Gesamtleistung Subwoofer/Satelitten Kombi ermitteln - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 18.06.2009 19:24 
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Zuschauer

Registriert: 18.06.2009 19:13
Beiträge: 17
Hallo zusammen,

ichhabe da einmal ein paar vielleicht etwas doofe Fragen:

Wir haben in unserer Band eine Neuanschaffung getätigt: 2 Subwoofer LDESub15 (15") mit je 500W RMS an 8 Ohm und zwei Topteile LDEB122 (12"/1") mit je 350W RMS, jeweils von LD-Systems. Die Subwoofer haben eine passive Frequenzweiche integriert, die Satelliten werden also an die Subwoofer angeschlossen.

Da wir nun für diese Kombination eine neue, passende Endstufe benötigen stellt sich natürlich die Frage nach der möglichen Endstufenleistung. Nach meinem Verständnis habe ich in der Kombination 1x Subwoofer mit 1x Topteil eine Gesamtleistung von 850W an 4 Ohm, somit sollte also eine Endstufe mit ca. 2x 800W an 4 Ohm ohne Probleme passen. In div. Foren und Berichten habe ich auch gesehen, das man die Endstufe durchaus grösser als die Lautsprecherleistung dimensionieren kann/sollte,also z.B. durchaus 2x 1000W an 4 Ohm an die beshrieben Kombination hängen kann.

Erste Frage dazu: ist die Gesamtleistung der Kombination je Kanal korrekt? In einem Fachgeschäft meinte man, das man ja nicht einfach die Leistung des Subwoofers und des Topteils addieren könnte - kann mir jemand sagen ob das stimmt und wie man dann die max. Leistung einer solchen Kombination ermittelt?

Zweite Frage dann: welche max. Endstufenleistung kann man für die Kombi wählen?

Zusatzfrage: das ist doch korrekt, das die Tops schaltungstechnisch parallel mit den Subs liegen, wenn sie über die integrierte passive Frequenzweiche in den Subs angeschlossen sind, oder?

Vielen Dank schon einmal für Eure Hilfe und viele Grüße,

Hervshahn


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BeitragVerfasst: 19.06.2009 16:01 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3036
Wohnort: Bad Cannstatt
Hallo hervshahn,

und willkommen im 2sound.de-Forum. Ich bin jetzt nicht so der P.A.-Spezialist, werde aber 'mal meine 2 cent dazu posten ...
hervshahn hat geschrieben:ist die Gesamtleistung der Kombination je Kanal korrekt? In einem Fachgeschäft meinte man, das man ja nicht einfach die Leistung des Subwoofers und des Topteils addieren könnte - kann mir jemand sagen ob das stimmt und wie man dann die max. Leistung einer solchen Kombination ermittelt?
Die Leistung kannst Du IMHO nicht einfach addieren, da diese ja über die Frequenzweiche auf Top und Sub aufgeteilt wird. Wie man die max. Leistung einer solchen Kombination wirklich ermittelt, weiß ich leider auch nicht. Wenn man der Kombination nicht mehr Leistung als dem schwächsten Glied zuführt, kann man IMHO zumindest nichts verbraten. Mehr dazu bei der nächsten Frage
hervshahn hat geschrieben:Zweite Frage dann: welche max. Endstufenleistung kann man für die Kombi wählen?
Prinzipiell bist Du da völlig frei. Mit einer 20W-Autoendstufe z.B. wirst Du wohl nicht zufrieden sein/werden. Solange der Verstärker durch maßloses Aufreißen oder Fehlanpassung nicht überlastet wird (das würde man z.B. an Verzerrungen hören), sollte eine Endstufe mit weniger Leistung immer gehen, würde aber die Leistungsfähigkeit der angeschlossenen Boxen ggf. nicht ausreizen. Damit hättest Du quasi einen Ferrari mit einem Käfer-Motor ausgestattet und Geld für Leistungsfähigkeit der Boxen bezahlt, die Du mit der kleineren Motorisierung nicht nutzen kannst. Solange der Käfer-Motor im Rahmen betrieben wird, fährt auch dieses Konstrukt - logischerweise eher in Käfer- als in Ferrari-Manier.
Eine Endstufe mit mehr Leistung geht prinzipiell auch, wobei aber potentiell die Gefahr besteht, daß zu viel elektr. Leistung durch zu schwache Technik gejagt wird, wenn man die dicke Endstufe dann auch ohne Rücksicht auf Klang (Boxen zerren) oder Verluste voll ausfährt. Hier hättest Du - um bei meinem Beispiel zu bleiben - einen Ferrari-Motor in einen Käfer implantiert. Eine dicke Endstufe ist prinzipiell immer gut für die Impulstreue, weil genügend Leistungsreserven da sind (und eben ggf. nicht genutzt werden). Das kann laufen, solange man aufpasst, daß man seinen Boxen nicht zu viel zumutet. Wenn jemand bei der o.g. Ferrari-Motor / Käfer-Kombi nicht seehr vorsichtig mit Kupplung und Gas umgeht, fliegen dann eben die Späne ...
hervshahn hat geschrieben:das ist doch korrekt, das die Tops schaltungstechnisch parallel mit den Subs liegen, wenn sie über die integrierte passive Frequenzweiche in den Subs angeschlossen sind, oder?
Nicht ganz, schließlich ist noch die Frequenzweiche dazwischen. Daher sieht meines Erachtens die Endstufe dann für den entsprechenden Frequenzbereich jeweils nur die Impedanz von Sub oder Top (wobei im Top selbst wohl auch wieder mehrere Wege sein dürften, die in gleicher Weise aufgeteilt wurden).
Ich hoffe, die Spezialisten aus der P.A.-Fraktion können das noch weiter ausführen.

