Breitbandabsorber - Ein kleiner Report - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 11:33 
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Profi-Mucker
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Mein zweites Projekt zur Klangverbesserung meines Homestudios sind Breitbandabsorber, vier Stück mit den Maßen 1246 x 671 x 160.
Verwendet werden Holzbretter, 23 mm dick, ungeschliffen, also so, wie sie aus dem Sägewerk kommen, was aber nichts ausmacht, da ohnehin ein Stoffüberzug vorgesehen ist, zudem sind sie günstiger als bearbeitete Bretter.
Absorber dieser Größe absorbieren Frequenzen über ~570 Hz vollständig, nach unten wird der Wirkungsgrad schlechter. Um noch tiefere Frequnzen zu dämpfen, werden Bauteile mit größerer Tiefe benötigt, Stichwort Bassfalle.
Als Fülle dienen Steinwollplatten von Heralan, WP50, die auch als schallschluckend angeschrieben sind, 1200x 625 x 50, pro Element sind drei Platten vorgesehen. Daher rühren auch die Länge der Bretter, falls sich jemand schon fragt hat, warum die Absorber keine "schönen" Maße haben: Länge/ Breite Dämmwolle + 2 x Brettdicke = Länge bzw. Breite der Elemente.

Die Bretter wurden ebenfalls im Baumarkt auf die benötigte Länge zugeschnitten, 1200 mm und 672 mm, pro Absorber jeweils zwei lange und zwei kurze. Der Zusammenbau geht rasch von der Hand und benötigt auch nicht viel Aufwand. Im rechten Winkel zusammenstellen und mit zwei Holzschrauben miteinander verbinden, das vier mal je Absorber, und fertig ist ein Rahmen. Brauchte ~ 45 min für alle Rahmen.
Nun werden die Rahmen grob abgeschliffen, um die Verletzungsgefahr durch Splitter zu unterbinden.


Material:

- Holzbretter 1200 mm bzw. 671mm x 160 mm, in Summe 8 Stück pro Länge
- Holzsch
- Bohrmaschine + Holzbohrer 3mm + Bit
- Schleifpapier
- Holzschrauben 45mm, 32 Stück


Kosten: ~ €48

In Kürze geht's weiter! Smile


Dateianhänge:
01)Material.jpg
01)Material.jpg [ 441.36 KiB | 641-mal betrachtet ]
02)Rahmen1.jpg
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BeitragVerfasst: 20.10.2009 18:17 
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Registriert: 28.10.2005 18:43
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Wie isolierst Du denn den Kontakt zum Boden, auf dem die Bretter stehen? Das ist doch mal interessant.

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Gruss,
Thomas


Wenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder)

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 19:57 
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Profi-Mucker
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Damit der Boden nicht zerkratzt wird dd

Das sind ja nur mal die Rahmen, die so 'rumstehen. Smile

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 23:39 
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Moderator

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Muebli hat geschrieben:Damit der Boden nicht zerkratzt wird dd

Das sind ja nur mal die Rahmen, die so 'rumstehen. Smile

Klar sind das nur die Rahmen, die Idee ist nicht schlecht, aber dennoch: wenn du die Auflage nicht vernünftig dämmst (hängend oder auf weichem! Gummi gelagert), nutzt Dir das alles nichts. Stichwort Schallplattennadel.
Ich gehe aber mal davon aus, dass Du daran gedacht und Dich weitgehend informiert hast Smile

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Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 21.10.2009 23:04 
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Profi-Mucker
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@Halligalli thx für den Hinweis Smile Die Absorber werden auf die Wand gehängt werden, haben somit keinen "festen" Kontakt zu Wand oder Boden^^

Kleines Update:

Um dem Rahmen noch etwas Stabilität zu verleihen, habe ich in ein Eck einen kleinen Winkel geschraubt. Das reicht auf jeden Fall, denn einer großen Belastung werden die Rahmen ohnehin nicht ausgesetzt sein und sie sind auch so ziehmlich stabil.

Der nächste Schritt war es, das Rauskippen den Platten auf der Rückseite zu verhindern. Eigentlich die beste und günstigste Lösung war es, Nägel in den Rahmen zu schlagen und um diese ein Gitter aus einer Packetschnur aufzuziehen. Ausgehend vom ersten Nagel (~Brettmitte) habe ich alle 20cm einen weiteren eingeschlagen, die Schnur gespannt und danach die Nägel zur Gänze verschwinden lassen.

