ASIO zu langsam? - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: ASIO zu langsam?
BeitragVerfasst: 29.09.2004 17:22 
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Hallo,

es kommt immer wieder vor (und momentan trifft es mich hart), dass ich nur wenige virtuelle Audioinstrumente (VST Instrumente) verwenden kann. Zuerst fängt es an zu rauschen und knacksen, dann stottert der Bildaufbau, dann poppt eine Fehlermeldung auf: "System overload. The audio engine was not able to process all required data in time." .Schuld daran ist nicht der Speicher (RAM) wie ich zuerst dachte.
Statt dessen könnte es entweder an meiner zu schwachen CPU liegen (Athlon 1800+ XP) oder aber am ASIO Treiber selbst (bzw. der zu trägen Soundkarte?).
Da ich mich nicht sonderlich mit technischen Details in der Hinsicht auskenne wollte ich mal anfragen, ob solche Probleme bei ASIO zu suchen sind, bzw. ob man da irgendwelche Tricks anwenden kann um noch etwas mehr performance raus zu holen. Weiß da jemand was?

Gruß
Mirko

PS: arbeite mit Logic plat. 5.5.1 und einer M-audio Delta 66 Karte


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BeitragVerfasst: 29.09.2004 18:08 
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Was hast Du für eine Rechnerkonfig? Setzt Du hauptsächlich Rechenintensive Instrumente (Synthies oder Modelling-VSTi's) oder eher Speicher-intensive Instrumente (zB. Sampler) ein?

Machmal kann es auch sein, dass einfach irgendeine andere Hardware der Soundkarte in die Quere kommt! Versuch mal im Gerätemanager alle überflüssige Hardware zu deaktvieren.

Hast Du eine reine DAW oder benutzt Du den Rechner auch noch für andere Anwendungen (office etc). Ich hatte auch als ich mit Recording angefangen massive Probleme die sich zum gräßten Teil erledigt haben, als ich alle Non-Audio-Software runtergeschmissen habe.

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 29.09.2004 19:33 
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Hallo Dave,

"Hast Du eine reine DAW oder benutzt Du den Rechner auch noch für andere Anwendungen (office etc)" Wo denkst Du hin? Ich bin nur ein armer Angestellter und mache Musik nur als Hobby zwinkernd

Nun, ich verwende lauter NI Instrumente. Also Kontakt, Kompakt, Intakt, Reaktor, etc.. Hauptsächlcih Sampler sind momentan an der Produktion beteiligt. Natürlich arbeite ich halt auch gerne mit den Logic eigenen Effekten. Da kommmen schnell mal einige EQs, Resonatoren, etc. in einem Kanalzug zusammen.
Den RAM hab ich von mageren 512 MB auf immerhin 1 GB aufgestockt. Ist zwar auch nicht die Welt, aber die Speicherauslastung liegt laut Taskmanager eh nur bei ca. 820 MB. Und Fehlermeldungen wegen Speichermangel hab ich auch keinen mehr.
Die Performance Anzeige in Logic zeigt mir auch, dass die Festplatten keine Performance Probleme machen. Also vom "direct streaming" her ist da auch alles im grünen Bereich.

Stimmt schon, dass ich jede Menge andere Programme noch auf dem Rechner habe. 3D/2D Programme, Office Tools, etc.. Deinstallieren kann/möchte ich da eigentlich aber auch nicht wirklich was. Ich hab da erst ausgemistet.

Meine Konfiguration ist:
- Athlon 1800+XP
- 1 GB RAM (Infineon CL2.5)
- 40 GB IDE und 80 GB IDE Platte (auf der kleinen das OS und die Logic bzw. gebouncten wav-Dateien; auf der 2. die Sample Libraries)
- Geforce 2 MX 400 (sollte für Musik ausreichen zwinkernd )
- M-Audio Delta 66
- Midiman USB Midisport 4x4 (also per USB extern dran)
Daran angeschlossen ist momentan nur ein Yamaha EX5
- Als OS habe ich Win XP (home) am start.
- Und arbeite mit Logic Audio Platinum 5.5.1

Die Performance Anzeige in Logic ist ja in 2 Anzeigebalken unterteilt. In "Audio" und "Disc I/O". Disc I/O ist wie schon erwähnt unkritisch bei mir. "Audio" ist aber ständig im roten Bereich. Allerdings weiß ich nun halt nicht, was unter "Audio" verstanden wird. Ist dass die Summe von CPU-Auslatung und ASIO Datentransfer? Oder was genau heißt das? Könnte es sein, dass schlicht und einfach meine CPU zu lahm ist?

