Inwie fern kann man singen lernen? - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 30.10.2010 13:56 
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BeitragVerfasst: 07.11.2010 17:38 
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Gerhard "Helmi" Eichberger


Dies ist mein erstes Posting in diesem Forum hier.

Ich möchte mich gleich ebenfalls mit der Frage anschließen, ob und inwieweit man Singen lernen kann.

Mein Problem ist einerseits, daß ich zwar höre, daß zwei Töne unterschiedlich klingen, aber oft nicht weiß, ob der eine Ton nun höher oder tiefer als der andere ist. Das kann ich nur dann erkennen, wenn die Töne weiter auseinander (also etwa vier, fünf Halbtöne voneinander entfernt) sind. Einen vorgegebenen Ton nachzusingen, funktioniert nicht wirlich. Es ist nur Zufall, da mal den richtigen Ton zu erwischen. Und wenn ich sage, das ist der richtige Ton, dann sagt mir die Gesangslehrerin, daß ich ganz daneben bin.

Andererseits habe ich auch Schwierigkeiten mit dem Rhythmus. Ich muß das richtig lernen, da ich kein angeborenes Rhythmusgefühl habe. (Meine Eltern haben sich nie für Musik interessiert.) Deshalb nehmen wir beim Gesangsunterricht derzeit nur derartige Übungen, daß ich versuche, die Lieder, die für mich komponiert worden sind, zu singen. (Ist derzeit mehr ein Sprechgesang, sollte aber noch etwas besser werden.)

Ein Musiker meint, der Umstand, daß manche Leute ein Rhythmusgefühl haben und andere nicht, liegt daran, daß die eine Mutter während ihrer Schwangerschaft tanzen gegangen ist und die andere nicht. (Meine Mutter hat nie getanzt.)

Nun noch ganz kurz (?) zu meiner Person in Bezug auf die Musik (ist der Rest meines Postings):

Als ich 18 wurde, reifte in mir der Wunsch, Rocksänger zu werden. Nur kannte ich damals keine Musiker (es gab bei uns am Land damals offenbar keine), außerdem wurde mir dies von meinen Eltern verboten, da sie befürchteten, ich könnte rauschgiftsüchtig werden (Elterliche Ansichten halt). So beschränkte ich mich darauf, Liedtexte und Gedichte zu schreiben - die meisten wurden allerdings von meiner Mutter im Ofen verbrannt, da sie ihr nicht gefielen und ich es wagte, diese im Familienkreis bei Sippentreffen vorzulesen.

1991 wurde ich dann Akteur der Rock-Schock-Gruppe DRAHDIWABERL - das war für mich der Ausgleich dafür, daß ich zuhause eher streng gehalten wurde, so eine Art Eselsmesse. Doch erst im Jahr 1999 lernte ich einen der Musiker näher kennen. Der ist Berufsmusiker und holte mich als originellen Nummernansager zu einer seiner Bands.

Da ich schon lange gebeten habe, bei DRAHDIWABERL auch mal ein Lied zu singen, wurde mir dann diese Chance gegeben: Im Jahr 2000 wurde mit mir das Lied "Liebe im Schnee" (das ist eine Verarschung der volksdümmlichen Musik) aufgenommen, das auf der (leider bald wieder vergriffenen) CD "Torte statt Worte" war. Leider war es kein Liedtext von mir. Ich tat mir im Studio sehr schwer. Ich wußte nicht, wo ich mit dem Gesang einsetzen sollte und war mal zu langsam, mal zu schnell. (Töne treffen war bei diesem Lied eh nicht so wichtig.) Es wurden jeweils vier Zeilen aufgenommen und das dann x-mal wiederholt. Der Produzent sagte mir, daß die Techniker da sehr viel tricksen mußten und die einzelnen Zeilen zusammenschneiden, weil überhaupt nichts gestimmt hat. Das Ergebnis konnte sich aber immerhin hören lassen.

Ich sagte dem befreundeten Bassisten, daß ich gerne eine eigene Band gründen würde und hatte da als Musiker jene seiner damaligen Band im Auge, ergänzt noch durch einen Keyboarder. Ich schlug vor, daß man mal zu meinen Texten (die die Musiker recht gut fanden) eine Musik komponieren sollte und daß wir mal zum Proben anfangen sollten. Da wurde mir aber vom Bassisten geantwortet, ich müsse erstmal Auftritte aufstellen, dann erst fängt man zum Proben an. Ein anderer Musiker (also keiner meiner Band) meinte, daß das Schwachsinn ist; zuerst muß man ein Programm erarbeiten, das muß spielbereit sein, dann erst könne man sich um Auftritte umschauen. Ging aber nicht: "Wir proben da nicht herum, und dann gibt es keinen Auftritt." Alles, was in dieser Zeit passierte, war, daß im Jahre 2005 zu einem meiner Texte eine Melodie komponiert worden ist - nur haben es die Musiker verabsäumt, mir eine Pilotstimme draufzusingen; selber kam ich trotz etlichem Herumprobierens leider nicht dahinter, wie mein Text da zu dieser Musik zu singen wäre.

Im September 2009 veranstaltete ein Freund von mir ein Computerveteranentreffen in Wien. Da habe ich ihn gefragt, ob das nicht eine Gelegenheit wäre, dies gleich mit dem ersten Auftritt meiner Band zu verbinden. Er stimmte zu, also verständigte ich die Musiker. Ich plante vorab gleich ein Dreistundenkonzert (mit einer längeren Pause dazwischen) mit 52 Nummern, davon 17 eigene, wovon 16 erst noch aus meinen Texten komponiert werden müßten, eine wäre ein Cover mit Text von mir. Leider sagten mir die Musiker gleich, daß man nur fünf Proben machen könnte (es wurden dann eh sechs) und daß das Komponieren eigener Lieder zeitlich nicht drinnen ist, also wir nur Covers spielen können. Weiters mußte ich für jede Probe jedem Musiker 70 Euro Probengeld und für den Auftritt 400 Euro pro Musiker bezahlen.

