Fenderizer hat geschrieben:hörnli hat geschrieben:So gibt es zum Beispiel keinen im Bauprinzip begründeten Unterschied zwischen Klang und Output von Singlecoils (Einspuler) und Humbuckern (Zweispuler).
Das halte ich für ein Gerücht. Humbucker haben - zumindest wenn die Spulen seriell verschaltet sind - eine höhere Impedanz und üblicherweise auch höheren Output als Singlecoils, weswegen sie für Zerrsounds so beliebt sind.
Ich schrieb ja auch: >>im Bauprinzip begründet<< Nimm mal einen Humbucker mit 4 herrausgeführten Anschlüssen und schalte die Spulen parallel, schon wird der Klang heller und der Output sinkt. Dann kann man von beiden Spulen die gleiche Zahl Windungen abwickeln, dann sinkt der Output noch weiter und der Klang wird noch heller. Nimm einen Singlecoil und schalte einen Kondensator parallel, der Sound wird dunkler, der Output bleibt gleich. Löte die Klangregelung ab, und die Obertonsonne geht auf. Und so weiter und so fort, wer das nicht begreift zahlt viel Geld bis zu "seinem" Pickup.
Gerade Billigpickups eignen sich wegen Ihres dicken Spulendrahtes und der damit verbundenen kleineren Windungszahl prima für Mods. Sie liefern zwar nicht den Monsteroutput, aber klingen oft ungewöhnlich hell und sind damit prädestiniert fürs runtertunen mittels Kondensator. Bei einigen Webshops gibts einen Humbucker für 25 Euro, der für einen Humbucker eigentlich zu hell klingt, dann noch ein paar Windungen runter und Parallel geschaltet, schon klingt der wie ein traditioneller Singlecoil. Und wer nicht genügend Gainreserven am Amp hat, spielt den falschen Amp. Da lässt sich mit Superhighoutput PUs zwar was erreichen, doch die superstarken Magnete stören die Schwingung der Saite selbst.
Fenderizer hat geschrieben:hörnli hat geschrieben:Spielt Holz bei Solidbodys eine Rolle? Kaum!
Hierüber gibt es regelmässig Diskussionen, z.B. "welche Sorte klingt wie?".
Fakt aber ist, daß die Saiten nicht auf freier Wildbahn schwingen, sondern zusammen mit den komplexen Resonanzen der restlichen Gitarrenteile (Hals, Korpus, Tonabnehmer (Magnetfeld!)) erst das hörbare Ergebnis produzieren.
Stimmt alles, doch bei Strat- Typ Gitarren sind die Abnehmer ja wackelig am Pickguard montiert, da übertönt die Resonanz des Pickup- Gewicht/ Pickguard- Federsteife Federpendels alles....Desgleichen wenn auch weniger extrem passiert beim Les Paul- Type Humbucker der in seinem Plastikrähmchen rumschwingt. Wenn Du allerdings die Pickups mechanisch steif mit dem Korpus verbindest können wir damit beginnen über den Einfluß des Solidbody- Korpusholzes zu philosophieren. Wenn da nicht der Einfluß der Stegmechanik und deren Befestigung, der Verbindung Hals Korpus.... Das Holz hat >>zunächst<< keinen Einfluß!
Allein der Klangunterschied zwischen Gibson Tune-O-Matic- Bridge und der massiven Wrap-around- Bridge ist deutlich hörbar, gerade bei unverstärkten Spiel. Und auch die schlichte Anwesenheit eines Hals Pickups lässt den Klang deutlich ermatten.
Es ist unfassbar, welch dreisten Schabernack die Instrumentenindustrie mit Gitarristen treibt.
Wusste garnicht, daß der Helmuth Lemme eine WWW hat, bin heute erst darüber gestolpert:
http://www.gitarrenelektronik.de/elektr ... ronik.htmlDa werden Sie geholfen.
Gruß