In dem Alter doch (wieder) anfangen mit Cello? - Thema anzeigen

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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
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BeitragVerfasst: 27.02.2010 18:43 
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gerade frisch dabei

Registriert: 12.02.2010 21:08
Beiträge: 6
Hallo ihr Lieben,

ich habe das Cello spät für mich entdeckt-mit 17 hatte ich den ersten Unterricht und zwar für ca. 2 Jahre. Dann habe ich Abi gemacht und konnte mir danach den Cellounterricht nicht mehr leisten. Es hatte mir großen Spaß gemacht, auch wenn es natürlich 1000 Mal schwieriger war, als ich es mir vorgestellt hatte.

Bald bin ich mit dem Studium fertig und habe dann vielleicht wieder etwas mehr Geld. Dann möchte ich wieder Unterricht nehmen (ein Cello habe ich, das seit 6 Jahren unbenutzt rumsteht). Aber ich weiss nicht, ob es sich lohnt. Inzwischen bin ich schon 26. Was ich am Cello liebe, ist dieser sonore, weiche Klang. Ich habe es damals nicht geschafft, dem Instrument diesen Klang zu entlocken. Ich frage mich, ob mir das noch gelingen wird. Mein Ziel wäre, dass es eben einfach nach Cello klingt, und nicht das Kreissäge;-). Ich hoffe, dass ihr wisst was ich meine. Es ist nicht mal so, dass es bei mir damals so falsch klang. Einigermaßen sauber konnte ich relativ bald spiele, aber der Klang war einfach sch... Es klang einfach nicht nach Cello. Jetzt habe ich seit 6 Jahren nicht gespielt und frage mich, ob ich es je schaffen könnte. Ich wäre schon zufrieden, wenn ich nur ein einfaches Stück spielen könnte, wenn es dann nur nach Cello klingt. Bei mir klang es immer so hart. Schwer zu beschreiben. Meint ihr, man kann das in meinem Alter noch lernen?
Wenn ja, würdet ihr Unterricht von einem professionellen Musiker (z.B. von einem Orchestermusiker) nehmen oder "nur" von einem Musikstudenten? Hat jemand eine Ahnung, wieviel privater Unterricht so kostet?
Danke vielmals! Luzifer


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BeitragVerfasst: 27.02.2010 20:08 
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Moderator
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Registriert: 14.11.2005 18:18
Beiträge: 1646
Wohnort: Hamburg
Hi Luzifer,

was Du beschreibst ("soll klingen wie ein Cello") bezieht sich wohl in erster Linie auf die Bogentechnik, nebenbei auch auf die Tongebung links, also Vibrato etc.

Beides kann man natürlich mit 26 noch lernen! Nur los, besorge Dir einen guten Lehrer und genieße den Celloklang!

Musikstudenten sind tendenziell eine gute Wahl, speziell wenn sie gerade im Unterrichtspraktikum sind, eventuell kannst Du dann als "Versuchskaninchen" in Lehrproben etc. kostenlos oder preisreduziert Unterricht bekommen. Ansonsten würde ich bei einem Studenten für eine 3/4-Stunde so zwischen 15 und 20 Euro zahlen.

Gruß Tommok


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BeitragVerfasst: 27.02.2010 22:46 
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Trusted Junior

Registriert: 26.11.2009 19:25
Beiträge: 137
Wohnort: Großenkneten
Hi Luzifer,

das ist schon eine seltsame Begrüßung, aber nun zum Thema.

Die Frage die du unbeantwortet läßt ist die, wo du mit deinem Cello-Spiel hin willst!

Oberliga ist wohl mit 26 nicht mehr, aber tiefe Töne werden eigentlich immer gebraucht.

Gruß Matthias

_________________
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BeitragVerfasst: 27.02.2010 23:05 
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gerade frisch dabei

Registriert: 12.02.2010 21:08
Beiträge: 6
Tommok hat geschrieben:Hi Luzifer,

was Du beschreibst ("soll klingen wie ein Cello") bezieht sich wohl in erster Linie auf die Bogentechnik, nebenbei auch auf die Tongebung links, also Vibrato etc.

Beides kann man natürlich mit 26 noch lernen! Nur los, besorge Dir einen guten Lehrer und genieße den Celloklang!

Musikstudenten sind tendenziell eine gute Wahl, speziell wenn sie gerade im Unterrichtspraktikum sind, eventuell kannst Du dann als "Versuchskaninchen" in Lehrproben etc. kostenlos oder preisreduziert Unterricht bekommen. Ansonsten würde ich bei einem Studenten für eine 3/4-Stunde so zwischen 15 und 20 Euro zahlen.

Gruß Tommok


Danke Tommok, das klingt sehr ermutigend:-). Ich weiss nicht, woran es lag, dass es bei mir nicht nach Cello klang. Bestimmt nicht am Cello, eher an mir:D bzw. an der Bogenführung, da hast Du wohl recht. Ich schätze es ist normal, dass es ein paar Jahre dauert, bis man einen schönen Klang auf einem Streichinstrument hinbekommt. Und erst recht, wenn man in dem Alter anfängt. Vielen Dank für Deine Antwort! Luzifer


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BeitragVerfasst: 27.02.2010 23:17 
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gerade frisch dabei

Registriert: 12.02.2010 21:08
Beiträge: 6
mgrie hat geschrieben:Die Frage die du unbeantwortet läßt ist die, wo du mit deinem Cello-Spiel hin willst!


