Klavier spielen lernen - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Klavier spielen lernen
BeitragVerfasst: 04.02.2003 23:23 
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Kistenschlepper
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Registriert: 14.05.2002 11:29
Beiträge: 66
Wohnort: Bielefeld
Ich kenne jemanden, der mit dem Gedanken spielt, Klavier zu lernen, der sich aber noch unschlüssig ist.
Sollte man fürs Klavierspiel bestimmte Fähigkeiten mitbringen? Welche Schwierigkeiten könnten auf jemanden zukommen? Ich denke da z.B. an das "senkrechte" Lesen von Noten.
Gruß, Emmi


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 Betreff des Beitrags: Klavier spielen lernen
BeitragVerfasst: 08.02.2003 17:03 
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Anfänger

Registriert: 06.10.2002 13:56
Beiträge: 43
Wohnort: Raum Koblenz
Hallo Emmi.

eigentlich sollten Dir eher die "Profis" hier im Forum auf Deine Frage antworten. Ich probiere es als "Laie" trotzdem einmal:

1. Es wäre interessant zu erfahren, wie alt Der/-Diejenige ist.

2. Auch nicht ganz unwichtig ist, ob man ein musikalisches Gehör besitzt (musikalische Begabung)

3. Spielt man bereits ein Instrument ?

4. Will man es nebenbei Hobbymäßig betreiben, oder hat man sich bewusst für das erlernen eines "Handwerks" entschieden.

Ich selbst hatte als Kind mit Orgelunterricht begonnen und einige Jahre gespielt, während meiner "Sturm und Drang-Zeit" jedoch wieder aufgegeben. Mit 30 J. hatte ich mich dann dazu entschlossen Klavierunterricht zu nehmen und bin bis heute (noch) dabeigeblieben. Ich habe ein recht gutes mus. Gehör, jedoch das Notenlesen/spielen bereitete mir schon immer Schwierigkeiten, aus diesem Grund habe ich meinen Schwerpunkt im Unterricht auf das Vom-Blatt-Spiel gesetzt, weil eben hier meine Schwäche liegt.

Ich denke, dass folgendes noch wichtig ist:

- Was will ich erreichen ?

- Habe ich genug Disziplin und Motivation, auch in schwierigen Situationen "am Ball" zu bleiben

Folgendes Buch kann ich noch empfehlen (Für diejenigen, die bereits Klavier spielen ): "Mit eigenen Händen" von Seymour Bernstein

Vodjara


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.02.2003 02:55 
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Trusted Junior

Registriert: 03.06.2001 22:58
Beiträge: 224
Wohnort: Köln
Hallo Emmi,

im Prinzip möchte ich mich meinem "Vorredner" anschließen. Allerdings glaube ich, daß das Alter keine Rolle spielt - wenn man seine Ziele realistisch wählt. Wer zeitlebens seine Hand nur als "Pfote" benutzt hat, kann nicht erwarten, daß er mit 60 Jahren noch die Geläufigkeit für ein perfektes "jeu perlé" erreicht.

Mögliche Schwierigkeiten? Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die erhebliche Schwierigkeiten haben, ihre Hände, Finger, Augen und Motorik zu koordinieren (ist doch das Los aller Pianisten!). Hier ist der Lehrer gefordert, dem Schüler den Spaß am Musizieren zu erhalten - trotz aller Handikaps. Hier braucht es viel Geduld und man muß als Lehrer seinen eigenen pianistischen Ehrgeiz (und seine musikalischen Wertmaßstäbe) hintansetzen.

Was man zum Klavierspielen benötigt? Ein möglichst gutes Instrument (damit deht vieles leichter), viel Geduld mit sich selbst und sehr viel Ausdauer.

Wenn Du detailliertere Auskünfte haben willst, kannst Du ja mal mailen. In jedem Falle: Viel Erfolg

_________________
KoelnKlavier
Wolfgang Lempfrid
mailto: koelnklavier@web.de
web: www.koelnklavier.de


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.02.2003 14:27 
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Kistenschlepper
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Registriert: 14.05.2002 11:29
Beiträge: 66
Wohnort: Bielefeld
Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.

Also: Die betreffende Person ist Mitte dreissig und möchte eigentlich irgendein Instrument lernen, liebäugelt aber besonders mit dem Klavier. Kenntnisse auf einem anderen Instrument und selbst Notenkenntnisse sind noch nicht vorhanden. Musikalische Begabung?? Keine Ahnung.

