Gebraucht man beim Singen der deutschen klassischen Liedern - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 24.03.2004 03:52 
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gerade frisch dabei

Registriert: 12.03.2004 03:26
Beiträge: 6
Hallo,

Ein Japaner sagt, dass die Singweise bei den deutschen Liedern im Unterschied zu den italienischen Opernarien darum problematisch ist,
weil sie keine Kopfstimmen gebraucht. Ein anderer sagt, dass sie gerade darum problematisch ist, weil sie Kopfstimmen gebraucht. Was ist eure Meinung dazu? Wer hat recht?

Viele Gruesse

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Resanf


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BeitragVerfasst: 25.03.2004 23:36 
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Registriert: 23.09.2002 21:28
Beiträge: 145
Hallo Resanf

Es kommt darauf an, was man unter Kopfstimme versteht. Viele Laien meinen damit das Falsett (Männerstimme) und Pfeifstimme (Frauenstimme). Beides ist funktional das Gleiche und ist keine periodische Schwingung der Stimmlippen mehr, sondern nur noch eine Pfeiffunktion, ähnlich des Pfeifens durch den Mund. Im klassischen Gesang ist für Männerstimmen Falsett verpönt. Koloratursopranistingen wenden das Pfeifregister an, um z. B. die Staccatohöhe der "Königin der Nacht" zu singen. Viele Chorsänger wechsel ab einer bstimmten Höhe ins Falsett oder Frauenstimmen säuseln oft im Chor auch schon die Mittellage oder sogar Tiefe im Pfeifregister, was dann für sie nicht anstrengend ist. Man sieht ihre Laschheit oft schon daran, wie sie auf ihren Stühlen sitzen. So singen sie dann auch.

Bei italienischen Arien wird die Höhe von Profis idealerweise voll gesungen, aber dennoch mit einer speziellen Technik, die nur sehr wenige beherrschen. Die Vollstimmfunktion der Stimmlippen wechselt mit dem passagio auf die Randstimmfunktion kleinere Masse, was dann eine Resonazverlagerung in den Oberklang auslöst. Bei sehr guten Männerstimmen am besten durch einen plötzlich dunkleren, weicheren Klang, bei Tenor so im Bereich von e1- fis1 hörbar. Sehr wenige können das in Deutschland, deshalb fehlt ihnen das obere Drittel des Stimmumfangs, beim Tenor z. B. das hohe c2 oder dem Bariton das a1. Es gibt ganz wenige, die beide Register so gekonnt überblenden und somit die Resonanzen so nahtlos überblenden lassen können, dass man keinen, oder kaum einen Bruch hört. Das ist dann die Kopfstimme, Kopfresonanz oder Oberklang, wie sie Profis verstehen.

Liebe Grüße,
vocede

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BeitragVerfasst: 17.04.2004 18:54 
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Trusted Junior

Registriert: 31.01.2004 22:11
Beiträge: 104
also ,ich singe fast nur Kopfstimme im Gesangsunterricht...also so ,dass der Kopf als Resonazkörper genutzt wird und nicht der Brustkorb...


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 Betreff des Beitrags: Stimmt genau, Vocede!
BeitragVerfasst: 21.06.2004 17:29 
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gerade frisch dabei

Registriert: 21.06.2004 16:59
Beiträge: 3
Danke für die Ausführungen! Genau so ist es!
Allerdings gibt das keine Erklärung dafür her, ob man im Deutschen Liedgesang die Kopfstimme benutzt oder nicht. Welches Register und welche Stimmfarbe man benutzt hängt vor allem von eigenen Geschmack ab. Will man "werktreu" singen, beachte man allerdings, daß bei Männern das "colpetto"-Singen (Bruststimme bis in die hohe Lage) von hohen Tönen erst Ende des 19. Jh. in Gebrauch kam. Bei früherer Literaur (Mozart Lieder u.ä.) sollte man als Mann daher oberhalb des Passagio/Übergangs die voix mixte, die gemischte Stimme benutzen.
Leider hört man selbst von berühmten Sängern und auf CDs fast nur "Gesäusel", vor allem von Fischer-Diskau, der den Geschmack für Lieder in Deutschland sehr geprägt hat. Aber Strauß-Lieder lassen sich so gar nicht singen! Oder gibt es da nennenswerte Aufnahmen, von den leichteren Liedern einmal abgesehen?
Ich persönlich bevorzuge den Gebrauch der vollen Stimme, denn das bringt einfach mehr "feeling" rüber !
Finde ich!
Dirk


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BeitragVerfasst: 21.06.2004 18:17 
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Trusted Junior

Registriert: 23.09.2002 21:28
Beiträge: 145
Hallo Dirk,

wenn man zur Höhe die Stimmlippenmasse nicht verkleinert, erreicht man die hohe Höhe nicht. Männerstimmen machen das vielfach durch einen Umschalter (Passagio), was mit einem Übersetzungswechsel vergleichbar ist oder sehr gute auch durch eine einreistrige Stimmführung. Auch Lieder brauchen diese Mischung ab dem Passagio, wenn man der Muskulatur der Stimmlippen nicht schaden will.

Voix mixte beschreibt nur ein akustisches Phänomen, was den Nasenrachenraum (Nasenausgang) als Resonanzraum aus der Eigenschwingung des Stimmlippenepithles (Randstimmfunktion) neben dem Mundausgang in einer klanglichen Mischung zusätzlich anspricht (Nasenrachenraumankopplung). Voix mixte beschreibt also eine Klangmischung der Resonanzen aber keine Stimmlippenfunktionsmischung, was vielfach fälschlicherweise angenommen wird.

Liebe Grüße
vocede

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BeitragVerfasst: 06.08.2008 15:44 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.08.2008 14:58
Beiträge: 2
Hallo an alle das ist ein schöner Forum leider bin ich hier neu und kenne mich nicht aus wie ich ein Thema macen soll also habe ich hier geschrieben,naja zu meine Frage also ich bin 19 Jahre alt männlich und ich habe das Pfeifregister was normale weise nicht ein Mann hat oder nicht viele Männer besitzen(whistle register in english) das sind z.B. hohe Tön was Mariah Carey singt in Emotion, also nicht so gigantisch wie sie aber ich hab mein Pfeifregister,aber ich weiss nicht was für ein Ton das ist,aber vieleicht weisst das einer wäre nett wenn mir einer das sagen würde was für ein Ton das ist danke . Singen ist das schönste was es gibt !


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BeitragVerfasst: 06.08.2008 15:45 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.08.2008 14:58
Beiträge: 2
Opss sorry hier ist das link http://www.youtube.com/watch?v=nCp4dD2M2gI


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