Inwie fern kann man singen lernen? - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 19.11.2012 22:27 
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Gerhard Eichberger


Wie ich hier schon schrieb, hatte ich eine Zeitlang einen Manager, im Folgenden "PR-Mann" genannt. Der verlangte für seine Dienste monatlich 70 Euro und darüberhinaus 30 % der Gage von Auftritten, die er aufgestellt hat. Dieser Manager verabschiedete sich Anfang Februar 2012 wieder, weil ich (auf Anraten einiger Bekannter) im schriftlichen Vertrag den Passus mit den 70 Euro herausgestrichen habe, was er nicht akzeptierte.

Etwa im Jänner 2012 hat dieser PR-Mann mit verschiedenen Veranstaltern/Locationbesitzern verhandelt und für mich drei Auftritte in Wien ausgemacht:

- eine Lesung im Amadeus (da kamen zwei Gäste)
- den Band-Auftritt im Tunnel am 16. Juni 2012 (da kamen acht Gäste)
- einen Band-Auftritt im Kreuzberg am 18. Oktober 2012

Der PR-Mann sagte mir zum Auftritt im Kreuzberg, daß es genauso abläuft wie im Tunnel: Wir spielen auf Hut, eine Musikanlage steht da, und es fallen für uns keine Kosten (außer eigene Konsumationen) an.

Für den Auftritt am 18. Oktober sagten mir der Keyboarder, der Percussionist, der Schlagzeuger und die Cellistin zu. Der Gitarrist war zunächst nicht erreichbar. Der Bassist sagte mir, daß er nicht sicher ist, ob er diesen Auftritt spielen kann, weil er möglicherweise in dieser Zeit Fernsehdrehaufnahmen hat, wo er dementsprechend bezahlt wird und dieses Geld braucht; er mußte sich dort im Voraus zu Fixterminen, die noch gar nicht feststanden, verpflichten. (Zu diesem Thema sagte mir der Kurt Radowisch, daß es so etwas nicht gibt: Zu einem Termin, der noch gar nicht feststeht, kann man sich gar nicht verpflichten, meinte er. Ich bin aber selber auch bei den Theaterproben und -auftritten mit demselben Problem konfrontiert.)

Na schön. Also stand schon mal fest, daß ich zumindest folgende Musiker für den Auftritt am 18. Oktober habe:

- Keyboarder
- Percussionist (kann Baßline auf zweitem Keyboard spielen)
- Cello
- Schlagzeug

Nur beim Gitarristen war unklar, ob er mitspielen kann oder nicht, weil der wiedermal nicht erreichbar war. Naja - wir haben auch den Auftritt im Tunnel ohne Gitarristen und ohne Bassisten gespielt.

Allerdings war vorher ja das Internationale TI-Treffen in Augsburg, bei dem ich nicht fehlen wollte; da jedoch vorher und nachher genug Zeit zu sein schien, dachte ich, dies sei kein Problem.

Am 6. Juli 2012 mailte mir eine Bekannte, daß es im (mir bis dato unbekannten) Lokal Escape ein Live-Metal-Karaoke gibt und ich dort sicher Musiker finden kann. Ich ging dorthin und stellte fest, daß dieses Metal-Karaoke von einem mir von früher bekannten Gitarristen gemacht wird: Da spielt eine Band (die bestand damals nur aus Schlagzeug und Gitarre, der Baß kam vom Computer) und die Gäste können aus einer Liste Titel auswählen, die sie dort dann live singen können.

Am 19. Juli 2012 sandte mir der Veranstalter dieses Live-Metal-Karaoke eine Information, daß die Möglichkeit besteht, im Escape aufzutreten. Die Konditionen wären diese, daß der Eintritt 6 Euro ist und davon die Hälfte die Band bekommt, aber es wird eine Mindestabnahme von 20 Eintrittskarten verlangt. Pro Spieltag stehen zwei Slots (was auch immer das sein mag) zur Verfügung. Die Spielzeit beträgt ca. 60 Minuten, und die Promotion übernimmt das Escape. Mögliche Spieltermine wären:
19. 10. 2012
24. 11. 2012
31. 12. 2012

Diese e-Mail leitete ich an die Musiker von HELMI'S NIGHTMARE weiter und fragte sie, an welchem Tag sie Zeit hätten.

Leider dauerte es ziemlich lange, bis ich genügend Antworten bekam. Da mir der Percussionist dann mailte, daß er von den drei Terminen nur am 19. 10. 2012 kann und später dann der Schlagzeuger antwortete, daß er auch nur am 19. 10. 2012 könnte, antwortete ich dann dem Veranstalter vom Excape, daß wir den 19. 10. 2012 nehmen. Jedoch erhielt ich die Antwort, daß der Oktober- und der November-Termin schon weg sind; es ginge nur mehr der 31. Dezember 2012.

Ich war allerdings auch skeptisch, am 19. Oktober 2012 im Escape zu spielen, wenn es bereits am 18. Oktober 2012 einen Auftritt im (nicht so weit entfernten) Kreuzberg gibt. Zur Möglichkeit, am 31. Dezember 2012 zu spielen, meinte der Kurt Radowisch, daß zu Silvester keiner auf ein Konzert geht, sondern alle daheim bleiben. (Was ich nicht so glaube - immerhin war ich in den letzten Jahren in der Silvesternacht meistens bei einem Konzert.)

