"neue" Wege zur Basswiedergabe - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 29.12.2005 02:56 
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Moin,

@ SRAM: hach je, 2*15 passt nicht ins angedachte Gehäuse, schon 3*12 ist knapp. Dann das Gewicht, klar, in Relation zur Membranfläche ist das nichts.

Der 18N850 ist mit seiner 300 Gramm- Membrane nicht gerade der Kandidat für 200 Hz, grmbl. Aber der einzige fürs 8 kg- Kriterium...der Kondensator wäre ca 900 uF, das geht garnicht Sehr traurig Naja, geschlossen kann ich den ohne Brandgefahr fett ampen. Muß ja die Leitung zum Sub nicht zwingend kurz oder dick machen, dann passt die Güte.

Ich lasse momentan die 121-8 Tops mit URPS- Boost laufen (Wohnzimmerpegel!). Die resonatorfreie Basswiedergabe ist schon faszinierend. In die Nähe davon kommt sicher nur CB...

Zudem habe ich immer den Eindruck, daß sich BRs im Grenzbereich bei realer Musik "verstolpern" und man deshalb nicht wirklich an die Grenze gehen kann, so man eine saubere Wiedergabe wünscht. Tief getrennt fällt das nicht so auf, doch wenn man hoch trennen muß klingts merkwürdig. Senkt man die tiefen Bässe ab zur Hubschonung klingen die oberen Bässe sauberer. Ich denke nicht, daß man das immer auf die Membrane schieben kann. BR funktioniert mit Laborsinus gut, real habe ich immer mehr Zweifel ob der Resonator den Hub im richtigen Moment reduziert.

Bei CB, so hoffe ich zumindest, könnte ich den kompletten Hub nutzen. Die 13 mm beim 18N850 sind ja ne Menge, wenn man das mit den üblichen 7mm in BR vergleicht, komme ich schon in die Nähe. Ich denke die Luftfeder macht mir eine sichere 0- Lage.

Mit dem 18N850 kann ich eine 10 kg Box bauen, das verlockt... . Das ganze ist eben die Fortsetzung des Autodach- Sub mit anderen Mitteln...


Der 3*12" ist nicht vom Tisch, was meinst Du zu meinen BR- Ansichten?

Gruß


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BeitragVerfasst: 29.12.2005 13:31 
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Hmm,

woher kenn ich das nur?

Hab gestern noch nen "alten" UD angeln können, der soll mit der Vision 3500 das "Böse" antreiben, neue Wege zur Basswiedergabe.
Wenn man schreibt, nehmt kleine Ports schreien immer einige, das Pfeift, hab ich noch nie gehört, aber wenn man das so sagt.
HD15 ist auch für sich nen guter Weg.
Das AZ Hornstack ebenfalls, der Singel Bass hat schon überzeugt, net sehr tief, aber genial.
Nungut, ich muss essen.

MfG


ERICH


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BeitragVerfasst: 29.12.2005 13:46 
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ERICH hat geschrieben:Wenn man schreibt, nehmt kleine Ports schreien immer einige, das Pfeift, hab ich noch nie gehört, aber wenn man das so sagt.

Naja, pfeifen tut es höchstens bei sehr kleinen Ports, und das hört man auch nur, wenn die Bässe allein laufen. ABER: So kleine Ports 'werfen' auch nicht. Durch die hohe Luftgeschwindigkeit entsteht quasi am Port-Ausgang eine Unstetigkeit zur Umgebung. Verwirbelungen sind die Folge. Direkt vor der Kiste knallts wie blöd, aber ein Stück weiter weg ist dann nix mehr.

