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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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Intero
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Verfasst: 12.07.2009 19:50 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 12.07.2009 19:06 Beiträge: 5
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Hi,
seit Jahren habe ich den Traum einmal Filmkomponist zu werden. Bloß weiß ich jedoch auch, dass man hier in Deutschland nicht genug damit verdienen kann, um anständig zu leben. Ich würde gerne hören, was Ihr mit diesem Thema für Erfahrungen gemacht habt oder wisst. Ich habe wahrscheinlich vor, in Amerika zu arbeiten wenn ich mich fürs Komponieren entscheide, da die Filmindustrie dort einfach viel ausgeprägter ist als hier.
Würde es sich lohnen Filmkomponist zu werden (mit Studium und etc.) oder wäre das nur als Hobby annehmbar?
Ich bin 16 Jahre alt und gerade in der Phase, wo ich unsicher werde, was ich später werden will. Ich komponiere schon seit 4 Jahren größtenteils orchestrale Musik. Spiele auch seit 2 Jahren Klavier aktiv, davor 2 Jahre Keyboard.
Es wäre wirklich sehr nett, wenn mich jemand erleuchtet wie es denn wirklich so ist. Spekulationen habe ich genug gehört.
Auf interomusic.de.vu gibs einige Tracks von mir, falls jemand Interesse hat und sagen kann, was aus mir werden könnte.
Danke im vorraus.
MFG
Intero
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Tommok
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Verfasst: 13.07.2009 09:49 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1686 Wohnort: Hamburg
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Das ist wirklich schwierig zu beantworten.
Es gibt selbstverständlich in Deutschland einige erfolgreiche Filmkomponisten, die von ihren Aufträgen leben können.
Allerdings kenne ich persönlich mehrere, die fertig ausgebildet sind, die ich z.T. für wirklich gut halte, die aber keine oder nicht genügend Jobs bekommen. Teilweise machen die dann hauptsächlich etwas anderes, es sind auch einige sehr triste Existenzen dabei (Geld von Mutti mit 40, weil man will seinen Traum ja nicht aufgeben und so). Grundsätzlich kann in Deutschland eigentlich fast niemand vom reinen Komponieren (Film oder Klassik) überleben.
In Amerika ist sicher der Markt größer, aber es gibt auch mehr spezialisierte Filmusikkomponisten, es ist also im Ergebnis nicht wirklich einfacher.
Was Du aber machen kannst, ist Deine Titel einfach mal Produzenten und gerne auch Kompositionsprofessoren vorzustellen, im In- oder Ausland. Wenn Du es wirklich ernst meinst, würde ich auch rechtzeitig vor dem Abi schon mal nach Amerika fahren und mir ein paar von den entsprechenden Hochschulen einfach anschauen und da auch die Studenten und Dozenten ein bisschen ausquetschen. Außerdem hier in Deutschland einen Lehrer suchen, der mit Dir an Deinen Kompositions-Skills arbeitet. Und auf Deinem Instrument (welchem auch immer) weiterkommen, das kann auch nie schaden.
Gruß Tommok
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Intero
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Verfasst: 13.07.2009 17:27 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 12.07.2009 19:06 Beiträge: 5
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Gäbe es da konkrete Möglichkeiten solche Professoeren zu kontaktieren? Sonst suche ich mal in den Seiten der Hochschulen und Universitäten nach Kontaktdaten.
Um einen Lehrer für meine Kompositionen zu suchen muss ich wohl am besten meinen Klavierlehrer fragen, ob der gute Leute dafür kennt oder ob er es auch selber tun könnte.
Um Studierende in Amerika auszuquetschen kann ich diese auch über E-Mail oder anders anschreiben. Jetzt noch vor dem Abi nach Amerika zu fliegen sieht ein wenig schlecht aus.
Meinst du mit Produzenten etwa Musikproduzenten oder Film u. TV-Produzenten? Ich habe noch ein Paar mehr oder weniger bekannte Komponisten angeschrieben. *g*
Danke für die Antwort, ich habe eher erwartet, dass dieser Post im Abgrund des Archivs verschwindet.
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Tommok
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Verfasst: 14.07.2009 10:18 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1686 Wohnort: Hamburg
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Die Idee, Deine Kompositionen erstmal mit Deinem Klavierlehrer zu diskutieren ist natürlich sehr gut. Falls er Dir da nicht weiterhelfen kann, wären vielleicht Musiklehrer in Deiner Schule (falls es dort gute gibt) geeignete Ansprechpartner. Einfach mal verabreden, Kompositionen vorspielen, Feedback holen, das ganze dann für Dich auswerten.
Vielleicht ist die Idee auch nicht schlecht, sich schonmal mit Filmemachern (in Deiner Altersklasse) zusammenzuschließen, oft suchen die gerade Leute, die mal ihre Filme mit Musik würzen, auf diese Weise kann man prima üben und Erfahrungen sammeln. Vielleicht einfach mal in der Schule einen Aushang machen? Ansonsten mal bei der nächsten Hochschule mit Filmausbildung anfragen.
Wo wohnst Du denn (grob)? Gibt es in Deiner Nähe Musik- oder Filmhochschulen?
Professoren kann man immer einfach anrufen und fragen, allerdings sollte man da natürlich schon auf einem brauchbaren Level sein, sprich vorher schon andere "Instanzen" durchlaufen haben (Lehrer etc.).