Es war nun aber so, daß nun auch noch zwei Theaterstücke, bei denen ich mitspielte, anstanden. Diese Theaterstücke hätten eigentlich im Frühling und Sommer gespielt werden sollen - es kam jedoch zu etlichen Verschiebungen, sodaß längere Zeit unklar war, wann die Auftritte sein werden. Dann hat sich leider die ungünstige Situation ergeben, daß das eine Theaterstück unmittelbar vor meinem Augsburg-Besuch festgelegt wurde, und das andere unmittelbar vor dem Auftritt von HELMI'S NIGHTMARE. Der Terminplan sah dann bei mir in etwa so aus:

Code: Alles auswählen
03.  9. - 18.  9. 2012 18:00  Proben "Das Labyrinth" (Mo - Fr)
          19.  9. 2012 17:00  Generalprobe "Das Labyrinth"
20.  9. - 25.  9. 2012 20:00  DAS LABYRINTH
26.  9. -  4. 10. 2012        Augsburg (TI-Treffen 27. - 30. 9. 2012)
           4. 10. 2012 18:00  Probe "Die Begegnung"
           5. 10. 2012 18:00  Weberknecht: Probe "Die Begegnung"
08. 10. - 13. 10. 2012 18:00  täglich Probe für "Die Begegnung"
          13. 10. 2012 13:00  Generalprobe "Die Begegnung"
14. 10. - 17. 10. 2012 20:00  Auftritte "DIE BEGEGNUNG"
          18. 10. 2012 20:00  Auftritt HELMI'S NIGHTMARE - Kreuzberg

Das war, wohlgemerkt, nicht so geplant. Das Einzige, was ursprünglich festgestanden war, war das TI-Treffen und der Auftritt von HELMI'S NIGHTMARE im Kreuzberg. Nur leider wurden die beiden Theaterstücke blöderweise auf diese Termine verschoben. (Ich hatte ja einen Vertrag mit der Theaterensembleleiterin, demnach auch verschobene Termine wahrzunehmen sind.)

Natürlich habe ich gleich, als diese Theaterverschiebung bekannt wurde (nämlich am 3. September 2012), den Musikern gemailt, daß ich zu den angegebenen Zeiten NICHT proben kann, weil da ja Proben oder Auftritte der Theaterstücke stattfinden. Ich schrieb den Musikern daher, daß man die Proben für HELMI'S NIGHTMARE eher am frühen Nachmittag oder am Wochenende machen muß.

Am 6. September 2012 mailte mir der Schlagzeuger, daß er nur zu folgenden Terminen Zeit für eine Probe für HELMI'S NIGHTMARE hat:
08.10
09.10
10.10
sowie
15.10
16.10
17.10

Jedoch schrieb er, daß ihm zwei, drei Proben genügen und wir den Rest sicher ohne ihn auch schaffen.

Jetzt beende ich mal dieses Posting, denn weiter wird's komplizierter...


Gerhard


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BeitragVerfasst: 20.11.2012 23:49 
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Lieber Gerhard,

wenn Du hier Deine neuen Erlebnisse postest, sind manche Sachen wichtiger und interessanter als andere.

Zum Beispiel ist es nicht ganz so wichtig für uns, die die ganze Geschichte möglichst gut verstehen und kommentieren wollen, an welchen Terminen Deine Bandmitglieder Zeit zum Proben haben, oder wann genau Deine Theater-Termine sind, die mit Deinem Band-Projekt ja gar nichts zu tun haben.

Viel wichtiger und relevanter wäre das, was Du nicht schreibst, nämlich welchen genauen Plan Du mittel- und langfristig verfolgst. Wie genau soll durch Deine Investitionen (Geld für alle möglichen Leute ausgeben) wiederum Geld generiert werden, d.h. wie planst Du, das ganze Projekt gewinnbringend zu gestalten?

Und: glaubst Du, dass das mit Deiner bisherigen Taktik ("ich bezahle alle möglichen Leute für alles mögliche, mache viele miserabel vorbereitete Auftritte und hoffe, damit kommerziellen Erfolg zu haben") erreichen kannst?

Oder glaubst Du, dass Du die Taktik kritisch hinterfragen und neu ausrichten solltest?

Noch eine Anmerkung zur Anzahl und zum vermuteten Ablauf Deiner Proben: eine Band braucht unbedingt einen Bandleader, also einen, der wirklich den absoluten musikalischen Überblick hat, und der detailliert weiß, was welcher Musiker wann wie spielen soll. Die Musiker haben dann trotzdem ihre Freiheiten, aber es muss einen geben, der wirklich den Überblick hat und der in der Probe auch als eine Art "Anleiter" auftritt.

In manchen anderen Bands braucht man das vielleicht nicht, aber in Deinem Konzept (wenige Proben, eigene Songs von Dir, konzeptionelle und musikalische Ausrichtung wird von Dir vorgegeben) geht es vermutlich nicht anders.

Du solltest Dich fragen, ob Du in so einer Struktur die Rolle des "Probenleiters" (der jederzeit genau weiß, was wie wo gespielt werden muss) ausfüllen kannst, oder ob das für Dich (noch) eine Überforderung ist.