Gruß
Mirko


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BeitragVerfasst: 29.09.2004 19:48 
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"Audio" ist aber ständig im roten Bereich. Allerdings weiß ich nun halt nicht, was unter "Audio" verstanden wird. Ist dass die Summe von CPU-Auslatung und ASIO Datentransfer? Oder was genau heißt das?

Weiß ich auch nicht sooo genau, ehrlich gesagt, ich schätze aber mal irgendwas in der Art. Was sagt denn die Prozessorauslastung von Windows?
820 MB ist bei einem GB übrigens schon ziemlich am Limit (welche Kontakt-Version hast Du? hast dabei DFD aktiviert?)...
1024 MB - 820 MB

Bleiben noch 204 MB für Betriebssystem und alle übrigen laufenden Programme... allerdngs würde ich bei Dir auch eher auf irgendwelche PlugIns tippen. Synthesizer können zB recht Prozessorhungrig sein...
Waves selber sind da eher unproblematisch und Deine Aufteilung der Platten ist auch optimal... Probier doch einfach mal die Reaktorspuren zu bouncen und schau was passiert...

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 29.09.2004 20:12 
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Ne, die 1Gb reichen für dieses Projekt schon aus. Das Knister/Rauchen und performance bedingte Stoppen war auch schon vorher da. Hat sich auch nicht verbessert durch das Ram-Update.
Genau genommen habe ich in dem aktuellen song lediglich eine Reakto-Instanz mit einem standart sound. sollte also nicht sooo viel ausmachen. Und slebst wenn ich den deaktiviere, bringt das nicht soo viel.
Es scheint wirklcih auch auf die Sampler und/oder halt einfach auf die Datenmenge anzukommen die er bearbeiten muß.
Ich hab momentan 8 VST Instrumente (alles NI Instrumente) im Einsatz. Davon ist eines der Reaktor, der Rest sind aus der Sampling-Line. Außerdem hab ich noch einige gebouncte Audio-Spuren am Start. Und etliche Effekte halt eben.

Vielleicht sollte ich noch mal versuchen mit dem buffering in Logic etwas zu experimenteiren.

Gruß
Mirko


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BeitragVerfasst: 03.10.2004 12:32 
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Hi...

aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus denke ich, das es sich bei dir um ein Konfigurationsproblem handelt.
Alles, was auch nur ansatzweise nichts mit Musik am Rechner zu tun hat ist Gift für deine Performance unter Logic! Ganz heiße Kanidaten dafür sind Outlook, Anti-Viren-Tools usw.

Mein Tip:
Festplatte partitionieren und dir ein zweites Betriebsystem aufspielen!
Dieses dann einzig und allein auf die Audio-Performance trimmen und alles andere außen vor lassen.
Win2K und XP bringen eigene Bootmanager mit, ansonsten findest du bestimmt auch Drittanbieter dafür (Bootmagic, Vamos etc.)

Auf gewissen Windows-Tips-Seiten findet man auch zusätzlich noch sehr hilfreiche Anweisungen um Speicherzugriff und mehr zu optimieren (PC-Experience z.B.)

Drei Sachen noch:
1) Gerade Reverb-FX sind die Performance-Fresser schlechthin! Und sich im Hintergrund aufschaukelnde Delays kacken den Prozi dann völlig dicht.

2) Bei 2K/XP hat man die Möglichkeit, unter System>Systemeigenschaften>Erweitert>Systemleistung die Optimierung auf "Hintergrunddienste" umzuschalten, das bringt im ASIO-Betrieb auch noch ein paar Punkte...

