Bruckner-Zugang - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Bruckner-Zugang
BeitragVerfasst: 21.11.2003 23:58 
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gerade frisch dabei

Registriert: 21.11.2003 23:07
Beiträge: 8
Wie findet man am besten einen Zugang zu dem sinfonischen Werk Anton Bruckners? Erschließen sich die Sinfonien alle gleichermaßen gut oder schlecht? Sollte man mit einem bestimmten Werk beginnen, ein anderes am Anfang meiden? Sollte man die Reihenfolge dem Zufall überlassen? Sollte man die Einspielung eines bestimmten Dirigenten heranziehen? Sollte man, bezogen auf die verschiedenen Werke unterschiedliche Dirigenten auswählen?


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BeitragVerfasst: 23.11.2003 01:46 
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Kistenschlepper

Registriert: 20.10.2002 23:55
Beiträge: 64
Wohnort: Bonn
Es kommt, wie so oft, auf die Mischung an. Zum einen kommt es tatsächlich stark darauf an welches Werk man nun gerade hört.
Mein allererster Eindruck von Bruckner, mit vier- oder fünf Jahren, ist das Scherzo der 9. Sinfonie und bis heute sind diese hämmernden Schläge in mein Bewusstsein eingebrannt. Das war als ob Mozart und Haydn und Beethoven, deren Musik damals meinen ganzen Horizont umschlossen, völlig durchgedreht wären. Bis heute ist das immer noch mein Lieblingsstück.

Eine zweite Offenbarung verschafften mir die Aufnahmen von Celibidache, der, wie kein anderer, dazu in der Lage ist die enormen Spannungsbögen und die Struktur der Sätze hörbar zu machen. Ganz besonders zu empfehlen wären da die Aufnahmen der Sinfonien 4, 5 und 8. die bei Emi erschienen sind.

Das Adagio der 8. entfalltet in Celis extrem langsamen Tempi eine Wirkung die Zeit und Raum aufhebt.


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BeitragVerfasst: 18.12.2003 10:27 
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Zuschauer

Registriert: 08.10.2003 11:07
Beiträge: 19
Wohnort: OSTWESTFALEN
ICH empfehle unbedingt Günther Wands
Live Aufnahmen mit NDR oder Berliner PO.
Niemand (außer Celibidache, aber der ist für Einsteiger zu prätentiös und eigenwillig) kann die Innenspannung, den großen Atem bei absoluter Partiturtreue halten.
Günther Wands 5/8/9 zählt zu den größten musikalischen Offenbarungen meines Daseins, außerdem durfte ich ihn im Lübecker Dom noch live erleben....

Es gibt viele weitere hochgelobte Bruckner empfehlungen, aber bei Wand bist du immer richtig !
(außerdem kann man bei ihm mehr als 50
Jahre Interpretationsgeschichte verfolgen: Gürzenich / WDR Köln / NDR Lübeck+ Hamburg/ Berlin

Es ist so schade, das er nicht mehr unter uns ist.

P.S. Die Aufzeichnungen seiner letzten Konzerte haben auch auf Video etwas sehr anrührendes, der alte krummgebeugte und bescheidene Herr konnte nicht mehr allein zum Pult gehen , aber als er da stand, ging die Sonne auf !



Gruß Martin

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"Musik für alle und für keinen" (Adorno über Gustav Mahler)


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BeitragVerfasst: 18.12.2003 15:50 
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Kistenschlepper

Registriert: 20.10.2002 23:55
Beiträge: 64
Wohnort: Bonn
Was mich an Wand so fasziniert hat war seine Stimme. Ich hatte immer erwartet einen alten Mann sprechen zu hören, mit brüchiger Stimme, so wie Karajan, der für meinen Geschmack eine sehr unangenehme Stimme hatte.

Aber Wand klang ganz und gar nicht alt.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.12.2003 09:16 
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Zuschauer

Registriert: 08.10.2003 11:07
Beiträge: 19
Wohnort: OSTWESTFALEN
das war schon eine echte Persönlichkeit !

_________________
"Musik für alle und für keinen" (Adorno über Gustav Mahler)


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BeitragVerfasst: 25.02.2004 22:28 
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Kistenschlepper

Registriert: 24.02.2004 19:20
Beiträge: 83
Hallo,

auch wenn die Diskussion schon ein paar Tage "alt" ist:
Ein sehr schöner Einstieg sind meiner Meinung nach die 4. Symphonie und die 7. Symphonie. Beide haben sehr eingängige Themen (1. Satz und Scherzo der Vierten z.B.).

Danach dann die 8., später die 9., 5. und 6. (ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, deren Schönheit erschließt sich mit ein wenig mehr Arbeit).

Zu den Dirigenten: auch ich würde Wand uneingeschränkt empfehlen (mit dem NDR-SO vielleicht ein wenig "kerniger" als mit den Berlinern)

Für die 6. Symphonie unbedingt Otto Klemperer!