Ein chaotischer Auftritt ist fast immer Ergebnis von ineffizienten oder insuffizienten Proben. Genau das ist der erste Punkt, den Du unbedingt angehen musst: wie schaffe ich es, dass mit der verfügbaren Probenzeit ein gutes Ergebnis herauskommt (bei feststehender Probenzeit kann das nur durch extrem(!) effektive Proben gelingen, und das ist eine hohe Kunst).

Gruß Tommok


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BeitragVerfasst: 21.11.2012 02:42 
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Tommok hat geschrieben:> Lieber Gerhard,
>
> wenn Du hier Deine neuen Erlebnisse postest, sind manche Sachen wichtiger
> und interessanter als andere.
>
> Zum Beispiel ist es nicht ganz so wichtig für uns, die die ganze Geschichte
> möglichst gut verstehen und kommentieren wollen, an welchen Terminen
> Deine Bandmitglieder Zeit zum Proben haben, oder wann genau Deine
> Theater-Termine sind, die mit Deinem Band-Projekt ja gar nichts zu tun haben.

Ups!

Danke für die Erinnerung.
Jetzt hätte ich doch tatsächlich detailliert beschrieben, wie es mit den Proben weiterging, weil ich dachte, das sei hier zum Verständnis wichtig. (Und die Theatertermine deshalb, weil sie ja verhindert haben, daß wir abends proben können.)

Was ich mit dem ganzen sagen wollte, ist, daß leider wieder keine vernünftigen Proben zustandegekommen sind.

Ich hatte für die Woche vor dem Auftritt von Montag bis Freitag Proben um 14 Uhr angesetzt. (Abends ging es ja nicht, denn da hatte ich Theaterprobe.) Mit dem Ergebnis, daß ein Teil der Musiker überhaupt nicht geantwortet hat und ein weiterer Musiker kurzfristig (am Tag der Probe) mir gemailt hat, daß seine Freundin krank ist, weil sie etwas Schlechtes gegessen hat und er bei ihr bleiben muß. (Wobei das möglicherweise damit zusammenhing, daß ich diese Probe mal in einem anderen Proberaum angesetzt hatte; an diesem Tag erschien außer mir nur der Keyboarder zur Probe.) Dann hat mir derselbe Musiker kurzfristig gemailt, daß er wieder nicht zur Probe kommen kann, weil er arbeiten muß - er hatte nicht gerechnet, daß die Proben während der Arbeitszeit stattfinden, sonst hätte er das gesagt. Wieder ein anderer Musiker sagte mir, daß er da immer früher von der Arbeit weggehen muß (was er nicht immer kann, hängt von seinem Chef ab, ob der ihn früher fortläßt) und dies für ihn ein finanzieller Verlust ist, da er Gleitzeit hat und durch die Proben sein Wochenpensum nicht erreicht. Und dann schickte mir der Gitarrist eine SMS, daß er nicht kann; am Telefon sagte er mir dann, daß er nicht auftreten will, weil es keine ordentlichen Proben gibt, denn er will sich nicht seinen guten Ruf ruinieren.

Des weiteren gab es dann ein Problem mit dem Kreuzberg, also mit der Veranstaltungslocation. Unser Theaterensemble hatte am 20. September 2012 dort unsere Premierenfeier. Nach der Feier wurde ich (!) von der Chefin vom Kreuzberg zur Kasse gebeten, weil die Mindestkonsumation unserer Gäste nicht erreicht worden ist. Obwohl ich nicht dafür zuständig war, zahlte ich das, da ich ansonsten Probleme beim Auftritt von HELMI'S NIGHTMARE befürchtete. Ich sprach dann noch mit der Chefin vom Kreuzberg kurz über den Auftritt am 18. Oktober 2012. Da erklärte sie mir, daß im Saal keine Musikanlage ist (die Band eine solche auf eigene Kosten reinstellen muß) und daß die Band der Lokalbesitzerin garantieren muß, daß deren Gäste eine Mindestgetränkekonsumation von 300 Euro haben, ansonsten die Band den Differenzbetrag drauflegen muß. Sie gab mir auch einen entsprechenden Zettel, wo das alles draufstand. Das scannte ich ein und mailte es den Musikern.

Letztlich war es dann so, daß am dritten Probentag die beiden anwesenden Musiker an mich herangetreten sind und mir nahegelegt haben, den Auftritt im Kreuzberg abzusagen. Und zwar deshalb, weil offenbar keine ordentlichen Proben möglich sind, da sich die anderen Musiker nicht gerührt haben bzw. gesagt haben, daß sie zum Proben keine Zeit haben, sondern nur zum Auftritt kommen würden und daß die bisherigen Proben alle ohne Schlagzeuger waren, weil der nie Zeit hatte (der hatte plötzlich gemailt, daß er die ganze Woche nicht in Wien ist und daß er nur einmal, nämlich am Tag vor dem Auftritt Zeit für eine Probe hat); des weiteren auch, weil wir auf eigene Kosten eine Musikanlage reinstellen müßten und auch noch garantieren müßten, daß unsere Gäste um einen bestimmten Mindestbetrag trinken, was bei den zu erwartenden 8 Gästen wohl nicht erreicht werden wird.

