Anfänger bittet um Tipps (Song liegt bei) - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 24.11.2010 21:23 
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gerade frisch dabei

Registriert: 24.11.2010 21:05
Beiträge: 9
Wohnort: München
Hallo!

Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit Mixing und habe mir hier schon einiges durchgelesen und auch auf anderen Seiten Artikel über das Mixing gelesen. Nun habe ich mich mal selbst daran versucht, aber das Ergebnis ist natürlich noch nicht besonders gut.

Es ist immer die Rede von einem Stereomix und wenn ich andere Songs höre, die professionell gemacht sind, höre ich auch immer den "Raum der Musik". Ich bräuchte zum einen Hilfe bei der Begriffserklärung "stereo". Bedeutet dies, eine Monospur auf 2 Seiten zu verteilen?
Ich arbeite mit LOGIC 7 und die Audioinstruments dort sind alle mono, glaube ich. Wenn ich fertig bin, bounce ich die Spuren einzeln und dopple sie dann verteilt mittels PAN Regler. Man kann aber für die gebouncten Audiospuren auch im Kanal auf Stereo stellen. Ich merke da nur keinen großen Unterschied?! Wie geht man diesbezüglich "richtig" vor?

Macht es eigentlich einen Unterschied, ob ich die Plug-Ins, wie Hall, Kompressor, etc. vor dem bouncen der Softwareinstruments einbaue - oder sollte man das erst alles am Schluss machen, wenn man eine fertige Audiospur jedes Instruments hat? Wie verhält es sich bei Aufnahmen - z.B. Gesang. Ist es besser, schon beim Einsingen Effekte zu verwenden, oder sollte man diese erst danach hinzufügen? Oder ist das gehupft wie gesprungen?

http://www.file-upload.net/download-299 ... ..mp3.html

Ich habe hier mal den Song hochgeladen, den ich ein paar Stunden bearbeitet habe. Ich weiß, es sind noch viele Fehler drin, aber bei manchen weiß ich nicht, wie ich sie lösen soll:

- die Vocals muss ich noch sauber bearbeiten, damit sie gleichmäßiger sind, die Konsonanten und S-Laute runterpegeln, finde das allerdings sehr mühsam, habe schon eine Stunde daran rumgewerkelt und es klingt immer noch nicht wirklich gut.
- Der Mix klingt so dumpf... ich habe aber darauf geachtet, die Frequenzen gleichmäßig zu verteilen
- Die Höhen sind zu aggressiv, habe ich das Gefühl. Aber wenn ich sie rausnehme, klingt es zu matt...
- Es ist kein räumliches Bild wahrzunehmen, obwohl ich die Spuren im Panorama verteilt habe

Ich bin sehr dankbar für jeden Tipp!!!
Übrigens weiß ich, dass ich nicht gut singe, aber irgendwie muss ich die Vocals ja festhalten.

Danke schonmal. Smile


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BeitragVerfasst: 24.11.2010 23:29 
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Profi-Mucker
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Beiträge: 1008
Wohnort: München
Bin kein Mixing-Experte (mixe halt meine eigenen Songs, meist sogar nur Instrumentals).
Finde Dein Mixing eigentlich gar nicht schlecht.
Die Synthies machen ja schon einen richtigen Stereoeffekt.
Die Leadgitarren kommen allerdings zu sehr aus der Panoramamitte und verdecken dadurch die Vocals. Das passiert oft, wenn man die Spuren nur kopiert und eine nach rechts und die andere nach links panned. Dann sind die beiden Spuren zu gleich und kommen wieder aus der Panorama-Mitte. Du müsstest also entweder wirklich zweimal einspielen oder die kopierte Spur im Sound etwas verändern, damit ein Stereo-Effekt eintritt.

Der Bass müsste meiner Meinung nach mit dem EQ etwas gebändigt werden.
Drums könnten für meinen Geschmack knackiger (EQ und Kompressor).
Vocals müssten etwas lauter.