Hallo Matthias,
tja, Luzifer ist nun mal Spitzname, aber bin eigentlich ganz harmlos, also keine Angst;-)

Wo ich hin will, ist folgendes: Mir würde es schon reichen, wenn ich ganz einfachen-mittelschweren Stücke auf dem Cello spielen könnte, nur für mich. Das kann ich zwar bzw. konnte ich schon, aber es klang einfach nie so schön. Ich habe bisher einfach keinen schönen Ton hinbekommen und ich frage mich, ob mir das irgendwann noch gelingen wird, wenn ich wieder Unterricht nehme. Kurz gesagt, ob man die richtige Technik noch im Erwachsenenalter lernen kann. In den zwei Jahren in denen ich Unterricht hatte, habe ich es nicht geschafft. Wenn ich vor dem Spiegel geübt habe, habe ich bemerkt, dass ich den Bogen nicht richtig halte und er immer wieder in die falsche Stellung rutschte. Ich überlege das mit dem Unterricht noch, weil ich Angst habe, dass ich dann nach 20 Jahren Unterricht merke, dass es einfach immer noch so schrecklich klingt. Dass ich einfach schon zu alt bin, um es zu lernen.


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BeitragVerfasst: 22.05.2010 20:26 
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Zuschauer

Registriert: 28.05.2009 11:55
Beiträge: 17
Hey Luzifer,

meine Antwort kommt zwar etwas spät, da ich lange nicht hier war, aber ich hoffe, dass das Thema noch aktuell für Dich ist.

Also ich kann nur sagen: TU ES!!!

Ich selbst habe erst letztes Jahr überhaupt angefangen Cello zu spielen, hab so ein Teil vorher noch nie angefasst Confused

Ich bin 26 Jahre alt und habe mit 15 mal ein Jahr lang Gitarrenunterricht gehabt und das wars auch schon, ich konnte noch nicht mal Noten!
Klingt ziemlich hoffnungslos nicht wahr?
Aber das war und ist es nicht, ich habe mir spontan ein Cello gekauft, weil ich nun endlich Geld verdiene und schon immer Cello spielen wollte, da es einfach das schönste Instrument ist, wie Du schon sagst, diese warmen Töne haben es auch mir angetan Smile

Dann habe ich mir eine Lehrerin gesucht, ich wollte nicht in eine Musikschule, zu teuer und unflexibel, deshalb hab ich mich bewusst auf die Suche nach einem Musikpädagogikstudenten gemacht und schnell eine tolle Lehrerin gefunden (15 € / Stunde), die mich in diesem einen Jahr schon ziemlich weit gebracht hat, ich kann endlich Noten lesen (hätt ich nie gedacht) und ich denke, dass es schon einigermaßen gut klingt. Es macht wahnsinnig viel Spaß und es ist nie zu spät. Mein Freund hat mit 28 Jahren angefangen, Schlagzeug zu spielen und er ist jetzt auch ein super Schlagzeuger (mit 33), zumindest reicht es, um in einer schnellen Metal - Band zu spielen.
Das Alter ist wirklich völlig egal, hauptsache Du hast Spaß dran und Übung macht bekanntlich den Meister, wenn Du einen guten Lehrer findest, dann wird er Dir schon beibringen, dass es gut klingt.

Bleib dran!

LG, Schnaddel
Mr Green


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BeitragVerfasst: 16.11.2010 18:12 
Offline
Anfänger

Registriert: 16.11.2010 17:56
Beiträge: 26
Hallo Luzifer!
Dieses Thema ist schon etwas älter. Aber ich bin neu hier. Wie läuft es denn? Hast du wieder angefangen? Weißt, du: es gibt auch noch Menschen, die mit 40 ein Instrument lernen. Ich denke auch, dass eine gute Technik wichtig ist für einen guten Klang. Deswegen ist es wichtig, dass du -gerade in den Anfangsjahren- einen wirklich guten Lehrer hast, der dir die Technik gut vermitteln kann und sie immer wieder korrigiert, bis sie intus ist. Das ist sehr wichtig. Denn ich habe mit 7 J. mit Geige angefangen und hatte 14Jahre lang eine miserable Technik. Dann habe ich eine Weile kaum gespielt und vor 2,5 Jahren wieder angefangen. In dieser Zeit hatte ich jetzt 4 Lehrer und hab jedes Mal die Technik umgelernt. Jetzt habe ich einen sehr guten Lehrer, der mir die Technik wunderbar vermittelt. Und ich bin jetzt 27. Ich will damit sagen, es ist auch in deinem Alter auf jeden Fall möglich einen schönen Ton zu erlangen und die Technik zu beherrschen.
Nur Mut Smile

_________________
Dem Mann soll die Musik Feuer aus dem Geiste schlagen. (L.v.Beethoven)


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