Im Saal war zwar eine Musikanlage vorhanden, aber die war dem Bassisten nicht genug, also mußte ich auf meine Kosten eine andere Musikanlage nach den Wünschen des Bassisten reinstellen lassen. Ich wollte haben, daß möglichst viele Gäste zum Konzert kommen, also ließ ich öffentlich plakatieren (das geht sauber ins Geld!) und auch viele Flyer auslegen. Da der Saal nur für 500 Gäste zugelassen ist, meine Gesamtkosten aber laut Kalkulation bei 9.000 Euro lagen, hat ein Verwandter den Eintritt mit 20 Euro errechnet. Er sagte, wenn ich weniger verlange, mache ich mich der betrügerischen Krida schuldig, da es dann ja gar nicht möglich wäre, das reingesteckte Geld wieder herauszubekommen; dies könnte dann den Verlust meines Arbeitsplatzes und eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Weiters meinte er, dies wäre dann auch ein Grund, mich besachwaltern zu lassen. (Meine Familie kommt ja immer wieder mal mit dem Entmündigungsthema daher.)

Der erste Auftritt fand also am 26. September 2009 statt. Gekommen sind 15 zahlende Gäste. (Die Computerveteranen, die schon tagsüber da waren, durften gratis zuschauen, ebenso geladene Gäste.) Bei dem Auftritt ist so ziemlich alles danebengegangen, was man sich nur vorstellen kann: So gab es keinen Wirten und somit kein Catering, der Veranstalter hat noch zwei Kartons mit Dosenbier besorgt, das wurde an die Gäste verkauft. Obwohl ich dem Veranstalter gesagt und gemailt habe, daß er den Auftritt bei der AKM melden muß, hat er das nicht gemacht. Am Vortag vor der Veranstaltung wurde ich von der AKM angerufen, daß die plakatierte Veranstaltung nicht angemeldet worden ist und daß das der Veranstalter SOFORT zu machen hat, weil man sonst einen Kontrollor schicken müßte. Der Veranstalter meldete nicht an, und der Kontrollor kam, während wir noch in einem Lokal saßen (weil es kein Catering gab, mußten wir woanders essen, deshalb und wegen anderer Unzulänglichkeiten begann das Konzert mit ca. 1,5 Stunden Verspätung). Allerdings hatte der Kontrollor nur mit der Frau an der Kasse gesprochen - der Veranstalter war zwar anwesend, hat sich aber nicht bei ihm gemeldet. Später habe ich die Rechnung über den Musikbeitrag erhalten, die ich beeinsprucht habe, weil ich nicht der Veranstalter war. (Der Veranstalter behauptete, dies wäre eine private Veranstaltung gewesen, da habe die AKM ohnehin keinen Zutritt.)

Heuer hätte es die Möglichkeit eines Kurzauftrittes gegeben, bei dem auch der ORF mitgefilmt hätte. Die ursprünglichen Musiker hätten an diesem Tag aber keine Zeit gehabt, weil sie woanders aufgetreten sind. Also erhielt ich die Zusage eines anderen Bassisten, der versprach, den Gig mit seinen Leuten zu spielen. Ich hätte auch nur 200 Euro und kein Probengeld bezahlen müssen. Dieser Bassist komponierte dann auch eine Nummer für mich. Weiters wurde eine Nummer für mich von meiner Gesangslehrerin komponiert. Dummerweise mußte mir dann dieser andere Bassist absagen, da er mit seinen Leuten ein Engagement in Deutschland bekommen hatte, wo mehr gezahlt wird. Er sagte mir aber, daß er Ersatz an der Hand hat. Dann wurde ich von den Ersatzmusikern angerufen. Diese verlangten von mir eine Fixgage von 1.500 Euro. (Ich hätte keine Gage für den Auftritt bekommen.) Also sagte ich dann (auf Anraten eines anderen Musikers) diesen Auftritt ab.

Stattdessen arbeite ich nun an meiner ersten CD. Ich will kein Billigdorferprodukt, so wie es die Bands in meiner Gegend machen: Die nehmen im Probekeller auf, brennen die CDs auf ihrem PC und verkaufen sie um 3 - 5 Euro (mehr zahlen deren Fans in unserer Gegend nicht für eine CD). Nein, meine CD soll ein ordentliches Produkt sein. Ich gehe mal davon aus, daß das Studio (inkl. Studiomusiker, Tontechniker, Mischen und Mastern) so um die 7.500 Euro kosten wird. (Genaue Zahlen kann man vorab nicht sagen, weil man ja nicht weiß, wie lange ich im Studio brauche - ob ich das alles an einem Tag schaffe oder ob mehrere Aufnahmetage erforderlich sind.) Und die CDs sollen natürlich ordentlich gepreßte werden.

Es gehen noch die Meinungen bezüglich der Stückzahlen auseinander. Ein Musiker meint, ich soll nicht mehr als 100 Stück herstellen und erst, wenn ich die verkauft habe, nachpressen. Allerdings kosten 100 Stück genausoviel wie 499 Stück, nämlich 260 Euro. 500 Stück kosten 320 Euro, 1.000 Stück kosten 400 Euro und 2.000 Stück kosten 560 Euro, diese sind schon vierfärbig bedruckt.

