Föön - Karl Heinz Kunze - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 10.08.2010 18:29 
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gerade frisch dabei

Registriert: 03.07.2010 11:01
Beiträge: 7
Hallo alle zusammen!
Ich bin neu hier, weiß also nicht so ganz ob ich das thema im richtigen forum poste...
Ich hab da mal ein paar fragen zum Thema Föön - Karl Heinz Kunze:
Kennt ihr die konstruktionen von karl heinz besser?
Habt ihr nen durchblick was genau hinter den diversen bezeichnungen seiner konstrukte verbirgt?
zb hab ich mich schon immer gefragt wöfür folgende kürzel stehen:
- E24SE (E = Expo, 24 = Membrandurchmesser (2x12"))
- V387HLC (387 = Chassisdurchmesser (387mm))
Und dann hab ich noch ne andere Frage:
Jens Droessler hat mal was davon erwähnt, daß Karl Heinz gerne waschechte Resonatoren in seinen Hörnern verbaut.
Hat da jemand ne ahnung was das zu bedeuten hat, wie soetwas funktioniert und in welchen seiner hörner solch eine technik angewandt wurde?
Wer hat schon mal erfahrungen mit föön subs sammeln können?
Danke für eure hilfe und eure meinungen!
gzg


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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 14.08.2010 06:39 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 24.06.2005 18:39
Beiträge: 677
Wohnort: Bielefeld
Willkommen im Forum Smile

KH(Kalla) Kuntze wäre richtig. Angel

Die Bezeichnungen hast Du richtig erkannt. Wir waren in Solingen in seiner Halle, netter Mensch & sehr kompetent

Hörner sind sein Steckenpferd

Die 920 L Subs sind z. B. echte Falthörner mit ca. 165 cm Horn-Länge. Resonatoren kenne ich sonst nur von Dynacord z. B. diese PWH 18 .

In einer Prosound Ausgabe war mal ein Technofestival beschrieben, wo auch KH Kuntzes Hypex-Trichter verwandt wurden, das war eine Entwicklung aus den 70ern.

Sonst fahr´ einfach nach Terminabsprache mal nach Solingen Smile

Die CO 3 ist ein Koax Horn mit 15" 2" 1". Dann die Neom Serien mit F 1, F 3 sowie passende 920 er Subs.

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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 14.08.2010 22:03 
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gerade frisch dabei

Registriert: 03.07.2010 11:01
Beiträge: 7
Uuups! Da hab ich mich wohl etwas vertippt...
Ähm, mir war schon klar, daß die Bezeichnungen richtig sind, mir gings eigentlich hauptsächlich um jene Kürzel, welche ich nicht identifizieren konnte.
Danke trotzdem für die Bestätigung!
Ich kenn Kalla leider nicht persönlich und werd denk ich auch nicht so schnell in seiner Halle vorbei schauen können, da ich nicht wirklich in der Nähe wohne, aber vielleicht bietet sich mir doch mal die
Möglichkeit ihn kennenzulernen.
http://www.event-one.ch/downloads/f%F6%F6n%20katalog%2006_CH.pdf
http://www.foeoen.de/catalog/bilder/009.jpg
Tja, laut Beschreibung im Föön-Katalog handelt es sich wohl beim V387HLC im ein Horn mit in die Vorkammer ventilierter Rückkammer, weiß aber nicht ob ich da auch richtig liege... hab von solchen Konstrukten jedenfalls noch nie etwas gehört und auch noch keine Erfahrungen machen können.
Aber vielleicht hat hier im Forum jemand mehr Ahnung von diesem Horn-Prinzip?!?
Der Hypex-Trichter dürfte scheinbar nur ein Frontloaded-Horn mit spezieller Hornkontur (Trichterkonstante) sein, oder irre ich mich da etwa? Verwendet Kalla solche Hypex-Trichter nach wie vor?

gzg



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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 15.08.2010 08:42 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 24.06.2005 18:39
Beiträge: 677
Wohnort: Bielefeld
Hallo

ja, Event 1 ist Vertrieb in Helvetia CH, wenn es dort näher für Dich wäre

H ist wohl Hybrid 387 als 38 cm = 15", mehr weiß ich aber auch nicht Angel

Zumind ist der Hypex Trichter bei dieser Techno Geschichte seitl. eingesetzt worden lt. eines Berichts in einer der letzten Prosound Ausgaben

Unter der Bühne waren etliche E 24 Subs, um den Schall nicht über Gebühr auszubreiten

Die Hypex Trichter entstammen wohl einer Entwicklung aus den 70ern. Der Aufbau findet dann vor Ort statt, ähnlich einer Torblende wie bei Spotlights werden dann 4 Seitenelemente eingesteckt, ca 1 m Länge

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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 15.08.2010 12:54 
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gerade frisch dabei

Registriert: 03.07.2010 11:01
Beiträge: 7
Hallo!
Hab den Bericht in der ProMedioNews gefunden, die schreiben allerdings von 24x E12BC, welche sich unter der Bühne befunden haben sollen.
Hier ein Foto vom besagten Hypex-Trichter:

Bild

Sieht fast so aus als wären dies der Ursprung der Bandpasshörner dieser Tage!
Hat Kalla damals seine Erfindung patentieren lassen, bzw. schwirrt hier irgendwo im Netz ne Patentschrift diesbezüglich herum?

