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Also, ich höre spontan beim ersten Hören zwei "Rückungen", eine in der Mitte und eine am Ende. Die letzte irritiert dann auch gleich ein bisschen, weil sie dramaturgisch wie eine Art "Doppelpunkt" wirkt.
Das Stück ist ja nun schon 5 Jahre alt, für mich stellt sich die Frage, in welchen Kontext das passen soll. Für Leute, die wenig Kontakt mit klassischer Musik haben, ist das sicher ein schönes Stück, weil es gefällig plätschert, schöne "satte" Klänge drin sind und das ganze irgendwie nach Klassik klingt.
Für die "Insider" ist es wohl weniger interessant. Ich habe spontan das Gefühl, solche Musik schon 10 hoch 20 Mal gehört zu haben, und eben vorzugsweise in musikalischen Rezeptionssituationen, auf die ich nicht so sehr stehe (Fahrstuhl, Klassik Radio kurz vor den Nachrichten, Reisebüro).
Ich erkenne in dem Stück zwar die eine oder andere Andeutung einer Melodie, aber mir fehlt eindeutig DIE Melodie, die mich wirklich packt und nicht wieder loslässt. Also der wirklich bemerkenswerte Einfall, der dem Stück zugrunde liegt.
Diese Kritik ist auf viele andere Stücke der Musikgeschichte sicherlich ähnlich anwendbar, aber genau das ist auch der Punkt: Musik interessiert mich dann, wenn sie sich irgendwie abhebt von anderem. Möglichst in positiver und angenehmer, gerne aber auch in emotional abgründiger Weise. Dies kann ich bei Diesem Stück bisher nicht verzeichnen, so "schön" und pflichtgemäß "korrekt" es auch gemacht ist.
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