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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Fenderizer
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Verfasst: 03.01.2007 21:50 |
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| Groovesau |
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Registriert: 07.07.2004 08:11 Beiträge: 3038 Wohnort: Bad Cannstatt
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Hallo, die o.g. Schaltung funktioniert leider nur theoretisch. Praktisch würdest Du einen Widerstand mit der Belastbarkeit beider Lautsprecher zusammen (weil der Strom für beide durch den Widerstand muß) benötigen. Der Widerstand wiederum würde dann die Hälfte Deiner teuer eingekauften Verstärkerleistung in Wärme umwandeln, der Wirkungsgrad der Box ginge barbarisch in den Keller ... Einzige Möglichkeit wäre, die beiden Lautsprecher seriell zu verschalten, wodurch sich eine Impedanz der Box von 16 Ohm ergäbe. Das ist zwar eine Fehlanpassung an die Ausgangsimpedanz Deines Verstärkers (der - wie ich annehme - einen 8-Ohm-Ausgang hat), die dieser Dir aber weniger krumm nehmen wird als wenn Du die 4-Ohm-Variante (Lautsprecher parallel verdrahtet) daran betreiben möchtest. Merkregel: am besten Leistungsanpassung, d.h. Impedanz von Stromquelle (Verstärker) und Last (Lautsprecher) sind gleich. Weniger gut, funktioniert aber wenigstens ohne direkte Gefahr der Beschädigung von Komponenten: Last-Impedanz > Ausgangsimpedanz. Kritisch, weil gefährlich für den Verstärker: Last-Impedanz < Ausgangsimpedanz. Gruß - der Fenderizer
_________________ they're coming to take me away ... hahaa! P.S: this post is printed on 100% recycled electrons
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badhotrod
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Verfasst: 04.01.2007 00:13 |
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| Zuschauer |
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Registriert: 14.10.2006 19:40 Beiträge: 19 Wohnort: Leipzig
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Fenderizer hat geschrieben:... Praktisch würdest Du einen Widerstand mit der Belastbarkeit beider Lautsprecher zusammen (weil der Strom für beide durch den Widerstand muß) benötigen...
Aber das müßte doch dann eben praktisch ein 4Ohm Widerstand sein, oder irre ich mich da? Denn beide 8Ohm-Speaker ergeben doch in Parallelschaltung 4Ohm als Gesamtwiderstand. Dieser dann in Serienschaltung mit dem 4Ohm Widerstand sollten dann doch 8Ohm Gesamt-Widerstand ergeben...oder nich??? Und wie wirkt sich die Fehlanpassung (z.B. 16Ohm Box an 8Ohm Ausgang, oder gar 16Ohm an 4Ohm Ausgang) in der Praxis aus? Leistungseinbuße? Ihr merkt schon, E-Technik ist nicht ganz mein Fach  PS: Fenderizer hat geschrieben:Der Widerstand wiederum würde dann die Hälfte Deiner teuer eingekauften Verstärkerleistung in Wärme umwandeln, der Wirkungsgrad der Box ginge barbarisch in den Keller
Verhält es sich anders, wenn der Widerstand trotzdem in Reihe, aber NACH den Speakern eingebunden wird???
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Fenderizer
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Verfasst: 04.01.2007 14:47 |
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| Groovesau |
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Registriert: 07.07.2004 08:11 Beiträge: 3038 Wohnort: Bad Cannstatt
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badhotrod hat geschrieben:beide 8Ohm-Speaker ergeben doch in Parallelschaltung 4Ohm als Gesamtwiderstand. Dieser dann in Serienschaltung mit dem 4Ohm Widerstand sollten dann doch 8Ohm Gesamt-Widerstand ergeben...oder nich???
Das stimmt schon so. Macht nur aus o.g. Erwägungen kein Sinn (siehe auch weiter unten) badhotrod hat geschrieben:Und wie wirkt sich die Fehlanpassung (z.B. 16Ohm Box an 8Ohm Ausgang, oder gar 16Ohm an 4Ohm Ausgang) in der Praxis aus? Leistungseinbuße?
