D&B J serie Workshop am 12 und 13. Juni 2007 im Glaspalast Sindelfingen
Auf Einladung der Firma D&B Audio ,die wir dem Engagement von tthorsten zu verdanken haben , haben sich etwa ein halbes Dutzend Forumsteilnehmer am 12+13 Juni 2007 in Sindelfingen im Glaspalast getroffen.
Nach dem wir im Herbst 2004
http://www.paforum.de/berichte/bericht_db.htmlja schon ein mal die Möglichkeit bekommen hatten
den Q Workshop zu besuchen finde ich es sehr schön das D&B uns die Möglichkeit gab
noch einmal Gast sein zu dürfen und dieses mal gleich Zweitägig.
Herrlich für mich natürlich das sich der Glaspalast in Sindelfingen nur 3 Fahrradminuten von meiner Wohnung entfernt findet und man somit recht schnell am Veranstaltungsort war.
Der J – Serie Workshop war in zwei Tage aufgeteilt.
Sicherlich eine Konsequente Arbeitsweise bei der Fülle an Information und auch der Praxistiefe die erreicht werden sollte.
Der Glaspalast in Sindelfingen in dem sich des Judo Leistungszentrum und auch eine Leichtathletik Abteilung hier finden auch grosse Events aus der Indoor Leichtathletik szene statt. Der Glasplas ist nahezu Ideal um ein solches System wie die J-Serie von D&B zu präsentieren.
Die Arena bietet 5000 Personen platz mit einem Spielfeld und einer umlaufenden Tartanbahn.
Sprich man hat Arena Verhältnisse.
Die Stadion Fläche ist ca. 30m breit und 80m lang. Bei ca. 10m Höhe so das man das Array auf 8m Hängen kann.
Sound mässig ist der Glaspalast recht gut trotz es Horrornamens Glaspalast.
Klar es hat viel Glas und Beton und glatte Flächen und die Arena aber es ist ganz in Ordnung hier gibt es kompliziertere hallen.
Vor Jahrzehnten hab ich die Halle mal mit PETRA (christl. Heavyband) und MT4 gehört gestackt als eine Wand glaube so ca. 15stk je seite – Sound mässig graussam.
Vor ein paar Jahren hat PML die Halle bei einem christlich Event Jesus House / Pro Christ mit je Seite 4x CA EVO Top und 2x CA EVO Sub und 3x CA ESX plus Delay nach 50 m mit 3xTX15 beschallt was auch sehr gut klang und eine gute Abdeckung bot.
Mit diesen zugegebener massen alten Soundeindrücken im Ohr ging ich dann an die J Worhshop seminar Hörsession herran dazu aber später mehr.
ERSTER TAG
Am ersten Tag fand der Theorie block statt – damit wir auch wissen was wir am zweiten Tag tun.
Dieser Theorie Block war in mehrere Teile aufgeteilt.
- Produktvorstellung J Serie und Q Serie so wie Positionierung im Markt
- Linarraytheorie allgemein mit praktischem Hörbeispiel
- Überblick neue D&B Website und Installation der ROPE Fernbedienungssoftware.
Trotz der recht Trokenentheorie und fülle der Information kam sie unterhaltsam rüber.
Interessant war zu sehen das D&B mit ihren zwei Linearrays in der Lage ist 100% der Linearrayveranstaltungen abzudecken, während der Mitbewerb dafür 3-7 Linearrayprodukte im Angebot hat.
Das Q deckt den Bereich der Small und Mid linearrays ab also die 1x8“ bis 2x10“ Liga
Das J deckt den Bereich der Mid bis Large Linearrays ab also die 2x10“ Mitteltonarray plus Hochtonarray Liga in einer Box.
Im J system gibt es eine J 8 80Grad für die Weitwurf Anwendung und die J 12 für die Downfill Anwendung ein fliegen von Q1 unter dem J system ist also nicht nötig bzw auch nicht vorgesehen wie man das z.b vom Vodsc / Dvdosc gespann gewohnt ist.
Ein D12 kann zwei J Topteile treiben die 12“ sind dabei aktiv angetrieben so wie das gespann aus passivgetrenntem 10“ und 2x1,5“ als Hochmitteltoneinheit.
Klar mag man nun argumentieren das man ja dann bei andern Firmen für jede VA grösse und Preislage ein Array findet nur was nutzt das in der Praktischen Anwendung ob ich nun ein 6“ 8“ oder 10“ Array mit nehme – gekauft und gepflegt wollen sie ja alle werden.