Über Unis in Amerika kann man sich tatsächlich auch über E-Mail schlau machen, über die jeweiligen Homepages kann man sicher auch Kontakt mit Studenten aufnehmen. Juillard wäre natürlich die Top-Adresse, Berklee, Boston und Curtis wären da noch weit vorne mit dabei.
Gruß Tommok
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Intero
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Verfasst: 16.07.2009 21:12 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 12.07.2009 19:06 Beiträge: 5
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In Berklee kann man auch Musik studieren? Ich wohne in Gütersloh und die nächste Musik/Filmhochschule ist meiner Einschätzung nach in Köln. Ich muss dann wohl erstmal darauf warten wieder Klavierunterricht zu bekommen, sind ja jetzt Ferien. Dann kann man die Geschichte mal beginnen. Mein Lehrer wird bestimmt erstmal sagen, dass ich besser auf dem Klavier werden soll, bevor ich mich der Harmonielehre und den Kompositionen widme.
Wie kann ich eigentlich sicher sein, dass ich nach dem Studium Arbeit bekomme, jetzt in Deutschland und in Amerika? Kann man sich feste Plätze vor dem Studium sichern? ^^'
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Muebli
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Verfasst: 17.07.2009 07:59 |
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| Profi-Mucker |
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Registriert: 13.07.2007 09:17 Beiträge: 1802 Wohnort: Wien
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Intero hat geschrieben:..., dass ich besser auf dem Klavier werden soll, bevor ich mich der Harmonielehre und den Kompositionen widme.
Das würde ich nicht sagen. Das eine hat ja mit dem anderen nicht zwingend was zu tun. Klar ist es besser, wenn man einen Akkord nach dem anderen flüssig spielen kann, aber ohne Harmonielehre kannst du dir das Komponieren in die Haare schmieren Und je früher du beginnst, umso besser 
_________________ Ein System, sich selbst überlassen, geht immer Richtung größter Unordnung. http://www.reverbnation.com/diceboxhttp://www.soundspur.comhttp://www.myspace.com/mischadb
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Tommok
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Verfasst: 17.07.2009 11:05 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1686 Wohnort: Hamburg
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Intero hat geschrieben:In Berklee kann man auch Musik studieren?
Du beliebst zu scherzen? http://www.berklee.edu/Dann kann man die Geschichte mal beginnen. Mein Lehrer wird bestimmt erstmal sagen, dass ich besser auf dem Klavier werden soll, bevor ich mich der Harmonielehre und den Kompositionen widme.
Das eine schließt das andere ja wohl nicht aus. Harmonielehre ist aber sehr wichtig, gerade wenn man mit dem Komponieren anfängt. Man kann sich dann ja später in aller Ruhe gezielt über die Regeln, mit denen man vertraut ist, hinwegsetzen.  Wie kann ich eigentlich sicher sein, dass ich nach dem Studium Arbeit bekomme, jetzt in Deutschland und in Amerika? Kann man sich feste Plätze vor dem Studium sichern? ^^'
Das ist nicht Dein Ernst, oder? Natürlich kann sich kein Musiker jemals sicher sein, nach dem Studium Arbeit zu bekommen. Weder kann man absehen, wie "gut" Du nach dem Studium sein wirst, noch kann man absehen, wie bis dahin die Nachfrage sein wird. Es gibt auch keine "Arbeitsstellen" für Filmkomponisten z.B. im öffentlichen Dienst o.ä. Man ist eben Anbieter auf dem freien Markt, muss sich bewerben, Klinken putzen, Kontakte nutzen etc. Das kann man unmöglich vor dem Studium absehen, wie genau das aussehen wird. Selbst die großen Filmkomponisten arbeiten projektweise und sind nicht irgendwo fest angestellt. Mögliche Festanstellungen für Komponisten gibt es evtl. bei Werbeagenturen, TV-Sendern (für Jingles etc.), aber nicht in der Filmbranche. Gruß Tommok
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Muebli
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Verfasst: 17.07.2009 11:07 |
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| Profi-Mucker |
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Registriert: 13.07.2007 09:17 Beiträge: 1802 Wohnort: Wien
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Tommok hat geschrieben:Natürlich kann sich kein Musiker jemals sicher sein, nach dem Studium Arbeit zu bekommen. Weder kann man absehen, wie "gut" Du nach dem Studium sein wirst, noch kann man absehen, wie bis dahin die Nachfrage sein wird.
Musiker lässt sich getrost durch jeden beliebigen Beruf ersetzen. Klar, es gibt Berufe, in denen "es leichter" ist, aber sicher ist gar nichts. 
_________________ Ein System, sich selbst überlassen, geht immer Richtung größter Unordnung. http://www.reverbnation.com/diceboxhttp://www.soundspur.comhttp://www.myspace.com/mischadb
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Intero
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Verfasst: 17.07.2009 18:05 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 12.07.2009 19:06 Beiträge: 5
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Entschuldigung für die gewagte und dumme Frage. ^^' Ich fände es schon toll, wenn ich mir Harmonielehre auch ohne Lehrer gut beibringen könnte. Kennt ihr da einige gute Bücher, die in die Richtung Filmmusik gehen? Dann habe ich mal was von nem Buch namens "The study of orchestration" gehört. Zwar keine Harmonielehre aber Orchestration, was auch so ziemlich nützlich wäre. Wäre es empfehlenswert, dieses Buch auch zu beschaffen? Ich fliege ja in einer Woche in den Urlaub, da würde ich gerne mit meiner Gitarre Harmonielehre studieren wenn ich Zeit finde, und davon gibs erstmal genug. 
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