Ja, ein Verstärker mit 4 Ohm Ausgangsimpedanz kann an 8 Ohm nicht die volle (Nenn-)Leistung bringen. Man könnte jetzt zu dem Schluß kommen, doppelte Last-Impedanz, halbe Leistung. Das stimmt aber auch wieder nicht ganz, in Wahrheit kann der Verstärker bei doppelter Last-Impedanz noch etwas mehr als die Hälfte der Nennleistung abgeben! badhotrod hat geschrieben:Fenderizer hat geschrieben:Der Widerstand wiederum würde dann die Hälfte Deiner teuer eingekauften Verstärkerleistung in Wärme umwandeln, der Wirkungsgrad der Box ginge barbarisch in den Keller
Verhält es sich anders, wenn der Widerstand trotzdem in Reihe, aber NACH den Speakern eingebunden wird??? Die Leistung P ergibt sich (grob*) als - Code: Alles auswählen
P = R² * I
Diese Leistung P wird also immer, wenn der Strom I durch den Widerstand R fließt, in Wärme umgewandelt. Da der Widerstand in beiden genannten Varianten in Reihe mit den Lautsprechern geschaltet ist, fließt also immer der gesamte Strom da durch. Ergo wird die o.g. Leistung (die ja vom Verstärker am Ausgang geleistet werden muß) verbraten und steht nicht mehr für die Lautsprecher zur Verfügung. Wenn Du einen 4-Ohm-Ausgang hast, würde ich die Speaker einfach parallel schalten und gut is ... Ansonsten kannst Du - abgesehen von der offensichtlichen Möglichkeit, nur ein 8-Ohm-Chassis zu verwenden - quasi nur zwei 4-Ohm-Lautsprecher in Reihe (seriell), zwei 16-Ohm-Lautsprecher parallel oder vier 8-Ohm-Lautsprecher paarweise seriell bzw. parallel schalten um auf eine Box mit 8 Ohm Impedanz zu kommen. Gruß - der Fenderizer*Für Wechselstrom ist das Ganze wg. Phasenverschiebungen etc. ein wenig komplizierter. In guter Näherung können aber auch die entsprechenden Gleichstromwerte verwendet werden.
_________________ they're coming to take me away ... hahaa! P.S: this post is printed on 100% recycled electrons
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Detlef
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Verfasst: 04.01.2007 16:37 |
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Hallo hotrod!
Um das nicht zu kompliziert werden zu lassen:
An einem wie auch immer gearteten Transistorverstärker ist es am effektivsten die Lautsprecher in Reihe zu schalten (16 Ohm). Die Fehlanpassung spielt hier keine Rolle.
Da Röhrenverstärker ganz anders arbeiten, sollte hier immer die erforderliche Impedanz eingehalten werden. Meist (leider nicht alle) haben diese aber umschaltbare Anschluß-Impedanzen.
Die Lösung mit einem Widerstand in Reihe ist immer (sowohl klanglich als auch Leistungsmäßig) ganz schlecht.
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badhotrod
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Verfasst: 04.01.2007 17:13 |
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| Zuschauer |
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Registriert: 14.10.2006 19:40 Beiträge: 19 Wohnort: Leipzig
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Danke an Euch beide, Detlef & Fenderizer! Hab jetzt die beiden 8-Ohm-Speaker in Reihe gelötet, sprich ich hab jetzt halt 16-Ohm-Boxen. Da ich sie an einem alten VERMONA Regent 1060 Vorverstärker aus alter DDR-Produktion (Transistor, bei Anschluß von zwei Boxen sollte laut Ausgangsbeschriftung jede jeweils mind. 8-Ohm haben) betreiben will im Proberaum, sollte das hoffentlich passen jetzt. Schön, wieder was gelernt 
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hörnli
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Verfasst: 04.01.2007 18:22 |
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| Amtlich unterwegs |
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Registriert: 16.08.2005 03:42 Beiträge: 588 Wohnort: Planet: Erde
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Moin, der Vermona 1060 ist mono, und hat einen Leitungsverstärker, der 4 Ohm antreiben kann und 2 parallelgeschaltete Ausgangsbuchsen. Anleitung: http://www.vermona.de/download/1060bed_neu.pdfAlso kann man an eine Buchse Lautsprecher mit einer Gesammtimpedanz von 4 Ohm anschließen solange die andere Buchse freibleibt, oder wenn man beide Buchsen nutzt jeweils 8 Ohm Lautsprecher. 20 Sekunden Google und 6 Minuten PDF über Modem... Zur Anmerkung noch: Das hat nichts mit Leistungsanpassung zu schaffen, sondern mit den Strömen und der Kühlung der Leistungstransistoren und der Leistungsfähigkeit des Netzteils. Gruß
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badhotrod
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Verfasst: 04.01.2007 18:58 |
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| Zuschauer |
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Registriert: 14.10.2006 19:40 Beiträge: 19 Wohnort: Leipzig
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Hallo Hörnli!