Da die sich die Absorber in einem Raum befinden, in dem man sich lange Zeit aufhält, wollte ich verhindern, dass Staubteilchen der Dämmwolle durch die Luft schwirren und somit verpackte ich das Material in eine dünne Malerfolie, die günstig im Baumarkt erhältlich ist. Dazu den Rahmen auf den Boden legen und die Folie darin auslegen, so wie man eine Backform mit Backpapiert auskleidet. Die Platten platzierte ich, eine nach der anderen, im Rahmen. Da die Innenmaße des Kasten genau den Abmessungen der Platten ensprechen, sitzen sie relativ gut und fallen beim Aufstellen nicht raus. Danach überschlug den Rahmen mit der Folie, schnitt sie zurecht und stopfte die überstehenden Lappen mit einem Kochlöffel in den Spalt zwischen Holzbrett und Steinwolle. Man sollte wirklich darauf achten einen stumpfen Gegenstand zu verwendent, um die Folie nicht zu beschädigen.

Jetzt fehlt nur der Stoffüberzug. Zur Zeit stehen die Absorber im Zimmer auf dem Boden und ich bin echt happy dieses Projekt in Angriff genommen zu haben, denn was ich nun höre beziehungsweise nicht mehr höre ist ein gewaltiger Unterschied zu dem Klang, den ich davor hatte.

Freue mich schon, wenn alles fertig ist!

Material

- Packetschnur
- Folie
- Nägel

Kosten: ~ €9


Dateianhänge:
04)Winkel.jpg
04)Winkel.jpg [ 189.28 KiB | 613-mal betrachtet ]
05)Folie.jpg
05)Folie.jpg [ 435.83 KiB | 628-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 22.10.2009 07:57 
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Muebli hat geschrieben:Um dem Rahmen noch etwas Stabilität zu verleihen, habe ich in ein Eck einen kleinen Winkel geschraubt. Das reicht auf jeden Fall, denn einer großen Belastung werden die Rahmen ohnehin nicht ausgesetzt sein und sie sind auch so ziehmlich stabil.
Der nächste Schritt war es, das Rauskippen den Platten auf der Rückseite zu verhindern. Eigentlich die beste und günstigste Lösung war es, Nägel in den Rahmen zu schlagen und um diese ein Gitter aus einer Packetschnur aufzuziehen.
Ich hätte auf der Wandseite eine dünne Pressspan-Platte (ca. 3mm) angenagelt, so wie man es z.B. bei IKEA-Regalen & Co. kennt. Das macht das Konstrukt ungemein stabiler und verhindert auch zuverlässig das Herausfallen - zumindest auf der geschlossenen Seite. Diese Lösung wäre wohl auch nicht wesentlich teurer als die Paketschnur, das Aufnageln der Rückwand erfordert IMHO aber weniger Arbeitsaufwand.

Zur Idee mit der Malerfolie: da bin ich mir nicht sicher, ob die - wenn auch dünne - Membran nicht prinzipiell kontraproduktiv ist. Der Schall soll ja durch die Dämmplatten absorbiert werden, durch die Membran gehen zumindest die höheren Frequenzen wohl nicht wirklich durch.
Hast Du 'mal einen (Hör-)Vergleich mit und ohne Folie gemacht? Würde mich interessieren, solange die Folie ggf. noch ohne großen Aufwand für Testzwecke entfernt werden kann.

Gruß - der Fenderizer

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BeitragVerfasst: 22.10.2009 08:31 
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Profi-Mucker
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Der Vorteil des Gitters ist eben, dass sich das Gewicht der Platten regelmäßig auf eine größere Fläche verteilt und nicht nur auf die Eckpunkte. So können die Platten auch nicht "rausknicken" zwinkernd

