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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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Beate
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Verfasst: 13.04.2003 17:19 |
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| Trusted Junior |
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Registriert: 16.12.2001 23:43 Beiträge: 155 Wohnort: Darmstadt (Hessen)
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Hallo KollegInnen!
Wer nimmt Gesangsunterricht und möchte sich darüber, hier, mit SängerInnen austauschen?
Wer möchte über eine spezielle Technik "Bel Canto" Iltalienische Schule, Russische Schule, Barockgesang "Englische Schule", "Opern-, Lied-Oratoriumsgesang", Musical-Gesang usw. disskutieren?
Wer möchte speziell über seinen Gesangsunterricht, über Stimmfächer oder Literatur reden ?
Wäre doch toll, wenn wir diesen Folder ein wenig widerbeleben könnten, oder?
Ich freue mich auf einen regen Austausch und verbleibe,
herzlichst, Eure, Beate
_________________ Beate
Music for a while shall all your cares beguile: Wond'ring how your pains were eas'd. And disdaining to be pleased.
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Susanna
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Betreff des Beitrags: Frage Verfasst: 14.04.2003 21:52 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 31.12.2001 23:09 Beiträge: 573
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Hallo Beate, auf mich treffen zwar die Kriterien nicht zu,d.h.,bin weder Sängerin noch nehme ich Gesangsunterricht. Trotzdem denke ich,daß Du oder jemand anderes hier meine Frage beantworten kann: Es gibt neben dem Belcanto noch einen in Opern verwendeten Gesangsstil,dessen Namen ich leider vergessen habe (so ähnlich oder so wie aiuto - kann das sein?).Er drückt die Gefühle nach dem dazugehörenden Text aus (wie bei Verdi oder Puccini,Wagner),im Gegensatz zum Belcanto,der halt "nur" Schöngesang ist (aber herrlich!). Also,wie genau heißt dieser Gesangsstil? In meinem Musiklexikon finde ich nichts. Viele Grüße Susanna
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Beate
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Verfasst: 15.04.2003 09:42 |
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| Trusted Junior |
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Registriert: 16.12.2001 23:43 Beiträge: 155 Wohnort: Darmstadt (Hessen)
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Hallo Susanna,
so ganz weiss ich noch nicht was du meinst, aber vielleicht meinst du ledliglich den "aiuto fiato" = Hilfsatem ? (aiuto/Hilfe; fiato/Atem)
Darunter versteht man, dass man an manchen Stellen der Arie eine Art Seufzer, Flehendes Atem, usw. je nach Ausdruck, einsetzt (z.b. die Callas hatte das super toll drauf, hör' mal rein!)
Wenn mir noch etwas darüber einfällt, schreibe ich sofort, ok? Laß' es dir gut gehen und ich wünsch' Dir auch eine schöne Osterzeit.
Tschüss, Beate
_________________ Beate
Music for a while shall all your cares beguile: Wond'ring how your pains were eas'd. And disdaining to be pleased.
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Susanna
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Verfasst: 15.04.2003 17:11 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 31.12.2001 23:09 Beiträge: 573
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Original geschrieben von Beate aber vielleicht meinst du ledliglich den "aiuto fiato" Das kann gut sein.Danke,Beate! Der Hintergrund meiner Anfrage ist folgender:Vor einiger Zeit kam das Thema in einem nicht mehr existierenden Musikforum auf. Ein Teilnehmer stellte die Frage in den Raum,welche Art Operngesang von den Teilnehmern bevorzugt würde. Bei mir entstand damals der Eindruck,es handele sich um eine dem Belcanto entgegengesetzte Arienform. Was die Callas betrifft,so konnte ich im vergangenen Jahr eine Gedenksendung im Radio verfolgen,einmal wöchentlich über eine längere Zeit.Ich muß sagen,diese Sendereihe hat mein früher eher ablehnendes Urteil über diese Sängerin gewandelt (kalt,künstlich).Es ist einfach sagenhaft,wie M.C.sang.Gut konnte ich das von Dir beschriebene "aiuto fiato" hören.Es klang gar nicht gekünstelt oder übertrieben (wie man es doch manchmal von Sängern hört). Die Callas soll ja in jeder ihrer Rollen völlig aufgegangen sein. Von heutigen Sängerinnen gefällt mit C.Bartoli am besten;natürlich nicht mit der Callas zu vergleichen,weil B.ja Mezzosopran ist. Gibt es eine Sopranistin,die an Callas heranreicht ? Deine Meinung würde mich interessieren. Auch Dir frohe,sonnige Ostertage, Susanna
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Beate
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Betreff des Beitrags: ... Verfasst: 17.04.2003 09:38 |
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| Trusted Junior |
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Registriert: 16.12.2001 23:43 Beiträge: 155 Wohnort: Darmstadt (Hessen)
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Liebe Susanna,
ich kann Dir zu deiner Frage nur ein klares "Nein" zur Antwort geben, da ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man die Callas, aber auch andere SängerInnen nicht miteinander vergleichen kann.
