instrument. Üben/Musizieren mit Hilfe der PC-Anlage - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 26.11.2004 21:22 
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Zuschauer

Registriert: 25.06.2004 17:23
Beiträge: 20
Wohnort: Weihenzell (Mittelfranken)
Hallo,
Ich möchte meine PC-Anlage nutzen als Übehilfe und für Begleitung aus dem Computer (also Horn und ...) im Sinne des Playalong und habe keine Ahnung.

Angeblich sei es möglich
- Stücke anzuhören
- beliebige Übetempis einzustellen
- die Melodiestimme oder eine beliebig andere selbst mit dem Horn dazu zu spielen
- sich diese Stimme einzeln und sogar in der richtigen Transposition für sein Instrument in Noten ausdrucken zu lassen
- man könne zusätzlich das selbst Geblasene aufnehmen und sich so kontrollieren
- über Internet gebe es darüber hinaus viele interaktive Kurse für Gehörbildung, Rhythmusschulung, Musiklehre u.v. mehr.

Ein Bekannter hat mir erzählt, daß es einfache (abgespeckte) Programme hierfür geben soll, die auch ein unbedarfter, betagterer User für den oben beschriebenen Zweck ohne Schwierigkeiten und ohne mühseliges und langwieriges Einarbeiten (Verlust von wertvoller Übezeit) verwenden kann.

Erschlug mir vor:
§ Programm "Logic fun" der Fa. Emagic,
§ eine Soundkarte mit GM-Standart (?) wie z. B. "Creative" (?).
§ Gut wäre auch zum Üben mit CD's im Computer das Programm "Slowdown" (???).

Das Technische habe ich nicht verstanden und der Bekannte selber kann mir dabei nicht helfen.

Örtliche Musikgeschäfte verstanden mich nicht in meinem Vorhaben (oder ich konnte mich nicht genügend verständlich ausdrücken). Sie wollten mir ohne jegliche weitere Betreuung „Capella“ oder „Finale“ oder ein anderes, teueres Programm verkaufen und konnten gleichzeitig nichts zu der erforderlichen Hardware sagen. EDV-Geschäfte kannten sich mit einem "Heimstudio" oder so, wie sie sagten, nicht aus.

Meine grundsätzlichen Fragen deshalb:

1. Sind meine laienhaften Vorstellungen überhaupt in einem vertretbaren Rahmen realistisch zu verwirklichen?
2. Wo gibt es für Anfänger Informationen? Auch Volkshochschulen und Musikschulen bieten für diesem Bereich nichts an.

Vielleicht kann mir jemand gelegentlich mit einigen Tipps bzw. Infoquellen weiterhelfen. Ich geniere mich einerseits, mit diesen für den Kundigen banalen Fragen in dieses Forum zu gehen und befürchte gleichzeitig die hilfreichen Antworten im Computerjargon dann doch nicht zu verstehen.



Herzliche Grüße
Willy


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BeitragVerfasst: 30.11.2004 20:11 
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gerade frisch dabei

Registriert: 02.11.2004 17:04
Beiträge: 9
Wohnort: bei Hamburg
Okay...ich bin zwar auch nur Laie, aber vielleicht kann ich dir trotzdem helfen...Smile


- Stücke anzuhören
->Das geht z.B. mit dem "Windows Media Player", der sich eigentlich auf deiner Festplatte befinden sollte (wenn du Windows benutzt). Solltest du kein anderes Abspielprogramm installiert haben (Winamp, Real Player usw.), müssten sich alle Audiodateien, die du öffnest (z.B. Audio-CDs, MP3-Dateien etc.) automatisch mit diesem öffnen.

- beliebige Übetempis einzustellen
->Dazu eignen sich z.B. Programme wie das Metronom von http://www.earpower.com/, (sofern du damit Metronome meintest) aber als gestandener Musiker hast du sicher auch ein "normales" Metronom zwinkernd

- die Melodiestimme oder eine beliebig andere selbst mit dem Horn dazu zu spielen
->Dazu eignen sich Übungs-CDs, bei denen die einzelnen Stimmen mal mitgespielt werden, mal nicht - oder nur die Stimmen, zum Anhören. Aus eigener Erfahrung kenne ich nur die 4 CDs für die Chorstimmen im Messias, aber für Horn wird es sowas sicher auch geben.

