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Keyboard Klassiker: Roland JV 1080/2080 XP-80/60

Autor: Daniel Remmel

Die JV/XP-Serie von Roland gehört ohne Frage zu den in Ton-Studios am meisten gebrauchten Keyboards. Doch auch heute, wo es schon etwas in die Jahre gekommen ist, lohnt sich unter Umständen die Anschaffung - mit etwas Glück ist es bei Ebay z.B. immer wieder einmal zu einem günstigen Preis zu bekommen.



Grundsätzliches zu den Roland-Keyboards


Der Roland XP-60, der XP-80, der JV-1080 und der JV 2080 haben alle exakt dieselbe Sound-Erzeugung und unterscheiden sich nur in der Ausstattung. Hier eine kurze Übersicht über die wesentlichen Unterschiede:

Roland XP-80


Der XP-80 ist die große Keyboardvariante mit 76 Tasten, großem Display (320 x 80), Diskettenlaufwerk und Sequenzer.

Roland XP-60


Der XP-60 entspricht genau dem XP-80 - allerdings mit dem Unterschied, dass das Keyboard lediglich 61 Tasten hat.

Roland JV-2080


Ist die große Expander-Version (also ohne Tastatur), hat das gleiche große Display wie der XP-60 und der XP-80, jedoch keinen Sequenzer und kein Diskettenlaufwerk, dafür aber eine zusätzliche Bank an Preset-Sounds (wenn diese auch nicht wirklich erwähnenswert sind). Und als einziger Synthesizer der XP/JV-Serie drei unabhängige Effekt-Wege

Roland JV-1080


Genauso wie der JV2080, hat aber nur ein kleines zwei-Zeilen Display und es fehlt die zusätzliche Bank an Presets und die zwei zusätzlichen Effektwege.


Aufbau der Sound-Bänke


Wie es bei Roland schon immer üblich war, wird bei den JV/XP Workstations zwischen Performance und Patches unterschieden. Die kleinste Einheit ist der sogenannte Tone (Roland-Terminologie). Tones sind im Prinzip die eigentlich Samples bzw. Wellenformen. Ein Patch (also der eigentliche anwählbare "Sound") besteht aus maximal 4 Tones. Der Performance-Modus ist der Multi-Mode, in welchem man insgesamt 16 Patches zu einem Performance-Sound zusammenfassen kann. Hier kann man jedem einzelnen Patch entsprechend einen MIDI-Kanal und einen Tastaturbereich zuordnen. Da man die einzelnen Patches per MIDI-Program-Change noch umschalten kann und man nur selten 16 verschiedene Sounds gleichzeitig bentögt, sollte man für durchschnittliche Arrangements mit dem Performance-Modus auskommen. Allerdings muss man was die leider nur 64-fache Polyphonie angeht etwas haushalten. Wenn mehrere Patches die vollen vier Tones ausnutzen, ist man da schnell am Ende der Fahnenstange.

Sounds


Der eigentlich wichtigste Teil eines Synthies sind die Sounds. Damals musste man mit dem Speicher noch etwas geizen, weswegen insgesamt nur 16 MB ROM für Wellenformen zur Verfügung stehen. Dies wird aber durch die extrem hochwertige Effekt-Engine kompensiert.

Auch nach heutigen Maßstäben brauchen sich die JV/XP Workstations von Roland vor vielen billigen ROMplern und Tischhupen nicht verstecken - sie sind diesen sogar oft überlegen - was die schon etwas in die Jahre gekommenen Synthesizer zu einer sehr günstigen Alternative macht, gerade weil man die Sounds noch weiter editieren Kann, was bei vielen ROMplern nicht möglich ist.
Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Brot-und-Butter-Sounds ausgehend von den Preset-Patches:

Piano/Klavier:


Die Flügel- und Pianos-Sounds klingen allesamt sehr gut. Wenn sie auch keine Sampler-Qualität aufweisen, sind sie doch gerade für den Live-Einsatz mehr als ausreichend.

