Hallo hervshahn,
und willkommen im 2sound.de-Forum. Ich bin jetzt nicht so der P.A.-Spezialist, werde aber 'mal meine 2 cent dazu posten ...
hervshahn hat geschrieben:ist die Gesamtleistung der Kombination je Kanal korrekt? In einem Fachgeschäft meinte man, das man ja nicht einfach die Leistung des Subwoofers und des Topteils addieren könnte - kann mir jemand sagen ob das stimmt und wie man dann die max. Leistung einer solchen Kombination ermittelt?
Die Leistung kannst Du IMHO nicht einfach addieren, da diese ja über die Frequenzweiche auf Top und Sub aufgeteilt wird. Wie man die max. Leistung einer solchen Kombination wirklich ermittelt, weiß ich leider auch nicht. Wenn man der Kombination nicht mehr Leistung als dem schwächsten Glied zuführt, kann man IMHO zumindest nichts
verbraten. Mehr dazu bei der nächsten Frage
hervshahn hat geschrieben:Zweite Frage dann: welche max. Endstufenleistung kann man für die Kombi wählen?
Prinzipiell bist Du da völlig frei. Mit einer 20W-Autoendstufe z.B. wirst Du wohl nicht zufrieden sein/werden. Solange der Verstärker durch maßloses Aufreißen oder Fehlanpassung nicht überlastet wird (das würde man z.B. an Verzerrungen hören), sollte eine
Endstufe mit weniger Leistung immer gehen, würde aber die Leistungsfähigkeit der angeschlossenen Boxen ggf. nicht ausreizen. Damit hättest Du quasi einen Ferrari mit einem Käfer-Motor ausgestattet und Geld für Leistungsfähigkeit der Boxen bezahlt, die Du mit der kleineren Motorisierung nicht nutzen kannst. Solange der Käfer-Motor im Rahmen betrieben wird, fährt auch dieses Konstrukt - logischerweise eher in Käfer- als in Ferrari-Manier.
Eine
Endstufe mit mehr Leistung geht prinzipiell auch, wobei aber potentiell die Gefahr besteht, daß zu viel elektr. Leistung durch zu schwache Technik gejagt wird, wenn man die dicke Endstufe dann auch ohne Rücksicht auf Klang (Boxen zerren) oder Verluste voll ausfährt. Hier hättest Du - um bei meinem Beispiel zu bleiben - einen Ferrari-Motor in einen Käfer implantiert. Eine dicke Endstufe ist prinzipiell immer gut für die Impulstreue, weil genügend Leistungsreserven da sind (und eben ggf. nicht genutzt werden). Das kann laufen, solange man aufpasst, daß man seinen Boxen nicht zu viel zumutet. Wenn jemand bei der o.g. Ferrari-Motor / Käfer-Kombi nicht seehr vorsichtig mit Kupplung und Gas umgeht, fliegen dann eben die Späne ...
hervshahn hat geschrieben:das ist doch korrekt, das die Tops schaltungstechnisch parallel mit den Subs liegen, wenn sie über die integrierte passive Frequenzweiche in den Subs angeschlossen sind, oder?
Nicht ganz, schließlich ist noch die Frequenzweiche dazwischen. Daher
sieht meines Erachtens die Endstufe dann für den entsprechenden Frequenzbereich jeweils nur die Impedanz von Sub oder Top (wobei im Top selbst wohl auch wieder mehrere Wege sein dürften, die in gleicher Weise aufgeteilt wurden).
Ich hoffe, die Spezialisten aus der P.A.-Fraktion können das noch weiter ausführen.
Gruß -
der Fenderizer