Audiobalken zu verwechseln)


Wie funktioniert MIDI in Cubase SX?


Es ist wichtig zu verstehen, wie MIDI-Spuren in Cubase grundsätzlich funktionieren (bei Audio ist es ähnlich). War die Sache mit den Ein- und Ausgängen schon verwirrend genug, machen wir es jetzt nochmal komplizeirter: In Cubase hat jede einzelne MIDI-Spur für sich genommen nochmals einen Eingang und einen Ausgang. Der Eingang ist die Quelle von der aus aufgenommen wird, in der Regel ist das der MIDI-Port der Soundkarte an dem das Masterkeyboard angeschlossen ist. Interessant ist aber vor allem der Ausgang. Hierhin werden die MIDI-Daten verschickt, die auf der Spur gespeichert sind. Man kann dazu zum Beispiel ein virtuelles Instrument benutzen, das die Töne dann spielt - oder aber die Daten wiederum an einen externen MIDI-Port senden, zum Beispiel eben an unser Keyboard zurück oder an einen weiteren Expander.



Virtuelle Instrumente


Als erstes wollen wir einmal ein Virtuelles Instrument (VSTi) aufnehmen. Dazu erzeugen wir zunächst über Projekt => Spur hinzufügen => MIDI eine neue MIDI-Spur und geben ihr einen Namen (z.B. "MySynth"). Will man dieser Spur aber jetzt über "Out" ein Instrument zuordnen, wird das noch nicht funktionieren. Das Instrument muss erst geladen werden. Dafür gibt es in Cubase ein Virtuelles Rack, welches über die Tast F11 zu erreichen ist. Hier lädt man das Instrument in den Speicher. Als Beispiel verwenden wir den Synthesizer A1 von Steinberg, da er praktischerweise mit Cubase direkt mitinstalliert wird und direkt mit dem Öffnen auch ein Preset geladen wird.
Ist das Plugin geladen, steht es auch im Auswahl-Menü des Ausgangs ("out") der eben erzeugten MIDI-Spur zur Verfügung:

Als Eingang wählen wir den MIDI-Port (MIDI-IN) an dem das Masterkeyboard hängt (alternativ auch "all MIDI-Ports"). Spielt man jetzt auf der MIDI-Tastatur sollte man (korrekt installierte ASIO-Soundkarte vorausgesetzt) auch schon den A1 auf dem Monitor hören.

Achtung Aufnahme


Nun brauchen wir eigentlich nur noch einen Bereich mit den Lokatoren markieren und aufnehmen. Mit der Taste C kann man sich einen Klick aktivieren (kann im MIDI-Menü konfiguriert werden) und dann kann es auch schon losgehen. Nach der Aufnahme sollte das Projekt-Fenster in etwa so aussehen:

Im Projektfenster ist ein sogenannter "Part" entstanden, in dem man (je nach Einstellung) die einzelnen Noten schon vage erkennen kann. Durch Doppelklick öffnet sich ein Editorfenster, in welchem man den Part weiterbearbeiten kann, ... - doch das ist ein anderes Thema.
Virtuelle Instrumente sind zwar ungemein praktisch und vielseitig, haben aber einen entscheidenden Nachteil: Sie fressen oft Rechenpower und Speicher ohne Ende! Bei unserer einen A1-Spur ist das noch weniger problematisch, hat man aber ein paar mehr Spuren und stammen diese noch dazu von einem Samplebasierten Instrument, kommt man schnell an das Ende der Fahnenstange. Deswegen sollte man, wenn man mit der MIDI-Spur zufrieden ist, eine Audiospur daraus erzeugen. Dazu wählt man den Menüpunkt Datei => Exportieren => Audio Mixdown. Im folgenden Fenster wählt man die Optionen "Audiospur" und "Pool" aus und stellt bei Auflösung und Samplerate die gleichen Daten ein wie im Projekt (kann man unter Projekt/Einstellungen einsehen). In der Regel sind das 32 Bit und 44 oder 96 kHz.
Klickt man weiter, wird nach einiger Rechenzeit eine entsprechende neue Audiospur angelegt, die genauso lang ist wie der ausgewählte Lokator-Bereich und unsere Synthie-Spur enthält. Hat man bereits mehrere Spuren, sollte man vor dem Export alle anderen Spuren (bis auf das gewünschte Instrument) muten, da sonst alles mit aufgezeichnet wird.
Da wir nun fertig sind, können wir das PlugIn theoretisch auch wieder aus dem Speicher entfernen (eventuelle Einstellungen sollte man vorher als Preset sichern). Bei der MIDI-Spur reicht es sie zu muten, sie stört weiter nicht und verbraucht keinerlei Performance, um später noch weitere Eingriffsmöglichkeiten zu haben ist es unbedingt zu empfehlen, die Spur zu behalten. Hat man mehrere nicht mehr benötigte MIDI-Spuren, kann man auch einfach eine Ordnerspur erzeugen in die man sie verschiebt, so dass sie nicht mehr stören.