Dass jemand Ausdauer, Geduld und Motivation braucht, gilt sicher für jedes Instrument. Mich würde gerade deshalb interessieren, was mich beim Klavierspiel im Vergleich zu anderen Instrumenten erwartet. Ein Geigen- oder Trompetenspieler ist z.B. anfangs (oder eigentlich immer breit grinsend ) nur damit beschäftigt, dem Instrument überhaupt erst einmal einen sauberen Ton zu entlocken.

Dieses Problem hat der Klavierspieler nicht, aber das akkordische Denken, sprich: das kognitive Erfassen von mehreren Noten auf einmal und dies entsprechend auf den Tasten umzusetzen, das stelle ich mir sehr schwierig vor. (Das meinte ich mit „senkrechtem Lesen von Noten“.) Sprich: Jemand, der im Erfassen von Komplexität Schwierigkeiten hat, wird es schwer mit dem Klavier haben.
Kann man das so sagen?

Ich würde widerum bei der Motorik einen anderen Schwerpunkt setzen: Ein Geigenspieler braucht m.E. eine feinere als ein Klavierspieler.

Solche Vergleiche würden mir weiterhelfen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.03.2003 22:38 
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gerade frisch dabei

Registriert: 30.01.2003 22:50
Beiträge: 2
Wohnort: schleswig-holstein
Hallo Emmi,
ich kann nur raten: AUF JEDEN FALL AUSPROBIEREN. Es wird bestimmt ganz anders als erwartet. Jeder gute Klavierlehrer oder gute Klavierlehrerin bietet eine kostenlose Probestunde an. Da bekommt man dann schon einen kleinen Eindruck. Das Notenlesen automatisiert sich irgendwann genauso wie das Buchstabenlesen. Auch mehrere Noten gleichzeitig spielen zu müssen ist irgendwann nicht mehr schwer. Wenn Du Texte liest nimmst Du ja mittlerweile auch nicht mehr jeden einzelnen Buchstaben wahr sondern überblickst gleich das ganze Wort.
Nur Mut. Es bereichert auf jeden Fall.
Liebe Grüsse
sabrina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.03.2003 22:52 
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Anfänger
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Registriert: 14.12.2001 15:34
Beiträge: 42
Wohnort: Stuttgart
Wolfgang schrieb :

"daß er mit 60 Jahren noch die Geläufigkeit für ein perfektes "jeu perlé" erreicht"

Du würdest Dich wundern, was man mit 60 noch so alles kann.Smile

_________________
Dr. Siegbert Rühl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.05.2003 14:08 
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Semi-professional

Registriert: 18.05.2003 13:03
Beiträge: 349
Wohnort: Leipzig
Hallo, Emmy.

Also im vergleich zu anderen Instrumenten kann ich schon mal sagen, dass du beim Klavier dich schon auf 2 Notenzeilen konzentrieren musst. Wohingegen du bei der Geige nur eine Hast.

Aber keine Angst, das ist nicht allzu schwer.

_________________
Grieße aus Leiptzsch


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.05.2003 19:59 
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Trusted Junior

Registriert: 06.10.2002 14:43
Beiträge: 107
Wohnort: Bonn - Bad Godesberg
Ich habe damals bei meinem Einstieg in das Klavier mehr Schwierigkeiten gehabt, als später beim Saxophon. Ich habe es aber auch nicht so mit dem Notenlesen. Je weniger Zeilen, desto besser :o

_________________
Martin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.05.2003 21:30 
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Semi-professional

Registriert: 18.05.2003 13:03
Beiträge: 349
Wohnort: Leipzig
Dafür kannst du beim saxophon keine Akkorde spielen, was sehr schade ist...

_________________
Grieße aus Leiptzsch


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 Betreff des Beitrags: stimmt nit
BeitragVerfasst: 19.05.2003 21:52 
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Trusted Junior

Registriert: 06.10.2002 14:43
Beiträge: 107
Wohnort: Bonn - Bad Godesberg
Man kann die Töne sehr rasch hintereinanderspielen und so den Eindruck des Akkordes erreichen. Beim Hörer wird der Akkord sozusagen indirekt vermittelt und klingt nach, neue Noten basieren auf dem Akkord. Zudem wird das auch noch durch den Nachhall in großen Auditorien verstärkt.

_________________
Martin


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