Rhodes:


Die vorhandenen Rhodes-Sounds klingen alle ziemlich funky. Mir persönlich gefallen sie recht gut. Größte Schwachstelle ist allerdings, dass es keine echten Fender-Rhodes-Samples, sondern nur glockige Ballade- oder eben funkige Synthie-Rhodes gibt. Wurlitzer sucht man vergeblich.



Orgel:


Orgeln sind die große Stärke der XP/JV-Serie. Auch wenn sie nicht mit einer B4 mithalten können, klingen die Orgeln alle durchaus brauchbar. Auch die Rotaray-Simulation ist im Gegensatz zu den meisten anderen Produkten dieser Zeit sehr gelungen. Die Kirchenorgel (Patch A-60) ist immer noch das brachialste, was mir bisher unter die Ohren gekommen ist (sehr geil).

Clavinet:


Auch diese Sounds sind alle sehr funky. Besonders die angephasten oder Wha-Wha-Clavinetts sind sehr ansprechend und setzen sich auch auf der Bühne gut durch.

Streicher:


Die Streicher mögen nicht wirklich überzeugen. Die Solo-Sounds (Cello, Bratsch, Violine etc.) sind zwar noch vertretbar, die Streicher-Sektionen sind jedoch sehr dünn - es fehlt ihnen and Tiefe, Durchsetzungskraft und Attack.

Pads/Flächen:


Die atmosphärischen Pads sind alle extrem gut gelungen, wenn auch nicht ganz so spacig wie z.B. beim Korg Trinity. Gerade die Warm Pads haben eine erstaunliche Tiefe und einen sehr breiten, fetten Sound.

Synthies:


Die Synthies sind nicht sonderlich spektakulär, aber es sind ein paar nette D-50 Sounds dabei, die alte Vintage-Fans erfreuen sollten. Gut sind hingegen die Bass-Synths.

Bläser:


Während die Holzbläser durchaus gut klingen (vor allem eine sehr schöne asiatische Flöte), fehlt dem "Blech" noch ein wenig der Biss. Einzig eine schöne Brass-Section weiß zu überzeugen.

Gitarren:


Die akkustischen Gitarren klingen durchaus brauchbar - wie bei allen anderen modernen Synthies auch - nur so lange man Single-Notes spielt. Die E-Gitarren-Sounds klingen durch den Verzerrer gejagt auch ganz passabel (schaltet man diesen ab, packt einen allerdings das nackte Grauen) und man kommt für einfache Arrangements damit aus - zumindestens reicht es um dem hiesigen Gitarristen klarzumachen, in welche Richtung das Ganze gehen soll.



Drums:


Aufwendige Multi-Layer Drumkits wie in modernen Keyboards sollte man nicht erwarten, die vorhanden akustischen Kits klingen aber durchaus passabel - wenn auch ein wenig der Druck fehlt. Für Elektro-Musiker steht ein 606-ähnliches Kit zur Verfügung, das... nunja, nach TR-606 klingt.

Beachten sollte man, dass die Sounds der Roland JV/XP-Serie durch die Effekte leben und sehr dünn klingen, sobald man diese abschaltet. Dies ist sicher auf den knappen Wellenformspeicher zurückzuführen. Faszinierend ist auf jeden Fall, was man so alles aus 16 MB herausholen kann.

Effekte


Die Effeksektion teilt sich in drei Bereiche: EFX, Chorus und Reverb, die sich getrennt über entsprechende Buttons abschalten lassen. Mehrere Effektwege gibt es leider nur beim JV 2080, so dass man ansonsten jedem Sound nur jeweils einen Effekt, einen Chorus und einen Reverb zuordnen kann. Im Patch-Mode ist das nicht weiter problematisch, umso schwieriger wird es allerdings im Performance-Modus, wo diese Begrenzung sich durchaus störend auswirken kann. Will man nämlich eine verzerrte E-Gitarre mit einer Schweine-Orgel mit Leslie-Simulation ergänzen, steht man vor einem Problem. Man kann die Effekte zwar bei den Performance-Parts unterschiedlich routen und deren Stärke einstellen, ist aber an den einmal eingestellten Effekt gebunden.
Die Qualität der Effekte ist hervorragend, gerade der Chorus bohrt die Sounds um einiges auf. Die EFX-Sektion bietet insgesamt 40 verschiedene Effekttypen. Das Spektrum reicht von Dynamik-Effekten über Flanger, Wah und Distortion bis hin zu komplizierten Stereo-Delays oder der bereits erwähnten Leslie-Simulation. Es existieren auch gängige Kombieffekte wie z.B. ein Flanger liiert mit Verzerrer.
Die Möglichkeit, ein externes Signal einzuschleusen fehlt leider.