Ah, hatte diesenMmoment einen Geistesblitz:
E24SE - SE steht wohl für SubExtension
V387HLC - V bedeutet möglicherweise Vented und C vielleicht Compact (zumindest is es beim E12BC so)
E...Exponential, HL... Horn Loaded (wie beim E24SE, E12BC, E10BC, E920HL, E545HL, E460HL und V387HLC)
...irgendwie verwirren mich diese Kürzel ein wenig, zumindest versteh ich nicht ganz warum der E545HL kein SE im Namen trägt, obgleich er auch verdammt weit nach unten spielt, und warum der E24SE nicht Horn Loaded sein soll kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.
Beim E460HL und E920HL bin ich auch etwas verwirrt, da es sich beim 460 offensichtlich um ein Rear Loaded Horn handelt aber beim 920 vermutlich um ein Fron Loaded Horn, trotzdem die ähnlichen Bezeichnungen, oder irre ich mich da etwa?
Bei dem V460 und V920 ist wohl klar, daß das V für Vented steht, da es sich hierbei um reine Bass-Reflex Subs handelt. Warum allerdings der E12BC und E10BC nicht auch mit einem V tituliert werden kann ich nicht nachvollziehen, denn im Grunde sind diese doch auch Bass-Reflex Systeme, nur eben mit Reflex-Kanälen, welche sich exponentiell erweitern...?
gzg


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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 08.09.2010 03:27 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2150
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Bezeichnungen müssen ja nicht immer Sinn ergeben Smile

Mit dem 920er soll es laut Aussagen einiger Anwender wohl Probleme mit der Haltbarkeit der Pappen geben.

Ja, es wird ein Helmholtzresonator eingesetzt, der Rückkammer mit Vorkammer verbindet. Dadurch gibt es untenrum mehr Output, und es wird ein gewisses, unter Hornspezis bekanntes Problem minimiert, welches Chassis zerlegen kann. Allerdings erhöht sich dadurch auch die Gruppenlaufzeit, was sich wiederrum negativ auf den Klang auswirkt. Subjektiv wirkt der Sound dadurch noch fetter, lässt sich aber weniger frei gestalten.

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Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

http://www.studior.info


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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 08.09.2010 09:56 
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gerade frisch dabei

Registriert: 03.07.2010 11:01
Beiträge: 7
Oha, du lebst also doch noch! Hab mir schon sorgen gemacht, daß in diesem Forum überhaupt niemand mehr vorbei schaut...

Is ja interessant, leider gibt es kaum Literatur um etwas über solche Konstruktionen mit innen ventilierter Rückkammer nachzulesen,
oder hast du da eventuell einen kleinen Tip?
Wieviele Hersteller greifen auf solche Helmholzresonatoren in einem Horn zurück? Kennst du da weitere als nur Kalla?
Du hast doch bestimmt schon mal von dem Void Psyco Sub gehört? Dabei handelt es sich um ein 2,7m langes Horn, welches mit einem 18" OEM Treiber bestückt ist.
Allerdings handelt es sich Gerüchten zufolge nicht um ein stink normales Frontloaded Horn, denn im Inneren sollen sich angeblich noch deadended Quaterwave-Tubes bzw.
Resonatoren befinden, möglicherweise ist auch die Rückkammer in die Vorkammer oder sogar irgendwo in den Hornverlauf hinein ventiliert. Nichts genaues weiß man nicht.
Ich hab leider keine Ahnung wo bei so einem im Inneren ventilierten Horn à la V387HLC die Grenzen des Machbaren liegen,
denn im Falle des Föön Subs handelt es sich ja im Grunde genommen um ein Bandpass-Horn 6. Ordnung (nur eben in Serie getuned) welches einen relativ kurzen Hornverlauf
von nur 80cm aufweist.
Ich hab auch schon mal gelesen, daß so manche einen W-Bin à la JBL 4818 im inneren ventiliert haben. Soll angeblich laut Simulation gar nicht, aber in
Realität sehr gut funktionieren.
Beim Psyco Bin würde eben ein wirklich langes Horn mit einer Länge von 2,7m vor diesen in Serie ventilierten Kammern arbeiten. Kann soetwas funktionieren oder
denkst du, daß sich da eine andere Konstruktion dahinter verbirgt?
Ein weiteres Konstruktionsmerkmal des Psyco ist, daß er bereits im Single-Betrieb zur Hochform aufläuft, d.h. nicht wie alle anderen FLH Subs auf ein Stacking angewiesen ist.