Das mit den 4 (bei einer Box) und 8 Ohm (bei 2 angeschlossenen Boxen) war mir schon klar, habe die bedienungsanleitung ja auch schon gehabt. Meine Frage war ja, wie ich die beiden 8-Ohm-Speaker (jeweils in jeder der 2 Boxen) zu einer Gesamt-Impedanz von 8 Ohm verlöten kann. Das geht also nicht und deshalb hab ich die jetzt in Reihe, sprich eine Gesamt-Impedanz von 16 Ohm an jeder Box. Das sollte jetzt ja so funktionieren an dem Regent 1060.
Das Problem, was ich trotzdem noch habe ist folgendes:
Die Boxen wurden von einem Kumpel mal mitgebracht und leider stand keine Ohm-Angabe drauf. Und nun hat hat der Regent 1060 beim ersten Mal, wo er mit beiden Boxen betrieben wurde (vorher hing nur eine von beiden Boxen dran, die vorm umlöten durch mich ja beide parallel verlötet waren, sprich eine Gesamtimpedanz von 4 Ohm hatten -> funktionierte mit einer Box natürlich wunderbar), den Geist aufgegeben, da ja beim Betrieb mit 2 Boxen beide mind. 8 Ohm haben müssen. Im Moment ist er zur Reparatur. Was kann denn da kaputt gegangen sein??? Offensichtlich hat das gute alte Stück (Bj. frühe 80er) keine eingebaute Sicherheitsschaltung...mist!!!
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hörnli
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Verfasst: 05.01.2007 05:13 |
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| Amtlich unterwegs |
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Registriert: 16.08.2005 03:42 Beiträge: 588 Wohnort: Planet: Erde
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Moin,
kaputt ist natürlich Mist. Daß Du gleich so übel über die Impedanzfrage gestolpert bist ist sehr schade. Daß Du 2 4-Ohm-Boxen hast... Dann ist die 16 Ohm Schaltung natürlich richtig. Haben die Boxen auch Hochtöner?
Was kann kaputt sein, und warum?
Ein gegengekoppelter Transistorverstärker, daß gilt für praktisch alle, versucht immer seinen gegebenen Verstärkungsfaktor einzuhalten. Eingangsspannung x Verstärkungsfaktor = Ausgangsspannung. Nach dem Ohmschen Gesetz ist diese Spannung über den Widerstandswert (der Box) fest mit dem fließenden Strom gekoppelt. Je kleiner der Widerstand der angeschlossenen Lautsprecher, desto mehr Strom fließt... vom Trafo durch den Gleichrichter über die Transistoren zu Deinen Lautsprechern. Je größer der Strom, desto wärmer wird das alles und jedes Bauteil hat eine Grenze. Nun lässt sich das ganze mit Schmelzsicherungen begrenzen, die ab einem festgelegten Strom durchbrennen. Hattest Du nachgeschaut? Natürlich gibts auch Schaltungen, die in Fall von Überlastung, und im Fall von Überhitzung schlimmeres verhindern, doch selbst wenn der Hersteller alles richtig macht ... so hat der Trafo auch äußerst professioneller PA- Verstärker selten einen Temperaturfühler, deswegen sind bei einem Vergleichstest mit Sinusdauertönen bei einigen Verstärkern die Netztrafos gestorben. Manche Hersteller berechnen die Bauteile eben nur für Musiksignale, entsprechend dem Zweck des Geräts. Du hast doch nicht etwa volle Kanne E- Gitarre drüber gespielt ? , sowas entspricht leicht einem Sinussignal.
Ich drücke Dir die Daumen, daß die Reparatur zum tragbaren Preis klappt.
Gruß
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Fossi
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Verfasst: 05.01.2007 15:12 |
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| Anfänger |
Registriert: 31.01.2005 10:51 Beiträge: 35 Wohnort: Leipzig
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Fenderizer hat geschrieben:Merkregel: am besten Leistungsanpassung, d.h. Impedanz von Stromquelle (Verstärker) und Last (Lautsprecher) sind gleich. Weniger gut, funktioniert aber wenigstens ohne direkte Gefahr der Beschädigung von Komponenten: Last-Impedanz > Ausgangsimpedanz.
Das gilt nur für Verstärker mit Ausgangstransformatoren und da auch nur bedingt. Für eisenlose Transistorverstärker (99,99%) der handelsüblichen PA-Endstufen ist das vollkommener Unfug. Der normale Betriebsfall ist immer eine Überanpassung, bei dem die Quellimpedanz niedriger als die Lastimpedanz ist. (Faktor so 1:500 bis 1:100). Dieser Faktor wird auch als "Dämpfungsfaktor" einer Endstufe bezeichnet.
_________________ MfG Thomas
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