3) Logic hat selber auch noch ein paar Möglichkeiten die Performance zu erhöhen bzw. zu stabilisieren.....hast du die schon durch???

Hilft det allet nüscht, solltest du dir vielleicht doch mal nen kräftigereren Rechner zulegen.


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BeitragVerfasst: 03.10.2004 14:07 
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Also ich glaube nicht, dass es am Rechner liegt... Doppler hat zwar im Prinzip recht, aber bevor Du mit der Partitionierungsorgie anfängst, solltest wirklich 100pro sicher sein, dass das ganze kein Treiber- oder Hardwareproblem ist...

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 03.10.2004 15:18 
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Stimmt allerdings Dave!

Nur da ist mir noch ein kleiner Logic-Haken eingefallen...
Mirko hat geschrieben:Außerdem hab ich noch einige gebouncte Audio-Spuren am Start. Und etliche Effekte halt eben.


Mirko hat geschrieben:Disc I/O ist wie schon erwähnt unkritisch bei mir.


Ich habe bei mir die Beobachtung gemacht, das sich die Lage der Samples extrem bemerkbar macht! Soll heißen, das ich Samples auf Partitionen hatte, die sich physikalisch in der Mitte bzw. am Ende der Festplatte aufhielten.
Der Effekt war der, das die Disk I/O Anzeige sich gerade man im unteren Drittel aufhielt und ich trotzdem die Fehlermeldung bekam!
Danach hatte ich die Audio-Spuren auf ne schnellere Festplatte und insbesondere an den Anfang gebracht und siehe da, ohne das sich an der Anzeige was veränderte lief der Song auf einmal durch. "Larger Disk Buffer" war natürlich schon lange gesetzt.

Ich hatte mir nämlich sagen lassen müssen, das die Performance von HDD's gerne auch mal bis über 50 % abnimmt, wenn man Anfang und Ende vergleicht...

Wie du siehst, gibt es einen ganzen Arsch voll Möglichkeiten, die dir Probleme machen können...

Mirko hat geschrieben:Vielleicht sollte ich noch mal versuchen mit dem buffering in Logic etwas zu experimenteiren.


Auf jeden Fall!!!!



Greetz


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BeitragVerfasst: 03.10.2004 16:09 
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Partitionieren macht im Audiobereich letztlich eh überhaupt keinen Sinn - im Gegenteil, es kann die Performance sogar enorm senken. So wie Mirko das gemacht hat, ist das schon ganz okay. Betriebsystem und Audiofiles auf eine Platte und Samples auf die andere.
Was allerdings manchmal Wunder wirkt ist die Defragmentierung der Platte. Durch zu starke Fragmentierung ensteht das oben genannte Phänomen (Disk-Anzeige unten, und trotzdem Aussetzer), da muss nämlich der Schreiblese-Kopf oft auf der Platte hin- und herspringen um eine Datei zu lesen, dadurch entsehen Verzögerungen, die man nicht selten auch zu hören bekommt...

Ach ja, wie Doppler schon gesagt hat: Effekte sollte man echt nicht unterschätzen. Auch bei den heutigen Hardwaremöglichkeiten, darf man keine Wunder erwarten. Wenn man nur 12 Spuren hat, die aber mit Effekten zuballert, geht der Rechner eben in die Knie...

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 06.12.2004 05:06 
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Wohnort: Münchner Osten
Hallo
Also ich kann dir jetzt nicht hundert pro sagen, worans bei dir liegt, aber ich hatte das selbe Problem, ich habe die Latenzzeit im ASIO neu eingestellt und die Puffergröpe verändert bzw mein Dad und siehe da kein Rauschen, obwohl ich n haufen andere progs drau hab , also eine partitionierung ist nicht umbedingt notwendig aber durchaus nücztlich *g*
Auch kanns bei dir an der Soundkarte liegen, vorallem wenn die Aufnahmequalität generell schlecht ist, werd mir auch demnächst ne Soundkarte kaufen *freu*
lg Calliya


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