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Test: Steinberg Halion String Edition (Volume 1)

Autor: Daniel Remmel

Der Halion String Player ist der neuste Streich von Steinberg an virtuellen Instrumenten im klassischen Bereich - im wahrsten Sinne Wortes, denn wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um einen Sample-Player speziell für Streicher



Wie das vorherige Produkt aus der Serie The Grand ist auch die Haltion String Edition in Zusammenarbeit von Steinberg und Wizoo entstanden, was qualitativ sehr gute Ergebnisse erwarten lässt.

Installation
Mit ganzen 10 (in Worten zehn) CDs ist der String-Player eines der umfangsreichsten virtuellen Instrumente auf dem Markt; insgesamt knapp 5.3 Gigabyte werden während der Installation auf die Festplatte geschaufelt, auf eine Dauer von ca 30 Minuten für die Installation sollte man sich also einstellen.
Anfangs kann man wählen ob man nur den Player nur die Samples oder beides installieren möchte. Die automatische Erkennung des Pfades für die Recording Software funktioniert einwandfrei (natürlich wird Cubase SX gegenüber Logic bevorzugt). Leider lässt sich das PlugIn nicht, wie zB. bei Native Instruments für mehrere Sequqnzer gleichzeitig installieren, allerdings werden zwei getrennte Ordner für Plugin und Samples abgefragt, bei Logic gab es leider Probleme, nach der Installation die Sound-Dateien zu finden. Hier empfiehlt es sich alles außer dem Ordner Data ins Verzeichnis Logic/PlugIn-Settings zu kopieren.

Konzept
Wer eine Begleit-Automatik (wie beim Virtual Guitarrist) erwaret, bei der man nur den Akkord angeben muss und das VST dudelt los, wird enttäuscht. Die Halion String Edition (HSE) bietet eine sehr umfassende Sammlung von einzelnen Samples der verschiedenen orchestralen Streichersektionen (Violienen, Bratsche, Cello und Bass). Das Arrangement nimmt einem das VST nicht ab, genau hierin liegt aber auch die Stärke des PlugIns: Es schließt die Lücke zwischen den Streicher-Sounds diverser ROMpler (Keyboards á la ROland JV/XP) und speziellen Sample-Libraries. Einerseits hat man die Flexibilität von einzelnen, sehr hochqualitativen Sounds andererseits spart man sich aber durch die hervorragend aufeinander abgestimmten Sounds die Schnipselarbeit am Sampler. Gerade für Leute die den Einstieg ins orchestrale Arrengement wagen wollen, ist die HSE eine sehr gute Übungsplattform, was durch ein kleines Tutorial zu diesem Thema im Handbuch noch erheblich erleichtert wird.

Programme und Steuerung
Die 5GB an Samples sind in mehrere Kategorien eingeteilt, die sich nach Art und Weise der Ansteuerung richten:
Die XFade-Programme nutzen den Pitchbend-Controller, um zwischen einzelnen Layern von Samples überzublenden (zB. von fortissimo nach pianissimo), dies benötigt entsprechend eine Menge RAM und CPU-Power, da hier alle Layer in den Speicher geladen werden müssen.
[werbung] Die entsprechende Sparvariante ist XSwitch hier wird lediglich zwischen den Layern umgeschaltet, wodurch es zu hörbaren Übergängen kommen kann, allerdings wird hier wesentlich weniger Speicher benötigt.
Wer es nach Keyboarder-Manier gewöhnt ist, die verschiedenen Layer über die Anschlagdynamik anzusteuern, dem hat Steinberg die Velocity-Programme gewidmet, bei denen es in einer erweiterten Variante (Velocity plus Pitchbend) widerum möglich ist die Dynamik über den Pitchbend zu regeln.
Da die Pitchregler in den meisten Fällen mittenzentriert sind, ist es mehr als sinnvoll diese anstatt des Cressendo-Controler zu nutzen, da sich die Dynamik dadurch in beide Richtungen beeinflussen lässt. Diverse weitere Parameter wie zB. Aufstrich/Abstrich oder Ganzton/Halbtontriller lassen sich dankenswerter Weise über Key-Switch umschalten. Bei Key Switch wird eine Funktion auf eine MIDI-Note der unteren Oktaven (meistens C1 bis H1) auf der Tastatur gelegt. So kann man anstatt über die Spur-Automation zu gehen, die Funktionen live während des Einspielens umschalten.
In ein Setting kann man bis zu 16 Programme laden, hier wäre es schön gewesen, wenn Steinberg ein paar Preset-Settings mit beigelegt hat. Man kann sich aber ein default Setting definieren, welches beim Programmstart geladen wird. Was es allerdings gibt sind sogenannte Combiprogramme, diese sind so gestaltet, dass die verschiedenen Streicher-Sektionen in einem Programm schon fertig über die Tastatur verteilt spielbar sind, was das Arrangement um einiges erleichtert und auch vom Speicher-Bedarf ökonomischer ist, allerdings auch die flexibilität in puncto Artikulation einschränkt.
Halion-User werden sich freuen, denn Steinberg hat auch noch ein komplettes Set an Preset-Bänken für den hauseigenen Sampler mitgeliefert, hier hat man Zugriff auf die erweiterten Filtermöglichkeiten von Halion, muss aber zwangsweise auf die streicher-spezifischen Funktionen des Players wie etwa Cressendo verzichten.

