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Gesangsübung: Lockerung und Körperhaltung

Autor: Joachim Duske

Bevor mit Atem- und Singübungen begonnen werden kann, muss der Körper gelockert werden. Dies wird oft unterschätzt, der Ton wird zwar nur mit den Stimmbändern erzeugt, aber der gesamte Körper fungiert als Resonanzraum und sollte deswegen genauso als "Instrument" angesehen werden, wie die Stimme



Vor diesem Artikel solltet Ihr unbedingt die Einleitung zu den Gesangsübrungen lesen.

Durch unterschiedliche Beanspruchungen des Körpers am Arbeitsplatz und zuhause treten Verspannungen auf, die auch zu Gliederschmerzen führen können, z.B. durch zu langes Sitzen oder Stehen, durch vieles Laufen oder schweres Tragen. Wenn sie nicht behoben werden, führen solche Verspannungen dazu, dass das Singen zu einer anstrengenden und schnell ermüdenden Tätigkeit wird, da die Atemmuskulatur, der Kehlkopf und der Kiefer ebenfalls verspannt und somit unelastisch sind.
Bei den folgenden Übungen lasse man sich viel Zeit. Übungen beginnen stets langsam. Das Tempo der Übungen steigere man nur allmählich. Man achte genau darauf, was gerade mit dem Körper und den Gliedmassen passiert. Man mache sich bewusst, dass mit dem Körper etwas Wertvolles und Gutes geschieht.


Übungen zur Lockerung der Gliedmassen und des Rumpfes


Ziel: unverkrampftes, lockeres Stehen:
Man suche sich einen festen Sand und belaste beide Beine und Füsse gleichmässig. Der Körper soll „in sich ruhen“. Man achte darauf, dass die Knie nicht durchgedrückt sind (Wippen, leicht in die Knie gehen ). Bei durchgedrückten Knien bildet sich das Hohlkreuz besonders stark aus, Verkrampfungen in den Beinen, sogar im ganzen Körper, können die Folge sein.
Zur Verminderung des Hohlkreuzes wird das Becken leicht nach vorn gekippt. Zur Kontrolle stelle man sich mit dem Rücken an eine Tür und schiebe eine Hand zwischen Tür und unterem Rücken. Wenn nun das Becken nach vorne gekipppt wird, passt die Hand nicht mehr dazwischen.

Ziel: zur Ruhe kommen, Konzentration auf den Körper:
In leichter Grätschstellung der Beine lasse man den Körper leicht um den senkrechten Körpermittelpunkt ( der befindet sich ungefähr in Höhe des Bauchnabels ) kreisen. Die Füsse bleiben dabei fest am Boden, man achte auf den gleichmässigen Rhythmus des eigenen Atems. Die Arme hängen entspannt herunter. Die Augen schauen geradeaus. Man achte darauf, wie sich ein Wohlgefühl über den Körper legt
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Ziel: Lösen von Verspannungen im Lendenwirbelbereich und Entspannen der Schultermuskulatur:
Man versetze den Rumpf in eine leichte Drehbewegung hin und her, wobei die locker herunterhängenden Arme in ein leichtes Pendeln geraten. Der Kopf bleibt dabei geradeaus gerichtet, da sich sonst ein Schwindelgefühl einstellen kann.


Schulter- und Kopflockerung


Ziel: Lockern der Schultermuskulatur:
Schultern einzeln und dann beide gleichzeitig bis an die Ohren hochziehen und plötzlich fallen lassen. Wenn wirklich ganz losgelassen wird, erfährt man ein „elektrisches“ Kribbeln in den Fingerspitzen.

Es folgt ein leichtes, immer stärker werdendes Schulterkreisen. Wenn es im Schulterbereich schmerzt - eine Folge von starker Beanspruchung und Verspannung- diesen Schmerz nicht übergehen, sondern die Kreisbewegung reduzieren und u. U. solange kreisen, bis der Schmerz und die Verspannung verschwinden.

Ziel: Lockerung der Halsmuskulatur und des Kiefers:
Das Kinn entspannt auf die Brust sinken lassen, einen „langen Hals“ machen und den Kopf leicht in den Nacken legen. Wenn dies alles wirklich entspannt geschieht, ist auch der Kiefer locker und der Mund öffnet sich entspannt von selbst.

Achtung: Vor einem unkontrollierten Kopfkreisen ist zu warnen, da Verspannungen eher auf- als abgebaut werden können, bis hin zur Gefahr der Halswirbelverletzung!

Man schüttle verneinend den Kopf, anschliessend bejahend. Alles geschehe entspannt.
„Kaugummi-Kauen“ mit geschlossenem und geöffnetem Mund.

Ziel: Lockerung der Muskulatur von Hals, Gesicht, Lippen:
„Pferd-spielen“: Das Pferd schnaubbt prrrrh.... Das Schnarren des r wird durch Vibrationen der entspannten und vorgestülpten Lippen erregt. Hier geschieht eine Stauung und Verdichtung der Luft. Zugleich kommt es zu einer willkommenen Lockerung der Gesichts- und Halspartien.

Ziel: Bereitstellung der Resonanzräume:
Man lasse den Kiefer entspannt hängen, streiche mit lockerem Handrücken langsam an an den Wangen aufwärts entlang und atme dabei ruhig ein. Den dabei entstehenden Reiz zum Gähnen unterdrücke man dabei nicht, da ein Unterdrücken immer eine Verspannung der Hals-, Kehlkopf- und Kiefermuskulatur zur Folge hat. Bewusstes Gähnen in Verbindung mit der Atmung öffnet Brust-, Hals-, Rachen- und Mundräume. Sie sind hauptverantwortlich für die Bildung der Tonresonanzen.

Ziel: Deutlichmachen von Erzeugen von Spannung und Entspannung:
Was Körperlockerheit bedeutet, kann man sich auch verdeutlichen, indem man einer Entspannungsübung eine Spannungsübung vorausschickt.
Man stelle sich vor, man müsse seine Beine aus einem Sumpf herausziehen ( Anspannung ). Danach schüttle man die Beine locker aus ( Entspannung ).
Dasselbe kann man mit den Armen tun.

Wichtig ist: Singen hat immer mit Spannung und Entspannung zu tun. Sie dürfen nicht verwechselt werden mit Verspannung und Spannungslosigkeit.




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