Gesangskabine gebaut - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 07.01.2010 16:50 
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gerade frisch dabei

Registriert: 23.07.2006 15:23
Beiträge: 7
Hallo!

Ich bin gerade dabei mir eine Gesangskabine zu zimmern. Die Box ist schon fertig. Fehlt nur noch der Noppenschaum. Die Wände sind aus Faserplatten (Schrankrückwände) und für die Stabilität Dachlatten auf die Wände montiert.. Blöderweise habe ich jetzt im Internet gelesen, das viele das mit Spanplatten gemacht haben.
Jetzt habe ich wahrscheinlich ein Problem mit der Schalldämmung, also das in der Kabine noch Nebengeräusche trotz Noppenschaum zu hören sein werden, weil die Faserplatten zu dünn sind oder täusche ich mich da?
Also ich war im Baumarkt und dort wurde mir gesagt, das ich jetzt extra Dämmholz reinmachen sollte, weiß den genauen Namen nicht mehr (Piano Platten oder so was). Die sind nur sehr schwer und kosten mich noch mal extra 72 Euro.

Mir sagte ein Freund, das ich auf die Wände von Ihnen Styrodor kleben sollte und darauf den Noppenschaum. Könnte ich das so machen oder ist das nicht zu empfehlen?

Also noch zur Info, es soll eine mobile Kabine sein. Habe diese so gebaut, das man die auseinandernehmen kann. Also die Wände dürfen bezüglich eventuellem Tranzport net zu schwer werden.

Die Kabine ist ca. 2 m hoch und jede Wand ist ca. ein Meter breit. Decke ca. 1 m2

Ich lese im Internet immer was von einer stehenden Welle in kleinen Kabinen und das 40 mm Noppenschaum nur für die hohen und mitten Frequenzen da wäre und nicht für die tiefen (In anderen Foren). Stimmt das?
Kann ich nicht die ganze Kabine einfach mit Noppenschaum innen bekleben oder lieber mit verschiedenem Noppenschaum?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 07.01.2010 17:48 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Ich lese im Internet immer was von einer stehenden Welle in kleinen Kabinen und das 40 mm Noppenschaum nur für die hohen und mitten Frequenzen da wäre und nicht für die tiefen (In anderen Foren). Stimmt das?
Stehende Wellen entstehen immer dann, wenn zwischen zwei parallelen (schallharten) Flächen die Wellenlänge der anregenden Frequenz und der Abstand der Flächen in einem geradezahligen Verhältnis stehen und die Wellen dann ggf. zwischen den Wänden hin- und her reflektiert werden.
Insofern kannst Du nur vermeiden, daß die Flächen all zu parallel werden und/oder zu sehr reflektieren. Der handelsübliche Noppenschaum verhindert schon 'mal die Reflexionen in den höheren Registern. Deine Quellen haben insofern recht, daß zur gezielten Behandlung von (Ton-)Frequenzen allgemein Gebilde erforderlich sind, die im Bereich der jeweiligen Wellenlänge liegen. Bei tiefen Frequenzen bräuchtest Du zur sicheren Vermeidung von stehenden Wellen also eigentlich eine Konstruktion, die alleine für sich größer wie die gesamte Kabine ist - das sollte aber wohl auch nicht Sinn und Zweck einer Gesangskabine sein.

Ich weiß auch nicht, wo der große Unterschied zwischen Faser- und Spanplatten sein soll. Bei beiden Materialien werden Holzfasern mit Leim zu Platten verarbeitet. Wozu die 'Pianoplatten' oder das von Deinem Bekannten vorgschlagene Styropor dienen sollen ist mir auch nicht ganz klar.

Was genau soll Deine Gesangskabine eigentlich tun: Außengeräusche abschirmen, die Raumakustik ausblenden oder was? Beantworte diese Frage und Du bekommst sicher noch mehr Meinungen.

Gruß - der Fenderizer

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 07.01.2010 18:06 
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gerade frisch dabei

Registriert: 23.07.2006 15:23
Beiträge: 7
Also in erster Linie denke ich die Raumakustik ausblenden, also das ich ein trockenes Signal bekomme ohne Raumhall drin. Das ist das Ziel.
Es wäre natürlich schon gewesen, das die Kabine Schalldicht wäre, aber da sind die dünnen Faserplatten nicht so gut für.

Ich denke aber das ich den Nachhall trotzdem genauso gedämpft bekomme auch mit dünnen Platten (genauso wie bei dicken Wänden) weil das ja der Noppenschaum macht. Oder hat das was zu sagen mit der Nachhallwirkung, was für eine Wand drunter ist?

Ich denke, wenn es nicht gedämmt ist, werden von Außen Schalleinflüsse mit in die Aufnahme kommen oder? Also ich könne mir dann den Luxus nicht gönnen und laut über Monitorboxen abhören, sondern nur über Kopfhörer, während der Aufnahme, was aber nicht so tragisch wäre für die Aufnahme.
Wenn aber keine Schalleinflüsse da sind außerhalb der Kabine, kommen die ja auch nicht auf die Aufnahme. Also Lüfter vom PC, so leise Gerräusche, werden die Faserplatten und der Noppenschaum doch abhalten können oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 07.01.2010 19:51 
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Profi-Mucker
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Registriert: 11.08.2006 21:09
Beiträge: 1334
Wohnort: NRW (Niederrhein)
jsm-studio hat geschrieben:...Es wäre natürlich schon gewesen, das die Kabine Schalldicht wäre, aber da sind die dünnen Faserplatten nicht so gut für...

