Gute PA-Anlage gesucht... aber welche? - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 02.06.2011 20:02 
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gerade frisch dabei

Registriert: 02.06.2011 19:48
Beiträge: 5
Hallo,

ich brauche mal euren Rat bezüglich PA-Anlage, da dies komplettes Neuland für uns ist.

Wir sind ein Gitarrenduo-also 2 Gitarren und 2 Stimmen. Allerdings sollte die Anlage auch für andere Formationen geeignet sein, da bei größeren Auftritten auch durchaus mehrere Instrumente wie Klavier (Keyboard), Bass etc. dazukommen können.

Es ist also ein ziemlicher "unplugged" Sound mit 2 Westerngitarren, den Stimmen und auch mal Mundharmonika...

Wir haben hochpreisige Gitarren und auch ein gutes Mischpult. Nun wollen wir hier nicht an der falschen Stelle sparen und Geld sollte hier (fast) keine Rolle spielen. Im Vordergrund muss der gute Klang stehen.

Wir spielen derzeit mit einer schlechten PA-Anlage die nicht gut klingt und wollen diese nun endlich ersetzen. Nur wissen wir nicht, worauf zu achten ist. Bei den Instrumenten kennen wir uns aus-aber in diesem Bereich leider nicht und das ist ja auch wieder eine eigene Wissenschaft wie zB: Was ist "besser"-aktiv oder passiv?

Was sind denn renomierte "Marken" und Modelle - also bei denen man quasi keinen Fehlfriff machen kann?

Es sollten Sääle bis 300 Leute bespielt werden können - zum Teil auch Open Air...

Die Bose L1 habe ich schon in verschiedenen Erweiterungsformen probiert, bin davon allerdings nicht sonderlich begeistert.

Mit was spielt ihr so? Wie gesagt, in erster Linie muss der gute Klang im Vordergrund stehen-denn das erwartet auch das Publikum.

Vielen Dank für jedes Feedback!

Greg


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BeitragVerfasst: 03.06.2011 01:23 
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Anfänger

Registriert: 31.05.2011 00:24
Beiträge: 37
Wohnort: Werder
Hallo
Saal und Open Air... da gehts schon mal los.
Zwei grundverschiedene Anwendungen. Was kommt häufiger vor?
Ankunft - Aufbau - Abbau innerhalb welcher Zeit? Bleibt die PA im Zelt (?) -Aussen (?) über Nacht z.B. draussen?
Es gibt Systeme die prima für die eine Anwendung geeignet sind aber wenig oder gar nicht für die andere und umgekehrt. Geht schon los mit den verwendeten Chassis - Papmembran oder Glass Fibre. (Ansprechverhalten contra Watherproof) und und...
Macht mal ne realistische Einschätzung - (Ziele) dann kann man Ratschläge erteilen.
Grüße

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BeitragVerfasst: 03.06.2011 14:13 
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Semi-professional

Registriert: 11.04.2007 18:35
Beiträge: 291
Wohnort: München
Hi!

Wenn rund 2000 EUR drin sind, würde ich Euch ein Pärchen RCF ART 712A empfehlen. Ich kenne den großen Bruder (722A mit einem noch leistungsfähigerem Hochtöner) und bin sehr angetan davon. Dazu noch ein Paar gute Hochständer (von K&M z.B.) und die zugehörigen Transporttaschen (sehr praktisch in der Anwendung). Die Boxen machen einen überraschend kräftigen Bass, lösen klar und deutlich auf und tragen über eine gute Strecke. Eure Anforderungen sollten davon gut abgedeckt werden.

Auch die QSC K-12 geht qualitativ in eine ähnliche Richtung, die habe ich aber nur ganz kurz angehört. War gefällig und auch im Bassbereich überraschend gut.

Viele Grüße
Jo

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Johannes Komarek
Mix4Munich
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BeitragVerfasst: 04.06.2011 14:18 
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gerade frisch dabei

Registriert: 02.06.2011 19:48
Beiträge: 5
Hi und danke schonmal für das Feedback!

Also zur Anwendung: Die Open Air Einsätze sind sicher sehr überschaubar und selten. Die PA bleibt auch nicht fest installiert irgendwo stehen, sondern wird von Gig zu Gig auf- und abgebaut.

Diese RCF werde ich mir mal ansehen... Vielen Dank schonmal für diesen Tip! Der Bassbereich ist für unsere Musik ja nicht so extrem wichtig, ich schätze, da werden 2 Sateliten mit einer Bassbox reichen. Gitarren und Stimmen reizen diesen Frequenzbereich ja kaum aus... Erste bei größeren Veranstaltungen wäre da vermutlich ein 2er Subwoofer nicht schlecht. Aber bei richtig großen Veranstaltungen muß die Anlage ohnehin vom Veranstalter gestellt werden...

Lg,
Gregor


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BeitragVerfasst: 06.06.2011 10:40 
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Anfänger

Registriert: 31.05.2011 00:24
Beiträge: 37
Wohnort: Werder
Die Fullrange RCF sind gut!

Persönlich würde ich bei dem Anforderungsprofil zu einem Komplettsystem von HK Audio tendieren - Bass und zwei Satelliten. Bass incl. drei Endstufen. Satelliten passiv. L.U.C.A.S. gibts in verschiedenen Leistungsklassen. stabil, ausdauernd, robust, flexibel erweiterbar, noch bezahlbar

Die RCF wären mir "optisch" zu wenig. Technisch sind die gut.

Grüße

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BeitragVerfasst: 08.06.2011 00:04 
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Trusted Junior

Registriert: 26.11.2009 19:25
Beiträge: 156
Wohnort: Großenkneten
Wenn Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, dann kann ich die http://preisvergleich.alles-mit-links.n ... e/hk+actor nur wärmstens empfehlen.