Performance
Wer mit seiner Rechenpower haushalten muss, kann statt der vollen XXL-Variante noch auf die schlankeren Eco-Sounds zurückgreifen, hier wurden weniger Layer verwendet, was gerade den Speicherbedarf erheblich reduziert. Ansonsten lässt sich noch in vier Stufen variieren inwieweit der Player auf Diskstreaming zurückgreift außerdem lässt sich die Resamplingqualität editieren, was allerdings bei niedriger Einstellung die Qualität deutlich verschlechtert.
Die Systemperformance ist der große Schwachpunkt der Halion String Edition, was bei der Größe der Samples kein Wunder ist. Die Mindestvorraussetzungen sind mit 400 MHz Pentium 2 bzw. G4 mit 500 MHz und 256 MB RAM extrem knapp eingeschätzt. Den Testrechner der Redaktion (Pentium 4, 1700 MHz, 1 GB RAM) konnten wir in einem Arrangement mit acht HSE-Spuren (XXL, XFade) in zwei Instanzen, 6 weiteren Audiospuren sowie einer VSTi-Spur (LM4) gnadenlos in die Knie zwingen (es ging garnichts mehr und aus dem Speaker kam nur noch Knackser). Hier lohnt sich die Anschaffung einer zweiten, schnelldrehenden Festplatte zum Streaming.
Es empfiehlt sich sich daher, beim Arrangement mit der Eco-Variante zu arrangieren und nur für den Bounce am Ende die XXL-Strings zu nutzen.

Bedienung
Die Bedienung hätte man unserer Meinung nach weitaus User-freundlicher gestalten können. Es existiert zwar, eine Bildschirm-Tastatur, was diese jedoch für einen Sinn erfüllt, außer dass es nett anzusehen ist, war uns nicht ganz klar. Es wird wohl eine verschwindent geringe Anzahl an Musikern, sein, die Ihre Streicher-Parts über eine Screen-Tastatur einspielen. Man hätte auch den Tonumfang der Programs auf der Tastatur darüber etwas deutlicher ersichtlich machen können (nur ein schmaler brauner Streifen). Auch die Zuordnung von MIDI-Kanälen zu einem der 16 Programmplätze ist etwas verwirrend.

Man kann die Zuteilung auf dreierlei Art vornehmen: Über einen Dropdownmenü, über eine LED-Sektion und über eine zweispaltige Text anzeige. Allerdings kann man einem bestimmten MIDI-Kanal nur ein Programm zuordnen und nicht umgekehrt. Einem Programm kann man widerum einen Audioausgang zuordnen, außerdem lassen sich die Anzahl der Stimmten frei variieren (maximal 64). Die Eingabefelder sind mit ihrer 7-Segment-Schrift zwar hübsch anzusehen, lasssen sich aber nur über nebenstehende Pfeiltasten bedienen, eine Direkteingabe hätte an dieser Stelle nicht geschadet.
Über den Amplifier kann man die Anschlagdynamik der einzelnen Sounds variieren, zudem lässt sich noch die globale Lautstärke sowie das Gesamttuning des Players einstellen. Gerade Leute die echte Orchester (die meist zwischen 442 und 446 Hz gestimmt sind) realistisch nachbilden wollen, oder die Samples mit echten Aufnahmen mischen wollen, werden dies zu schätzen wissen. Was die Bedienung enorm vereinfacht hätte, wenn man, anstatt für die Eco-Varianten komplett eigene Programs zu erstellen, die Möglichkeit gehabt hätte über einen Schalter zwischen XXL und Eco umzuschalten, so dass die Sounds automatisch umgeladen werden. So könnte man für das Arrangement auf die Ecostrings zurückgreifen und danach einfach auf XXL umschalten und den Bounce machen. So muss man wieder jeden Sound einzeln neu laden.