Ein Q stellt da einen gewissen Kompromiss dar. Aber man kann von der 2-12Q pro seite VA alles machen. PP 2/2004
Bei den grossen Array ist der unterschied ja auch nicht signifikant hier sind es dann 12“ 15“ oder 18“ subs im Topteil und ein paar kleine Pappen mehr oder weniger im Hochmitteltonbereich.
Auch hier spielt das J ja mit seinem 10“ horngeladenen Mitteltöner sehr gut mit und muss sich nicht verstecken.
Den 10“ kennen wir schon aus dem D&B C3 PP 4/2003 der ja hier für den guten Ton sorgt.
Das C3 ist ja ein erstaunlich exaktabstrahlendes und lautes Top in einer extrem kleinen Box.
Das C3 benötigt auch einen kompletten D12 als Antriebseinheit und fliegt im normalen C4 Rigging mit was sicherlich viele C4 Anwender freut endlich eine Box die man einfach oben rein hängt und die auch linearrayt und die das alte Rigging nutzt.
Der Markt hat die C3 ja gut angenommen aber D&B muss zwangsläufig mit dem J ein Linarray raus bringen da der Markt das erwartet.
Der Aufbau des J Topteiles scheint simpel die Lösungen liegen aber im Detail.
Ein J ist auch erstaunlich laut man nehme dazu die Produktionpartner 3/2006 zur Hand.
D&B typisch strahlt das J exakt ab – was andere Linearrays aber auch Horntopteile vom Mitbewerb nicht so exakt können.
DER J Sub ist die Ergänzung für die J Topteile und kann sowohl neben als auch im J array mit geflogen werden.
Der J Sub ist mit 3x18“ aufgebaut also schon als Cardioid gebaut.
Er beherrscht zwei Cardioid modi Hypercardioid und Cardioid.
Für diesen Modus ist je J Sub ein kompletter D12 von nöten.
Der J sub bietet auch keine Möglichkeit durchgeschleift zu werden.
Das macht die Sache auf den erste Blick teuer entschädigt aber mit dem Ergebniss denn der D12 wird optimal ausgenutzt was seine Leistung an geht und die gerichtete Abstrahlung ist natürlich der Bonus den man hat.
Eine Mittags Pause so wie Cafe pause hatten alle Teilnehmer bitter nötig nach so viel Theorie und Input.
Nach dem Mittag ging es dann vor allem um die Softwaren von D&B ROPE die Fernsteuerung und ARRAY CALC das Tool um J und Q korrekt auf zu hängen.
D&B wird in Zukunft eine integrierte Kalkulations- und Messsoftware her raus bringen – wann genau war aber nicht bekannt.
ROPE an sich ist in der Lage alle D&B D12 Verstärker zu steuern und auch noch was der clou ist die D&B Tonsysteme zu messen und anhand der Werte zu sagen ob die Box Inordnung ist.
Dieser Teil war recht anstrengend da man sich mit der intensiv mit der Bedienung von ROPE und ARRAYCALC auseinandersetzen musste.
Es empfiehlt sich also zu Haus zu üben.
Oder D&B lädt in das ROPE zwei drei Beispeil Anwendungs typische Konfigurationen damit man sieht wie ROPE arbeitet.
Alles in allem ein sehr umfangreiches und Informatives Seminar mit teils trockenen strecken aber immer geballter Information.
Man konnte etwas Tuchfühlung mit dem Produkt aufnehmen und sich das J mal näher anschauen.
Am Abend ging es dann noch in den Rathskeller in Sindelfingen wo uns D&B mit einem umfangreichen Menü ,Wein und Bier vortrefflich bewirtete.
Es ergaben sich dann Interessante Gespräche nicht nur um D&B und 19“.
ZWEITER TAG
Ja nun ging es ans eingemachte es galt die J serie zu fliegen.
Aber wir wurden in unserem Enthusiasmus erst mal gebremst.
Jonas und Boris vom Support Team turnten uns das am Vormittag sozusagen alleine vor – damit wir sehen wie es funktioniert.
Es wurde gezeigt wie J geriggt wird was wichtig beim Riggen ist und auf was zu achten.
Fazit super simpel und easy – es gibt fummeligere Linarrays.
Es wurde gezeigt wie man mit ROPE arbeitet und wie man mit ROPE das Array misst.