Weiters kommt noch dazu, daß meiner Familie nicht recht ist, daß ich da soviel Geld ausgebe. Mir wird nahegelegt, eine Vereinbarung zu unterschreiben, daß ich mich verpflichte, im Falle die CD ein finanzieller Mißerfolg wird, mit meiner Besachwaltung durch einen Verwandten einverstanden zu sein und mit meinen Band- und Theaterarbeiten bei finanziellem Mißerfolg sofort aufhöre. (Meine Familie rechnet da nicht nur die unmittelbaren Produktionskosten für die CD ein, sondern auch meine Gesangsunterrichte und die Fahrtkosten und meine obligatorischen Konsumationen in Wien.)

Das bedeutet jetzt:

Wenn ich nur 100 CDs erzeuge, dann müßte ich ca. 97 Euro für eine CD verlangen, um die Produktions- und Herstellungskosten reinzukriegen. Ich halte es für absolut unrealistisch, die CD zu solchem Preis verkaufen zu können.

Wenn ich aber 2.000 CDs herstelle, dann reicht ein Verkaufspreis von EUR 6,05, um bare auszusteigen, wenn ich alle verkaufe. Wenn ich dann 9 Euro für die CD verlange, dann habe ich meine Kosten herinnen, sobald ich von diesen 2.000 Stück 1.344 Stück verkauft habe. Verkaufe ich alle 2.000 Stück, so habe ich immerhin einen Gewinn von EUR 4.920,--.

Am 10. und 11. November geht's ins Studio, da sind erstmal die Musiker dran. Und ca. zwei Wochen später wird dann mein Gesang (?) aufgenommen...

Naja, soweit mal fürs Erste...


Gerhard


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BeitragVerfasst: 07.11.2010 20:11 
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Gerhard Eichberger hat geschrieben:Wenn ich nur 100 CDs erzeuge, dann müßte ich ca. 97 Euro für eine CD verlangen, um die Produktions- und Herstellungskosten reinzukriegen. Ich halte es für absolut unrealistisch, die CD zu solchem Preis verkaufen zu können.

Wenn ich aber 2.000 CDs herstelle, dann reicht ein Verkaufspreis von EUR 6,05, um bare auszusteigen, wenn ich alle verkaufe. Wenn ich dann 9 Euro für die CD verlange, dann habe ich meine Kosten herinnen, sobald ich von diesen 2.000 Stück 1.344 Stück verkauft habe. Verkaufe ich alle 2.000 Stück, so habe ich immerhin einen Gewinn von EUR 4.920,--.

Hallo Gerhard,
und willkommen im Forum.
Ich möchte ja nicht miesepeterisch daherkommen, aber bei einer Absatzmenge von 2000 CDs wünsche ich Dir echt viel Erfolg. Die Leute kaufen kaum noch CDs von bekannten Akts - und da willst Du 9€ für ne "No-Name-Gut-Gemachte" - von einem "Nicht-Gesangstalent-Gesungene" CD vom Konsumenten haben ? ? ? ?
Ich würde mein Vorhaben auch noch einmal gründlich überdenken.

Beste Grüße
htp_big_M

PS: Bin auch Produzent - und für 7.500€ verspreche ich Dir auch ne "SUUUPER - CD" vor Allem amtlich !!!

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Wenn Du glaubst an der DNA des perfekten Sounds angekommen zu sein, fällt Dir die Watte aus den Ohren.
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BeitragVerfasst: 07.11.2010 21:47 
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Gerhard Eichberger


Fix nochmal!
Jetzt habe ich so eine schöne Antwort geschrieben. Beim Absenden kommt "Die Seite konnte nicht angezeigt werden." ---> meine Antwort ist weg!

Also in Kurzfassung...

htp_big_M hat geschrieben:
Gerhard Eichberger hat geschrieben:Wenn ich nur 100 CDs erzeuge, dann müßte ich ca. 97 Euro für eine CD verlangen, um die Produktions- und Herstellungskosten reinzukriegen. Ich halte es für absolut unrealistisch, die CD zu solchem Preis verkaufen zu können.

Wenn ich aber 2.000 CDs herstelle, dann reicht ein Verkaufspreis von EUR 6,05, um bare auszusteigen, wenn ich alle verkaufe. Wenn ich dann 9 Euro für die CD verlange, dann habe ich meine Kosten herinnen, sobald ich von diesen 2.000 Stück 1.344 Stück verkauft habe. Verkaufe ich alle 2.000 Stück, so habe ich immerhin einen Gewinn von EUR 4.920,--.

Hallo Gerhard,
und willkommen im Forum.
Ich möchte ja nicht miesepeterisch daherkommen, aber bei einer Absatzmenge von 2000 CDs wünsche ich Dir echt viel Erfolg. Die Leute kaufen kaum noch CDs von bekannten Akts - und da willst Du 9€ für ne "No-Name-Gut-Gemachte" - von einem "Nicht-Gesangstalent-Gesungene" CD vom Konsumenten haben ? ? ? ?
Ich würde mein Vorhaben auch noch einmal gründlich überdenken.


Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem namhaften österreichischen Musiker, der vielen Leuten zum Erfolg verholfen hatte, zusammengetan. Der regte an, daß ich doch zuerst mal eine CD machen soll. Schon mal deshalb, weil dies ja mein erster Wunsch war: Zuerst eine CD machen, damit man was zum Verkaufen hat, wenn man auftritt. Als Verkaufspreis schlug er mir 15 - 18 Euro vor.

[Den restlichen Teil meiner Antwort habe ich jetzt nicht nochmal getippt.]

htp_big_M hat geschrieben:PS: Bin auch Produzent - und für 7.500€ verspreche ich Dir auch ne "SUUUPER - CD" vor Allem amtlich !!!