Schweren Herzens sagte ich der Absage des Konzertes am 18. Oktober 2012 im Kreuzberg zu.

Unklar ist trotzdem, wieso die Konditionen auf einmal anders waren. Den Auftritt hatte sich ja der PR-Mann mit der Chefin vom Kreuzberg ausgemacht; zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch gar keine Musiker. Und der PR-Mann hatte mir ja gesagt, daß uns keine Kosten entstehen (außer eigene Fahrtkosten und eigene Konsumationen) und daß eine Musikanlage dasteht.

Ich hatte dann noch die Befürchtung, daß die Chefin vom Kreuzberg aufgrund der Absage des Konzertes eine Pönale verlangt. Diese hätte sie sich dann aber vom PR-Mann holen müssen.

Später wurde dann in der Blackbox verlautbart, daß es anläßlich der Schließung der Blackbox eine Blackbox-Abschiedsparty am 10. November 2012 gibt. Ich hatte dann die Idee, daß man dabei einen Kurzauftritt von HELMI'S NIGHTMARE machen könnte und fragte die Musiker an. Es dauerte wie üblich wieder längere Zeit, bis ich Antworten der Musiker erhielt - der eine könnte, der andere nicht, wieder andere meldeten sich gar nicht. Später wurde mir dann allerdings seitens der Blackbox erklärt, daß es nicht möglich ist, bei der Abschiedsparty eine Band auftreten zu lassen.

Dann gab es noch das Angebot, bei einer Theaterübernahms-Silvesterfeier (die allerdings "Geschlossene Gesellschaft" ist) zu spielen. Wieder dauerte es zu lange, von den Bandmitgliedern zu erfahren, ob sie da Zeit haben oder nicht, also wurde das Angebot seitens des Veranstalters wieder zurückgezogen (wer nicht gleich "ja" sagt, der spielt nicht; der Veranstalter hätte das sehr schnell wissen müssen). Zudem hatte mir die Cellistin gemailt, daß sie zu Silvester nicht gratis auftritt, da muß schon eine Fixgage drinnen sein.

Tommok hat geschrieben:> Viel wichtiger und relevanter wäre das, was Du
> nicht schreibst, nämlich welchen genauen Plan Du mittel- und langfristig verfolgst.
> Wie genau soll durch Deine Investitionen (Geld für alle möglichen Leute ausgeben)
> wiederum Geld generiert werden, d.h. wie planst Du, das ganze Projekt
> gewinnbringend zu gestalten?

Indem einerseits gewinnbringende Auftritte gespielt werden (bei denen auch die Möglichkeit besteht, die CD zu verkaufen), und indem ich andererseits die Werbung für die CD intensiviere (was leider wieder ins Geld geht, da schwebt mir aber vor, einen Flyer in größerer Stückzahl drucken zu lassen, das wäre billiger, als meine selbstgedruckten und von Hand zerschnittenen Flyer).

Tommok hat geschrieben:> Und: glaubst Du, dass das mit Deiner bisherigen Taktik
> ("ich bezahle alle möglichen Leute für alles mögliche, mache viele miserabel vorbereitete
> Auftritte und hoffe, damit kommerziellen Erfolg zu haben") erreichen kannst?

Natürlich nicht!

Die Musiker, die ich jetzt habe, verlangen ja kein Geld und sind mit der Verteilung der Einnahmen zufrieden. Allerdings ist der Probekeller zu bezahlen. (Wir gehen dazu in Probekeller, welche pro Stunde zwischen 13 und 18 Euro kosten.)

Nur sollen die Auftritte natürlich hervorragend vorbereitet werden.

Tommok hat geschrieben:> Oder glaubst Du, dass Du die Taktik kritisch hinterfragen
> und neu ausrichten solltest?

Natürlich.

Ich hatte ja schon vor längerer Zeit den Musikern gemailt, daß es ein Treffen zwischen uns geben soll, bei dem wir besprechen, wie es mit HELMI'S NIGHTMARE weitergehen soll. Es hat mir nur der Keyboarder geantwortet, und zwar, daß er diese Idee gut findet. Die anderen haben sich dazu nicht geäußert.

Was hätte der Frank Zappa gemacht, wenn er mit Musikern konfrontiert worden wäre, die nicht zu den Proben erscheinen und beim Auftritt die Nummern nicht können?

(Okay, ich habe selber Schwierigkeiten damit. Aber ich meine, man muß halt oft proben. Und zwar gemeinsam, nicht heute mit dem Keyboarder und zwei Wochen später mal mit dem Percussionisten und dann wieder mal mit dem Schlagzeuger - so geht's nicht!)

Tommok hat geschrieben:> Noch eine Anmerkung zur Anzahl und zum
> vermuteten Ablauf Deiner Proben: eine Band braucht unbedingt einen Bandleader,
> also einen, der wirklich den absoluten musikalischen Überblick hat, und der detailliert weiß,
> was welcher Musiker wann wie spielen soll. Die Musiker haben dann trotzdem ihre Freiheiten,
> aber es muss einen geben, der wirklich den Überblick hat und der in der Probe auch als eine
> Art "Anleiter" auftritt.

