Gitarrenmikrofon - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Gitarrenmikrofon
BeitragVerfasst: 14.12.2004 13:39 
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Trusted Junior

Registriert: 15.03.2003 22:10
Beiträge: 203
Hallo!

Ich hätt da mal eine Frage:
Ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Mikrofon zuzulegen, mit dem ich meine Gitarren, und zwar sowohl Akustisch als auch Elektrisch (sprich: das was ausm Verstärker kommt) mikrofonieren kann. Und zwar in folgenden Einsatzgebieten/mit folgenden Anforderungen: Das Mikro sollte zumindest in Studioproduktionen mit Amateuransprüchen einsetzbar sein (im Idealfall auch für Profiansprüche- wenn möglich ich leg Wert drauf, daß es gut klingt), aber gleichzeitig auch für Live-Betrieb tauglich sein, denn da wird es vorwiegend eingesetzt werden. Gleichzeitig sollte es bezahlbar sein (meine Vorstellungen wären vielleicht so Maximum 250 Euro, da tät ich's mir allerdings schon überlegen).
Ich weiß nicht, ob das realistisch ist; ich hab nur schon mitbekommen, daß in Studioproduktionen bisweilen das SM57 für E-Gitarre eingesetzt wird, und das ist ja nun auch nicht so brutal teuer.

Ansonsten: Müßte das Mikro ein Kondensator-Mic sein?
Klingen die kleineren da ausgewogen, oder überwiegen da zu sehr die Höhen? Was ist mit Feedback-Problemen im Live-Betrieb?
Wäre für meine Zwecke z.B. das Sennheiser e609 eine sinnvolle Möglichkeit?
Gibt es ein Mikro, daß ggf. auch gleichzeitig noch für Gesang geeignet ist?

Viele Fragen...bitte haut mich nicht, wenn sie allzu blöd waren. Aber da ich als Normalverbraucher nicht alle Mikros im Schrank hab und sie testen kann, sind meine Erfahrungen und mein Wissen darüber begrenzt.

Danke schonmal für eure Antworten.

Viele Grüße,
Kilian


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BeitragVerfasst: 14.12.2004 17:13 
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Moderator
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Registriert: 20.04.2006 07:17
Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
Also ein Mikro für...
- A-Gitarre
- E-Gitarre
- Gesang
...dass dann zusätzlich noch für live UND Studio geeignet ist, wirst Du sicherlich nicht finden. Für eine A-Gitarre würde ich Dir dringend zu einem Studio-Kondenser (Großmembran) raten, dass kannst Du Live aber mit ziemlicher Sicherheit haken (vor allem für Gesang). Kauf Dir am besten EIN etwas besseres Kondensator-Mikrofon für's Studio mit umschaltbarer Richtcharakteristik für Gesang und A-Gitarre (zur Not auch E-Gitarre) und dann hast Du schonmal einen recht guten Grundstock. Das kannst Du erstmal auch ziemlich vielseitig einsetzen (halt im Studio, nicht live) und hast für Gesang und die Abnahme von akkustischen Instrumenten ein Top Mikro... Alles andere kaufst Du Dir dann nach und nach dazu.

Was ich Dir sehr empfehlen kann ist das Rode NT2-A (teste ich gerade selber) ist ein sehr gutes Kondensator-Mikrophon und für die Features und den recht ausgewogenen Klang ziemlich günstig (350 Euro mit Spinne).

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 14.12.2004 18:08 
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Trusted Junior

Registriert: 15.03.2003 22:10
Beiträge: 203
Danke schonmal für Deine Einschätzung!
Also, um das etwas zu präzisieren: Daß das Mikro Gesang kann ist nicht so wichtig. Das wäre nur ein netter Nebeneffekt gewesen, den ich mitgenommen hätte, wenn es ihn denn dazu gegeben hätte.

Dann ist noch der Live-Einsatz wichtiger als der Studio-Einsatz. Ich bin bei weitem nicht so oft im Studio, daß ich es mir leisten kann und will, ein Mikrofon ausschließlich fürs Studio zu kaufen.
Nur will ich mir ungern ein Mikro kaufen, daß zwar für Live taugt, weil man's da eh nicht so genau hört, und sobald man was damit aufnehmen will, reicht es schon nicht mehr. Da wäre es schön, wenn das ein bißchen mehr mitmacht.
Wenn's das nicht gibt, dann muß ich das nochmal überdenken.
Mir ist's damit nicht so dringend. Nur will ich, wenn ich mir ein Mikrofon kaufe, die Mittel möglichst optimal einsetzen.

Gruß,
Kilian


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BeitragVerfasst: 14.12.2004 18:32 
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Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
Also grundsätzlich kann man auch mit einem dynamischen Mikrofon im Studio arbeiten. Wirklich bringen tut es das aber nicht (hör Dir mal den Unterschied an). Eine Eierlegende-Woll-Milch-Sau findet man nur auf sehr wenigen Gebieten (geschweige denn in der Musik) und meistens funktionieren diese Lösungen dann nur mäßig...

Im Zweifelsfall lieber etwas mehr Geld (in mehrere Mikrofone) investieren, als später festzustellen, dass Du was gekauft hast, was Du nicht brauchst.

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 14.12.2004 23:15 
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Trusted Junior

Registriert: 15.03.2003 22:10
Beiträge: 203
Naja, ich habe nicht so viele Erfahrungen mit Kondensator-Mikros, aber ich habe immer den Eindruck, daß sie mir zu höhenbetont sind.