Gruß - der Fenderizer

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they're coming to take me away ... hahaa!
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BeitragVerfasst: 19.06.2009 16:32 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 24.06.2005 18:39
Beiträge: 677
Wohnort: Bielefeld
Hallo

wenn die Subwoofer eine Weiche haben, wird es parallel durchgeschleift. Die Tops haben vermutlich auch 8 Ohm

500 + 350 = 850 W pro Seite @ 4 Ohm Gesamt.

Ein Amp mit 2 x 800 W @ 4 Ohm sollte ganz gut passen

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Musikanlagenvermietung


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BeitragVerfasst: 19.06.2009 22:16 
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Registriert: 18.06.2009 19:13
Beiträge: 17
slaytalix hat geschrieben:Hallo

wenn die Subwoofer eine Weiche haben, wird es parallel durchgeschleift. Die Tops haben vermutlich auch 8 Ohm

500 + 350 = 850 W pro Seite @ 4 Ohm Gesamt.

Ein Amp mit 2 x 800 W @ 4 Ohm sollte ganz gut passen


Hallo slaytalix,

Danke für die schnelle Info. Ja, es ist korrekt, die Subs haben eine passive Weiche und die Tops haben 8 Ohm. Also stimmt meine Rechnung doch, das man die Leistung des Subs und des Tops addieren kann und damit die Gesamtleistung erhält.

D.h. ich kann theoretisch 800W auf die Sub/Top Kombination geben, ohne das eine der beiden Teile Schaden nimmt (obwohl die 800W mehr sind als die jeweilige einzelne Belastbarkeit), die Leistung teilt sich als entsprechend auf die beiden Boxen "automatisch" auf, korrekt?

Gruß, hervshahn


Zuletzt geändert von hervshahn am 19.06.2009 22:20, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.06.2009 22:18 
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Zuschauer

Registriert: 18.06.2009 19:13
Beiträge: 17
Fenderizer hat geschrieben:Hallo hervshahn,

und willkommen im 2sound.de-Forum. Ich bin jetzt nicht so der P.A.-Spezialist, werde aber 'mal meine 2 cent dazu posten ...
Gruß - der Fenderizer



Hallo Fenderizer,

Danke erst einmal für das "Willkommen" und dann auch für die ausführlichen Infos, ich denke diese und auch die Info von slaytalix hilft mir schon weiter.

Gruß, hervshahn


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BeitragVerfasst: 20.06.2009 06:24 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 24.06.2005 18:39
Beiträge: 677
Wohnort: Bielefeld
Die Leistung addiert sich ja, entweder parallel oder in Reihenschaltung, dabei ist die Gesamtleistung 850 W @ 4 Ohm, wenn man vom Sub zum Top durchschleift pro Seite

Pg = P1 + P2 + P3 ... + Pn

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Musikanlagenvermietung


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BeitragVerfasst: 20.06.2009 10:14 
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Zuschauer

Registriert: 18.06.2009 19:13
Beiträge: 17
slaytalix hat geschrieben:Die Leistung addiert sich ja, entweder parallel oder in Reihenschaltung, dabei ist die Gesamtleistung 850 W @ 4 Ohm, wenn man vom Sub zum Top durchschleift pro Seite

Pg = P1 + P2 + P3 ... + Pn


Nochmals vielen Dank für die Info, das ist auch mein Verständnis gewesen. Also werde ich uns eine Endstufe mit ca. 2x 800W an 4 Ohm anschaffen, das sollten unsere Boxen dann ja ohne Probleme verkraften.

Nur frage ich mich weshalb mir andererseits gesagt wird das man die Leistung des Subs und Tops nicht einfach addieren kann - man hat mir da schon empfohlen, eine Endstufe mit max. 400W an 4 Ohm zu nehmen.....


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BeitragVerfasst: 20.06.2009 21:06 
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Beiträge: 307
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STOP !

Kurze Frage meinerseits: Ist an der Rückseite des Subwoofers ein kleiner roter Schiebeschalter und darüber die Beschriftung "aktiv/passiv"?

Ich habe das nicht mehr gelistete Vorgängermodell und da ist die eingebaute Weiche keine "Frequenzweiche" sondern lediglich die Umschaltung von "1+/1- auf 2+/2-" bei der Pinbelegung (für 4Pol-Speakon).