Inklusive Studiomusikern und einigen Leuten, die ich bei einzelnen Nummern dabeihaben will?

Die Suppe ist aber eh schon gegessen. Die Hälfte der Produktionskosten habe ich bereits bezahlt, den Rest soll ich bis übermorgen zahlen. Die Aufnahmen der Musiker sind am 10. und 11. November 2010. Und mein Gesang kommt dann Ende November oder Anfang Dezember dran.

Dummerweise bin ich seit Mittwoch krank (erkältet mit Husten und starker Heiserkeit). Ich hoffe, daß ich bald wieder gesund werde, da ich bei den Aufnahmen der Musiker dabei sein soll. Und üben muß ich mit dem Material dann auch noch, bevor mein Kehlkopf akustisch verewigt wird.


Gerhard


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BeitragVerfasst: 08.11.2010 10:41 
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@Gerhard:

also, ich versuche das ganze jetzt so nett wie möglich auszudrücken. wenn ich mich versehentlich im ton vergreife dann entschuldige ich mich im vorraus.

leider habe ich gelesen das du schon angefangen hast mit der CD. Sonst hätte ich dir DRINGENDST nahegelegt damit zu warten. Ich weis nicht welche Art von Musik du machst, aber es macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn dermaßen viel Geld auszugeben wenn man keine 2 Halbtöne unterscheiden kann.

Ich hab deine Geschichte mit einem weinenden und einem lachendem Auge verfolgt.
Ich würde niemals Probegeld zahlen. Wenn die Musiker Lust auf die Musik mit dir haben, dann spielen sie auch...
Dem "befreundeten" Bassisten hätte ich spätestens bei der Aktion mit der Musikanlage nen Tritt verpasst.
Also mal ehrlich, es gibt Bands welche fast ein Jahr kontinuierlich proben bevor sie überhaupt ans Auftretten denken. Und dann kommt der Typ ernsthaft mit so ner Aktion bei eurem ersten Gig. ich mein sorry aber das ist ein Computer treffen. Da kommen keine 200 leute. Vor der Show zu Flyern und das dann auch noch aus eigener Tasche zu zahlen ist purer Wahnsinn!

Und mal ganz ehrlich, ich kenne dich und deine Familie nicht, aber wenn du ernsthaft glaubst das Leute von jemandem ne CD kaufen die 15 euro kostet den sie noch nie gesehn haben dann lebst du in einer Traumwelt! Ich habe selbst mit meiner Band Aufnahmen mit Professionellem Equipment in unsrem Proberaum gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zum abmischen bzw. Mastern kann mans ja immer noch wo hinschicken.

Bitte, erspare dir selbst den Kummer und lass dir Zeit!

Ps: Ich kenne deine familie nicht, aber wenn das immer noch dieselbe sein sollte die dir mit 18 nicht erlaubt hat zu singen und jetzt von dir verlangt irgendeine erklärung zu unterschreiben, dann würde ich ernsthaft erwägen mich von diesen Leuten zu trennen...

pps: Such dir ne richtige Band und keine Studiomusiker die von dir wollen das du ihnen das Geld in den Rachen wirfst...

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In dieser Zeit so individulastisch wie möglich zu leben, ist der einzige echte Luxus, den es noch gibt

Zitat: Oskar Wilde


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BeitragVerfasst: 08.11.2010 16:14 
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Gerhard Eichberger


diego-scar hat geschrieben:@Gerhard:
also, ich versuche das ganze jetzt so nett wie möglich auszudrücken. wenn ich mich versehentlich im ton vergreife dann entschuldige ich mich im vorraus.

leider habe ich gelesen das du schon angefangen hast mit der CD. Sonst hätte ich dir DRINGENDST nahegelegt damit zu warten. Ich weis nicht welche Art von Musik du machst, aber es macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn dermaßen viel Geld auszugeben wenn man keine 2 Halbtöne unterscheiden kann.

Es geht für mich ja auch darum, endlich mal einen eigenen Tonträger mit meinen eigenen Liedern herauszubringen. Das wollte ich ja bereits 1980. Mittlerweile sind 30 Jahre vergangen - jetzt bin ich 48. Wie viele Jahre soll ich denn noch warten?

Außerdem:
Es ist ja nicht so, daß ich keinen Unterschied zwischen zwei Halbtönen höre - ich kann nur nicht sagen, welcher höher und welcher tiefer ist. Aber irgendwie unterscheiden kann ich sie schon; das heißt, ich bemerke, daß die beiden Töne unterschiedlich sind.

diego-scar hat geschrieben:Ich hab deine Geschichte mit einem weinenden und einem lachendem Auge verfolgt.
Ich würde niemals Probegeld zahlen. Wenn die Musiker Lust auf die Musik mit dir haben, dann spielen sie auch...

Das Problem ist, daß das alles Berufsmusiker sind. Sie sagten mir, daß sie mir eh einen Freundschaftspreis gemacht haben - schließlich zahlen der Wolfgang Ambros oder der Rainhard Fendrich viel mehr...

diego-scar hat geschrieben:Dem "befreundeten" Bassisten hätte ich spätestens bei der Aktion mit der Musikanlage nen Tritt verpasst.

Dann wäre ich wieder ohne Leute dagestanden...
Außerdem weiß ich, daß diese Leute gut sind.