Tischmeyer erklärt die Mixing-Philosophie, die Du ansprichst, in seinem Buch "Internal Mixing" ganz gut mit 3 Dimensionen:
1. Horizontale = Panorama
2. Vertikale = Frequenzverteilung
3. Layering mit Hall und Delay

Ein transparenter und räumlicher Mix sollte versuchen mit Hilfe dieser 3 Dimensionen alle Instrumente im Raum so zu platzieren, dass sie alle gut hörbar und unterscheidbar sind.
So die Theorie, ich schaffe das nie zwinkernd , vor allem die Räumlichkeit (Tiefenstaffelung) per Hall/Delay ist für mich immer wieder ein unerreichbares Ziel.
Ach ja, ein transparenter Mix beginnt meist schon mit dem Arrangement. Also den Song immer auch unter dem Aspekt überprüfen, ob z.B. diese oder jene Synth-Linie oder Leadgitarre ständig durchspielen müssen.

Zu Deinen Fragen:
Prinzipiell versucht man alle Instrumente und die Vocals ohne Effekte zu Recorden. Mir gelingt das aber auch selten, da ich beim Gitarre-Spielen ein ganz anderes Feeling entwickle, wenn Effekte mitspielen. Erst in der Mixingphase versieht man dann die Spuren mit Effekten. Das hat den Vorteil, dass die Spuren voll bearbeitet werden können und am besten aneinander und an das Songfeeling angepasst werden können.

Für die Zischlaute gibt es auch (kostenlose) PlugIns, so genannte De-Esser.

Habe schon schlechtere Sänger gehört zwinkernd

Stefan

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BeitragVerfasst: 26.11.2010 01:15 
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BeitragVerfasst: 26.11.2010 20:10 
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gerade frisch dabei

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Vielen Dank für deine Antwort und die tollen Anregungen. Einiges davon konnte ich schon umsetzen und der Mix klingt jetzt etwas lebendiger.

Allerdings habe ich noch große Probleme mit dem Klang der Vocals. Sie klingen zu dumpf und sind in der Regel zu leise . Es fehlt die Brillianz und sie fügen sich nicht in den Mix ein, klingt immer ein wenig nach Playback... außerdem klingen die S-Laute, genau wie die Konsonanten dermaßen aggressiv, dass auch der De-Esser nicht mehr hilft.

Mein Mikrofon ist passabel (150 EUR), die Aufnahmeumgebung vermutlich eher nicht (Daheim). Ich singe nicht besonders laut, aber ich flüstere auch nicht. Normale Unterhaltungslautstärke. Die Aufnahmelautstärke stelle ich so ein, dass ich gerade kein Rauschen mehr höre. Benutze EQ (LowCut 80hz, den rest verstärke ich oder schwäche ich ab, wie es sich eben am besten anhört... habe da schon viel ausprobiert), Compressor, De-Esser, etwas Hall...

Gibt es grundlegende Gesangsaufnahmeregeln oder etwas in der Art? Bin etwa 15-20 cm vom Mic entfernt.


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BeitragVerfasst: 26.11.2010 21:05 
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Profi-Mucker
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Bei Vocal-Recording und Mixing muss ich komplett passen.
Vielleicht kannst Du Dir hier ein paar brauchbare Hinweise holen:
http://www.delamar.de/tutorials/vocal-tutorials/

Stefan

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BeitragVerfasst: 27.11.2010 12:12 
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gerade frisch dabei

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Ich glaube langsam, es stimmt irgendwas mit meinen Grundeinstellungen nicht. Ich habe mein T-Bone SC-1100 an ein M Audio fast Track Pro angeschlossen. Ich muss nun, wenn ich ohne Effekte und bei normaler Gesangslautstärke aufnehme, den Gainregler des Audio-Interfaces auf 3 Uhr stellen, damit ich überhaupt etwas höre. Das "Signal" am Interface leuchtet sogar erst grün auf, wenn ich den Gainregler fast komplett aufgedreht habe. Das kann doch irgendwie nicht richtig sein?!


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BeitragVerfasst: 27.11.2010 13:06 
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Profi-Mucker
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Ich glaube, ich habe ein deja-vu:
mikrofon-relativ-leise-t17140.html
komplett anderes Equipment, aber gleiches Problem Verwirrt

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BeitragVerfasst: 27.11.2010 14:05 
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wie der zufall es will habe ich erst vor einer woche aufnahmen mit einem tascam us-122 gemacht und mir ist ebenfalls aufgefallen das ich den gain des tascam recht hoch drehen musste. vor allem aber war das direct monitoring signal sehr leise(hab phones + direct monitoring voll(!) aufgedreht).