Bei DRAHDIWABERL ist es so, daß der Stefan Weber zwar der Chef von DRAHDIWABERL ist, aber der musikalische Leiter war ursprünglich der Thomas Rabitsch und ist jetzt der Helmut Bibl. Und beim ersten Auftritt von HELMI'S NIGHTMARE am 26. September 2009 war der Bassist der musikalische Leiter, der hat auch die Proben organisiert, und das hat funktioniert.

Tommok hat geschrieben:> In manchen anderen Bands braucht man das vielleicht nicht,
> aber in Deinem Konzept (wenige Proben, eigene Songs von Dir, konzeptionelle und musikalische
> Ausrichtung wird von Dir vorgegeben) geht es vermutlich nicht anders.

Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Nur weiß ich nicht, wen ich da einsetzen könnte.

Tommok hat geschrieben:> Du solltest Dich fragen, ob Du in so einer Struktur die Rolle
> des "Probenleiters" (der jederzeit genau weiß, was wie wo gespielt werden muss) ausfüllen kannst,
> oder ob das für Dich (noch) eine Überforderung ist.

Nun, ich nehme an, Du meinst damit nicht, daß ich jetzt wissen muß, ob der Gitarrist an dieser oder jener Stelle eine normale oder verminderte Septime, ein Fis oder ein G spielen soll.

Das Problem dürfte sein, daß mir das Durchsetzungsvermögen fehlt.

Der Kurt Radowisch hat das Ganze gestern so ausgedrückt: "Das Interesse deiner Musiker an den Proben ist endenwollend."

Tommok hat geschrieben:> Ein chaotischer Auftritt ist fast immer Ergebnis von
> ineffizienten oder insuffizienten Proben. Genau das ist der erste Punkt, den Du unbedingt
> angehen musst: wie schaffe ich es, dass mit der verfügbaren Probenzeit ein gutes Ergebnis
> herauskommt (bei feststehender Probenzeit kann das nur durch extrem(!) effektive Proben
> gelingen, und das ist eine hohe Kunst).

Das hat bei den Proben zum ersten Auftritt 2009 funktioniert. Aber das waren eben Vollprofis. Die haben sich zuhause das Programm angeschaut und konnten die Lieder auf Anhieb richtig spielen. Da war es nicht schwer für mich, da auch einigermaßen richtig dazu zu singen.

Aber bei den Proben mit den jetzigen Musikern war es oft so, daß wir uns die Lieder nochmal auf CD anhören mußten, weil die Musiker nicht wußten, wie die Nummern gehen. Ich meine, es ist schon klar, daß man im Probekeller auch mal in die CDs reinhören muß, wenn man sich wo nicht sicher ist, aber das kam bei den Profimusikern des ersten Auftrittes vielleicht ein-, zweimal insgesamt vor, und da auch nur wegen einer ganz bestimmten Stelle. Aber diese Musiker wußten anscheinend oft nicht so recht Bescheid, was sie da jetzt spielen sollen. (Wobei ich andererseits sagen muß, daß der Keyboarder recht gut ist und der Percussionist auch gut improvisieren kann.)

Naja, durch Deine Antwort hast Du mir jetzt erspart, da näher zu berichten, wie es weitergegangen ist. Wenngleich meine in dieser Antwort geschriebene Fortsetzung nur eine sehr grobe Zusammenfassung ist, denke ich, kann man sich ein Bild vom Problem machen.

Auf den Punkt gebracht:
Der Musiker, mit dem ich die CD gemacht habe, meinte zum Auftritt im Tunnel, daß das Zusammenspiel der Musiker katastrophal war und fragte, warum es nicht zweimal wöchentlich Proben gibt. Darauf antwortete der Percussionist, daß dies nicht nötig ist, da auch nicht mehr Zuschauer kommen, nur weil man mehr probt.

Ich denke, das schildert die Problematik.


Gerhard


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BeitragVerfasst: 21.11.2012 03:26 
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Gerhard Eichberger


Jetzt komme ich zu einem Thema, das augenblicklicher wichtiger erscheint.

Am 15. November 2012 sandte mir eine Mitarbeiterin der Plattengesellschaft eine e-Mail. Darin schrieb sie, daß sie gerade die Verträge und CD-Abnahmen ihrer Künstler durchgeschaut und gemerkt hat, daß wir noch keinen Vertrag unterschrieben haben, und die CDs, die ich bis jetzt mitgenommen habe, noch nicht bezahlt wurden. Anbei schickte sie mir ihren Standardvertrag; die CDs würden laut Vertrag 8 Euro pro Stück kosten, abgesehen von den ersten 20 Stück, die ich als Freiexemplare bekommen habe. Weiters will sie noch meine Adresse zwecks Ausstellung der CD-Abnahme-Rechnung.

Beiliegend dieser e-Mail ist ein Bandübernahmevertrag, in dem es um die CD "A langer Spieß", welche am 27. Jänner 2012 erschien, geht.

Diesen Vertrag habe ich den Musikern gemailt. Der Keyboarder hat mir dazu geantwortet und mir einige Punkte genannt, die noch erklärungsbedürftig sind:

Zum einen steht im Vertrag, daß die Plattenfirma das Exklusivrecht für Verwertung und Verbreitung zu. Was ist nun mit den Videos, die ich auf YouTube gestellt habe?

