Hallo Strapsenkönig,
ein
klassischer Synthesizer arbeitet - wie der Name schon sagt - mit einer synthetischen Klangerzeugung. Wie eine solche prinzipiell funktionieren kann, hat htp_big_M schon zu beschreiben versucht. Es gibt neben der von ihm beschriebenen
subtraktiven Synthesize aber noch eine ganze Reihe anderer Syntheseformen, z.B. die in Yamaha's Synthie-Klassiker DX7 verwendete Fm-Synthese.
Den von Dir geannten Bedarf an Piano etc. deckt ein (klassischer) Synthesizer (soll heißen: ein Synthie im eigentlichen Sinn des Namens) daher eher nicht ab. Diverse
Keyboards verwenden einen Vorrat an (gesampleten) Wellenformen, teils synthetischer teils natürlicher Herkunft. Diese werden wieder zu Klängen zusammengebaut, wobei typische Synthesizer-Steuerfunktionen wie Hüllkurve, Modulation etc. ggfs. erhalten bleiben.
Damit läßt sich - vereinfacht gesagt - z.B. aus einer gesampleten Piano-Wellenform ein recht natürlicher Piano-ähnlicher Klang erzeugen, durch Eingriff der Synthesizer-Steuerfunktionen aber auch elektronische(re) Variationen davon, bei denen kaum noch Ähnlichkeiten mit dem ursprünglichen Ausgangsmaterial erkennbar sind.
Vorteil der Keyboards ist i.d.R. eine solide Auswahl an den üblichen
Brot- und Butter-Sounds (Klavier, Orgel aber auch Elektronisches) sowie die Möglichkeit, im Rahmen der jeweiligen Klang-Architektur auch mehr oder weniger typische synthetische Sounds generieren zu können.
Die üblichen
Workstations kombinieren oftmals die eben genannte Klang-Architektur solcher Keyboards mit einem Seqencer, zusätzlichen Effekten oder ähnlichen Goodies.
Zu Deiner Frage nach nicht ausklingenden (leiser werdenden Sounds): das wäre ggfs. eine Domäne für solche Keyboards (z.B. wieder Orgel) oder auch klassische Synthesizer-Sounds (sog. Pads od. Flächen - diese elektron.
Brot- und Butter-Sounds gibt es i.d.R. auch in Keyboards und/oder Workstations). Bei diesen wird - vereinfacht beschrieben - das Ausklingen des Sounds quasi erst bei Loslassen der Taste aktiv.
Piano etc. - eben die o.g.
Brot- und Butter-Sounds - finden sich am ehesten wieder in Keyboards und/oder Workstations als natürlich auch im
Sampler, der einmal aufgenommene Klänge auf Tastendruck wiedergibt, aber üblicherweise nicht über Synthese-Funktionen verfügt.
Soweit ich weiß, bedient sich GP5 den heute üblichen GM-Standard-Sounds, wie sie auch in den alllermeisten (OnBoard-)Soundkarten vorhanden sind. GM selbst ist ein Standard, der eigentlich nur das Vorhandensein bestimmter Klänge festlegt. Der genaue Sound hängt dabei allerdings auch wieder von der jeweiligen (Soundkarten-)Hardware ab. Reine (klassische) Synthesizer haben i.d.R. keine GM-Sounds, bei den meisten Keyboards und/oder Workstations sind diese i.d.R. ab Werk vorhanden ... hier ist dann üblicherweise das große Vergleichshören vor Ort beim Händler ratsam, um zu entscheiden, welches Gerät Euren Vorstellungen am nächsten kommt.
Strapsenkönig hat geschrieben:Wir werden wahrscheinlich auchnoch Effekte für alle Instrumente und Gesang brauchen. Kann man sowas auch mit einem Synthesizer machen?
Manche Synthesizer erlauben die Bearbeitung eines Audio-Eingangs mit den internen Möglichkeiten der Klangverwurstung, i.d.R. würde ich dafür aber separate Effektgeräte nehmen. Diese sind ja speziell auf die Klangverwurstung ausgelegt und klingen daher oft noch besser als irgendwelche "Dreingaben" zu einer Klangerzeugung.
Zu Deiner Frage nach den Triggerpads: der Klangerzeugung ist es i.d.R. egal, woher die Steureinformationen (d.h. welcher Klang wann wie laut etc. gespielt werden soll) kommen. Daher läßt sich ein Piano-Sound ggfs. auch über so ein Triggerpad spielen. Oft gibt es die reine Klangerzeugung auch als separates Modul, womit Ihr dann ggfs. nicht die Klaviatur bezahlen und die große Kiste mit Euch herumschleppen müßt. Wenn jemand von Euch dann zum Spielen von Melodien o.Ä. unbedingt eine Klaviatur benötigt, läßt sich eine solche immer noch separat erwerben und z.B. über MIDI anschließen.
Gruß -
der FenderizerP.S: ich bin von Haus aus auch eher Guitarrero, sehe von da her denke ich auch Dein Problem ganz gut.