Das kriegst Du auch mit Spanplatten nicht hin. Schalldicht ist nur ein Raum-in-Raum Konzept, mit gemauerten Wänden, Luftschicht dazwischen und entkoppelten Böden. Um nur ein paar Lüftergeräusche zu dämmen sollte Deine Konstruktion allerdings reichen. Nur den Gebrauch Deiner Monitore kannst Du schon mal abharken. Grade im Bereich der Mitten und vor allem der Tieftonbereich - die gehen durch Deine Trennwand durch wie nichts. Daher bleibt Dir nur der geschlossene Kopfhörer, damit möglichst nichts ins Mikro reinkommt - was nicht rein soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 07.01.2010 20:44 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
jsm-studio hat geschrieben:Ich denke aber das ich den Nachhall trotzdem genauso gedämpft bekomme auch mit dünnen Platten (genauso wie bei dicken Wänden) weil das ja der Noppenschaum macht. Oder hat das was zu sagen mit der Nachhallwirkung, was für eine Wand drunter ist?
Den Nachhall des Raumes dürftest Du auch mit den dünnen Platten weg bekommen. Das Material der Wand ist Ausschlag gebend für deren Reflexionsverhalten. Eine glatte, harte Fläche (z.B. Keramik-Fliese) strahlt wesentlich mehr Schall zurück als der Noppenschaum, deswegen regen Bäder und Duschräume ja so zum Singen ein ... weil diese i.d.R. einen ausgeprägten Hall bieten.
Mit der Noppenschaum-bestückten Gesangskabine sollte eine trockene Aufnahme möglich sein.
jsm-studio hat geschrieben:Ich denke, wenn es nicht gedämmt ist, werden von Außen Schalleinflüsse mit in die Aufnahme kommen oder? Also ich könne mir dann den Luxus nicht gönnen und laut über Monitorboxen abhören, sondern nur über Kopfhörer, während der Aufnahme, was aber nicht so tragisch wäre für die Aufnahme.
Kommt immer darauf an, was und wie Du aufnimmst. Bei jeglichen Mikrophonaufnahmen sollte die Umgebung möglichst nebengeräuscharm sein. Je weniger Lärm, desto weniger Störgeräusche auf der Aufnahme. Wenn Du z.B. E-Gitarre über einen Modelling-Amp (z.B. POD o.Ä.) direkt in den Line-Eingang aufnimmst, kannst Du natürlich auch über die Monitorboxen abhören, weil keine Mikrophone im Spiel sind. Bei Gesangsaufnahmen mit Monitorboxen abhören kannst Du i.d.R. knicken, wenn Du das Playback nicht mit auf der Aufnahme haben willst.
jsm-studio hat geschrieben:Wenn aber keine Schalleinflüsse da sind außerhalb der Kabine, kommen die ja auch nicht auf die Aufnahme. Also Lüfter vom PC, so leise Gerräusche, werden die Faserplatten und der Noppenschaum doch abhalten können oder?
Das wäre so in etwa der zweite Vorteil einer Gesangskabine (nach dem Bedämpfen des Raumklangs). Du solltest Dir allerdings darüber im klaren sein, daß eine laute Umgebung (Baustelle, Flughafen, Autobahn etc.) nur durch massive und damit auch kostenintensive Maßnahmen ausgeschlossen werden kann. Mit einer Selbstbau-Kabine wirst Du bei solch massivem Umgebungslärm wohl nicht wirklich glücklich werden.

Gruß - der Fenderizer

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesangskabine gebaut
BeitragVerfasst: 22.01.2010 13:33 
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gerade frisch dabei

Registriert: 22.01.2010 13:24
Beiträge: 3
jsm-studio hat geschrieben:Hallo!

Ich bin gerade dabei mir eine Gesangskabine zu zimmern. Die Box ist schon fertig. Fehlt nur noch der Noppenschaum. Die Wände sind aus Faserplatten (Schrankrückwände) und für die Stabilität Dachlatten auf die Wände montiert.. Blöderweise habe ich jetzt im Internet gelesen, das viele das mit Spanplatten gemacht haben.
Jetzt habe ich wahrscheinlich ein Problem mit der Schalldämmung, also das in der Kabine noch Nebengeräusche trotz Noppenschaum zu hören sein werden, weil die Faserplatten zu dünn sind oder täusche ich mich da?
Also ich war im Baumarkt und dort wurde mir gesagt, das ich jetzt extra Dämmholz reinmachen sollte, weiß den genauen Namen nicht mehr (Piano Platten oder so was). Die sind nur sehr schwer und kosten mich noch mal extra 72 Euro.

Mir sagte ein Freund, das ich auf die Wände von Ihnen Styrodor kleben sollte und darauf den Noppenschaum. Könnte ich das so machen oder ist das nicht zu empfehlen?

Also noch zur Info, es soll eine mobile Kabine sein. Habe diese so gebaut, das man die auseinandernehmen kann. Also die Wände dürfen bezüglich eventuellem Tranzport net zu schwer werden.

Die Kabine ist ca. 2 m hoch und jede Wand ist ca. ein Meter breit. Decke ca. 1 m2

Ich lese im Internet immer was von einer stehenden Welle in kleinen Kabinen und das 40 mm Noppenschaum nur für die hohen und mitten Frequenzen da wäre und nicht für die tiefen (In anderen Foren). Stimmt das?
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Ich hab hier ne passende Seite für dich...

http://www.bonedo.de/feature/recording/ ... index.html

vielleicht gibts da n paar Tipps die verwenden kannst


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