Zur Sache mit der Musikanlage:

Es ist halt so, daß ich kein Techniker bin. Der Veranstalter (ein guter Freund) sagte mir, daß über diese Anlage schon über hundert Bands gespielt haben, und das hat noch jedem gereicht. Wir waren die ersten, die gesagt haben, daß diese Anlage nicht geeignet ist. Es ist bekannt, daß der Bassist gewisse Ansprüche an die Musikanlage stellt, das macht er auch bei anderen Konzerten so. Nicht nur einmal mußte wo eine andere Anlage reingestellt werden, weil sie ihm nicht genügt hat. Es gab im Vorfeld massig Diskussionen deswegen. Der Saalbesitzer wollte zuerst nicht, daß eine andere Musikanlage reingestellt wird, da die vorhandene Anlage von Tontechnikern extra für diesen Saal konzipiert und genehmigt worden ist und außerdem irgendwo ein amtlicher Schrieb existierte, daß lediglich über die bestehende Anlage gespielt werden darf und die Anlage nicht erweitert werden darf. Und der vom Bassisten aufgestellte Anlagenverleiher wollte, daß seine Anlage bei der Veranstaltung versichert sei. Nun ist es zwar so, daß die vorhandene Anlage versichert war; diese Versicherung galt jedoch nicht für dazugestellte Trümmer oder eine mitgebrachte Anlage. Ich fand auch keine Versicherung, die bereit gewesen wäre, diese Anlage zu versichern. Ich hatte 2002 für eine Veranstaltung eine Musikinstrumentenversicherung abgeschlossen - sowas gab es aber mittlerweile nicht mehr. Jetzt gibt es nur mehr Equipmentversicherungen, die der Saalbesitzer abschließen muß und die langjährig gelten. Sowohl der Saalbesitzer als auch der Veranstalter lehnten ab, eine derartige Versicherung abzuschließen mit der Begründung, daß wir gefälligst die vorhandene Musikanlage verwenden sollen und aus. Darauf sagte der Bassist: "In diesem Falle müssen wir den Gig absagen, weil man mit der vorhandenen Anlage nicht spielen kann." Da ich jedoch schon soviel Geld in den Auftritt reingebuttert habe, wollte ich halt doch das Konzert machen. Also wurde eben nach den Wünschen des Bassisten eine andere Anlage reingestellt.

Nach dem Konzert fragte ich den Veranstalter, wie die Leute die von mir gesungenen Texte (auch wenn sie nicht von mir waren, ich hatte aber viel Ungewöhnliches ausgesucht, weil ich mit den von mir vorgetragenen Liedern teilweise den Leuten was mitteilen will) aufgenommen haben. Darauf sagte er mir, daß man meinen Gesang überhaupt nicht verstanden hat, weil der Baß so laut war, daß die Biergläser am Tisch gehüpft sind. Der Veranstalter hat dem Tontechniker gesagt, er solle den Baß zurückdrehen. Darauf meinte der Anlagenverleiher (= Tontechniker, den der Bassist aufgestellt hat): "Ich würde es ja auch anders abmischen, aber der Chef hat es so verlangt." Und dabei hat er nicht auf mich, sondern auf den Bassisten gezeigt. Jetzt ärgere ich mich natürlich, denn die Texte waren schon sehr wichtig. (Im Monitor habe ich meinen Gesang recht gut gehört.)

diego-scar hat geschrieben:Also mal ehrlich, es gibt Bands welche fast ein Jahr kontinuierlich proben bevor sie überhaupt ans Auftretten denken. Und dann kommt der Typ ernsthaft mit so ner Aktion bei eurem ersten Gig. ich mein sorry aber das ist ein Computer treffen. Da kommen keine 200 leute. Vor der Show zu Flyern und das dann auch noch aus eigener Tasche zu zahlen ist purer Wahnsinn!

Ich habe deshalb plakatiert und Flyer verteilen lassen, weil zwar der Bandauftritt im Rahmen des Computertreffens war, ich aber natürlich noch sonstige Gäste beim Konzert haben wollte. (Die Computerleute durften sich soweiso gratis das Konzert anschauen.) Meine Idee war, das auch gleich einem internationalen Publikum vorzustellen - immerhin waren bei dem Computertreffen auch Leute aus Deutschland, Niederlanden und Großbritannien da, von denen einige doch (soweit mir bekannt ist) Kontakte zu irgendwelchen Radiostationen haben. Man muß ja versuchen, Beziehungen knüpfen...

diego-scar hat geschrieben:Und mal ganz ehrlich, ich kenne dich und deine Familie nicht, aber wenn du ernsthaft glaubst das Leute von jemandem ne CD kaufen die 15 euro kostet den sie noch nie gesehn haben dann lebst du in einer Traumwelt! Ich habe selbst mit meiner Band Aufnahmen mit Professionellem Equipment in unsrem Proberaum gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zum abmischen bzw. Mastern kann mans ja immer noch wo hinschicken.

Ich sehe als schlechtes Beispiel die Bands in meiner Gegend. Die nehmen ihre CDs meistens im Probekeller mit einem tragbaren Cassettenrecorder auf und brennen das dann auf dem PC. Diese CDs werden dann um etwa 3 Euro verkauft. Obwohl die Bands teilweise gar nicht mal so schlecht sind, haben die CDs eine fürchterliche Tonqualität. (Die lokalen Bands hier haben kein Geld und daher nichtmal ein Mischpult im Probekeller stehen. Und Laptop hat da niemand...)

diego-scar hat geschrieben:Bitte, erspare dir selbst den Kummer und lass dir Zeit!

Wenn ich mir immer nur Zeit lasse, dann geht gar nichts weiter...

Es sagen auch schon Viele, daß das alles viel zu langsam geht.

Außerdem sagen mir die Leute in der Blackbox (wo ich seit langem über meine Band diskutiere), daß mein Vorhaben aufgrund meines höheren Alters ohnehin grenzwertig ist. Nunja, aber Leute wie Ian Gillan singen ja auch noch...

diego-scar hat geschrieben:Ps: Ich kenne deine familie nicht, aber wenn das immer noch dieselbe sein sollte die dir mit 18 nicht erlaubt hat zu singen und jetzt von dir verlangt irgendeine erklärung zu unterschreiben, dann würde ich ernsthaft erwägen mich von diesen Leuten zu trennen...

