Absoluthörer aufgepasst!!! - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 12.04.2005 01:17 
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Semi-professional

Registriert: 12.11.2002 23:08
Beiträge: 472
"Also muss man doch eigentlich auch noch den Begriff Absolutseher und Relativseher einführen, oder?"
Wenn man absolutes Hören mit dem Farbensehen vergleichen wollte, wären Absolut-Seher Menschen, bei denen der Weißabgleich nicht funktioniert, d.h. sie sehen jeden durch die jeweilige Lichttemperatur hervorgerufenen Farbstich absolut und würden Stein und Bein schwören, daß diese Wand rötlich ist, obwohl sie weiß ist. (Aber wir hatten den Thread schon einmal, und dieses Beispiel hatte ich dort schon zur Diskussion gestellt.)
Absolut hören hat ein paar Vorteile, hat aber ebenso viele Nachteile. Es scheint, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, relativ selten zu sein. Ich will mein Nicht-Absoluthören nicht aufwerten, aber mir scheint es für einen Musiker wichtiger zu sein, tonale Zusammenhänge unabhängig von der jeweiligen Frequenz wahrzunehmen. Das Absolut-Hören ist kein musikalisches, sondern ein physiologisches Phämomen.

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BeitragVerfasst: 12.04.2005 18:19 
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gerade frisch dabei

Registriert: 03.11.2004 20:30
Beiträge: 8
Ich habe weiter oben eine Studie verlinkt, die ziemlich unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass es sich um physiologische Ursachen handelt.
Diese Theorie ist inzwischen schon recht obsolet.

Und wegen der visuellen Metapher: Absoluthörer sind eher Menschen die sagen "diese Farbe ist weiß/schwarz" anstatt "diese Farbe ist hell/dunkel".

mit Gruß,
veit (dem die Gehörbildung heute wirklich schon zum Halse raushängt... zwinkernd )


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BeitragVerfasst: 13.04.2005 00:20 
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Semi-professional

Registriert: 12.11.2002 23:08
Beiträge: 472
Hallo Veit,
du hast oben keine Studie verlinkt, sondern einen knappen Zeitungsartikel zu einer Studie. Ob die Studie selber irgendwo nachgelesen werden kann, geht aus dem Artikel, wenn ich nicht irgendwas übersehen habe, nicht hervor.
Daß diese Studie "ziemlich unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass es sich um physiologische Ursachen handelt", ersehe ich aus dem Artikel nicht, eher das Gegenteil. Denn das "Tonhöhengedächtnis" wird dort schlicht damit erklärt, daß es anscheinend jeder hat, aber daß es sich zu einer Zeit entwickelt, in der die meisten mit Musik noch nicht bewußt in Berührung kommen. Und nur wenn man innerhalb dieser Zeit mit Musik auch bewußt in Berührung kommt, bleibt es als absolutes Gehör erhalten. Genau das aber ist ein physiologisches, nämlich ein gehirnphysiologisches Phänomen, denn es muß dann ja offensichtlich mit der Entwicklung des Gehirns zu tun haben, mit der Bildung bestimmter Synapsenverbindungen und Nervenzellen.

"Und wegen der visuellen Metapher: Absoluthörer sind eher Menschen die sagen 'diese Farbe ist weiß/schwarz' anstatt 'diese Farbe ist hell/dunkel'." Um Metaphern streiten ist müßig, denn Metaphern sind immer nur cum grano salis zu nehmen. Aber ich glaube, wir reden aneinander vorbei, da wir dasselbe meinen, aber umgekehrt benennen. Absolut-Hörer sind eben nicht Leute, die sagen, es sei schwarz/weiß, sondern die den Farbstich, das Hell/Dunkel wahrnehmen und dann nicht mehr sagen können, ob das schwarz oder weiß sei, sondern nur noch, wo auf dem Graukeil sich die Farbe befindet.
Auch davon spricht der verlinkte Artikel: "...mit dem absoluten Gehör alleine kann ein Hörer beispielsweise nicht erkennen, dass 'Stille Nacht' in zwei verschiedenen Tonlagen gesungen dasselbe Lied ist." Da funktioniert eben der Weißabgleich nicht -- theoretisch; in der Praxis geht zum Glück das absolute mit dem relativen Hören meist einher.

Eine Anekdote aus eigener Praxis: Ich habe mal ein Liedchen komponiert, dessen Melodie am Anfang aus den Tönen cis2-h1-a1 bestand. Das kann man auf vielfältige Weise harmonisieren, ich habs in b-moll gemacht, wozu man natürlich enharmonisch umdenken muß (des2 als Mollterz der Tonika, ces2 als Sexte des Neapolitaners, a als Terz der Dominante). Die Melodie spielt die Geige, ein absolut hörender Geiger hat sichs angehört und natürlich zunächst in A-dur gedacht. Ein relativ hörender Geiger hätte allerdings genauso gedacht, denn er kann anhand der Klangfarbe mehr oder weniger zuverlässig die absoluten Tonhöhen bestimmen, weil er immer die leere a1-Saite heraushört. Tritt die Begleitung in b-moll hinzu, wird das für einen Geiger verwirrend; tritt dann aber noch hinzu, daß besagter absolut hörender Geiger sich das zuerst auf einer Barockgeige und einem Cembalo in alter Stimmung anhören mußte, also ca. 1/2 Ton zu tief, dann wird's vollends verwirrend, denn nun hört unser geplagter Geiger eine leere Saite, die für ihn eigentlich keine ist, weil es keine as-Saite gibt, ein A-dur auf der Geige, das ein b-moll ist, und insgesamt ein b-moll, das ein a-moll ist.
Das ist nicht erfunden, das ist genauso passiert. Und besagter Geiger, der als Absolut-Hörer auch sehr gut relativ hört, hat passen müssen. Er hat den Weißabgleich nicht mehr geschafft.

_________________
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BeitragVerfasst: 16.04.2005 02:03 
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Semi-professional

Registriert: 01.02.2006 17:33
Beiträge: 307
"Das ist nicht erfunden, das ist genauso passiert. Und besagter Geiger, der als Absolut-Hörer auch sehr gut relativ hört, hat passen müssen. Er hat den Weißabgleich nicht mehr geschafft."

D.h. Absoluthörer haben genau genommen eher ein Problem. KLingt cool breit grinsend


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 19:18 
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Zuschauer

Registriert: 05.03.2006 23:15
Beiträge: 20
Wohnort: Mühlheim
Hallo,

Ich bin mir nicht sicher ob ich Absolut oder Relativhörer bin. Ich hab jetzt seit etwa einem Jahr mit einem Klavier zu tun und kann deutliche Erfolge spüren.
Beispielsweise kann ich jetzt alle weißen Töne definieren ( singen, bestimmen u.s.w ) Von A H C D E F G . Womit ich Probleme habe sind jetzt die schwarzen Tasten ( hab nur sehr wenig mit ihnen zu tun ) . Letztere Zeit werden aber auch die immer besser. Meine Fragen sind nun : Was für ein Typ von Hörer bin ich ? Können Relativhörer sich ein Lied das beispielsweise im Radio vor ein paar Tagen lief nicht mehr in der gegebenen Tonhöhe singen ? Sollte ich ins Gehörtraining nun voll einsteigen ?

Würde mich auf Antworten sehr freuen ?

Gruß Jarre1

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Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.
Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)


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