Bedienung


Eines fällt im Gegensatz zu den meisten modernen Synthesizer-Workstations direkt auf: Die "Alten" haben viele Knöpfe! Und das ist auch das, was ich persönlich so sehr an den Synthies mag: Kein Touchscreen auf dem man sich erst durch mehrere Menüs hangeln muss, um eine Funktion zu erreichen; keine 10-fach belegten-Tasten - vielmehr kommt man direkt an alle wichtigen Funktionen, weil es für vieles eben einen extra Knopf gibt. Das mag am Anfang etwas unübersichtlich sein, ist aber meiner Meinung nach wesentlich praktischer - und vor allem Live-tauglicher als die modernen, aufgeräumten, eher auf Style und Design ausgelegten Frontpanels der heutigen Synthesizer. Vor allem hat man - wenn man vom kleinen JV-1080 mal absieht - trotzdem ein großes grafisches Display mit 320x80 Bildpunkten.
Alle vier Varianten haben ein Jog-Shuttle, mit welchem man sich schnell durch die einzelnen Presets und Einstellungen arbeiten kann. Den beiden Tastatur-Modellen XP-80 und XP-60 hat Roland sogar zusätzlich eine 10er Tastatur zur direkten Eingabe von Zahlen und Buchstaben spendiert (leider allerdings nicht DIN-gerecht, so dass geübte SMS-Schreiberlinge hier keinen Vorteil haben).

Besonders sympathisch ist auch die Key-Effekts-Sektion. Hier hat man Tasten um die Sounds direkt eine Oktave hoch- oder runter zu transponieren. Sehr praktisch, gerade bei der kleinen 61-Tastenversion (XP-60). Natürlich kann man hier auch "normal" transponieren. In dieser Sektion finden sich auch Taster für Apreggiator, eine Solo- sowie eine Portamento-Funktion. So kann man aus einem Polysynth ohne Programmierarbeiten schnell mal einen abgefahrenen Solo-Lead-Synth machen.
Die nächste Sektion ist besonders gut für Musiker aus dem Elektronik-Bereich geeignet. So hat man hier vier Fader über die man die Lautstärke der vier Tones eines Patches regeln kann. Man hat aber auch die Möglichkeit, auf einen Filter-Modus umzuschalten und man kann über die vier Regler direkt auf Cutoff, Resonanz, Attack und Decay zugreifen. Leider hat Roland die Fader in den aktuellen Workstations durch Potis ersetzt. Man kann also Resonanz und Cutoff nicht mehr - oder nur recht umständlich - gleichzeitig mit einer Hand bedienen. :-(

Unter dem Display sind verschiedene Tasten angeordnet, die je nach Modus unterschiedliche Funktionen innehaben (wie bei Nokia-Handys), die jeweils am unteren Rand des Displays zu sehen sind.
Links hat man bei XP-60/80 noch einen Lautstärke-Fader und zwei zusätzliche Fader, die für jeden Patch frei belegt werden können (z.B. mit der Rotorygeschwindigkeit des Leslies). Besonders gelungen ist die Vorhörfunktion beim JV-2080. Drückt man auf das Shuttle-Rad ertönt ein kurzes, zu dem Sound passender Riff zu dem gerade gewählten Preset, kann man sich schnell einen Eindruck zu einem Sound machen - oder sich von diesem inspirieren lassen.
Die Bedienung gestaltet sich sehr einfach, da (außer beim JV1080) eigentlich alle Funktionen wie Filter-Kurven, Hüllkurven, Routing von Effekten und Ausgängen sowie Velocity-Kurven grafisch dargestellt und in Echtzeit editiert werden können. Die Menüführung ist sehr durchdacht - allerdings sollte man der englischen Sprache mächtig sein, was der Sache aber keinen Abbruch tut, da für die meisten Begriffe aus der Synthesizer-Welt ohnehin nur die englischen Begriffe verwendet werden.
Die Displays sind alle bleuchtet. Außerdem lässt sich der Kontrast in zehn Stufen frei einstellen, so dass man auch auf ungünstig beleuchteten Bühnen klarkommt.

