G'day lads,
nicht die Flinte ins Korn werfen (ich will Mitte Juli auch was fertig bringen - frage nich'). Bis jetzt war Link's Variante mit kurzem ersten Segment (471mm) und steiler Schallwand (18 Grad auf 600cm^2) eindeutig die brauchbarste vom Frequenzgang her (meine Meinung - wie hoch willst du die Hoerner realistisch gesehen betreiben). Wie laesst sich die verteilte Einstrahlung sinnvoll modellieren?
Wie oben geschrieben, hab ich die Hornkontur aus der Zeichnung rueckgerechnet (siehe
http://www2.link.langhofer.at/15er%20schneckenhorn/schneckenhorn%2015er.jpg). Da im ersten Segment keine Wellenleitung entsprechend Webster's Gleichung erfolgen kann (da ungueltige Randbedingungen) habe ich folgendes probiert:
- das erste Segment wird als Vorkammer modelliert (David nutzt einen Wellenleiter konstanten Querschnitts zur Berechnung der Impedanztrasfermatrix der Kammer)
- erstes und zweites Segment muessen gleichen Querschnitt an der Schnittstelle haben
- die Laenge des ersten Segmentes muss der Laenge der Vorkammer entsprechen, um die Resonanzen einigermaszen modellieren zu koennen (da die Quellimpedanz der Membran ohnehin viel hoeher als die des angrenzenden zweiten Segmentes ist, nehme ich vereinfacht an, die Membran schliesse die Vorkammer orthogonal zur Laenge hin ab)
Man erkennt, obige Forderung geht nur auf, wenn ich das Volumen des keilfoermigen Segmentes (pfeif auf den Konus) verdoppele. Jetzt merke ich aber grade, dass die Messungen ein wenig verwirrend sind hinsichtlich der benutzten Treiber. Zwei Beitrage weiter oben vergleicht Link die alte hyperbolische Kontur mit einer exponentiellen (siehe
http://www2.link.langhofer.at/15er%20schneckenhorn/15er%20exp%20vs%20hyp.jpg) - welche davon ist denn die hyperbolische, und mit welchem Treiber hast du das gemessen? Ich bin verwirrt.
P.S. Du kannst erstes Segment und Horn nicht voneinander trennen - aenderst du eines, aendert sich alles. Das liegt daran (grob gesagt), dass die akustische Impedanz des Horns bestimmte Resonanzen des ersten Segmentes bedaempft, oder starke Ausloeschungen nicht entstehen laesst. Wenn man 2 Versionen des Horns relativ zuverlaessig berechnen kann, lassen sich moegliche Verbesserungen des Tiefgangs wesentlich schneller analysieren!
P.P.S. Den Einbruch bei 200Hz kriegst du nur in den Griff, wenn du einen kontinuierlichen Hornverlauf ohne verteilte Einstrahlung baust. Hoernli's Skizze vom California Doghouse trifft den Nagel auf den Kopf (und ja - es muss sich verschlanken, sonst ist die Flaechenerweiterung im ersten Segment zu gross und du kriegst wieder die Ausloeschung - ich hatte das unterschaetzt).