Absoluthörer aufgepasst!!! - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 09.01.2005 13:53 
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gerade frisch dabei

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Beiträge: 8
lenami hat geschrieben:Es gibt ja diese Theorie, es sei antrainierbar wie eine Sprache, abe dem frühesten Kindesalter, später eben nicht mehr 100prozentig.

Es gibt sogar eine Studie, die diese Theorie unterstützt.
Ich kann leider nichts genaues sagen, nur ungefähr:
Die Studie wurde vor ca. zwei, drei Jahren (Veröffentlichung der Ergebnisse) in der Schweiz durchgeführt und hatte als Ergebnis, dass Menschen, die als Kinder (im Alter von wenigen Jahren) die Tonnamen kennenlernen, später mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit ein absolutes Gehör haben.
Dies wurde damit erklärt, dass Kinder erst das relative Hören erlernen müssen, was für die Erlernung der Sprache nötig ist. Ein hoch gesprochenes Wort und ein tief gesprochenes bedeuten ja (in westlichen Sprachen) grob das gleiche. Ursprünglich haben also alle Menschen ein absolutes Gehör.

Gruß,
veit


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BeitragVerfasst: 31.01.2005 18:11 
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Kistenschlepper
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Wobei meines Erachtens die Nachteile des absoluten Gehörs nicht von der Hand zu weisen sind. Ich selbst bin kein Absoluthörer, erkenne aber z.B. Tonarten in alter Stimmung (z.B. Vallotti IV oder Kirnberger III), das heißt, ich höre ein Stück von Vivaldi oder Mozart und "weiß", das ist Es-Dur oder d-moll. Lustigerweise funktioniert das nur, wenn der Kammerton (wie in der Alten Musik üblich) auf 415 Hz gestimmt ist. Ich vermute, dass es sich um eine Trainingseffekt handelt, der daher rührt, dass ich seit mehr als zehn Jahren fast ausschließlich Alte Musik gemacht habe.

Absoluthörende Sänger sind m.E. tatsächlich im Vorteil, vor allem wenn es sich um moderne Literatur handelt. Ich singe im ChorWerk Ruhr und habe gerade das Programm für unser A cappella-Projekt bekommen und zu den leichteren Stücken gehören noch "Drei Mal tausend Jahre" und "De Profundis" von Arnold Schönberg. Da würde ich mir doch ein absolutes Gehör wünschen...

PS Ich hab gerade mal ausprobiert, ob ich den ersten Choreinsatz im Mozart-Requiem auf Anhieb in der richtigen Tonart treffe - und siehe da, nach dem Klaviervergleich stellt sich heraus: Ich höre das Requiem in cis-moll! Klar, weil ich es ja immer nur auf 415 Hz musiziert habe...

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BeitragVerfasst: 07.04.2005 09:33 
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Kistenschlepper
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Also erstmal zu Manuel, verbessert mich bitte wenn ich falsch liege, aber ist es nicht so dass der Kammerton in der alten Musik "nur" 4 Hz unter dem heutigen, also dann nach Adam Riese bei 436 und nicht bei 415 Hz lag ?

Und @ Grinsie,
du hast tatsächlich "nur" ein gutes relatives Gehör (Auf deinen Vergleich bezogen). Es ist so dass Relativhörer sich an einem anderen Ton (der dann meistens das a' ist) orientieren und davon ableiten. Natürlich können es auch mehrere Töne sein. Nun zum absolut hören. Wie matthias schon sagte, den Begriff "schlechtes absolutes Gehör" gibbet nich. Absoluthörer unterscheiden die Frequenzen die im Ohr ankommen und "sehen" diese Töne dann vor ihrem inneren Auge. Wie sich das ausdrückt ist unterschiedlich, bei mir ist es so, wie bei den meisten anderen die ich kenne, durch Farben. Nehmen wir mal an du "siehst" bei 440Hz die Farbe Gelb, wenn das ganze auf sagen wir 438Hz absackt wird dieses Gelb dunkler ... so führt sich das fort. Demzufolge kann man nur richtig absolut hören oder gar nicht, aber auf keinen Fall sowas wie "schlecht"

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BeitragVerfasst: 07.04.2005 14:47 
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Sebastian89Ten hat geschrieben:Absoluthörer unterscheiden die Frequenzen die im Ohr ankommen und "sehen" diese Töne dann vor ihrem inneren Auge. Wie sich das ausdrückt ist unterschiedlich, bei mir ist es so, wie bei den meisten anderen die ich kenne, durch Farben. Nehmen wir mal an du "siehst" bei 440Hz die Farbe Gelb, wenn das ganze auf sagen wir 438Hz absackt wird dieses Gelb dunkler ... so führt sich das fort. Demzufolge kann man nur richtig absolut hören oder gar nicht, aber auf keinen Fall sowas wie "schlecht"


Hallo,

demnach bist du ein Synästhet, das soll ja unter Künstlern viel weiter verbreitet sein als in der restlichen Bevölkerung. Sehr interessantes Thema.
Aber, wenn du das so erlebst, das bedeutet doch nicht, dass es bei allen Absoluthörern auch so ist. Jetzt wäre es interessant zu hören, was die anderen Absoluthörer dazu sagen.

Grüße,
Suse


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BeitragVerfasst: 07.04.2005 19:18 
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Kistenschlepper
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ich hab ja auch gesagt dass es bei den meisten die ich kenne so ist.

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BeitragVerfasst: 08.04.2005 00:13 
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gerade frisch dabei

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Ach ja:
Studie zum Absoluten Gehör


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BeitragVerfasst: 08.04.2005 01:09 
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Sebastian89Ten hat geschrieben:ich hab ja auch gesagt dass es bei den meisten die ich kenne so ist.

Beate beschrieb es auch so, aber sonst habe ich noch nie davon gehört, auch in den links wird Synästhesie nicht erwähnt. Ich bin nur etwas überrascht und frage mich, ob man das verallgemeinern kann.

Grüße,
Suse


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BeitragVerfasst: 08.04.2005 09:45 
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Kistenschlepper
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ich weiß dass es beate so beschrieb, bei mir ist es nun mal auch so und ein freund der ebenfalls AG hat beschrieb es auch mal so "ich sehe die töne vor meinem inneren auge"

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BeitragVerfasst: 08.04.2005 22:03 
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Kistenschlepper
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das muss man jetzt nicht verstehen wa ?

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BeitragVerfasst: 10.04.2005 00:06 
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aber muss den jeder synästhet auch gleichzeitig absoluthörer sein ?
bis zu welchen rgb werten ist eine farbe rot ? ist es vielleicht schon orange ? oder fehlt da noch ein bisschen gelb zum orange ?
Deswegen würde ich auch NICHT sagen, dass der Effekt gleich ist.
bei farben ist es doch im grunde das gleiche wie bei tönen (für einen relativhörer): auch wenn die bezeichnung rot nur RGB(255,0,0) verdient, würde man auch (255,50,50) (hellrot?) noch beim rot einordnen.
Genauso kann ich ja als Relativhörer auch ohne Referenzton sagen: "Der Ton müsste da so irgendwo um das g2 (=rot) herum sein"
Absoluthörer würden dann sagen: Das ist ein f#2 (=hellrot)
Also muss man doch eigentlich auch noch den Begriff Absolutseher und Relativseher einführen, oder ?
Und wo wir doch grade dabei sind, wie wärs mit Absolutfühler und Relativfühler ? breit grinsend

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"Das größte Verbrechen eines Musikers ist es,
Noten zu spielen, statt Musik zu machen." - Isaac Stern


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