Das Timbre, Charakter usw. einer jeden Stimme ist so individuell verschieden, dass ich den Vergleich ablehne. Vielleicht kann man Gemeinsamkeiten entdecken, aber auch dies wird nach längeren hineinhören in eine Stimme schwierig sein.
Z.Z. fällt mir für dieses spezielle Opernfach niemand ein, weil ich gerade sehr auf den Liedgesang konzentriert bin.
Gebe dir aber sofort bescheid, wenn mir eine Stimme auffällt, ok?
Tschüss, Beate
_________________ Beate
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Susanna
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Verfasst: 24.04.2003 23:01 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 31.12.2001 23:09 Beiträge: 573
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Original geschrieben von Beate ...da ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man die Callas, aber auch andere SängerInnen nicht miteinander vergleichen kann.
Ja,liebe Beate,dieser Meinung bin ich auch.Nur - warum stellt man dann allgemein die Callas als so einmalig hin?Man spricht ja doch von einer Jahrhundertstimme.Handelt(e) es sich lediglich um eine PR-Geschichte?Oder - und dahin tendiere ich eigentlich,hatte die Stimme der Callas doch etwas,was andere Sängerinnen eben nicht hatten/haben? Deine Meinung würde mich interessieren,natürlich auch die anderer Forumteilnehmer. Viele Grüße Susanna 
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Michael
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Verfasst: 24.04.2003 23:27 |
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| Zuschauer |
Registriert: 15.04.2003 23:01 Beiträge: 10
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Sie war in jeder Hinsicht einmalig: als SŠngerin und Darstellerin, wobei sie das GlŸck hatte mit einem hervorragenden Regisseur zusammengearbeitet zu haben. Sie zeigte einen Grad der Verinnerlichung und Wahrhaftigkeit, die beispielhaft ist. Sie drŸckte in Nuancen der Mimik den Schmerz einer Figur aus, sie tat fast nichts und dennoch war es explosiv in seiner Wirkung. Live habe ich sie nicht erlebt, doch es gibt den berŸhmten Mitschnitt eines Konzertes in der Hamburger Musikhalle. Wie gesagt: es war "nur" ein Konzert und es ist "nur" ein Film davon. Und was rŸber kommt ist "alles": allein durch IntensitŠt und Reduktion. Genial! Wenn ich da an Cecilia Bartoli denke in ihrer Maniriertheit im Ausdruck - hŠngt sicherlich auch mit den Partien zusammen die sie singt und diese sind nicht immer die richtigen fŸr ihr Fach. Was solls: es entscheiden die Marktgesetze. Ein anderes Thema...
Es grŸsst Euch Michael
_________________ Michael
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Susanna
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Verfasst: 25.04.2003 21:34 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 31.12.2001 23:09 Beiträge: 573
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Hallo Michael, mit welchem Regisseur hat M.Callas zusammengearbeitet?Ich habe es vergessen. Deinen Eindruck von Callas teile ich;deshalb meine ich auch,daß sie sich - stimmlich und darstellerisch - von anderen Sängerinnen abhebt,bzw.sie übertrifft. Andererseits kann ich bei der Bartoli keinen Manierismus finden.Z.B. hat sie sämtliche,zum größten Teil vergessenen Lieder Rossinis aufgenommen.Diese sind im Gegensatz zu den oft ausufernden Koloraturarien sehr melodisch und "gemäßigt".Bartoli singt sie schlicht und für mich beeindruckend. Ich glaube aber,diese Lieder sind für Sopran geschrieben. Was die Marktgesetze betrifft,so hat eine attraktive Sängerin vielleicht mehr Chancen,berühmt zu werden.Aber die Stimme muß doch letztlich "stimmen". Viele Grüße Susanna 
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