TITLE_ARTICLE

TITLE_ARTICLE



 
 Index |  Magazin |  Musikerforum |  Chat[0] |  Webkatalog |  Musikerwitze |  Musiklexikon |  Kontakt |  
 
  

  Magazin

   



  Neueste Forenbeiträge
 

  Backlinks (mehr)
Wie funktioniert's?

  2jesus.de unterstützen
Wenn Ihr uns unterstützen wollt dann wickelt doch Eure Amazon-Bestellung über diesen Link oder untige Suchbox ab:

Solltet Ihr dann immer noch das Bedürfnis haben, mir was Gutes zu tun: Hier mein Amazon Wunschzettel.
 


  pixel

Windows Tuning für Recording - Teil 1

Autor: Daniel Remmel

Dies ist der erste Teil einer Serie in der wir genau darauf eingehen wollen, wie man einen Windows Rechner für Audio-Anwendungen - insbesondere Recording - optimieren kann.



Speicher ist nicht mehr teuer, Prozessorleistung auch nicht, 3GHz und mehr ist keine Rarität mehr. Noch vor wenigen Jahren, waren heute mögliche Audioanwendungen, wo man eine Produktion von der Aufnahme über den Mix bis hin zum Mastering komplett im Computer abwickeln konnte undenkbar. Die Zeiten wo man in Tonstudios nur auf Computer der Firma Apple gestoßen ist, sind vorbei, da man spätestns seit Windows XP auch auf Wintel-Plattformen vernünftig aufnehmen kann.
Letzteres Betriebssystem ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern aufgrund integrierter Multimediafunktionen für Audioanwendungen wesentlich besser geeignet als deren Vorgägner. Der Technik-Boom hat aber auch Nachteile, so wird auf Grund der reichlich vorhandenen Systemresourcen auch teilweise sehr verschwenderisch damit umgegangen, gerade die grafischen Features wie Mausschatten, animierte Menüs und Soundeffekte bei jedem zweiten Maus-Klick verbrauchen einen nicht unerheblichen Teil an Speicher und CPU-Power, wovon man bei Audioanwendungen jedes MHz gebrauchen kann. Dies ist der erste von zwei Artikeln, die sich dem Optimieren von Windows für Recording wittmen. Vorerst geht es nur um Installation und Einrichtung des Systems. Die Optimierung im Betrieb wird dann Thema des zweiten Teils.

Windows XP Home oder Professional
Große Unterschiede in Bezug auf Audioanwendungen bestehen zwischen der Home und Pro-Version des Microsoft-Betriebssystems nicht. Wer jedoch auf Multiprozessor-Unterstützung (SMP) angewiesen ist, bzw. ein entsprechend bestücktes Board besitzt, geht bei der Home-Edition leer aus. Ansonsten bestehen die Unterschiede eher im Detail was Netzwerk-Administration und Freigabe betrifft. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass man einen XP-Home-Rechner nicht in eine NT-Netzwerk Domäne integrieren kann, was allerdings in den seltensten Tonstudios vonnöten sein sollte, da ein normales p2p-Netzwerk in der Regel völlig ausreicht. Ansonsten werden eigentlich alle wichtigen Funktionen, wie zB. Dual-Monitoring von beiden Betriebssystemen unterstützt.

Hardware
Auf Hardware wollen wir hier nur begrenzt eingehen, weiterführende Informationen gibt's in unserem Artikel über die Grundausstattung für Recording am PC

Festplatten Partitionierung
Um als erstes mal einem allgemeinen Vorurteil entgegenzuwirken:
Partitionierung bringt [i]keine[/i] Vorteile in Puncto Performance - im Gegenteil: Durch die Partitionierung muss der Schreiblesekopf unter Umständen extrem oft zwichen zwei verschiedenen Sektoren auf der Platte hin- und her springen, zudem erfordert die Verwaltung von zwei Partitionen im Betriebssystem mehr Resourcen als bei nur einer Partition. Ansonsten bringt die Partitionierung auch nur Nachteile: Es gibt nichts ärgerlicheres als auf zwei Festplatten je einen Gigabyte freizuhaben, wenn man aber zwei Gigabyte am Stück benötigt...

Was die Geschwindigkeit des Systemes um einiges steigert sind zwei getrennte Festplatten (möglichst beide schnelldrehend mit geringer Zugriffszeit). Wie man diese Aufteilt hängt davon ab ob man viel mit Software-Samplern wie zB. Kontakt(Native Instruments) oder Halion(Steinberg) arbeitet:

[i]1. Viele Samples:[/i]
Hier empfiehlt es sich sowohl die Programme als auch die aufgenommenen Audiodaten auf der System- bzw. Windows-Partition abzulegen.

[i]2. Wenig Samples[/i]
Hier nimmt man die Hauptplatte als reine System- und Programmpartition und speichert die Audiodaten auf der zweiten Festplatte. Sollte man doch vereinzelt Soft-Sampler einsetzen, speichert man diese auch auf der System-Partition.

Warum das Ganze?
Samples brauchen in der Regel wesentlich mehr Disk-Performance als Audiodateien. Bei Waves ist es für den Computer klar berechenbar, wann welcher Teil der Audiodatei von der Platte benötigt wird. Komplexe-Multilayer-Samples können hingegen schon in einer Instanz die 1 GB Marke überschreiten (bestes Beispiel ist die Halion String Edition von Steinberg), viele VSTi's und Sampler greifen daher auf Disk-Streaming zurück. Hierbei ist es für den Sequencer nicht möglich, im Vorraus zu wissen, wann er welchen Teil der Dateien benötigt. Ein weiterer Punkt ist, dass man die Sample Library in der Regel wesentlich öfter benötigt: Audiodateien löscht man wieder, bzw. sichert sie auf CD/DVD, wenn die jeweiligen Projekte abgeschlossen sind, während man Samples in der Regel auf der Platte beläßt (wenn man mal von 230 GB Orchestral-Libraries á la Vienna absieht). Optimalerweise sind natürlich drei Platten, eine für System und Programme eine für Samples und VSTi und eine für Audiodateien. So kann beim Abspielen eines Songs von allen dreien unabhängig voneinander gelesen werden.

