Phil Delay hat geschrieben:Ich habe den Text mal durch gelesen und bin jetzt eignetlich nicht schlauer als vorher.Das man den Raum mit dem Schaumsotff nicht zu kleben soll ist mir klar.Aber die frage zum Problem war eignetlich: Wie bzw. Wo bringe ich den Schaumstoff an?
Hmmm ... irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, daß Du den Text vielleicht gelesen, aber nicht wirklich verarbeitet hast.
1) Abb. 9 zeigt z.B. die optimale Lautsprecheraufstellung also etwas weg von der Rückwand und symmetrisch zum Raum / Abhörposition.
2) in Kap.3 werden die verschiedenen Möglichkeiten beschrieben, die Raumakustik zu beeinflussen, z.B. mit Absorbern und Diffusoren. Dazu kommen Hinweise, wie solche Absorber und Diffusoren aufgebaut sind. Auch, daß z.B. ein Bücherregal als (günstiger) Diffusor wirken kann. Du mußt also nicht unbedingt ausschließlich auf die - für Dein Budget insgesamt wohl zu teuren - Schaumstoffe zurückgreifen.
3) in Kap.4 wird beschrieben, wie bzw. womit man einen Raum sukzessive optimieren kann. Daraus ergibt sich auch das Auf- bzw. Einbringen von Absorbern und Diffusoren (Life-End/Dead-End = LEDE). Die Positionierung von Absorbern (an der Wand / Fenster hinter den Lautsprechern) und Diffusoren (an der Wand / Tür hinter dem Abhörplatz) bei LEDE siehst Du in Abb.20. Wenn Du diese verbreitete Lösung kopieren willst, weißt Du damit schon einmal, was Du wo platzieren mußt (was Deine Frage
'Wie bzw. Wo bringe ich den Schaumstoff an?' letztlich beantwortet). Über die benötigte Menge und damit Fläche von Absorbern und Diffusoren entscheidet schlußendlich Dein Raum und der dort angestrebte Klang. Hier würde ich versuchen, sukzessive mehr Material einzusetzen, bis der Raum trocken genug ist.
Mehr Anleitung geht IMHO eigentlich nicht, außer Du befragst einen gelernten Akustiker (was wir alle hier mit ziemlicher Gewissheit nicht sind!) zu dem Thema. Das alleine dürfte allerdings schon
wesentlich mehr als Dein genannten Mini-Bugdet kosten.
Gruß -
der FenderizerP.S: Um abschließend die Frage nach dem WIE noch einmal genau zu beleuchten: Du könntest Die Schaumstoffplatten etc. mit Bau-Kleber an die Wände pappen oder ggf. erst auf dünne Holzplatten (z.B. MDF) und diese dann wie Bilder an der Wand aufhängen. Letztere Herangehensweise wäre u.a. vollkommen reversibel und Du könntest nach Lust und Laune mit Menge (=Fläche) und Positionierung der Akustikelemente herumprobieren. Zur Not müßtest Du halt die letztlich nicht benutzen Aufhängungspunkte wieder entfernen und ggf. zuspachteln ...