Ich habe bisher zweimal im Studio Akustikgitarre eingespielt. Ich meine, die wäre beide Male von jeweils 2 dynamischen Mikros abgenommen worden, allerdings bin ich mir insbesondere beim 2. Mal nicht sicher. Müßte da nochmal nachfragen. Ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck, daß es schlecht geklungen hat.

Wobei, wie schaut es denn bei der elektrischen aus? Ist da auch Kondensator so empfehlenswert?

Natürlich will ich mir nichts kaufen, was ich später bereue, weil es ein allzugroßer Kompromiß war. Das bringt es nicht.
Mehrere Mikrofone kommen mir sicher zu teuer, ich finde das lohnt sich für mich nicht so wirklich.

Gruß,
Kilian


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BeitragVerfasst: 15.12.2004 20:42 
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Kistenschlepper
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Beiträge: 56
Wohnort: Siegen
Auch mal meinen Senf dazu abgeben:

Dave hat schon recht, kaufe dir lieber mehrere Mikrofone für verschiedene Einsatzzwecke (wenn auch nicht alle auf einmal).
Kondensatormikros sind (nach meiner Erfahrung) einfach weniger eingeschränkt was Frequenzen angeht und, falls gewünscht, kommt der Raumklang mit. Das lässt mehr Spielraum für Nachbearbeitung (vorhandene Frequenzen kann man leiser machen, nicht vorhandene kann man _nicht_ einfügen).

Wenn das Frequenzband eines (bzw. dessen das du gehört hast) dynamischen Mics gut gefällt ist das wunderbar, aber es lohnt sich zu vergleichen. Dynamische Mikrofone haben (u.a. um Rückkopplungen zu vermeiden) teilweise ein ziemlich ausgedünntes Frequenzspektrum, das ist dann ein vordefinierter Equalizer, und nimmt Nachbearbeitungsmöglichkeiten.

Ich finde vor allem bei A-Gitarre gibt es einige Frequenzen, die ich nicht missen möchte (welche aber von einem dynamischen [Gesangs-]Mic gekillt würden)...
...wenn du einen Piezotonabnehmer hast, könntest du auch eine Kombination Piezo <-> (Raum-)Mikrofon ausprobieren.


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BeitragVerfasst: 15.12.2004 23:22 
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Moderator
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Registriert: 20.04.2006 07:17
Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
Also wenn's um E-Gitarren geht, sind dynamische Mikros auf jeden Fall ok, gerade bei verzerrten Geschichten interessieren eh nur die Mitten. Für A-Gitarre ist ein Kondenser aber schon fast Pflicht...

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 16.12.2004 18:14 
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Trusted Junior

Registriert: 15.03.2003 22:10
Beiträge: 203
Hallo!

Ok, ich halte also daraus fest:
- Es gibt nicht wirklich ein Universalmikrofon für meinen Zweck.
- Für Akustik: Kondensatormikrofon u.A. wg. besserem Frequenzgang.
- Für E: Dynamisches Mic ok.

Werde dann wohl mal schauen, ob ich mir nicht eins für die elektrische kaufe.
Live geht die Akustik sowieso über den Piezo-Abnehmer (ich steh zwar eigentlich nicht wirklich auf Piezo-Sound, aber Live tut's das mit einigem EQing ganz gut und es ist weniger Rückkopplungsgefahr), im Studio ist man zumeist eh besser ausgestattet und für Homerecording langt was anderes auch, da tut's meistens sogar das Mikro daß ich hier hab.

Vielen Dank für eure Antworten!
Wenn dem einen oder anderen noch was sinnvolles einfällt, bin ich für Meinungen dankbar.

Gruß,
Kilian


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BeitragVerfasst: 08.01.2005 11:07 
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Meister der Töne
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Registriert: 05.01.2005 15:49
Beiträge: 2217
Wohnort: FOH
lieber Kilian,
Dave hat wie immer Recht. Er ist aber Perfektionist Smile

Ich faß dich mal zusammen: Livemikro mit hoher Trittschalldämmung, sehr ausgewogener Klang aber nicht zu spitz, druckfest für höhere Lautstärken, gut geeignet für Instrumente und auch mal für Gesang.
Bezahlbar soll es auchnoch sein...

Dein Kompromiß: Das ist ein ausgeprägtes Richtmikrofon, "Superniere".
also nicht für Chor, Duett. Ebenso nicht für Bassdrums etc.

Ich wähle das SENNHEISER MD441 (dynamisch)
sieht etwas komisch viereckig aus, entspricht aber gut deinen Wünschen. Unbedingt antesten Smile

Für das 441 empfiehlt sich ein kleiner Vorverstärker mit sym. Eingang dicht am Stativ, es macht mit langen Kabeln Unfug und hat auch einen recht niedrigen Signalpegel. Am besten selber bauen, der VV muß extrem rauscharm sein, im Handel ist zuviel Schrott im Umlauf. ( unter 20 euro die teile )

Das ist meine persönliche Meinung. Du solltest das also unbedingt testen bevor du es nimmst.

Liebe Grüße
Manuela


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BeitragVerfasst: 08.01.2005 17:26 
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Trusted Junior

Registriert: 15.03.2003 22:10
Beiträge: 203
Hallo Manuela,

danke für deine Einschätzung.

Die Trittschalldämpfung ist mir zwar relativ egal, den Rest meiner Wünsche hast du recht gut zusammengefasst.

Problem nur: Die knappen 700 Euro die das Sennheiser MD411 zu kosten scheint, sind für mich längst jenseits dessen, was ich bezahlen will.

Danke aber trotzdem, liebe Grüße,
Kilian


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