Einen sehr preiswerten und hörenswerten Einstieg bietet auch Stanislaw Skrowaczewski (hoffentlich korrekt geschrieben?), bei ihm gibt's auch die selten eingespielte "Nullte" und "Doppelnullte" Symphonie.

Als Zweit-CD für die Vierte ist die Einspielung von Inbal sehr lohnend: er verwendet die Erstversion, die doch deutlich anders ist, als die spätere Fassung (deutlich im 1. Satz, das berühmte "Jagdhorn-Scherzo" gab's auch noch nicht).

Ciao & viel Spaß,
Andreas

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www.andreaskrebs.de
Diskussion zum neuesten Stück - "Arkana" (vollständig):
http://www.klassik-musiker.de/musiker-f ... t9444.html


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BeitragVerfasst: 21.03.2004 01:30 
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Anfänger

Registriert: 11.03.2003 14:14
Beiträge: 47
Wohnort: Hamburg
Hallo,
mein Einstieg mit Bruckners 3.Symphonie (3.oder 2.Fassung ist egal)
war die beste, die mir passieren konnte. d-moll, typisch für Bruckner, Themen, Struktur der Symphonie lässt schon erahnene, was mit dem Bruckner dann los war. Diese Symphonie ist auch am ehesten zu verstehen, im Gegensatz zu seiner 8.Symphonie"Apokalyptische" oder ganz zu schweigen von seiner Neunten, die unvollendete, wo ein alter Mann sein Ende mit der Welt niederschreibt, so herrlich, dass man dieses eher mit Vorwissen begreifen kann (wenns überhaupt möglich ist).
Ich finde die Dritte optimal zum "Einstieg". |auch noch selbst im Orchester solches zu spielen, öffnet total neue Welten, als vor der Anlage zu Hause|
5,6,7,8,9 sind komplex und kompliziert für den Neueinsteiger. Aber bitte, wer es mag...
MfG

_________________
Humor ist eine Gabe des Herzens nicht des Verstandes.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.03.2004 00:52 
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Anfänger
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Registriert: 14.12.2001 15:34
Beiträge: 42
Wohnort: Stuttgart
Ich teile die Aussage zur Bedeutung von Guenther Wand uneingeschränkt. Ich konnte ihn seinerzeit in Köln live erleben.

Was mich ein wenig verwundert:

" Karajan, der für meinen Geschmack eine sehr unangenehme Stimme hatte"

_________________
Dr. Siegbert Rühl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.03.2004 22:38 
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Kistenschlepper

Registriert: 24.02.2004 19:20
Beiträge: 83
Hallo,

zum Thema Bruckner-Einspielungen noch etwas ganz "Exotisches": kennt jemand die Vierte unter Klemperer aus dem Jahr 1951? Eine Mono-Aufnahme mit eher bescheidener Klangqualität, aber das eigentlich Bemerkenswerte daran sind die rasenden Tempi: es bleibt nichts Beschauliches mehr, die Musik droht jeden Moment auseinanderzubrechen, trotzdem ist alles kontrolliert (wirklich?) und durchsichtig. Knappe 52 Minuten wildeste musikalische Zitterpartie - aber mit Sicherheit keine Einsteiger-Version zwinkernd

Bin übrigens schon sehr gespannt auf die Wiederveröffentlichung der Vierten/Klemp aus den Sechzigern (bringt EMI demnächst wieder heraus, wurde auch Zeit...).

Ciao,
Andreas

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 Betreff des Beitrags: Re: Bruckner-Zugang
BeitragVerfasst: 16.04.2007 13:31 
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gerade frisch dabei

Registriert: 16.04.2007 13:20
Beiträge: 4
Wohnort: Köln
das Thema "Bruckner-Zugang" ist ein sehr Interessantes.

Bei mir persönlich war es die 7te Symphonie in der (letzten) Karajan-Einspielung, ich hatte zu der Zeit (es war wohl 2005) noch nie etwas von Bruckner gehört.

Wenn man sich die Spielpläne der laufenden Saison ansieht, scheint die VIII. einen enormen Siegeszug zu durchleben.

Fragt man "Klassikexperten", so wird einem immer wieder zur IV., der Romantischen geraten. Am Ende ist es eigentlich überhaupt nicht zu beantworten, weil jede Symphonie in jeder Einspielung auf Jeden eine andere Wirkung hat. Und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man auch nach mehrfachem Hören eben keinen Zugang findet. Manche Menschen haben Jahrzehnte dazu gebraucht, und können sich Bruckner heute gar nicht mehr wegdenken.

Für mich persönlich ist Bruckner der Komponist des 3. Jahrtausends.

EDIT: Hoppla, habe gar nicht gesehen, daß das Thema schon etwas älter ist; es stand so weit oben:angel:

_________________
http://www.brucknerfreunde.at


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