Bitraten-Problem bei Aufnahme per S/PDIF - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 10.11.2010 12:29 
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gerade frisch dabei

Registriert: 10.11.2010 11:17
Beiträge: 3
Hallo zusammen,

ich bin der Neue - zwar selbst auch Musiker, aber mein aktuelles Problem ist eher allgemeiner Natur. Ich suche mir ungelogen seit zwei Wochen nach einer Lösung Augen und Finger wund, aber fündig bin ich bis jetzt nicht geworden. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als das Problem mal selbst zu schildern - und deshalb habt Ihr mich jetzt als neues Member am Hals breit grinsend

Es geht mir ganz einfach darum, meine alten Langspielplatten (immerhin ca. 600 an der Zahl), die, seit ich vor ca. 20 Jahren meinen ersten CD-Player erstanden hatte, ein unwürdiges Dasein im Keller fristen mussten, in möglichst guter Qualität zu digitalisieren. Brauchbares Equipment dafür sollte vorhanden sein - vielleicht mit Ausnahme der letzten Station vor der PC-Festplatte. Diese letzte Station besteht aus einer altehrwürdigen TerraTec EWX 24/96, die ja angeblich in jeder Richtung eine Auflösung bis 24 Bit und eine Samplerate von 96 kHz vertragen können sollte.

Die EWX bekommt ihr Signal über den optischen Digitaleingang von einem Behringer Ultramatch SBC 2496 mit einer Auflösung von 24 Bit bei einer Samplerate von 44,1 kHz zugespielt (die Clock der EWX steht auf "extern", das sollte also passen), als Aufnahmegerät im PC ist "WAV-Rec S/PDIF" eingestellt - das klappt im Großen und Ganzen auch wunderbar, bis auf ein eigenartiges Phänomen, das dann auch gleich mein Problem darstellt:

Mein Aufnahme-Programm ist Wavelab 6.1.1 - aber auch bei anderen Programmen zeigen sich ähnliche Phänomene. Ich lasse bei Aufnahmen immer eine dynamische Grafik mitlaufen (Bestandteil von Wavelab), die mir die Stereoverteilung der Musik im Raum grafisch darstellt, damit lassen sich die hier zu schildenden Probleme schneller erkennen. Und zu denen komme ich jetzt endlich:

Die Daten vom digitalen Eingang der Karte werden auf dem Analogausgang derselben zur Anlage ausgeben und dann per Kopfhörer abgehört. Dadurch kann ich feststellen, dass die Eingabedaten IMMER stereo sind. Anders siehts allerdings aus, wenn ich diese Daten als WAV-Dateien auf die Platte schreiben lasse.

Ich kann machen, was ich will, aber die Ergebnisse sind immer dieselben - alles bezieht sich auf eine Samplerate von 44,1 kHz:

Stelle ich die Aufnahmeparameter in WL auf 16 Bit, wird in Stereo aufgenommen. Stelle ich die Parameter allerdings auf 24 Bit, dann lässt sich anhand der angesprochenen Grafik sofort erkennen, dass nur noch ein Mono-Signal ankommt (im Kopfhörer ist weiterhin Stereosound zu hören!), man sieht es auch anhand der Pegelanzeigen, die in dem Moment nicht mehr unterschiedlich, sondern völlig synchron ausschlagen, und zuletzt hört man es auch anhand der aufgenommenen Musikdatei - nur mono geschockt

Eine Gegenprobe mit Cooledit zeigt dasselbe Phänomen - eine 16Bit-Aufnahme klappt wunderbar in stereo, 24Bit Aufnahmen sind nur mono! Selbiges Problem bei einer Aufnahme mit Wavepurity - und genau das möchte ich verwenden, wegen des dort zuschaltbaren Limiters. Bitte keine Diskussion, ob das sinnvoll ist - ich will ihn haben, Punkt zwinkernd

Und jetzt kommts: Audacity und Goldwave machen ihren Job richtig und liefern auch 24- und sogar 32Bit Dateien in stereo (ich bin mir aber nicht sicher, ob die das auf die Platte klatschen, womit sie gefüttert werden, oder intern bereits eine Umwandlung durchführen) - also sollte doch von der Hardware her alles in Ordnung sein, oder?

Jedenfalls wäre ich für jeden Gedanken dankbar, der mich auf die Spur einer Lösung bringt. Hülfääää!


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BeitragVerfasst: 10.11.2010 13:04 
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Semi-professional
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Registriert: 06.01.2007 21:34
Beiträge: 271
ich kann dir bei deinem problem nicht helfen, dazu fehlt mir das know how. die andren im forum sind da eher fit. nur eins vorneweg:
bei einer CD ist die bit tiefe 16 Bit. und das reicht aus. also warum möchtest du überhaupt in einer höheren Qualität aufnehmen. Hörst du klassik/jazz oder möchtest du das ganze noch tiefgreifend digital bearbeiten?
Wavelab ist eher nicht so gut fürs aufnehmen geeignet. Da passt eher cubase. oder auch audacity. nur weils freeware ist muss es noch lange nicht junkware sein^^

_________________
In dieser Zeit so individulastisch wie möglich zu leben, ist der einzige echte Luxus, den es noch gibt

Zitat: Oskar Wilde


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BeitragVerfasst: 10.11.2010 14:17 
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gerade frisch dabei

Registriert: 10.11.2010 11:17
Beiträge: 3
24 Bit deswegen, weil später noch die eine oder andere digitale Nachbearbeitung drüber laufen soll ...

Das eilt aber nicht, erst soll mal alles auf Platte.

Dass Audacity Junkware ist, hab ich nie gesagt - im Gegenteil schrieb ich, dass es eins der wenigen Proggies ist, die richtig arbeiten!

Ich brauch aber ein Programm, mit dem man während der Aufnahme in Echtzeit die Maximalpeaks etwas begrenzen kann. Anders gehts bei Schallplatten fast nicht, da eine Schallplatte ab und zu einfach extreme Peakspitzen hat. Aber von denen, die das können und die ich kenne (Wavelab und Wavepurity), nimmt eben keins 24 bittig in Stereo auf (zumindest auf meiner Hardwarekonfiguration nicht). Und von denen, die richtig aufnehmen, hat keins nen Begrenzer, den man während der Aufnahme zwischen Soundkarte und Ausgabedatei schalten kann!

Tante Edith ist noch was eingefallen:
Natürlich ist mir klar, dass eine solche Pegelbegrenzung nach digitalem Signaleingang schon eine Bearbeitung ist. Aber die Hautmasse des Materials soll an der Stelle, wo das Signal noch analog ist (also, bevor es in den Ultramatch eingespeist wird), so hoch wie möglich ausgesteuert werden, um so wenig Hintergrundrauschen wie möglich zu haben. Dann wird man aber der Peakspitzen einer Schallplatte nur Herr (sprich, man bekommt nur dann kein Clipping), wenn man diese Spitzen etwas beschneidet.


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