Im Vertrag wird eine "Titelexklusivität" genannt, das heißt, ich wäre nicht berechtigt, auf eigene Faus "andere Einspielungen" der Titel zu verwerten. Dies gilt nach Meinung des Keyboarders auch z. B. für Live-Aufnahmen mit Playback oder mit Band oder auch für Videos. Ich habe ja im Tunnel bereits versucht, DVDs mit diesen Videos zu verkaufen, was nach Erachten des Keyboarders laut diesem Vertrag nicht zulässig wäre oder zumindest der Absprache mit der Plattenfirma bedürfte.

Weiters steht im Vertrag mein Anteil an den Verkaufserlösen mit 22 - 24 % des HAP (Händlerabgabepreises) berechnet. Wie hoch ist der HAP? Davon hängt es ja ab, wieviel ich für die CDs bekomme, die die Plattengesellschaft verkauft.

In Paragraph § 1 / I steht: "I. LIZENZGEBER gewährt LABEL hiermit das ausschließliche Recht, die im Anhang aufgeführten Schallaufnahmen sowie die Schallaufnahmen der nächsten Albumproduktion auf Tonträgern und /oder Bildtonträgern jeglicher Art zu verwerten". Laut diesem Paragraph hat die Plattenfirma, sollte ein weiteres Album produziert werden ("nächste Albumproduktion") automatisch das Recht, auch dieses zu vertreiben.

In Paragraph § 10 / VII steht dagegen: "VII. LIZENZGEBER räumt LABEL hiermit die Option auf Erstverhandlungsrecht auf zukünftiges Material zur Veröffentlichung eines weiteren Albums ein.". Dies bedeutet, dass die Plattenfirma das Recht hat, als erste mit Dir zu verhandeln, wenn ein weiteres Album produziert wird.

Diese beiden Paragraphen stehen nach Erachtens des Keyborders teilweise im Widerspruch zueinander. Laut dem ersten Paragraphen hat die Plattenfirma dieses Recht schon, laut dem zweiten wird darüber im Falle des Falles noch verhandelt. Was stimmt bzw. gilt jetzt?

Was meint Ihr zu diesen Punkten?


Gerhard


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BeitragVerfasst: 21.11.2012 11:04 
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Also, mir scheint die Paragraphen besagen folgendes:

§1: wenn ein weiteres Album im Rahmen dieses Vertrags produziert wird, darf LABEL es vertreiben.

§2: zur Frage ob Du überhaupt ein weiteres Album produzierst: LABEL hätte dann irgend ein "Erstverhandlungsrecht", d.h. Du darfst ein zukünftiges Album nur dann anderweitig vertreiben, wenn sich mit LABEL keine Einigung über die Konditionen erzielen lässt.

Das ganze erscheint mir ebenfalls schwammig: was genau heißt denn heutzutage bitte "Album produzieren"? Jeder kann doch mittlerweile im Hinterzimmer eine CD zusammenschrauben und das dann "Album" nennen.

Ich würde den Vertrag auf jeden Fall nochmal einem Juristen zeigen. Es ist allerdings schon merkwürdig, dass die CDs schon längst vertrieben werden und Du erst jetzt einen Vertrag zur Unterschrift bekommst.

Was den "Bandleader" angeht: das kann sicher nicht noch wieder eine dritte Person sein, die Du dann auch noch bezahlen musst. Die übliche Variante ist eigentlich, dass das der "Künstler" selbst ist, also Du.

Das kann nur dann anders sein, wenn Du einen kompetenten Produzenten oder ansonsten tief im Projekt eingebundenen Band-Musiker hast, der diese Rolle übernehmen kann.

Ich würde mich an Deiner Stelle nicht dauernd fragen, was Frank Zappa gemacht hätte, denn Du bist nicht Frank Zappa, Deine Situation ist mit der von Frank Zappa auch gar nicht vergleichbar.

Du musst entweder eine Band zusammenbekommen, die regelmäßig und vollständig an einem bestimmten Termin (mindestens) pro Woche proben kann und das auch tut (und nicht nur wenn es der Dienst- oder Urlaubsplan gerade hergibt), oder Du musst Dein Gesamtkonzept (Du und Amateur-Band spielen Auftritte in winzigen Locations mit dem Ziel, dadurch berühmt zu werden) von Grund auf hinterfragen.

Dass Du jetzt auch noch sinnlos Rechnungen für die Theatergruppe bezahlst, um damit irgendwelche Vorteile für Dein Bandprojekt zu "erkaufen", ist übel, und es zeigt ziemlich genau Dein Grundproblem auf: Die Leute sehen Dich als Geld-Melkmaschine, aus der man endlos Geld absaugen kann, wenn man ihr mit dem "großen Traum" vom Rockstar vor der Nase herumwedelt, ohne das natürlich jemals erfüllen zu können oder zu wollen.

Das geht (für die Geld-Empfänger) solange gut, bis die Melkmaschine (Du) irgendwann kein Geld mehr hat (und immer noch kein Rockstar ist). Auf diese Weise wird es jedenfalls wohl nichts.

