Vanillus hat geschrieben:Ja, Fenderizer, du hast recht damit, dass Billiganbieter nicht so gut sind.
Na ja, nicht alles ist Schrott, aber bei Markengeräten kann man i.d.R. von Qualität ausgehen und bekommt auch nach ein paar Jahren noch Service(-Unterlagen).
Vanillus hat geschrieben:Was ist der Unterschied zwischen Ohm und Watt?
Beides sind Bezeichnungen für physikalische Größen. Ohm ist eine Größeneinheit für den elektrischen Widerstand, Watt eine Größeneinheit für Leistung (allg.)
Bei einer Glühbirne mit z.B. 60 Watt wird damit die aufgenommene elektrische Leistung angegeben -woraus sich z.B. anhand der Betriebsdauer der Verbrauch errechnen läßt.
Vanillus hat geschrieben:Ein Angebot gibt es für 60 Watt und 8 Ohm und eines für 115 Watt und 4 Ohm. Das mit den 60 Watt ist sogar noch ein bisschen teurer und hat weniger "Schnickschnack" dabei, wie zum Beispiel eine beflockte Oberfläche (ist in meinen Augen unwichtig)
Die 8 bzw. 4 Ohm stehen hier für die Impedanz (Wechselstromwiderstand, auch in Ohm) des eingebauten Lautsprechers, die Watt-Angabe bezieht sich auf die Leistung, die der Verstärker abzugeben vermag.
Zum Thema Verstärkerleistung:Wie oben schon angedeutet: Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Leistung eines Verstärkers zu beschreiben. Einmal kann man angeben, wieviel Leistung das Gerät kurzfristig abgeben kann (sog. Impuls- od. Musikleistung). Wird der Verstärker nur ganz kurz hoch belastet (d.h. muß er nur kurzzeitig viel Strom liefern), findet keine relevante Erwärmung der Bauteile statt - das Gerät bleibt intakt. Müßte der Verstärker diese Leistung dauerhaft abgeben, würde das Gerät zumindest längerfristig Schaden nehmen.
Andererseits kann man angeben, wieviel das Gerät tatsächlich dauerhaft hergibt, ohne Schaden zu nehmen (sog. Sinus- od. RMS-Leistung, letztere ist sogar noch ein wenig strenger bewertet, mehr dazu auf Anfrage).
Aus dieser Beschreibung läßt ableiten, daß ein Verstärker, der dauerhaft 60 Watt abgeben kann, viel leistungsfähiger ist wie ein Verstärker, der die 60 Watt nur kurzfristig abgeben kann, dann aber mit (wesentlich) weniger Leistung weiterbetrieben werden sollte.
Also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen (obwohl beide miteinander verwandt sind), sondern ggfs. schauen, was die Kiste wirklich hergibt (Sinus-Leistung) und diese Werte beurteilen. Vor allem für Bass, wo oft stehende (sinusförmige) Töne gespielt werden, ist die Sinus-Leistung ein eher praxisrelevanter Wert als irgendeine Musikleistung - siehe z.B. die 110W-Leistungs-Angabe in eBay-Angebot #2, die sich schnell auf reale 60 Watt Sinus herunterschraubt.
Gruß -
der Fenderizer