Das ist ein unendliches Thema, und da möchte ich mich hier nicht wirklich damit befassen, weil wir dann gar zu sehr offtopic sind.

Daher nur soviel:
Meine Familie hat überhaupt keinen Bezug zur Kunst, auch nicht zur Musik. Es gab nie Musiker oder andere Künstler in unserer Familie. Außerdem befürchtet meine Familie, daß ich mit meinen Band- und Theaterauftritten meinen Arbeitsplatz gefährde und weiters, daß ich damit das Ansehen meiner Familie gefährde. Bei ihnen sind Musiker gleich Rauschgiftsüchtige...

diego-scar hat geschrieben:pps: Such dir ne richtige Band und keine Studiomusiker die von dir wollen das du ihnen das Geld in den Rachen wirfst...

Ich hatte ursprünglich im Konzept festgehalten, daß die Gage nach einem bestimmten Schlüssel verteilt wird. Bei meiner Band HELMI'S NIGHTMARE sollen es nämlich nicht nur die Band geben, sondern auch Special Guests und Akteure für die Bühnenshow. (Ein bißchen was Theatralisches muß schon sein.) Und da soll die Gage halt so verteilt werden, daß 60 % der Gage an die Musiker inklusive mir zu gleichen Teilen verteilt werden sollen, 15 % werden an die Special Guests zu gleichen Teilen verteilt, weitere 15 % werden an die Akteure zu gleichen Teilen verteilt und die restlichen 10 % kommen in die Bandkassa.

Nur leider haben mir da die Musiker nicht mitgespielt. Sie bestanden auf einer Fixgage. Also mußte ich insgesamt 1.600,-- den Musikern für den Auftritt zahlen zuzüglich 280 Euro Probengeld pro Probe. Zwei Special Guests habe ich zusammen 250 Euro bezahlt, die dritte (eine Singer-Songwriterin) spielte kostenlos, wurde allerdings vom Bassisten nicht akzeptiert und war seiner Meinung nach unpassend, was ich nicht fand; sie spielte eines ihrer Lieder auf dem Keyboard und wurde von einer mitgebrachten Geigerin begleitet. Der Bassist ließ die beiden leider nur in der Pause auftreten...


Gerhard


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BeitragVerfasst: 08.11.2010 21:49 
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ich glaube du hast noch nie davon gehört das eine band sich den arsch wo abspielen muss bevor sie mal die möglichkeit hat auf ner großen bühne zu spielen.

sorry aber den leuten interessiert es herzlich wenig ob du flyer gemacht hast oder nicht, das mit dem internationalem publikum ist lächerlich wenn du noch nicht mal in deinem Ort bekannt bist, geschweige denn genügend banderfahrung gemacht hast. Beziehungen zu knüpfen funktioniert immer auf persöhnlicher basis und mundpropanganda (nicht:" schau mal den schönen flyer, sondern:" hey ich hab die letztens wo gesehn." Wie schon gesagt durch AUFTRITTE!)

ich kanns dir nur nochmal sagen. Such dir leute die bock auf musik haben und hör auf mit dem blödsinn mit studiomusiker. sowas kann man vielleicht als xavier naidoo machen.

wenn der veranstalter meint das die anlage genügt dann hat sich euer bassist auch daran zu halten. ich arbeite seit 3 jahren als veranstaltungstechniker. wenn bei mir in der location eine kleine dorfband kommen würde und verlangen würde das ne andre anlage gemietet werden soll dann würde man die auslachen. und an so einer aktion kannst du sehen wie wert es dem bassisten ist einen auftritt als band zu haben. Außerdem hat der ansäsige Techniker meistens tausendmal mehr ahnung als jeder musiker(wie sich auch in der realität gezeigt hat...) In meinen augen war der bassist ein totales ego schwein...

ich versteh nicht warum du alles auf einmal willst. ich mein klar ist es schwer zu warten wenn man schon immer auf der bühne stehen wollte.
aber das sollte kein grund sein sich beinahe in die schulden zu stürzen.

Also ich würde sagen dass das Alter keine rolle spielt. Ich kenne persöhnlich jemand der min. an die 50 ist und in ner Rockband singt, warum auch nicht?

Mal im ernst, sowas mit tänzer etc. kannst du anfangen wenn du nen paar Cd's drausen hast und die leute dich kennen. Davor sowas zu bringen bringt nichts, für die meisten wirkt es sogar lächerlich wenn einen dorfband mit tänzern etc. ankommt. Außerdem ist es für dich auch erstmal nen haufen rausgeschmissenes geld.

Wie schon gesagt, fang doch erstmal klein, respekt muss man sich erarbeiten. Mein opa war auch nicht sonderlich beeindruckt als ich im gesagt hab das ich in ner band spiele (vor allem in ner Art metal band^^) aber als ich im bilder von den auftritten gezeigt hat, hat es ihn beeindruckt...

@mods:
wenn das ganze zu offtopic wird bin ich gerne dazu bereit auf Pm überzugehn. ich find aber das wenn jemand vorhat sich dermaßen in die neseln zu setzen, familien und geldmäßig, dann ist schneller rat angesagt.

