Irrtum, Tommok.
Ich kenne den Film von Vilsmair, aber ich finde ihn als Quelle für die Comedian Harmonists nicht wirklich geeignet.
Meine Quellen sind die äußerst sehenswerte zweiteilige Fernsehdokumentation "Comedian Harmonists" von Eberhardt Fechner, in dem die vier damals noch lebenden Mitglieder der CH ausführlich zu Wort kommen, sowie das daraus entstandene noch viel umfangreichere gleichnamige Buch, das ebenfalls von Fechner ist.
Zusätzlich habe ich den Cjada-Grosse gelesen und diverse Radiofeatures in meinem Archiv. Außerdem habe etwa 70 Original-Schellacks der CH im Schrank stehen.
Von daher darf ich sagen, dass ich mich mit der Geschichte der CH und deren Nachfolgegruppen schon ein wenig auskenne.
Die CH wollten keinen aktiven Widerstand betreiben, die wollten hervorragende, in Deutschland noch neue Musik machen. Und das ist ihnen gelungen.
Man kann anhand ihrer Karriere natürlich ziemlich gut aufzeigen, wie es Künstlern im "Dritten Reich" ergehen konnte. Wer aber Lieder wie "Veronika der Lenz ist da" oder den "Kleinen grünen Kaktus" (den damals übrigens kaum jemand kannte) zu Liedern des Widerstans gegen das NS-Regímes machen will, der sollte sich erst mal darüber informieren, wann diese Lieder aufgenommen wurden.
Die Diskussion über den "neuen Frühling" ist ein Dialog aus dem Film, in dem das Regime thematisiert wird.
Auch da muss ich widersprechen: Meine Quellen sind andere, aber es ist relativ wahrscheinlich, dass Herr Vilsmair die gleichen Quellen genutzt hat wie ich.