Zu den Schwingunsknoten: Die liegen normalerweise auf Vielfachen der Hälfte der Saitenlänge, Bsp: am 12. Bund, da dort die Saite halbiert wird. Dann wieder am 5. Bund, am 7. Bund, am 9. Bund, und das Gleiche wieder oberhalb des 12. Bundes. Soviel zu natürlichen Flageolett-Tönen, wie sie meistens in der klassischen Gitarre oder beim Oberton-Tapping vorkommen.
DANN (damit es nicht so einfach ist

) gibt's noch die sog. "künstlichen" Flageoletts. Das geht so: Man möchte bsp.wse das c der h-Saite als Flageolett spielen. Das geht nicht mit natürlichen Flageoletts. Man greift also mit der linken Hand das c am ersten Bund. Nun halbiert man die Saite, die nun am
13. Bund halbiert wird. Jetzt hat man eigentlich eine Hand zu wenig, da man ja die Saite halbieren und noch anschlagen muss. Also: Plektrum wegschmeißen und mit dem Zeigefinger der linken Hand die Saite genau am 13. Bund
leicht berühren und mit dem Ringfinger oder dem Daumen die Saite anschlagen. So. Das wäre die Technik für künstliche Flageoletts auf der E-Gitarre (auf der Klassischen geht's aber genauso, nur muss man noch mehr aufpassen, die Saiten mit dem Zeigefinger nicht zu dämpfen.)
Wie immer gilt: Die Saiten am zu greifenden Bund nur leicht berühren!
Falls es nich auf Anhieb klappt: es gibt wohl keinen Gitarristen, den Flageoletts am Anfang nicht aufgeregt hätten