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Zitat: Oskar Wilde


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BeitragVerfasst: 08.11.2010 23:21 
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Gerhard Eichberger


Pardon, hier stand die nachfolgende Nachricht nochmal. Ich hatte "edit" angeklickt und noch ein paar Zeilen dazugeschrieben. Beim Absenden bemerkte ich, daß ich aus dem Internet draußen war. (Internetverbindungsabbrüche kommen bei uns am Land oft vor.) Nach neuer Verbindung und Absenden bekam ich die Meldung, daß ich mich beim Forum anmelden muß. (Ich hatte mich gar nicht ausgeloggt.) Dann war die Nachricht zweimal da. Löschknopf gibt's hier leider offenbar keinen...


Gerhard


Zuletzt geändert von Gerhard Eichberger am 08.11.2010 23:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Gerhard Eichberger


Nun hat mich der Musiker, der mit seinem Studio meine CD macht, angerufen und mir gesagt, ich soll über den Preis, den ich für die Produktion bezahle, absolutes Stillschweigen bewahren.

Er sagte mir, daß der Preis, den er mir macht, ein Freundschaftspreis ist. Normalerweise kostet so eine Produktion ungefähr das Zehnfache. Er sagte mir, er weiß, daß ich ein sehr offener Mensch bin und gerne im Internet diskutiere, aber er will absolut nicht, daß da irgendjemand sowas liest und ihn dann fragt, warum er soviel für das Studio bezahlen mußte, wenn er es auch weit billiger macht. Er betonte nochmal, daß dies ein absoluter Ausnahmepreis ist.

Ich sagte ihm, daß ich seinen Namen nirgendwo erwähnt habe und daß ich nur über die Sache an sich diskutiere. Er meinte, es gibt da eigentlich nichts im Internet zum Diskutieren.

Naja...

Ich habe massig in der Blackbox in einem abgeschotteten Bereich (der nicht von Google eingesehen werden kann und nur für Altmitglieder aufrufbar ist) über dieses Thema diskutiert, dort aber auch nicht seinen Namen genannt.

Jetzt würde mich mal interessieren:
Was verlangt eigentlich wirklich ein professionelles Studio für eine derartige Produktion? Also eine CD mit sechs Liedern aufnehmen, schneiden, mischen und mastern zuzüglich vier Studiomusiker. Ich meine damit natürlich nicht irgendein billiges Studio, sondern ein wirklich professionelles, also etwa so eines, wie es die großen Plattengesellschaften (Ariola, CBS, EMI, Polygram-Gruppe, Sony) haben? Nur einfach, damit ich einen Preisvergleich habe.


Gerhard


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BeitragVerfasst: 09.11.2010 00:34 
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Gerhard Eichberger


diego-scar hat geschrieben:ich glaube du hast noch nie davon gehört das eine band sich den arsch wo abspielen muss bevor sie mal die möglichkeit hat auf ner großen bühne zu spielen.

Das ist bei den Musikern, mit denen ich den ersten Auftritt gespielt habe, nicht der Fall. Die sind es gewöhnt, in großen Hallen zu spielen. Beispielsweise auf dem Donauinselfest vor 40.000 Zuschauern. Der Bassist fährt auch oft nach Frankfurt, weil er dort auch eine Band hat.

diego-scar hat geschrieben:sorry aber den leuten interessiert es herzlich wenig ob du flyer gemacht hast oder nicht, das mit dem internationalem publikum ist lächerlich wenn du noch nicht mal in deinem Ort bekannt bist, geschweige denn genügend banderfahrung gemacht hast.

In meinem Ort, kicher!
Der Ort, wo ich wohne, ist eine 2.500-Seelen-Ortschaft (seit 1971 zu Tulln eingemeindet), in der keine Rockbands auftreten dürfen. (Es gab im Florahofsaal zweimal Bandauftritte, das wurde aber eingestellt, weil die Gäste im Saal geraucht und die Stummel auf den Parkettboden geworfen haben - da ließ die Stadtgemeinde auf Kosten des Veranstalters [in einem Fall war das die Band selber] den Parkettboden abschleifen.)

Und in Tulln und Umgebung sind die Konditionen der hiesigen lokalen Veranstalter eher ungünstig. Die Band bekommt in der Regel gar nichts, muß sogar was zahlen, damit sie spielen darf. Zum Beispiel die Konditionen einer Location hier: Die Band ist Veranstalter und zahlt 360 Euro für die Benützung der Musikanlage und auch ihr Catering selber. Flyer erzeugen und verteilen bzw. plakatieren muß sie auch selber. Da sie Veranstalter ist, bekommt sie den ganzen Eintritt, muß aber auch alle Steuern und Abgaben [das sind dann ca. 45 % vom Eintritt] selber bezahlen. Und es wird ihr geraten, nicht mehr als 2 - 3 Euro Eintritt zu nehmen, weil sonst die Gäste wegbleiben. Der Saal ist für 180 Gäste zugelassen. Dort spielen fast nur Bands, die nicht so besonders sind. Ich habe mal versucht, eine ordentliche Band aus Wien dorthin zu bringen. Jedoch hat der Locationbesitzer auf seinen Konditionen bestanden ("Die Konditionen sind für alle gleich, und wenn der Alice Cooper kommt!") und der Bandchef hat diese abgelehnt ("Das können Sie Ihrer Großmutter erzählen!"). Zum Schluss haben sich die beiden nur mehr am Telefon beschimpft.

In einem Buch darüber, wie man als Band erfolgreich werden kann, steht: "There is no better turf as the home turf" Gemeint ist, daß man zuerst dort spielen soll, wo man zuhause ist, weil einem dort ja die Leute (zunächst mal aus dem Bekanntenkreis) schon kennen. Dazu meinte jedoch ein befreundeter Musiker aus Wien: "Das ist ein Schwachsinn. Am Land wird man nicht erfolgreich oder kann höchstens Lokalmatador werden. Wenn man österreichweit bekannt werden will, muß man in Wien bei den großen Konzerten (z. B. als Support) präsent sein." So spielt er mit seiner Band Support zu URIAH HEEP oder IRON MAIDEN.

diego-scar hat geschrieben:Beziehungen zu knüpfen funktioniert immer auf persöhnlicher basis und mundpropanganda (nicht:" schau mal den schönen flyer, sondern:" hey ich hab die letztens wo gesehn." Wie schon gesagt durch AUFTRITTE!)