Der Sound
Mitunter das Wichtigste an einer Sample-Library ist natürlich letztlich der Sound. Ist man an die Streicher-Sounds von Workstations oder ROMplern gewöhnt, werden einem die Ohren übergehen. Die Streicher klingen extrem realistisch, hier wurde mit Absicht ein gewisser Raumanteil mit aufgenommen, der die einzelnen Sektionen auch realistisch im Stereobild platziert, so dass man nicht auf Kompromisse mit dem Pan-Regler angewiesen ist. Es wurden sogar spezielle Samples erstellt, um die Release-Phase realistisch aufzunehmen, was auch relativ gut gelungen ist.
Aber nicht nur für Umsteiger von ROMplern sondern auch für den professionellen Studio-Einsatz kann man die HSE zumindest für Pop-Musik uneingeschränkt empfehlen. An Libraries wie Garritan kommt der HSE leider noch nicht ran, doch spielt dieser auch in einer anderen Preisliga. Den Sounds der Stringedition fehlt für reine klassische Arrangements wie man sie zB. bei bei Film-Musik benötigt, etwas die Wärme, dafür hat man aber die Möglichkeit, auf schneller Art und Weise Arrangements mit optimal aufeinander abgestimmten Sounds zu erstellen.

Handbuch
Wie von Steinerg nicht anders zu erwarten, liegt der Halion String Edition ein exzellentes, dreisprachiges Handbuch bei. Positiv zu bemerken ist, dass das die Anleitung zusaätzlich auch in digitaler Form als PDF vorliegt (der Acrobat-Reader lässt sich auch gleich mit installieren) es bleibt nur zu hoffen, dass Steinberg damit nicht plant, wie andere Hersteller auch, komplett auf digitale Handbücher umzustellen.
Aber wie dem auch sei, dass Handbuch des String Players ist auf jeden Fall mehr als vorbildlich. Das bei Steinberg schon fast übrliche Vorwort bringt eine persönliche Note herein, was bei den heutigen technischen Handbüchern eher selten ist. Schade ist, dass die Einbindung nur unter Cubase erklärt wird. Besonders positiv zu bemerken ist, dass über die reinen Funktionsbeschreibungen des Progrannes auch ein kleiner Worskhop von Burton Goldstein (bekannter Film-Komponist) über Streicherarrangements enthalten ist.
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Es wird kurz darauf eingegangen welches Intrument wofür eingesetzt wird und welchen Tonumfang hat und was beim Arrangement zu beachten ist damit es "echt" klingt, so, dass man auch als Laie zu relativ passablen Ergebnissen kommen kann (eine gewisse Investition an Einarbeitungszeit vorausgesetzt)

Fazit
Die Qualität der Sounds ist für den Preis von knapp 400 Euro erstaunlich gut. Die Bedienung könnte besser sein, ist aber im allgemeinen noch vertretbar.
Einfacher wäre es auch gewesen, wenn man statt immerhin neun CDs das Programm auf einer DVD ausgeliefert hätte (zumindestens als Zusatz).
Was die Gesamtwertung erheblich schmältert, ist der extrem hohe Verbrauch an System-Resourcen. Trotzdem ist die Sting-Edition auf dem Markt fast die einzige Library mit der man in dem Preissegment eine entsprechende Qualität erreicht, weswegen das PlugIn für kleinere Geldbeutel trotzdem noch empfehlenswert bleibt.

Bewertung: Steinberg Halion String Edition Volume 1
Preis/Leistung:07/10 Funktion:08/10 Bedienung:07/10 Performance:02/10
Konzept:08/10 Gesamt:07/10 - sehr gute Sounds
- günstiger Preis
- gutes Handbuch mit Arrangement Tutorial
- schlechte Performance
- Bedienung etwas umständlich
Hersteller:SteinbergUVP:399 €
Straßenpreisca 380 €




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