Tastatur und Verarbeitung


Die nicht gewichtete Tastatur des XP-60 und XP-80 sind von bester Roland-Qualität. Sie lässt sich auch für Pianisten, die eine Hammermechanik-Klaviartur gewohnt sind, sehr angenehm spielen.
Das Gehäuse ist größtentels aus stabilem, pulverbeschichteten Metall und somit auch für das etwas härtere Leben "on the road" geeignet. Auch die Taster machen einen durchaus robusten Eindruck und die Rackgeräte haben dankenswerterweise eine Metallfront.

Sequenzer


Sowohl der Roland XP-80 als auch der XP-60 haben im Gegensatz zu den Rack-Geräten einen integrierten MIDI-Sequenzer. Die Bedienung gestaltet sich trotz des kleinen Displays erstaunlich einfach. Der 16-Spur-Sequenzer bietet eigentlich alle Funktionen. die man sich wünschen kann. Die Quantisierungs-Funktion steht Cubase und Konsorten in nichts nach und bietet auch aufwendigere Groove-Quantisierungs-Algorythmen, mit denen sich insgesamt über 70 verschiedene Patterns quantisieren lassen. Der Micro-Editor ähnelt sehr dem Listen-Editor in Cubase, hierüber lassen sich einzelne Events und Noten editieren oder neu einfügen.

Für jeden Song kann man auch eine Wiederholungs-Schleife von beliebig vielen Takten definieren. Sehr schön ist auch, dass Roland dieser Funktion einen eigenen Button zugedacht hat. Dieser ermöglicht, dass man den Loop live on stage bei Bedarf an- und ausschalten kann. Ansonsten stehen für die Bedienung noch Tasten für Stop/Play, Vorspulen, Rückspulen und Aufnahme sowie eine mehrfarbige Beat-LED zur Verfügung.
Für die Speicherung gibt es leider lediglich ein 3-1/2-Zoll-Disketten-Laufwerk (HD, 1,44 MB), was allerdings nicht verwunderlich ist, da USB-Sticks und MMC-Karten damals technisch noch in ferner Zukunft lagen. Der Sequenzer fasst insgesamt maximal 60.000 Noten.

Expansion Boards


Eine der größten Stärken der Workstations liegt darin, dass sie insgesamt vier Steckplätze (JV-2080: acht) für weitere Sounds besitzt. Die Sounds der Expansion-Boards haben eine wesentlich (!) bessere Qualität als die Werksounds - die Wellenformen der Boards werden auch in den aktuellen Roland-Synthesizern noch verwendet, sind also alles andere als veraltet. Die Boards bekommt man auf Ebay schon für um die 150 Euro. Ob ein TR-909 Drumset der Oberklasse im Techno-Board, edle Konzert-Flügel auf der Piano-Expansion oder alle erdenklichen Varianten einer B3 auf dem 60s/70s Board: Bei den Roland Expansion-Boards (die sich übrigens auch in der XV-Serie verbauen lassen) findet sich für jeden Geschmack etwas.



Liste der verfügbaren Expansion-Boards

SR-JV80-1 Pop
SR-JV80-2 Orchestral
SR-JV80-3 Piano
SR-JV80-4 Vintage Synth
SR-JV80-5 World
SR-JV80-7 Super Sound Set
SR-JV80-8 60s & 70s Keyboards
SR-JV80-9 Session
SR-JV80-10 Bass & Drums
SR-JV80-11 Techno Collection
SR-JV80-12 Hip Hop Collection
SR-JV80-13 Vocal Collection
SR-JV80-14 Asia
SR-JV80-15 Special FX
SR-JV80-16 Orchestral II
SR-JV80-17 Country Collection
SR-JV80-18 Latin
SR-JV80-19 House Collection


Welcher solle es denn sein?