- sich diese Stimme einzeln und sogar in der richtigen Transposition für sein Instrument in Noten ausdrucken zu lassen
->Dies geht sehr gut mit dem Programm capella ( http://www.capella.de/ ), das aber sehr teuer ist. (ca.150Euro). Ich habe beim Googeln die Seite http://www.musica.at/shareware/Notation/ gefunden, schau dich da mal um, mit den Programmen da habe ich aber keine Erfahrung,kann also auch leider keine Tips geben. Sad

- man könne zusätzlich das selbst Geblasene aufnehmen und sich so kontrollieren
->Das geht mit dem Windows Audiorecorder, der ist bei jeder Windows-Installation eigentlich dabei. Wenn du Windows XP hast, findest du ihn unter
Start/Programme/Zubehör/Unterhaltungsmedien.
Hierbei kann allerdings etwas nervig sein, dass jede neue aufgenommene Datei nur 60 Sekunden lang ist. Beim Googeln bin ich auf das Programm Audacity gestoßen, mit dem man auch aufnehmen kann.
http://freeware.siebernet.de/audio/soundeditors.html

_________________
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BeitragVerfasst: 06.12.2004 17:50 
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Zuschauer

Registriert: 25.06.2004 17:23
Beiträge: 20
Wohnort: Weihenzell (Mittelfranken)
Hallo Hauke,

vielen Dank für Deine Antwort. Entschuldige bitte, daß ich so verspätet reagiere. Leider habe ich zu Zeit Schwierigkeiten mit der Verbindung ins Internet.

Ich habe einige Übe-CD's (Play along) mit Noten. Das ist zwar schon schön, aber man hat keine freie Tempowahl: oft ist nur ein Übetempo vorgegeben und dann kommt schon das Orginaltempo. Diese CD's habe auch den Nachteil, daß man bestimmte einzelne Stellen nur schwer findet, da sie oft nur wenige tracks (Spuren) als Markierung haben. Es ist dann oft umständlich eine bestimmte Stelle zu finden.

Da meine körpereigene Festplatte nicht mehr so schnell reagiert und schon einige kleine Löcher gelegentlich aufweist, habe ich allergrößte Schwierigkeiten beim Hornspielen mit dem "vom Blatt-transponieren". Wahrscheinlich werde ich das nie mehr richtig lernen. Deshalb habe ich die Hoffung, daß ich z.Bsp. über das Einscannen oder sonstige Eingeben meiner Horneinzelstimme von meinem PC diese für mich als [B]Stimme für Horn in F fertig transponiert ausgedruckt bekomme.
Meine Fragen deshalb:

1. Ist so etwas grundsätzlich möglich? Ich vermute mal ja.
2. Wie muß der PC mit welchen (Sequenzer) Programmen bestückt werden?
3. Wer, Firma, Branche richtet einem soetwas ein?

Sind meine Vorstellungen in einem halbwegs vertretbaren Rahmen tatsächlich zu verwirklichen?

Gruß
Willy


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BeitragVerfasst: 07.12.2004 23:44 
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Trusted Junior

Registriert: 23.09.2002 21:28
Beiträge: 145
Es gibt Notensatzprogramme wie z. B. Capella oder Sibelius, die zusätzlich ein Scannmodul haben, um Noten abzuscannen und sie dann als Midi weiter zu verarbeiten. Tranzponieren geht dann einfach.

Liebe Grüße
vocede

_________________
http://www.voce.de


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BeitragVerfasst: 08.12.2004 00:40 
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Admin ehrenhalber
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Registriert: 15.12.2001 19:40
Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg
vocede hat geschrieben:Es gibt Notensatzprogramme wie z. B. Capella oder Sibelius, die zusätzlich ein Scannmodul haben, um Noten abzuscannen und sie dann als Midi weiter zu verarbeiten. Tranzponieren geht dann einfach.
Allerdings - und da bitte ich um Berichtigung falls sich technisch mittlerweile etwas geändert haben sollte - sind nach meiner Erfahrung die Ergebnisse sehr bescheiden. Bevor man diesen Weg geht ist eine komplette Neueinspielung mit wesentlcih weniger Aufwand verbunden.

Gruß,
Matthias


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BeitragVerfasst: 08.12.2004 20:14 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Da stimme ich mit Matthias überein. Immer wenn ich den Scan-Weg probiert habe, haben die Fehlerausbesserungen länger gedauert, als wenn ich es gleich neu eingespielt,-tippt hätte. Bei mir geht übrigens interessanterweise das Eintippen per Computertastatur schneller, als mit dem Keyboard (was wohl eher auf meine Ungeübtheit mit Flexi-Time oder Midieingabe hindeutet).