Gruß Tommok


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BeitragVerfasst: 21.11.2012 21:40 
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Hier hat sich ja ein toller Club im Club gebildet ;-)

Kann mir bitte mal einer helfen, mein Midi-Keyboard Problem in den Griff zu bekommen?
Ihr könnt ja nachher gerne weiter philosophieren :angel: :ouch: ;-)

Gruß
G.


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BeitragVerfasst: 21.11.2012 23:04 
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Im Moment ist es etwas schwierig, den Überblick zu behalten, weil SpamBots gerade das Forum zumüllen und wir hauptsächlich mit dem Löschen von Usern und Beiträgen beschäftigt sind. Daher kann schon mal ein Beitrag übersehen werden. :ouch:


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BeitragVerfasst: 09.12.2012 19:51 
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Gerhard Eichberger


Jetzt möchte ich mal auf einen Punkt näher eingehen, der (vor allem von Dave und von diego-scar) hier vor längerer Zeit genannt worden ist.

Ich berichtete, daß die Bands aus meiner Gegend nur sehr selten auftreten, oft nur einen Auftritt alle ein bis zwei Jahre haben. Und ich wies auch auf die Band 1-2-3 OBERST hin, die mittlerweile nur mehr alle zwei Jahre spielt, und zwar wenn, dann am 25. Dezember. (Heuer spielt sie wieder mal.) Hier gibt's die Webseite:
http://www.balazs.at/oberst.html

Es wurde hier von Dave und von diego-scar gesagt, daß man mindestens 50 - 100 Auftritte im Jahr braucht, um überhaupt erfolgreich sein zu können.

Nunja, das bezieht sich doch wohl auf Deutschland. Bei uns in Österreich geht sich das rein rechentechnisch nämlich nicht wirklich aus.

Es ist so, daß es lediglich in Großstädten ab 100.000 Einwohnern auch unter der Woche Konzertveranstaltungen gibt. In den kleineren Städten und in den Dörfern am Land gibt es nur am Wochenende (also Freitag und/oder Samstag) und vor einem Feiertag Konzerte oder Clubbings. Unter der Woche werden da keine Veranstaltungen gemacht, da der nächste Tag ein Arbeitstag ist und da die Gäste fehlen würden. Auch die Discotheken und sonstigen Nachtlokale am Land haben in der Regel nur freitags und samstags offen, dies gilt für die meisten Musiklokale. (In den wenigen, welche unter der Woche offen haben, fadisiert sich der Wirt, und natürlich gibt es wochentags keine Auftritte.)

Man kann also unter der Woche nur in den Großstädten (also den Städten ab 100.000 Einwohnern) spielen.

Nun gibt es zwar in Deutschland 80 Großstädte, welche hier verzeichnet sind:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... eutschland

In Österreich haben wir aber (Stand 1. Jänner 2012) lediglich fünf Großstädte. Hier habe ich eine Liste der 25 größten Städte Österreichs (Stand 1. Jänner 2012) zusammengestellt - das sind gleichzeitig alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern:

Code: Alles auswählen
Österreich (8.440.465 Einwohner, Stand: 1. Jänner 2012)
-------------------------------------------------------

01.) 1.714.142 Wien (1. 1. 2011) .......................  1. Wien
02.)   261.540 Graz (1. 1. 2011) .......................  1. Steiermark
03.)   189.367 Linz (1. 1. 2011) .......................  1. Oberösterreich
04.)   148.078 Salzburg (1. 1. 2011) ...................  1. Salzburg
05.)   120.147 Innsbruck (1. 1. 2011) ..................  1. Tirol
06.)    94.303 Klagenfurt am Wörthersee (1. 1. 2011) ...  1. Kärnten
07.)    59.285 Villach (1. 1. 2011) ....................  2. Kärnten
08.)    58.713 Wels (1. 1. 2011) .......................  2. Oberösterreich
09.)    51.956 St. Pölten (1. 1. 2011) .................  1. Niederösterreich
10.)    46.011 Dornbirn (30. 9. 2011) ..................  1. Vorarlberg
11.)    41.042 Wiener Neustadt (1. 1. 2011) ............  2. Niederösterreich
12.)    38.313 Steyr (1. 1. 2011) ......................  3. Oberösterreich
13.)    31.082 Feldkirch (30. 9. 2011) .................  2. Vorarlberg
14.)    27.942 Bregenz (30. 9. 2011) ...................  3. Vorarlberg
15.)    25.870 Klosterneuburg (1. 1. 2011) .............  3. Niederösterreich
16.)    25.295 Leonding (1. 1. 2011) ...................  4. Oberösterreich
17.)    25.176 Baden (Niederösterreich) (1. 1. 2011) ...  4. Niederösterreich
18.)    25.126 Wolfsberg (1. 1. 2011) ..................  3. Kärnten
19.)    24.600 Leoben (1. 1. 2011) .....................  2. Steiermark
20.)    24.014 Krems an der Donau (1. 1. 2011) .........  5. Niederösterreich
21.)    23.810 Traun (Stadt) (1. 1. 2011) ..............  5. Oberösterreich
22.)    22.948 Amstetten (1. 1. 2011) ..................  6. Niederösterreich
23.)    21.831 Kapfenberg (1. 1. 2011) .................  3. Steiermark
24.)    21.229 Lustenau (30. 6. 2011) (Marktgemeinde) ..  4. Vorarlberg
25.)    20.438 Mödling (1. 1. 2011) ....................  7. Niederösterreich

(Tulln steht in dieser Liste mit 15.037 Einwohnern an 36. Stelle.)

