Hallo,
wer außer mir hat noch die Doku über Cecila Bartoli neulich gesehen? Nachdem in einem anderen Thread einige kritische Stimmen zu ihr auftauchten, hörte ich besonders aufmerksam zu und hin. Der "rote Faden" in dem Film war die von der Sängerin erzählte Story über Antonio Salieri, der angebliche Mozartvergifter
Auf der neuen CD singt die Bartoli ja einige dieser schweren Koloraturarien aus Opern Salieris. Ein Verdienst von ihr ist ja, daß sie diese Sachen selbst wieder aus der Versenkung geholt und sie so vor dem Vergessenwerden bewahrt hat.
Zur Stimme: Mich hat sie wieder voll überzeugt, wenn ich auch in einer Rezension hörte, sie - die Stimme - sei nicht mehr ganz so frisch wie auf den ersten CD-Ausgaben und in den Höhen vielleicht nicht mehr ganz so "rund". Davon merk(t)e ich nichts, im Gegenteil kommen die Koloraturen mit einer Leichtigkeit, daß man nur staunen kann. Außerdem finde ich auch musikalisch gesehen Salieris Musik nicht schlecht (was gerade in lyrischen Passagen zum Ausdruck kommt), das Problem ist heute, daß Viele mit der Thematik und auch mit dem Opernstil nicht mehr so viel anfangen können.
Wen das "Geträllere" also nicht stört, wer eine phantastische Stimme hören will, dem kann ich die neue CD von C. Bartoli empfehlen.
Gruß,
Susanna