Der 18N850 ist auch der Kandidat für den BP6, den ich auf Kundenwunsch baue(n muss). Die Simu sieht sehr gut aus. Nur der Preis des LS stört mich ein wenig. Hat da wer gute Connections? Smile


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BeitragVerfasst: 29.12.2005 20:45 
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Moin,

@ ERICH: Smile aus zahlreichen XXXX- Posts? Suchtauslösend, ich habe das schon begriffen bevor ich das erstmalig gehört habe. Basshörner schaffen ähnliche Erlebnisse. Allen guten Lösungen haben eine Gemeinsamkeit, für einen real brauchbaren Wirkungsgrad benötigen sie Strahlungswiderstand was gleichbedeutend mit "großer Abstrahlfläche" ist. Auf Skalierbarkeit nach unten getrimmte Konstruktionen klingen kompromissbehaftet, zumindest wenn man nach unten skaliert.

Aber all das nützt nichts, zu schwer, zu groß.....Mein Eröffnungspost.....

@ all, Erich, Jens: Die Sache mit den kleinen Ports, hm. Im Grenzlastbereich arbeiten die wohl eher als Fließwiderstände, was natürlich eine gewisse Impulstreue zurückbringt. Aber auch eine Kompression, eine Verfälschung dynamischer Ereignisse. Das mag besser klingen als die chaotischen Bewegungen der Membrane bei "Bigports", die ja erhebliche Folgen fürs obere Band mit sich bringen. Zischen, pfeifen, keine Ahnung, meine Control 1 zischeln und das ist die einzige "Minireflex" die ich kenne.

Ziel der "Lochbohrerei" müsste sein die Membrane im rechten Moment zu bremsen. Dafür müssten Port und Membrane das gleiche Ein- und Ausschwingverhalten im ganzen Port- Frequenzbereich haben. Das scheint mir bei Beschallungsabstimmungen mit Einbau-Qs unter 0,7 nicht drin zu sein. und ob Fließwiderstands-Löcher..... Home- Audio- Abstimmungen mit Qs um 1,2 sind da besser dran, Loch und Membrane im Dröhn vereint....

Ich brauche einen leichten Single- Sub. XXXX würde wohl noch mehr Leistung benötigen als CB. Mit Loch käme ich tiefer oder lauter, je nach Auslegung. Und hätte eben Loch- Sound, zwei Impulsverhalten in einer Box.

Warum sollte ich die 18N850 Originalapplikation aus dem PDF nicht bauen? (150 Liter, 1000 Watt, 50-200 Hz)? Wenn ich davon ausgehe, daß ich für den gleichen Output die doppelte Leistung reinschieben muß (vgl. BR) stimmt das grob? Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie 3 Tafeln Schokolade 50 mal in der Sekunde 2,6 cm hin und zurück schwingen sollen. Muß ich da nicht sogar mit Schwierigkeiten rechnen, wenn die Box betriebsfertig nur 10 kg wiegt?

Gruß

Connection? Eva Chamber s Apotheke? Hmm....


Zuletzt geändert von hörnli am 29.12.2005 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.12.2005 20:50 
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Hallo Hörnli,

ich weis nicht welche äußere Form des Gehäuses Du anstrebst. Aber in einem 55 cm Würfel passen doch bis zu 6 15", oder breit grinsend

Scherz beseite: bei der angestrebten Trennfrequenz ist bei einem 55 cm Würfel (ca. 150 Liter) mit keiner Bündelung zu rechnen. Also könnte man auch zwei Seiten eines Würfels mit Chassis belegen. Da das Teil sowieso geflogen wird (oder wie kommst Du auf die erforderliche stackhöhe ?) darf ein Chassis nach vorne und eines nach unten strahlen, ungewöhnlich, aber technisch nicht hinderlich. Selbst bei groundstack sieht das vieleicht etwas seltsam aus, wenn die Kannte der Box nach vorne zeigt, aber neues wurde zuerst immer verspottet.

Zur Bassreflex verweise ich immer gerne auf den hier:
Fundiert, ohne ideologie und mit Messungen belegt.