Da die Sounderzeugung sich nicht unterscheidet, reduziert sich die Entscheidung eigentlich hauptsächlich auf die folgenden Fragen:
- mit oder ohne Tastatur?
- großes oder kleines Display?
- brauche ich die weiteren Effekt-Wege?
Der Roland JV-1080 mit seinem zweizeiligen Textdisplay schließt von vornherein die meisten Programmierversuche aus; er wird deshalb auch in der Regel um einiges günstiger auf dem Gebrauchtmarkt gehandelt als sein großer Bruder, der JV-2080. Man kann zwar im Prinzip auf alle Funktionen ohne Einschränkungen zugreifen, wirklich Freude kommt dabei aber nicht auf (wer schon mal einen D-10 programmiert hat, weiß was ich meine) ansonsten sind 1080 und 2080 aber fast identisch: Wer also nur eine Soundschleuder benötigt, kann bedenkenlos zum JV-1080 greifen. Wer auch gerne mal an den Patches schrauben möchte und viel mit Multitrimbalen Sounds arbeitet, sollte aufgrund des größeren Displays und den zusätzlichen Effekt-Units den JV-2080 vorziehen.

Weitere Sound-Module von Roland


Roland hat im Laufe der Zeit noch weitere Soundmodule der Serie veröffentlicht, wie z.B. XP-10, XP-30, XP-50. Diese haben wir in diesem Artikel bewusst nicht erwähnt, da es sich dabei um abgespeckte Versionen handelt. Einzig den JV-1010 sollte man als kleine 9,5" Einheit mit einer Höheneinheit noch erwähnen, da sie sich bei dieser Größe sehr gut als portables Sound-Modul eignet, wenn es auch einige Einschränkungen gibt. Allerdings sind beim JV-1010 bereits die Wellenformen des Session Expansionboards enthalten.

Fazit:


Die Roland Workstations sind nach wie vor sehr empfehlenswerte Keyboards. Gerade für ambitionierte Einsteiger sind die "alten" Synthesizer oft besser als so manche billigen Anfänger-Keyboards aus den aktuellen Serien. Vor allem hat man hier einen "echten" Synthesizer, bei dem sich die Sounds sehr einfach verändern und den eigenen Wünschen anpassen lassen, wogegen man bei reinen ROMplern oder Entertainment-Keyboards (um jetzt nicht "Tischhupen" zu sagen) sehr eng an die Werksounds gebunden ist. Viele der Preset-Sounds bei den JV/XP-Synthesizern kann man mit einigen einfachen Handgriffen optimieren und verbessern. Die Geräte gehörten damals alle zur absoluten Spitzenklasse (gerade der JV-2080 hat sich in Studios als Quasi-Standard durchgesetzt), weswegen man damit auch heute teilweise noch besser bedient ist, als mit so manchem billigen Synthie.

64-fache Polyphonie ist nach heutigen Maßstäben nicht mehr die Welt - man sollte aber ohne Probleme damit auskommen, wenn man nicht gerade den nächsten Kinofilm damit vertonen will...
Einige Sounds klingen zwar etwas altbacken, sind aber auch nach heutigen Möglichkeiten durchaus noch gut zu gebrauchen; Roland hat hier damals viel durch die mächtige Effekt-Engine kompensiert.
Ich persönlich setze den XP auch heute noch gerne im Studio ein. Gerade die Orgeln des 60s&70s Expansion-Boards (SR-JV 80-08) klingen im Gesamtbild eines Songs oft einfach wärmer und lebendiger als ein Sample oder eine künstlich modulierte B4. Auch die Warm Pads erfreuen sich bei mir immer noch reger Beliebtheit, von daher kann ich nur eine Empfehlung für diese Geräte aussprechen.




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