Das ist klar. Die Flyer dienen ja auch dazu, die Veranstaltungen anzukündigen. Die Bands in meiner Gegend machen nur Flyer. Aber sooft die auch spielen, sie werden nicht berühmt - wenn die in Wien auftreten, herrscht gähnende Leere. (Als Supportbands zu spielen, können sie sich nicht leisten, da muß man nämlich dem Veranstalter was dafür zahlen, und das nicht wenig.)

diego-scar hat geschrieben:ich kanns dir nur nochmal sagen. Such dir leute die bock auf musik haben und hör auf mit dem blödsinn mit studiomusiker. sowas kann man vielleicht als xavier naidoo machen.

Die Idee mit den Studiomusikern war ja von seiten des Musikers, der mir geraten hatte, endlich mal eine CD zu machen. Und da ich momentan keine Band habe (die haben sich ja von mir getrennt, weil ich mich weigerte, weiterhin solch exorbitant hohe Gagen an die Musiker zu bezahlen).

diego-scar hat geschrieben:wenn der veranstalter meint das die anlage genügt dann hat sich euer bassist auch daran zu halten. ich arbeite seit 3 jahren als veranstaltungstechniker. wenn bei mir in der location eine kleine dorfband kommen würde und verlangen würde das ne andre anlage gemietet werden soll dann würde man die auslachen.

Da würde Dir der Bassist klarmachen, daß er aushilfsweise auch schon bei RITCHIE BLACKMORE'S RAINBOW gespielt hat und sich daher nichts sagen läßt. Und wenn das seine eigene Band ist, dann stehen im Vertrag sowieso die genauen technischen Anforderungen. Werden die vom Veranstalter nicht eingehalten, reist die Band sofort wieder ab, nachdem sie die Gage kassiert hat. (Wenn sie die nicht bekommt, dann klagt der Bassist, da kennt der nix.)

diego-scar hat geschrieben:und an so einer aktion kannst du sehen wie wert es dem bassisten ist einen auftritt als band zu haben. Außerdem hat der ansäsige Techniker meistens tausendmal mehr ahnung als jeder musiker(wie sich auch in der realität gezeigt hat...)

Der fragt ja immer vorher, wie die vorhandene Anlage aufgebaut ist und wer der Tontechniker ist. Wenn er den nicht kennt, dann bringt er (auf Kosten des Veranstalters) selber einen mit. Er läßt sich halt auf nichts ein.

diego-scar hat geschrieben:In meinen augen war der bassist ein totales ego schwein...

Nein, er ist nur der berühmteste Bassist von Österreich. Er vergleicht sich mit Roger Glover.
Und, wie ich bemerkt habe, haben die Tontechniker einen gehörigen Respekt vor ihm.

diego-scar hat geschrieben:ich versteh nicht warum du alles auf einmal willst. ich mein klar ist es schwer zu warten wenn man schon immer auf der bühne stehen wollte.
aber das sollte kein grund sein sich beinahe in die schulden zu stürzen.

Deshalb habe ich ja auch beschlossen, daß nach der CD nichts mehr in die Band reingebuttert wird. (Außer kleinere Aufwendungen wie Fahrtkosten und Kostüme.) Jetzt muß erstmal Geld hereinkommen. Die bisherigen Ausgaben betrachte ich als Anfangsinvestition.

diego-scar hat geschrieben:Also ich würde sagen dass das Alter keine rolle spielt. Ich kenne persöhnlich jemand der min. an die 50 ist und in ner Rockband singt, warum auch nicht?

Der Stefan Weber ist weit über 60 und singt noch immer bei DRAHDIWABERL, die er 1969 gegründet hat.

diego-scar hat geschrieben:Mal im ernst, sowas mit tänzer etc. kannst du anfangen wenn du nen paar Cd's drausen hast und die leute dich kennen. Davor sowas zu bringen bringt nichts, für die meisten wirkt es sogar lächerlich wenn einen dorfband mit tänzern etc. ankommt. Außerdem ist es für dich auch erstmal nen haufen rausgeschmissenes geld.

Tänzer soll es ja auch keine geben. Die Bühnenshow ist eher eine mit entsprechender Kostümierung. So schlüpfe ich bei jeder Nummer in eine andere Rolle und somit in ein anderes Kostüm. Das ist auch einer der Gründe, warum ich Special Guests und Instrumentalnummern brauche - um mich umzuziehen.

diego-scar hat geschrieben:Wie schon gesagt, fang doch erstmal klein, respekt muss man sich erarbeiten. Mein opa war auch nicht sonderlich beeindruckt als ich im gesagt hab das ich in ner band spiele (vor allem in ner Art metal band^^) aber als ich im bilder von den auftritten gezeigt hat, hat es ihn beeindruckt...

Das kannst Du bei meiner Familie vergessen. Selbst wenn ich finanziellen Erfolg haben würde, würde sie es nicht gutheißen. Einfach, weil ihnen Bands suspekt sind.

diego-scar hat geschrieben:@mods:
wenn das ganze zu offtopic wird bin ich gerne dazu bereit auf Pm überzugehn. ich find aber das wenn jemand vorhat sich dermaßen in die neseln zu setzen, familien und geldmäßig, dann ist schneller rat angesagt.

In die Nesseln setzen will ich mich ja nicht.


Gerhard


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