Ich stelle mir BR immer als einen gebremsten Schwinger (das Chassis) zusammengespannt mit einem ungebremsten (das Volumen plus Tunnel) vor. Das Chassis bremst in diesem Bilde den ungebremsten Schwinger und wird dadurch selber etwas ungebremster, also genau das, was Du mit Deinem Widerstand auch tust. Das Ganze wird dröhnig und undifferenziert, wenn die Gesamtgüte zu hoch wird, also entweder das Chassis eine zu hohe Einbaugüte hat, oder zuviel schwingende Luftmasse dem System hinzugefügt wird.

Wenns keiner gemerkt hat: das letztere war sehr provokant, denn das bedeutet, dass gerade der GROSSE Tunnel durchaus von Nachteil sein kann.......

Gruss SRAM


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BeitragVerfasst: 29.12.2005 22:32 
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Moin,

@ SRAM: Reale Musik besteht aus Frequenzgemischen. Wenn nun die zeitlichen Verläufe ungünstig zusammenfallen wird aus den in den Burstmessungen sichtbaren Asymmetrien leicht ein Überschwinger, der die Spule in eine mißliche Lage außerhalb des linearen Antriebs bringt. Ab diesem "Unfall" ist die 0- Lage eine theoretische Größe und weitere chaotische Bewegungen vorprogrammiert. Daher möchte ich den Gewinn, den die Klirrmessung verspricht anzweifeln. Einen Sinuston langsam auf 5% Klirr hochdrehen hat mit Musikbeschallung nichts gemeinsam. Spannend wäre die Aufzeichnung des Hubes über die Zeit, bei realer Musik. Der Nachweis des Vorteils einer BR Abstimmung wäre für mich erbracht, wenn die Hubausreißer bei BR kleiner wären, als der für gleichen Schalldruck nötige Hub einer CB. Zudem ist die Betrachtung mit einem Chassis erarbeitet worden, dessen Membranfläche in Relation zum Gehäusevolumen winzig ist. 10" in 91 Litern. Das ergibt eine Beschallungsuntypisch lose Ankopplung der Membrane an den Resonator. in 91 Litern laufen Beschallungstypisch eher 15"er, da ist die Kopplung auf die wesentlich größere Fläche doch erheblich direkter. Als Lösungsansatz bietet sich wieder einmal der kleine Port an, um die Kräfte zu reduzieren. Allerdings wird dieser leicht zu klein für einen Gewinn im Großsignalbereich, auch wenns nicht zischt.

Die in Abbildung 4 gezeigte Addition zweier Signale mit unterschiedlicher Amplitude und Phasenlage wirkt bei reinem Sinus harmlos. Doch was ist, wenn die zeitlichen Verläufe der Amplituden durch reale Musik und unterschiedliches Impulsverhalten von Resonator und Membrane variieren? Die Erwartung einer konstanten Phasenverschiebung der Summe ist Wunschvorstellung...

Das Impulsverhalten in Relation zum Hall eines Raumes zu betrachten ist geradezu lächerlich. Für den Anfang eines Tones ist ausschließlich der Lautsprecher verantwortlich und am Anfang eines Tones spielt die Musik.

Damit will ich keineswegs behaupten eine CB mit dem 18N850 hätte eine besonders impulstreue Wiedergabe zur Folge. Die Frage ist was musikalischer wirkt, die Membrane- Resonator- Mischung einer BR, oder 3 Tafeln Schokolade.....

Gruß


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BeitragVerfasst: 29.12.2005 23:37 
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Das Impulsverhalten in Relation zum Hall eines Raumes zu betrachten ist geradezu lächerlich. Für den Anfang eines Tones ist ausschließlich der Lautsprecher verantwortlich und am Anfang eines Tones spielt die Musik.


Das kommt darauf an, wo das Ganze eingesetzt werden soll: im freien brauchen wir uns über Hallradius nicht unterhalten........aber die von Dir angestrebte Kombination ist sicherlich für Innenräume gedacht......und das heist nunmal, dass Du im Bassbereich kaum über 3 meter Hallradius hinauskommen wirst. Fliegst Du z.B. einen Bass in einer 6 m hohen Halle in ca. 3 m Höhe und die Halle ist ca 15 m lang, dann reicht der Hallradius gerade mal bis zum Boden (Direktschall und Hallanteil gleichlaut). Unter diesen Umständen ist der Raum entscheidend.