Sofern dir der Psyco doch nicht bekannt sein sollte findest du im Anhand ein Bild des Besagten und die simulierte sowie die gemessene Response des Selbigen im Single-Betrieb.

gzg


Dateianhänge:
Psyco.gif
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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 03.02.2011 07:18 
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Ach, was hab ich hier schon lang nicht mehr reingeschaut...

Ich kenne diesen Sub tatsächlich nicht näher, aber kann aus Erfahrung sagen, dass der Designer Rog Mogale gerne mit zusätzlich per Helmholtzresonator an die eigentliche Rückkammer angekoppelten Kammern arbeitet. Dadurch vergrößert er sozusagen das Volumen der Rückkammer bei und unterhalb der Abstimmfrequenz des Helmholtzes um die Größe der zusätzlichen Kammer. Oberhalb der Abstimmfrequenz wirkt nur die eigentliche Rückkammer. Die Auswirkungen sind mehr Output untenrum, ohne obenrum Kontrolle zu verlieren.
Die Quarterwavetube-Geschichte kann auch sein, dadurch geht im Single-Betrieb richtig viel. Rog wird dann wie Tom Danley in seinen ersten Tapped Horns den Lautsprecher nicht an den Anfang des Horns gesetzt haben, sondern bei ungefähr einen Drittel der Wellenlänge der gewünschten Abstimmfrequenz. Dadurch wird die QWT virtuell insgesamt um dieses Drittel länger. Wenn die ganze Tube physikalisch also 2,7m lang ist, erscheint sie in dem Frequenzbereich dann 3,6m lang. Haut ~28-30Hz als untere Grenzfrequenz hin laut den Angaben von Void?

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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 20.02.2011 19:16 
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Beiträge: 7
Hallo Jens! Danke für deinen Reply!
Ich weiß, 2sound ist nicht gerade das frequentierteste Forum, um solche Sachen fachzusimpeln...

Rog verwendet bei seinen X Subs seriell ventilierte Rückkammern. Mehr Tiefgang bringt diese spezielle Hintereinanderreihung von Helmholtzresonatoren allerdings auch nicht im
Vergleich zu einer großen Reflex-Kammer mit dem gleichen Gesamtvolumen. Gut ist diese Technik nur, um ein zusätzliches Hubminimum im Ubertragungsbereich des an der
Vorderseite vom Treiber angekoppelten Horns zu erhalten, welches, wie du bereits erwäht hast, mehr Kontrolle im oberen Übertragungsbereich gewährt.
Allerdings strahlen diese Resonatoren in diesen Fällen direkt in die Umgebung ab und sind nicht ins Innere des Gehäuses ventiliert.

Gut möglich, daß es sich beim Psyco um ein Offset-Treiber-Horn handelt, dann wäre auch die untere Grenzfrequenz plausibel. Leider geht damit ein Notch-Filter-Effekt
am oberen Übertragungsende einher, was aber für eine Sub-Anwendung weniger dramatische Auswirkungen hat.
Kann man dadurch nicht auch ein Horn mit einer wesentlich kleineren Halsfläche als üblich realisieren, welches einen wesentlich geringeren Volumenbedarf aufweist,
da der Treiber erst bei einem Drittel des Horns angeflanscht wird und die Kompressionsrate erst an diesem Punkt zu berechnen ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Föön - Karl Heinz Kunze
BeitragVerfasst: 20.02.2011 19:32 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
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Hmm, Rog hatte mal aus dem Nähkästchen geplaudert und meinte, es seien per Helmholtzresonator an die normale Rückkammer angekoppelte, ansonsten geschlossene Zusatzvolumen. Natürlich kann ich das auch missverstanden haben. Allerdings macht es Martin beim WLX auch so: Da gibt es zwar den normalen Helmholtzresonator aus der "normalen" Rückkammer an die Umgebung, aber auch eine zusätzliche Kammer, die per Helmholtzresonator an die normale Rückkammer angekoppelt ist. An und für sich auch ein sehr interessantes Konstrukt, ich habe auch dem Papier selbst so eins konstruiert, nur ist es für meine Verhältnisse deutlich zu groß.

Generell, um mal drüber gesprochen zu haben, kommt es zumindest bei mir nicht nur auf Größe und Effizienz an, sondern auch auf den Bauaufwand. Ich habe recht lange Hörner gebaut, die auch allein recht gut tun, dank Viertelwellenresonanz, aber wenn ich überlege, was mich die Kisten dank der inneren Komplexität gekostet haben, denke ich bei neueren Bauten in jedem Fall darüber nach, ob sich der Aufwand lohnt. Meine neueren Bassboxen sind dann doch simpler.

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