Also wenn es so ist wie bei mir dann bekommen Deine Tops das exakt gleiche Signal wie die Subs und die LDEB 122 ist nicht wirklich für tiefe Frequenzen gebaut zwinkernd


Edith: So wie ich es sehe, ist es so wie ich es sehe breit grinsend

Die LDE-Sub haben hinten einen Schalter "aktiv/passiv" zumindes laut den Bildern auf der Homepage.

Wenn dieser Schalter auf Passiv steht wird am 'Ausgang genau das Signal ausgegeben das auch am Eingang anliegt in dem Fall alles was auf Pin 1+/1- anliegt.

Aktiv spart man sich einen Kabelweg pro Seite wenn man 2 Amps, eine Frequenzweiche und ein Anschlußfeld hat!


Zuletzt geändert von S-A-P am 20.06.2009 22:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.06.2009 21:55 
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Zuschauer

Registriert: 18.06.2009 19:13
Beiträge: 17
S-A-P hat geschrieben:STOP !

Kurze Frage meinerseits: Ist an der Rückseite des Subwoofers ein kleiner roter Schiebeschalter und darüber die Beschriftung "aktiv/passiv"?

Ich habe das nicht mehr gelistete Vorgängermodell und da ist die eingebaute Weiche keine "Frequenzweiche" sondern lediglich die Umschaltung von "1+/1- auf 2+/2-" bei der Pinbelegung (für 4Pol-Speakon).

Also wenn es so ist wie bei mir dann bekommen Deine Tops das exakt gleiche Signal wie die Subs und die LDEB 122 ist nicht wirklich für tiefe Frequenzen gebaut zwinkernd


Hallo S-A-P,

ja, der Subwoofer hat auf der Rückseite diesen Schiebeschalter. Wenn ich Dich richtig verstehe, ist er also nicht mit einer passiven Frequenzweiche ausgestattet und deshalb nicht wirklich im direkten Verbund mit den Topteilen LDEB122 geeignet? In der Produktbeschreibung steht nämlich sozusagen das Gegenteil:

Der ESUB15 eignet sich perfekt als Subbass für die LDE122, kann aber auch problemlos mit anderen Topteilen sowohl im Passivbetrieb direkt parallel als auch in Verbindung mit einer Aktivweiche betrieben werden.

Ausserdem wird in einem Test zum LDESub15 Subwoofer mit den LDE122 Topteilen aus der "Soundcheck" Ausgabe 05/08 das Folgende zu der Kombination der beiden Boxen geschrieben:

... In unserem Sub ist eine Frequenzweiche integriert. Beim LDESUB15 sitzt das besagte Bauteil auf der Gehäuserückwand. Der Aufbau aus einer massiven Spule und zwei sehr spannungsfesten Kondensatoren erscheint ausgesprochen belastbar und solide. Zudem gibt es via Schiebeschalter auf dem Anschlussfeld des LDESUB15 die Option, die interne Passivweiche zu umgehen und den Subwoofer mit einer aktiv getrennten Endstufe anzufahren - welcher Variante man den Vorzug gibt entscheiden nicht zuletzt Budget und Anspruch, möglich ist auf jeden Fall beides ...

Hieraus entnehme ich, das man hier eine echte Frequenzweiche im Subwoofer hat und der Schalter "nur" die Umschaltung zwischen der Nutzung der internen passiven Weiche oder dem Betrieb mit einer aktiven Weiche vornimmt, also im zwieten Fall die Passivweiche "abschaltet" bzw. umgeht. Somit sollten bei Betrieb der Topteile am Subwoofer diese durch die passive Weiche die tiefen Frequenzen erst gar nicht bekommen. Bin jetzt ein wenig verwirrt bzw. verunsichert, was stimmt den nun?


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BeitragVerfasst: 20.06.2009 22:13 
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Semi-professional

Registriert: 03.02.2007 10:04
Beiträge: 307
Wohnort: Bei Stuttgart
Habe mal kurz meinen Sub aufgeschraubt und da ist definitv nichts drinnen was einer Frequenzweiche auch nur annähernd ähnlich ist zwinkernd

Da ist lediglich eine Weiche drinnen die von 1+/1- auf 2+/2- umschaltet.

Es steht in der Beschreibung von LD auch nichts von einer "Frequenzweiche"!

Es steht "sowohl im Passivbetrieb direkt parallel als auch in Verbindung mit einer Aktivweiche betrieben werden."

Fakt ist: Bei mir ist keine drinnen!

Warum betont eigentlich der Autor im Soundcheck: ... In unserem Sub ist eine Frequenzweiche integriert. !?

Schraub mal Deinen Sub hinten das Anschlußfeld auf und sage mir ob Du eine Spule entdecken kannst.
Wenn Du sie gefunden hast dann weiß ich das beim Vorgängermodell wirklich keine drinnen ist und Du eine hast zwinkernd


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