Dateisystem
FAT32 oder NTFS? Hier streiten sich die Gemüter oft, was besser ist. Letztlich basieren die meisten Meinungen aber mehr auf Glauben anstatt auf messbaren Unterschieden. Ist man nicht auf die kompatiblität zu einem zweiten, auf der gleichen Platte installierten Betriebssystem angewiesen, sollte man sich für NTFS entscheiden. Windows XP basiert auf dem NT-Kernel für den NTFS ja entwickelt wurde (wie der Name schon sagt). Weiterer Vorteil von NTFS ist, dass die Daten wesentlich effektiver auf der Platten gespeichert werden, was eine deutlich geringere Fragmentierung zur Folge hat.
Ansonsten stellt FAT32 aber auch keine erkennbaren Probleme im Audiobetrieb dar.

Installation
Will man später bei der Änderung am System auf ein weiteres einlegen der Windows-CD verzichten, kopiert man das Windows-Verzeichnis (in der Regel [i]I386[/i]) mit den Setup-Dateien zuerst auf Festplatte und startet die [i]setup.exe[/i] von dort aus. Gleichzeitig beschleunigt das die Installation, da nicht dauernd von CD gelesen werden muss.
[i]Vor[/i] (nicht während :-) der Installation sollte man sich alle Treiber-CDs der installierten Hardware zurecht zu legen, besser noch ist, falls man die Möglichkeit dazu hat, sich von einem anderen PC aus die aktuellsten Treiber aus dem Internet runterzuladen; fängt man erst an zu suchen, wenn die Meldung auf dem Screen erscheint, kann sich so eine Installation auch schonmal in eine nachmittagfüllende Tätigkeit entwickeln ;-). Sollten keine XP-Treiber vorhanden sein, kann man ohne Probleme 2000-Treiber nutzen, zur Not auch für NT oder 95/98, allerdings kann man in letzteren beiden Fällen Performance-Einbußen rechnen.

Sollte sich XP während der Installation über einen nicht Microsoft zertifizierten Treiber beschweren (sogenannter [i]Logo-Test[/i] nicht bestanden), braucht einen das nicht weiter zu stören, viele Treiber sind noch von Microsoft zertifiziert - und werden es unter Umständen auch nie sein, da einigen Firmen sich verständlicherweise nicht sonderlich um Microsfts Produktpolitik scheren. Der Logotest sagt nichts über die Qualität der Treiber aus, viel wichtiger ist, dass diese aktuell sind (beim download einfach immer auf die höchste Versionsnummer bzw. das letzte Datum achten).
Ist das Motherboard APIC-kompatibel (nicht zu verwechseln mit ACPI), sollte man dies im entsprechenden Dialog während der Installation auf jeden Fall angeben ein APIC-Rechner als "Standart-PC" einzurichten bremst das System aus, außerdem hat man durch APIC eine wesentlich größere Anzahl an Interrupts (IRQs) zur Verfügung, wodurch eventuelle Konflikte verschiedener Karten oft schon von vornherein vermieden werden, da so auf Interrupt-Sharing verzichtet werden kann.

XP-Komponenten entfernen
Ein großes Manko von Windows XP ist, dass Microsoft dem Benutzer die Entscheidung, welche Komponenten er installieren will, "netterweise" abgenommen hat. Um die entsprechenden Komponenten trotzdem zu entfernen geht man in der [i]Systemsteuerung[/i] unter [i]Software[/i] und dann auf [i]Windwos Komponenten hinzufügem/entfernen[/i]. Hier kann man dann überflüssige Teile von WIndows XP entfernen.
Es kann allerdings sein, dass Programme wie der Internet-Explorer oder MSN dort nicht angezeigt werden. Um diese Programme zu löschen, muss man in der Datei [i]sysoc.inf[/i] im Ordner [i]windows/inf[/i] einfach überall das Wort [i]hide[/i] löschen und die Datei speichern (Achtung, der Ordner inf ist ein sogenannter 'versteckter' Ordner, um diesen anzuzeigen geht im Explorer unter [i]Extras/Ordneroptionen/Ansicht[/i] und wählt unter [i]Dateien und Ordner[/i] die Option [i]alle Dateien und Ordner anzeigen[/i]).
Nun kann man in der Systemsteuerung auch die ehemals versteckten Elemente löschen. Performance bringt dies zwar nicht direkt, aber man kann doch das ein oder andere MB an Platz auf der Platte rausholen.

Grundregel
Sollte man ein System haben, bei dem alles läuft und funktioniert, wo man auch Performance-mäßig keinerlei Probleme hat gilt die Grundregel jedes Informatikers:
[i]Never touch a running system!![/i]
Computer sind unberechenbar. Computer auf denen Windows installiert ist, um so mehr. Oft passiert es dass man sich mit der Beseitigung eines Fehlers drei neue ins Haus holt. Und man sollte nicht wegen drei Prozent mehr Leistung, die man ohnehin nicht braucht die Stabilität des ganzen Systems auf's Spiel zu setzen.

Wie man nach der Installation von Windows weiter bei der Systemoptimierung vorgeht, wird im zweiten Teil dieses Artikels beschrieben.




BBcode für diesen Artikel:


HTML-Code mit Link zu diesen Artikel:
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen   Delicious     


 

Gitarre lernen
cron




Webdesign & Ecommerce | Bibel Online | Blog von Dave

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group