HAMSTERKÄFIGPAPPEN vs PA-CHASSIS - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: HAMSTERKÄFIGPAPPEN vs PA-CHASSIS
BeitragVerfasst: 11.07.2005 23:30 
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Meister der Töne
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Registriert: 05.01.2005 15:49
Beiträge: 2217
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Es wäre schön wenn man mal jemand den Unterschied zwischen einem "Raveland 15er" und einem guten PA Chassis erklären könnte, und zwar so daß Leute ohne Ahnung von Lautsprecherbau das auch verstehen können.

Diese Hamsterkäfigpappen haben jawohl bestimmte Eigenschaften (nicht).


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BeitragVerfasst: 11.07.2005 23:36 
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Trusted Junior
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Registriert: 11.07.2005 12:08
Beiträge: 112
Wohnort: 27793 Wildeshausen
sollte das jetzt ne anspielung sein zwinkernd breit grinsend

ich denke was erstmal ziemlich wichtig ist ist der Wirkungsgrad.
ein um 3dB höherer Wirkungsgrad ersetzt mal eben 500Watt leistung oder sogar mehr.

die Verarbeitung der Raveland Pappen ist mangelhaft.
für viele Subwoofer eigenen sich die die Membranen garnicht.
also ist nicht stabil genug usw.

der einzige Vorteil den die Raveland und Ravemaster Chassis haben ist der Preis (ich meine jetzt nicht das Preis-Leistungs Verhältnis)
einen 15"er für 20€ ist billig. Das Problem ist nur das er nichts taugt breit grinsend Terminator


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BeitragVerfasst: 11.07.2005 23:54 
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Meister der Töne
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Registriert: 05.01.2005 15:49
Beiträge: 2217
Wohnort: FOH
ich denk hier eher an technische Eigenschaften wie zB diesen ominösen QTS.


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BeitragVerfasst: 12.07.2005 04:27 
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Semi-professional
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Registriert: 19.01.2005 15:38
Beiträge: 260
Wohnort: Feldkirchen-Westerham (bei RO)
einige beispiele, was anders ist bei guten chassis...

* das a und o, eine i.d.r stabilere membran mit meist weniger verbiegung und partialschwingungen

* meist einen vernünftig starken magneten, der nicht nur aus kostengründen minimal dimensioniert ist (-> praxistaugliche tsp und effizienz)

* einen _entwickelten_ stabilen korb, der die teile zusammenhält und nicht wie verrückt schwingt (wobei teils lieblose verarbeitung wie nicht entgrateter gusskorb bei neuen ev)

* eine rechnerisch _designte_ und nicht zufällige belüftung

* höhere präzision bei der fertigung ( -> engerer spalt -> antrieb), negativbeispiel solton zumindestens die 18er ( darf man aber nicht sagen)

* zumindest einigermassen lineares magnetfeld durch vorhergehende feldberechnungen / design der polplatten etc.-> xmax, klirr

* siehe paforum sram thread thermisch/induktive features (erstmals nicht durch rcf/bms, sondern ev vor zig jahren entwickelt, "tir" in der dlx serie)

* @ hf treibern präzision + bearbeitungs knowhow der membran/ phaseplug (temperverfahren etc), da braucht man nicht mehr dazu sagen. entweder es missklingt dann, oder die membran wird schnell zerschossen, oder es wird leise ( newman criteria)

* bessere materialien ohne pfennigfuchserei z.b. spider mit silikon gegen sprödbruch ( ausnahme neue ev mit katastrophalem + brüchigem spider), teureres magnetmaterial

* teils hitzebeständigere kleber als die konkurrenz ( heute eher nimmer)

* feuchtehemmende beschichtung der membran -> verhindert aufquellen

* teuere r+d was resonanzbedämpfung auf sicke und memnbran angeht ( rmd, spezielle ausgefuchste kalotten usw)

* geringere exemplarstreuungen + verlässliche katalogdaten

* bei billigchassis teils besch...ene kontaktierung ( speziell eminenz 8er zwinkernd hauptausfallursache)


da tritt die bedeutung der absoluten tsp doch ziuemlich in den hintergrund, nicht? zumindest solange man mit einigermassen glaubhaften werten aus der broschüre rechnen kann...

billigchassis sind halt sehr oft nach der maxime "hauptsache korb sieht aus wie 2241, und gleichviele ringe sind auf der membran" "designt"

das sollte für heute reichen.

leka nosht
wolfgang


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BeitragVerfasst: 12.07.2005 11:03 
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Profi-Mucker

Registriert: 20.04.2004 12:50
Beiträge: 1432
Wohnort: Sindelfingen
zu meist ist das günstige Zeug auch erbärmlich leise.

ab und an ähnelt dann auch der Frequenzgang dann einem Alpen panorama

oder die sereien konstanz ist faktisch nciht vorhanden.