Ich habe schon vor Jahren mit diversen Veranstaltern aus meiner Umgebung darüber diskutiert, es mal zu versuchen, unter der Woche eine Konzertveranstaltung zu machen. Das haben aber alle Veranstalter abgelehnt, da sie glauben, daß dann keine Gäste kommen. (Wissen tut man das konkret jedoch nicht, denn es hat bei uns noch nie ein Konzert unter der Woche [ausgenommen vor einem Feiertag] gegeben.) Den Veranstaltern ist das Risiko, einen Verlust zu erleiden, zu groß, daher probieren sie es gleich gar nicht. (Außerdem gibt es bei uns nicht gerade jedes Wochenende ein Konzert.)

Der Umstand, warum die hiesigen Bands keine richtigen Tourneen (wo man mehrere Wochen lang täglich auftritt) machen können, liegt darin begründet, daß es lediglich fünf Städte in Österreich gibt, in denen man unter der Woche auftreten kann.

Und so passiert es oft, daß Wiener Bands oft nur eine Wien-Tournee machen, also innerhalb einer Woche in mehreren Locations in Wien auftreten. (Das geht aber auch wieder nur in solchen Locations, die viel Laufpublikum haben, wie das Café Carina - man kann nicht damit rechnen, daß sich die Fans da jedes Konzert anschauen.)

Ein weiterer Grund, warum die Bands aus meiner Gegend so selten spielen, ist der, daß sie außerhalb meiner Gegend unbekannt sind und ihre Fans ihnen auch nicht nach Wien nachfahren ("warum sollen wir Fahrtkosten und den höheren Eintritt in Wien zahlen, wenn wir es uns in Tulln viel billiger anschauen können") und außerdem die Fans sicher nicht kommen, wenn die Bands laufend spielen würden ("ich hab' sie eh schon letzten Monat gesehen, da schau' ich sie mir vielleicht wieder in einem Jahr an").

Und ein dritter Grund ist letzlich der, daß das ja alles keine Berufsmusiker sind. Die haben nebenbei einen Job, Freundin oder Frau und viele mittlerweile auch Familie - die Band steht da ziemlich weit hinten. (Viele Musiker hier hören ja auf, sobald sie eine Freundin gefunden haben.)

Die weitaus meisten Bands in meiner Gegend sind Schülerbands, die alle nicht lange existieren. Die haben zwar bei ihren wenigen Auftritten ein größeres Publikum, aber die Bands fallen dann sehr schnell wieder auseinander, meist wegen Streitereien (z. B. der Bassist erwischt seine Freundin mit dem Schlagzeuger im Bett) oder weil man sich in Bezug auf die zu spielende Musik nicht einig wird.

Außerdem existieren in meiner Gegend auch keine Proberäume. Geprobt wird daher in der Wohnung der Musiker (was Schwirigkeiten mit den Nachbarn bedeutet). Daher können die Bands auch kaum proben, was man dann natürlich auch bei den Konzerten hört.

Soweit also zum Thema "oft auftreten". Dave und diego-scar haben ja mehrmals gesagt, daß 50 - 100 Auftritte im Jahr nötig sind, damit sich die Plattengesellschaften für eine Band überhaupt mal interessieren.


Gerhard


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BeitragVerfasst: 09.12.2012 23:08 
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Gerhard, Du hast es doch selbst erwähnt:

die Bands, die nur so selten spielen, sind AMATEURBANDS. Die verdienen damit entweder gar nichts oder jedenfalls nicht ihren Lebensunterhalt.

Aber sie brettern nicht ihre kompletten Ersparnisse in ihre Auftritte, in der Hoffnung, dass sie die Musik auf diese Weise zum Erfolg (oder auch nur zum auskömmlichen Beruf) "kaufen" könnten.

Wenn Du ein paar Fans hast, oder auch 50-100 Fans, und Dir reicht das vollkommen, dann ist es gut. Diese 50-100 Fans kommen sicher auch 1-2 mal im Jahr zu Deinen Konzerten (wenn sie gut organisiert sind und auch noch musikalisch hochwertig und interessant, sonst nicht).
Aber den Riesen-Durchbruch wirst Du auf diese Weise nicht schaffen.

Wenn unter der Woche nicht gespielt wird, dann musst Du eben an jedem Wochenende auftreten, möglichst 2x (Freitag und Samstag), das wären dann schon über 100 Auftritte im Jahr, und das ganz ohne Auftritte unter der Woche.


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BeitragVerfasst: 15.12.2012 03:20 
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Also ich lese hier schon so seit einem Jahr immer wieder mal rein.....
Mich überkommt der Verdacht: Gerhard, du bist ein genialer Internetnet-"Event"-Künstler.
Was du da an Zeugs von dir preisgibst....
Das ist doch der totale "fake"-thread. :mrgreen:

Durschaut?

Lieben Gruß
Drummerl


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