Mittels Ascendos Roomtools
http://www.ascendeo.de wurde dann Bass zu Top Delay gemessen und eingestellt.
Boris zeigte anschaulich was Phase und Delay und der resultierende Fgang dann machen.
Im Bild Fgang Bass mit und ohne Passendes Delay in ca. 10m vom Array gemessen.
Sieht doch recht ordentlich aus.

Boris zeigte uns auch recht eindrucksvoll wie ein J SUB abstrahlt.
Siehe Bilder
Erst am Nachmittag nach dem Mittagessen durften wir Teilnehmer dann in zwei Gruppen zu je 6 Leuten die linke bzw rechte Seite des Arrays aufhängen.
Das klappte erstaunlicherweise trotz so vieler unerfahrener Teilnehmer super fix.
Die Linke Seite war schneller fertig und hatte dann doch glatt ein Problem eine der Lautsprecher zickte.
Rope zeigte recht genau an welche.
Jonas zeigte uns wie man den Fehler eingrenzen kann und nach etlichen Tests war klar es ist die schon im Fokus befindliche Box. In der Regel sind es defekte Kabel die zu Problemen führen mit RPOPE ein Kinderspiel diese zu finden.
Es war eine Ersatzbox da und diese konnte man dann mit recht wenig aufwand in das array einbauen.
So leicht hatte ich mir das nicht vorgestellt eine Box aus einem fertig gewinkelten Array zu holen.
Neben den J Arrays bestehend aus 8x J8 und 2x J12 wurden dann noch 4x D&B J SUB gestellt bzw gehängt.
Hier haben wir erst ein gestelltes Bassarray ausprobiert und dann das Bassarray geflogen.
Der J SUB lässt es zu gecurvt werden zu können um die Optik an die J Tops anpassen zu können. Für den Sound an sich hat das keine Relevanz.
J SUB über den J TOP haben wir leider nicht ausprobiert – was mich brennend interessiert hätte. Hier war die Aussage das das ungewohnter tönt als wenn man die Subs unters Array stellt oder neben das Array hängt.
Hier müsste man noch mal drüber Diskuttieren warum das so ist.
Als Schmankerl haben wir dann noch 3x Q1 als Outfill gehängt und dieses entsprechend delayt. Sound mässig ein recht homogene Struktur die sich da ergibt.
HÖRTEST
Ja und dann kam es um ca. 1600 UHR die stunde der Wahrheit unser J Array durfte
in Stereo aufspielen.
Zuerst mit Bässen auf dem boden dann mit Bässen in der Luft.
Man muss sagen das J array deckt sauber ab die Ausleuchtung die Arrayclac vorgibt ist mit den Ohren nach vollziehbar.
Der Sound ist sehr ausgewogen , die Stimme springt einen an , die Bässe sind stimmig.
Hinter dem Array ist es im Bass und im Tiefmittelton erstaunlich leise – da freut sich der Monitor man und die Anwohner.
Jonas von D&B spielte ca 6-8 Stücke aus eigenem Angebot und einige Teilnehmer liessen noch 4-5 ihrer Lieblingsstücke erschallen.
Alle machten beim Herumwandern einen zufriedenen Eindruck was den Sound betraf.
Für den Abbau benötigten wir dann nicht mal 30min und alles war Truckfertig verpackt so das um 17Uhr30 der Feierabend eingeleutet werden konnte.
FAZIT
Das Q und J Seminar an sich ist sehr empfehlenswert da man sehr viel über Linearrays und Linearraytheordie im allgemeinen erfährt.
Klar handelt es sich um eine Produktschulung von D&B aber man weiss bei D&B eben das man ein gutes Produkt hat und pflegt einen recht neutralen Vortags und Marketing stil.
Ich kann das Seminar nur jedem interessierten Techniker oder Verleiher empfehlen.
Es bleibt auch genug Raum sich bei Mittags und Cafe pause auszutauschen und den Kopf frei zu bekommen für neues.
Herzlichen Dank an D&B und das Supportteam.
Besonders möchte ich mich bei Regina Schneider für die Organisation bedanken die hier im Hintergrund einen super Job macht.
Es passt einfach alles Hotelbuchung , Emails die detailiert über wann wie wo warum und wer informieren. Es wird telefonisch kurz nach gehakt so das man sich rundum betreut gar bemuttert fühlt.