Damit deckt man von der Kleipe bis zum kleinen OpenAir alles ab, und klanglich ist die Actor sehr ausgewogen und neutral.

Gruß Matthias

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BeitragVerfasst: 09.06.2011 17:10 
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gerade frisch dabei

Registriert: 02.06.2011 19:48
Beiträge: 5
Ok, danke für die Tipps!

Die HK Lucas Smart wird wohl definitiv zu klein sein...

Jetzt hören wir uns mal die Actor an bzw. diese RCF Anlagen. Obwohl das im Musikgeschäft ja auch nicht immer so möglich ist... mal schauen...

Danke euch!

Gregor


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BeitragVerfasst: 19.06.2011 11:00 
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Semi-professional

Registriert: 11.04.2007 18:35
Beiträge: 291
Wohnort: München
Naja, bei Investitionen in dieser Größenordnung dürfte sich die Investition von einem Tag Zeit und ein paarhundert gefahrenen Kilometern lohnen, so dass Ihr auch mal die Musikgeschäfte in der weiteren Umgebung anfahren könntet. In welcher Region wohnst Du denn, dann könnten wir ein paar empfehlenswerte Läden mit Auswahl aufzählen.

Viele Grüße
Jo

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Johannes Komarek
Mix4Munich
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BeitragVerfasst: 19.06.2011 17:28 
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gerade frisch dabei

Registriert: 02.06.2011 19:48
Beiträge: 5
Hallo mix4munich,

also ich wohne in Wien. Da gibt es ein wirklich großes Musikgeschäft und sehr viele kleine. Also die Geschäfte abzufahren ist kein Problem und hab ich großteils auch schon gemacht.

Gestern haben wir mit 2 Stk. geliehenen 10" Boxen von Mackie, ich glaube die SRM350, bei einem Zeltfest gespielt (ohne Sub). Unsere alten Collins haben wir als Monitore verwendet. Die reichen dafür auch. Die Resonanz vom Publikum war, dass der Klang nicht schlecht war. Es waren schätzungsweise 100-150 Leute. Also eher klein. Geregnet hats auch noch, was natürlich Störgeräusche auf der Zeltplane verursachte. Das war allerdings kein Problem. Ich fand allerdings, dass die Boxen bei der doch notwendigen höheren Lautstärke sehr am Limit angekommen waren und sehr höhenlastig.

Die Frage ist, ob da ein Subwürfel was bringen würde (keine Ahnung ob es das passend von Mackie dazu gibt), oder die nächst höhere Serie (12 Zöller) zu nehmen... Was sagt ihr generell zu Mackie? Die RCF Anlagen interessieren mich auch sehr, habe allerdings noch keine hören können...

Lg,
Gregor


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BeitragVerfasst: 06.07.2011 05:06 
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Moderator
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Mackie ist seit dem Abverkauf von RCF leider sehr in der Qualität gesunken. Das betrifft Klang alsauch Zuverlässigkeit.

In der Theorie sind Aktivsysteme besser, die Praxis lehrt aber, dass die Hersteller immer irgendwas versauen. Z.B. sind die RCF Art 4xx und 7xx sehr gute Tops, die Subwoofer dazu sind klanglich allerdings sehr wenig überzeugend. Ähnlich ist es bei FBT auch. Von dB Technologies würde ich ganz die Finger lassen, das ist quasi die Billigschiene von RCF. Die QSC K-Serie habe ich gehört, allerdings die Bässe dazu noch nicht. FBT hat eine andere Serie mit gut klingenden Bässen, dafür weniger flexiblen Tops. Mischen von zwei verschiedenen Serien würde ich nicht ohne Weiteres wagen, bei Aktivsystemen bleibt keine Möglichkeit, die Einzelkomponenten nach eigenem Ermessen abzustimmen, es sei denn man betreibt wieder Aufwand wie ein zusätzlicher Controller. Wenn man allerdings richtig viel Geld ausgeben möchte, bekommt man z.B. bei Meyer hervorragende Aktivsysteme.

Was ich euch gerade NICHT empfehlen würde, sind Systeme der Größenordnung HK Lucas. Kleine Tops plus (sackschwerer) Aktiv-Subwoofer, das Ergebnis sind dünne und schlecht ankoppelnde Tiefmitten, und die finde ich gerade bei Akustikgitarren und männlich tiefem Gesang sehr wichtig, gerade wenn der Bassbereich eher leer bleibt, ist nichts da, womit man diese Leere in den Tiefmitten kaschieren kann.

Nehmt ein wenig Geld in die Hand, kauft euch z.B. zwei Audio Zenit ND12 und zwei NDW18, dazu eine RAM S6044 Endstufe und einen Xilica XP2040 Controller. Ich denke, damit seid ihr auf der sicheren Seite, könnt variieren: Minijobs nur mit den Tops, etwas größer mit einem NDW18 dazu, noch größer mit dem zweiten NDW18. Die Handhabung des Controller beschränkt sich bei euch auf das Aufrufen des richtigen Setups, das sind ca. drei bis vier zu merkende Knopfdrücke. Die Verkabelung ist ebenfalls äußerst einfach. Controller und Endstufe kommen in ein Rack, dazu gibts zwei lange vierpolige Speakons und zwei kurze. Die langen führen von der Endstufe zu den Boxen, entweder Subwoofer oder Top, je nachdem, ob die Subwoofer dabei sind, und die kurzen dann jeweils vom Subwoofer zum Top. Im Prinzip kann man nichts falsch machen dabei. Der Vorteil: Viel mehr Headroom als die bisher hier vorgestellten Möglichkeiten und ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis.

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Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

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