Expander und externe Klangerzeuger


Nun haben wir aber noch unser Keyboard, von dem wir auch noch etwas aufnehmen wollen - beispielsweise weil der Synthesizer-Sound dort einfach besser klingt als der virtuelle. Die MIDI-Spur ist ja bereits fertig, braucht also nicht nochmals aufgenommen zu werden. Anstatt des A1 wählen wir jetzt bei "out" den MIDI-Ausgang, an dem das Keyboard hängt. Spielen wir auf der Tastatur, sollte zumindestens bei dem Keyboard etwas am Ausgang zu hören sein. Das Signal geht also von der Keyboard-Tastatur in die Soundkarte, von da in Cubase in die MIDI-Spur, von dort wieder an den Ausgang der Soundkarte (MIDI-Out) und in das Keyboard, wo es einen Ton auslöst.
Diesen Ton wollen wir aber nicht nur hören, sondern auch aufzeichnen. Dafür gilt es - wie oben beschrieben - den Audio-Ausgang des Keyboards mit dem Audioeingang der Soundkarte zu verbinden (siehe Grafik oben). Die Audio-Eingänge sollten im Cubasemixer (F3) auch zu sehen (und vor allem zu hören!)sein, wenn man auf dem Keyboard spielt.
Um das Ganze aufzunehmen, erzeugen wir mit Projekt => Spur hinzufügen => Audio eine neue Audiospur (im Beispiel benutze ich eine Stereo-Spur).

Mit Audiospuren verhält es sich in Cubase SX genauso wie mit den MIDI-Spuren. Auch sie benötigen einen Ausgang und einen Eingang. Der Ausgang braucht uns für unser Vorhaben nicht zu interessieren - wir lassen ihn einfach wie er ist. Als Eingang muss aber der Audio-Eingang - oder vielmehr DIE Audio-Eingänge - ausgewählt werden, an die unser Keyboard angeschlossen ist (im Beispiel die Eingänge 3 und 4). Im Prinzip sind wir nun auch schon fertig. Jetzt müssen wir nur noch die Audiospur scharf stellen und aufnehmen. Die MIDI-Spur darf natürlich jetzt nicht gemutet sein. Wir haben also nun folgende Signalkette: Die MIDI-Spur spielt einen Ton, dieser wird an das Keyboard gesendet, das Keyboard spielt den Ton und gibt ihn an seinen Audioausgängen aus, er geht in die Audioeingänge der Soundkarte und wird in Cubase auf unserer neu erzeugten Audiospur aufgezeichnet. Auch hiernach sollte man die MIDI-Spur wieder stummschalten.
Das Ganze kann man natürlich auch "in einem Rutsch" machen, indem man gleich MIDI- und Audiospur gleichzeitig aufzeichnet, praktischer ist es aber erst die MIDI-Spuren aufzunehmen und diese dann ganz am Schluss eines Projektes in Audio umzuwandeln. Da der Klangerzeuger extern ist, spart man dadurch natürlich eine Menge CPU-Resourcen.
So, das war's. Ich wünsche Euch noch viel Spaß beim Experimentieren mit Cubase. Wenn noch Fragen offen sind, stellt diese bitte in unserem Forum.




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