Gruss SRAM


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BeitragVerfasst: 30.12.2005 04:23 
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Moin,

hm, da hat die Halle ein wenig mitzureden, auch wenn im Bassbereich die Absorption oft knapp ist.... und ein Kugelstrahler.... etwas übertrieben...

Ich meinte das Einschwingverhalten, mit den Artefakten aus dynamischer Phasenschiebung durch unterschiedliches Impulsverhalten von Chassismembrane und Port. Ich gehe mal davon aus, daß auch Du schon geURPSt hast, da ist für mich ein erheblicher Unterschied im Informationsgehalt erkennbar. Plötzlich erkennt man, daß die Bassdrum wirklich gespielt ist und nicht aus 3 wiederholten "human touch" Samples besteht. Nach meinen unzählbaren Livemixes mit allen BRs der Welt auch Open Air, behaupte ich, daß der unterschiedliche Klang einzelner Bassdrumanschläge über BR kaum erkennbar ist und sich fast ein Einheitssample ergibt, das von der BR- Auslegung bestimmt wird. Was ich mit dem URPS 12" erlebe ist mal ganz was Neues.
Die menschliche Wahrnehmung sortiert Direktschall und Hall besser auseinander als Meßgeräte, je sauberer das Einschwingen, je impulsiver, desto mehr Information lässt sich übertragen, deso weiter ist der subjektive Hallradius.

Ich bin mir sehr klar darüber, daß nach wenigen Millisekunden alle Informationsübertragung im Dröhnen des Raumes untergeht. Rauminformation ist ja kein Makel und gehört zum Erlebniss....

Die Kesselpauke in einem 2000 Pax Konzertsaal mit etwa 2 Sekunden T60 ist immer präzise und differenziert, wieso sollte das mit einer beschallten Bassdrum nicht möglich sein?

Gruß


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BeitragVerfasst: 03.01.2006 09:20 
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Kistenschlepper

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Jens Droessler hat geschrieben:Der 18N850 ist auch der Kandidat für den BP6, den ich auf Kundenwunsch baue(n muss). Die Simu sieht sehr gut aus. Nur der Preis des LS stört mich ein wenig. Hat da wer gute Connections? Smile


Eigentlich jeder der beim Hall nen EK hat. Bei Interesse PM mich an. Direkteinkauf bei BMS ist nicht möglich.


Zuletzt geändert von alec am 03.01.2006 09:26, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03.01.2006 18:05 
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Kistenschlepper
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wenn ich dieses Problem lösen müsste würde ich mich an nem singel oder doppel 18Sound 12ND930 im BR-Hybriden versuchen..
das kann in ca 90 liter pro stk bis 50 hz gehen .. vorteil ist das du wenigstens noch ein weinig durch stacking erreichst
für einigermaßen energiebündelung brauchste nich gleich nen urps array..

Falls das noch zu "nass" klingen sollte (ich bin der meinung das ein normalhubiger 12er in tiefabstimm BR für PA Zwecke schon Luxus trocken kann)
besser ne Treibergröße runter gehn d.h. dann 4*10" im Hybrid als gleich CB das is für pa im kleinstack einfach zu ineffektiv...

die neue Wege Idee ist dann 4*10 (hochantrieb) Compound im tiefst getunten BR-Hybrid + Control-entzerrung..
oder 4*10" Hybrid mit passivmembran (als ersatzteil für den Ohm Moon Sub kaufen)

Wenns unbedingt CB werden soll könnte man noch vesuchen durch ein 2 kammeriges innenleben den Hub zu minimieren und die resonanz zu senken...

sind nur mal nen Paar ideen also bitte nich tadeln Mr Green


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