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BeitragVerfasst: 12.07.2005 16:16 
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Semi-professional

Registriert: 14.09.2004 19:07
Beiträge: 446
Wohnort: Leipzig
Ich rüste mal Wolfgangs Gedanken noch etwas auf: Und zwar sind das die hohen Fertigungstoleranzen innerhalb ein und derselben Lautsprecherserie (wenns richtig gut werden soll, ergibt das ne harte Selektion von Chassis, je nach dem, wieviele Pappen da gleichzeitig arbeiten) sollen.
Vielen Kriterien von Wolfgang kann ich da nur zustimmen und das ist erst einmal firmenunabhängig (Produzent) zu sehen.
Gerald1


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 Betreff des Beitrags: Frage
BeitragVerfasst: 12.07.2005 18:37 
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Groovesau
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Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Hallo,

Habe da eine eventuell dumme Frage: sind die Raveland-Teile nicht weich aufgehängt bzw. nimmt man für PA (und darauf bezog sich Manuela's Anfrage ja wohl) nicht eher hart aufgeängte Membrane?

Habe beim kurzen Googlen nach ein wenig Info zu den Teilen eigentlich nur die zwei Modelle "Raveland TW 3000" und "Raveland AXX 1515" gefunden. Die sehen meiner bescheidenen Meinung nach aber ziemlich weich aufgehängt aus (die stark gewölbte Sicke sieht aus wie wenn sie aus Gummi wäre).

Gruß - der Fenderizer®


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BeitragVerfasst: 15.07.2005 23:13 
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Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Harte Aufhängung ist kein Muss für PA-Lautsprecher. Allerdings ist eine harte Aufhängung ein Muss für alle effizienten Lautsprecher. Man könnte sagen, je tiefer ein LS im Verhältnis zur Membranfläche soll, desto weicher ist er aufgehängt. Da ein HiFi-6,5"er ja möglichst schon bis 45Hz spielen soll, muss er also sehr weich aufgehangen sein (und im Gegenzug zur 'Tiefe' ist er auch ineffizient). Wenn ich einen 12er bis 40Hz betreiben möchte, egal ob PA oder HiFi, wird er weich aufgehangen sein (Es gibt Ausnahmen).

Eine weiche Aufhängung gestattet auch höhere Auslenkung (ohne schwer an der Membran zu zerren), allerdings schützt er die Membran schlechter vor Taumelbewegungen.

_________________
Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

http://www.studior.info


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.07.2005 19:26 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Hallo Jens,
Jens Droessler hat geschrieben:Harte Aufhängung ist kein Muss für PA-Lautsprecher. Allerdings ist eine harte Aufhängung ein Muss für alle effizienten Lautsprecher.

Aaah jetzt ja ... und ich dachte, daß die Einspannung bei der hohen Impulsbelastung durch wenig(er) komprimierte Signale leiden könnte.
Danke für die Erklärung.
Jens Droessler hat geschrieben:Eine weiche Aufhängung gestattet auch höhere Auslenkung (ohne schwer an der Membran zu zerren), allerdings schützt er die Membran schlechter vor Taumelbewegungen.

Das kenn ich von Dynaudio-Boxen: Auslenkung, bis es die Augen nicht mehr glauben wollen ...

Gruß - der Fenderizer®


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BeitragVerfasst: 18.07.2005 19:46 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Naja, die Einspannung (Sicke, Spinne) leidet schon unter den Bewegungen, besonders unter hohen Auslenkungen. Gummi-Sicken haben damit am wenigsten Probleme. Die spielen auch in 10 Jahren noch (wenn nichts anderes die LS zerstört). Schaumstoff-Sicken wie früher an den LS in den Bose 802 und 402 zerfallen schon ohne Bewegung nach ein paar Jahren, aber häufiger Einsatz hat die Zeit noch verkürzt... Pappe-Sicken gehen nur selten kaputt (bei 'art-gerechtem' Einsatz, also keine BR-tauglichen LS in Extrem-Hörner etc.), werden aber mit der Zeit einfach weich.

Nun ist es aber so, dass extrem hart eingespannte LS normalerweise eh keinen großen Hub vollbringen müssen, weil sie entweder im Mittetonbereich oder in kräftig geladenen Hörnern eingesetzt werden. Von daher gleicht sich das irgendwo wieder aus.

Zudem gibt es heutzutage Lautsprecher, bei denen man von der Sicke her noch keine Einschätzung machen kann, ob der LS wirklich hart oder weich eingespannt ist. Da gibt es Hightech-Konstrukte, wo der Luftspalt hinten offen ist und nochmals eine Spinne eingesetzt wird. Vorne dann Gummi-Sicke für viel Hub und wenig Stress, aber hinten durch insgesammt Vierfach-Spinne trotzdem hart eingespannt.....

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