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In dieser Zeit so individulastisch wie möglich zu leben, ist der einzige echte Luxus, den es noch gibt

Zitat: Oskar Wilde


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BeitragVerfasst: 27.11.2010 23:29 
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gerade frisch dabei

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Danke für den Link, Wishbone.
Ich habe mir das Thema mal durchgelesen. Also ich habe so ziemlich das gleiche Problem. Es macht den Anschein, als reagiere das Interface erst beim letzten Zehntel der gesamten Gainregler-Range. Davor höre ich nichts. Und dann drehe ich bis zum Anschlag auf, höre dann ein Rauschen und drehe wieder ganz wenig zurück, bis das Rauschen verschwunden ist - das müsste doch dann die optimale Aufnahmelautstärke sein, oder?
Ich höre mich dann aber nur sehr leise. Die Vocals sind im Gesamtbild des Songs nicht wirklich wahrnehmbar.

Ich habe die Instrumente dabei so geregelt, dass der Ausschlag nicht höher geht, als bis etwa 3/7 des Gesamtpegels, also nichtmal über die Hälfte. Ich könnte natürlich alle Instrumente runterdrehen, aber dann wird der Song am Ende viel zu leise. Ich bin normalerweise 20 cm weit vom Mikrofon entfernt (davor ein Pop-Schutz), weil es, wenn ich zu nah rangehe, zwar lauter, aber vom Klang her schlechter wird. Soll ich nun dennoch der Lautstärke halber näher ran gehen?

Und noch was - leider finde ich dazu keine Hilfe im Lieferzubehör des Mikrofons, eine Beschreibung fehlte sowieso gänzlich. Nun gibt es da einmal einen Schalter für die 3 Richtcharakteristiken, aber es gibt auch einen anderen, auf dem ist einmal ein gerader Strich zu sehen und, für die andere Einstellung, ein gerader Strich, der am Ende nach untern abknickt. Weiß jemand, was das bedeutet? Ich höre keine Veränderung, wenn ich den Schalter umlege...

Achja, hier noch ein Bild von zwei Gesangsspuren (Audio13&Audio14). Sollte der Ausschlag der Welle nicht doch höher sein?

Grüße
Jack


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BeitragVerfasst: 28.11.2010 02:35 
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Registriert: 06.01.2007 21:34
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also richtig aussteuern hat nichts mit aufdrehen zu tun bis man ein rauschen hört etc. sondern man pegelt das signal (z.b. gesang) so ein das wenn es am lautesten ist nichts übersteuert (zu verzerren anfängt).

20cm entfernung mit popschutz erscheint mir recht viel, ich denke du solltest auf jeden fall näher rangehen. vor allem weil die stimme je näher man rangeht durch den nahbesprechungseffekt voller und basslastiger klingen kann.

der andere schalter am mikrofon hat nichts mit den richtcharakteristiken zu tun sondern ist ein low cut (oder auch trittschalldämmung genannt). den kannste bei den vocals eigentlich einschalten(also schalter auf den "abgeknickten" strich)

was mir noch einfällt, was für eine richtcharakteristik hast du eigentlich gewählt?

wegen dem song und den problemen:
zu dumpf liegt wahrscheinlich an zuviel bass, beim mastern kann man ruhig nen low cut bei 40hz machen

mit der stimme musst du dir überlegen das im studio (bei einem popsong) was den klang angeht oft höhen ohne ende reingedreht werden, das ganze wird dann oft komprimiert und noch einen hall dazugemischt. solo abgehört klingt das ganze echt unschön aber es fügt sich dann zum mix gut zusammen.
ich musste bei den vocals aufnahmen auch recht gut höhen dazufügen, ich hab erst nen low cut gesetzt und das ganze dann eq-ed. später hab ich noch dezent einen exciter draufgelegt. probier das mal aus vll hilfts...

wegen der laustärke der instrumente/song:
es ist eher nicht so schlimm wenn der song am ende zu leise ist. du kannst durch das mastern wieder an lautstärke gewinnen. bei mixen geht es nicht darum das der song am ende laut genug wird...

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