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 Betreff des Beitrags: Üben und Noten schreiben mit dem PC
BeitragVerfasst: 03.01.2005 00:41 
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Zuschauer
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Registriert: 02.01.2005 23:45
Beiträge: 19
Hallo zusammen,

Der letzte Beitrag ist ja schon eine Weile her, trotzdem nochmal zu dem Thema:

Wenn man mit dem Computer sowohl Noten schreiben als auch abspielen - und noch in unterschiedlichen Tempi - will, ist ein Notensatzprogramm auf jeden Fall das Programm der Wahl.

Von den vielen genannten Programmen ist capella auf jeden Fall eines mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, kann sowohl abspielen, mit dem Vorspielfilter in der Version 5.0 sowohl die ganze Partitur als auch jede beliebige Stimmenkombination, jedes gewünschte Tempo und so weiter, außerdem ist die Transposition in beliebige Tonarten ohne weiteres möglich.

Zum Abspielen wäre noch zu sagen, dass die Tonerzeugung natürlich elektronischer Form über die Soundkarte des Computers erfolgt und die Tonqualität damit nicht mit einer von echten Instrumenten eingespielten Play-Along-CD zu vergleichen ist. Aber zum Üben von Rhythmus und Intonation reichts vollkommen aus. Die neue Version von capella berücksichtigt auch notierte Dynamik und sogar die Stimmtonhöhe kann variabel eingestellt werden. In dieser Hinsicht hat capella in der neuesten Version wirklich viel dazugelernt.

Das Einlesen der Noten mit dem extra zu erwerbenden Capella-scan geht immer dann sehr gut, wenn man gut zu lesende gedruckte Vorlagen einscannt, und nur dann! Ich habe schon einzelne Stimmen gescannt und bis auf drei Noten wurde alles erkannt. Alles handgeschriebene oder schlecht kopierte Material spielt man lieber von Hand ein.

Egal, mit welchem Programm man arbeitet, man muß auf jeden Fall mit einer gehörigen Einarbeitungszeit rechnen, bevor man flüssig damit arbeiten kann. Das ist vielleicht sogar der Knackpunkt der ganzen Angelegenheit.

Ein anderer Punkt, der für mich im Gegensatz zu anderen Programmen capella für den Laien interessant macht, ist der Benutzerkreis: Capella wird viel von Musiklehrern, Kirchenmusikern und musikalischen Laien benutzt, während z.B. Sibelius sich im Moment im professionellen Bereich zu etablieren scheint. Außerdem haben in der Vergangenheit auch sehr viele Capella-Nutzer ihre gesammelten Werke über den Entwickler zur veröffentlicht, und wenn es die Partiturbibliothek mit den 7000 Titeln auch nicht mehr direkt bei capella gibt, so gibt es doch viele Stellen, an denen man schon fertige Partituren herunterladen und weiterbearbeiten (z.B. transponieren) kann.

Ich hoffe, das war hilfreich

Grüße

moritzheinz


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 Betreff des Beitrags: Üben und Noten schreiben mit dem PC
BeitragVerfasst: 12.01.2005 20:32 
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Zuschauer

Registriert: 25.06.2004 17:23
Beiträge: 20
Wohnort: Weihenzell (Mittelfranken)
Hallo Leute,
vielen Dank! Euere Beiträge waren mir sehr hilfreich. Für mich bin ich nun zum Ergebnis gekommen, die Finger von Musikprogrammen, Sequenzer, PC-Aufrüstung etc. zu lassen. Der Zeitaufwand des Einarbeitens erscheint mir doch sehr umfangreich zu sein. Lieber verwende ich meine kostbare Freizeit für das herkömmliche Üben und bleibe auf meiner F-Horn-Insel.

Kennt Ihr Adressen von Leuten, die beruflich Einzelstimmen transponieren?
Was kostet wohl dann so die Seite, wenn man einen faieren Preis dafür entrichten will?

Gruß
Willy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.01.2005 21:47 
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Profi-Mucker
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Registriert: 07.12.2001 16:54
Beiträge: 1702
Wohnort: Raum Frankfurt
"Orginaltempo. Diese CD's habe auch den Nachteil, daß man bestimmte einzelne Stellen nur schwer findet, da sie oft nur wenige tracks (Spuren) als Markierung haben. Es ist dann oft umständlich eine bestimmte Stelle zu finden."

Das kann man selber korrigieren: Mit einem Programm wie WAVELAB den CD-Track importieren und neue zusätzliche PQ-Codes oder gar Loops definieren. In diesem Zusammenhang kann man auch andere Tempi wählen , berechnen lassen und auf CD bringen. Ich habe sowas kürzlich im Auftrag gemacht.

_________________
Jürgen - Mobile Tonaufnahmen


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