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Nutzerflaute bei Kazaa, Morpheus & Co

Autor: Daniel Remmel

15. Juli 2003 - nachdem die US-amerikanische Musikindustrie damit gedroht hat, auch gegen private Nutzer der hiesigen Filesharing und Tauschbörsen vorzugehen scheinen letztere einen deutlichen Rückgang der Nutzerzahlen zu verzeichnen haben...



Gegen Ende Juni wurde von der [i]RIAA[/i], dem Zusammenschluss der amerikanischen Musikunternehmen (RIAA = Recording Industry Association of America) öffentlich verkündet, vermehrt auch gegen private Vielnutzer diverser Tauschbörsen wie Kazaa, Morpheus oder Emule vorzugehen.

Im Gespräch waren Summen von bis zu 150.000 Dollar Schadensersatz pro heruntergeladenem Musik-Titel. Inwieweit diese Beträge realistisch sind ist fraglich, jedoch scheint die Wirkung nicht auszubleiben. Laut dem amerikanischen Analyse- und Martkforschungsunternehmen Nielsen Netratings haben die Tauschbörsen eine Woche nach der Ankündigunung durch die Musikindustrie einen Nutzerrückgang von bis zu 15% zu verzeichnen.
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"Es scheint, dass sich durch die Androhung derart hoher Strafen, einige Surfer von der Benutzung abschrecken lassen.", verkündete Greg Bloom, Senior Analyst bei Netratings. "Trotz dessen bleibt es unwahrscheinlich, dass derartige Angebote in nächster Zeit offline gehen werden"

Interessanterweise streitet Michael Weiss, Direktor von StreamCast Networks, dem Unternehmen hinter Morpheus, jeglichen Rückgang der Nutzer ab. Das einzige was StreamCast verzeichnen könne, so Weiss, sei, dass die User letztlich pro Sitzung sogar länger online bleiben würden, als zuvor. Auch Kazaa-Betreiber Sharman Networks spricht lediglich von einer "nomalen Fluktuation" der User.

In den Vergangenen Jahren waren die Filesharing Anbieter immer wieder in der Zielscheibe der Plattenindustrie. So wurden Firmen beauftragt, gezielt in den Chats der Börsen nach illegal angebotenen Musik-Stücken zu suchen und die entsprechenden User per E-Mail abzumahnen. So wurden auch bestimmte Musikstücke digital gekennzeichnet, um deren Weg auf den Filesharing-Servern zurück zu verfolgen und eventuelle Hauptverteiler abzumahnen bzw. zu bestrafen.
Die Hersteller von Kazaa und Morpheus reagierten erst kürzlich mit neuen Updates die die Anonymität erhöhen. So existieren mittlerweile Listen von IP-Adressen der Musikindustrie. Letztere werden von den Filesharing-Programmen komplett ignoriert...

Wie sich das ganze in Zukunft weiterentwickeln wird, ist momentan nicht abzusehen. Es bleibt auf jeden Fall weiter spannend im Sektor Filesharing...

Quelle: siliconvalles.com

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