Zur Folie: sie ist wirklich sehr dünn, ~0,1mm, reisst relativ leicht. Und da diese Dicke im Vergleich zu den Wellenlängen der höchsten Frequenzen (bei 20000Hz ~1,7cm) ziehmlich klein ist, stellt die Folie kein nennenswertes Hindernis dar. kool
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BeitragVerfasst: 22.10.2009 12:53 
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Muebli hat geschrieben:Zur Folie: sie ist wirklich sehr dünn, ~0,1mm, reisst relativ leicht. Und da diese Dicke im Vergleich zu den Wellenlängen der höchsten Frequenzen (bei 20000Hz ~1,7cm) ziehmlich klein ist, stellt die Folie kein nennenswertes Hindernis dar. kool
Correct me if I'm wrong. Smile
Dann kannst Du ja 'mal die Folie vor Deinem Mikro aufspannen (oder eine von diesen dünnen Plastik-Gemüse-Tüten aus dem Supermarkt darüber stülpen) und versuchen, z.B. Deine A-Gitarre aufzuzeichnen. Ich möchte fast wetten, von deren Höhen ('Glanz') kommt dann nicht viel Direktschall an das Mikro. Wenn dieses Kondom tatsächlich akustisch durchlässig wäre, müßten die Mikrophon-Hersteller ja nicht so viel Aufwand in die akusische Optimierung des Mikrophonkorbs (und des darin üblicherweise verwendeten Gitters) stecken, sondern könnten die Kapsel ja auch hinter solch einem Vorhang parken. Das böte z.B. bei Gesangsaufnahmnen dann auch noch zusätzlichen Schutz vor Speichelflug.

Schall ist ja eine mehr oder weniger regelmäßige Änderung des Luftdrucks. Jede Barriere, die - wie die Mikrophonmembran - die Druckänderungen abfängt / aufnimmt, verhindert ggf. die Weitergabe an den Raum dahinter, wenn der von außen einwirkende Druck nicht ungedämpft nach innen weitergegeben wird.
Wenn nun aber eine Membran (und sei sie auch noch so dünn) zwischen Raum und Dämmmaterial ist, wird der Schall IMHO zumindest teilweise an der Folie reflektiert statt im dahinter liegenden Dämmmaterial absorbiert. Für Wellen mit relativ großer Wellenlänge (hier also im Bereich der Abmessungen des Absorbers) stellt die Membran natürlich kein Hindernis dar.

Anders sähe es mit einer perforierten (also akustisch durchlässigen) Abdeckung aus - vergleiche z.B. die Popscreens, die die hohen Druckamplituden der Pop-Laute abdämpfen, aber das musikalisch verwertbare Signal noch durchlassen.

Gruß - der Fenderizer

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BeitragVerfasst: 18.02.2010 10:25 
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Profi-Mucker
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@Fenderizer Ja, werd ich mal machen, nur sind die Tüten aus den Supermärkten dicker als diese Folie.
Welche andere Möglichkeit gibt es noch Dämmwolle dicht zu verpacken? Ich mein, das was die Folie reflektiert schluckt der Stoff wieder, oder lieg' ich da schon wieder falsch?
BTW diese Absorber sind nicht mein Hirngespinnst zwinkernd

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BeitragVerfasst: 19.02.2010 09:46 
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Muebli hat geschrieben:Ich mein, das was die Folie reflektiert schluckt der Stoff wieder, oder lieg' ich da schon wieder falsch?
BTW diese Absorber sind nicht mein Hirngespinnst zwinkernd
Ich glaube nicht, daß Du irgendwelchen Hirngespinsten oder sonstigen Wahnvorstellungen unterliegst - um das 'mal klar zu stellen! Wenn ich nicht völlig falsch liege, beruht die Absorption drauf, daß dem Schall im Dämmmaterial seine Energie genommen wird. Wenn Du nun aber dem Schall den Weg in das Dämmmaterial durch die Folie versperrst, dürfte sich die Wirkung des Absorbers sich durch die Folie IMHO verschlechtern. Nicht umsonst sind die meisten handelsüblichen Absorber aus porösem Material gefertigt.
Muebli hat geschrieben:Welche andere Möglichkeit gibt es noch Dämmwolle dicht zu verpacken?
Gute Frage! Wie dicht soll es denn sein?
Wenn ich an die Pop-Killer denke, dann baut man dort ja eine Gewebemembran vor dem Mikro auf. Die Membran schluckt die härtesten Spitzen, läßt aber das akustische Ereigsnis ausreichend durch. Dadurch ergäbe sich vielleicht mit einer textilen Bespannung des Rahmens die (von mir gewünschte) akustische Durchlässigkeit in Richtung Dämmmaterial.
Hier noch ein Link zu einem derartigen DIY-Projekt (klick). Dort gibt es auch einen Download (klick). In dem dort enthaltenen ZIP sind ein paar Bilder, die eine Konstruktion zeigen, die der Deinen sehr ähnlich ist, aber eine textile Bespannung des Rahmens vorsieht. Enjoy!

Gruß - der Fenderizer

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