Klassiker:
Leute die aus dem klassischen Bereich kommen, jedes Stück vom Blatt spielen können, aber wenig bis garkeine Erfahrung mit Harmonien und Begleitung haben (ich habe selber erfreulicherweise immer Klavierlehrer gehabt, die auch Begleitung unterrichtet haben).
Hier hilft nur üben. Noten wie Uwe sagte möglichst mal beiseite legen und einfach mal nur nach Akkorden spielen. Man muss hier einfach
sog: "Keyboardunterricht":
Sowas finde ich immer ziemlich grauselig. Keyboard-Unterricht ist meiner Meinung nach völlig für die Füße. Das Geld kann man sich sparen. Hier spielt man meist mit links die Akkorde und mit Rechts die Melodie. Sowas kann man NIRGENDWO gebrauchen, weder in einer Band noch zur Begleitung eines Solisten. Das beste ist immer klassischer Klavierunterricht bei einem Lehrer der auch Harmonielehre unterrichtet.
Diese Leute haben es am schwersten, Begleitung zu lernen.
Begleitung ist eigentlich recht einfach... Hab mal kurz ein Beispiel aufgenommen (ein altbekanntes Kinderlied):
Du fängst ganz einfach an: Rechts spielst Du Viertel und links halbe Noten:
begleitung_01.mp3Mehr brauchst Du erstmal nicht, damit kannst Du Dich durch jeden Gottesdienst retten. Einfach die Akkorde spielen wie sie auf dem Blatt sind. Wenn Du willst, kannst Du hier eine leichte Betonung auf "zwei" und "vier" legen. Das ist bei Rock/Pop sehr wichtig. Auf dieser Zählzeit liegt n der Regel auch die Snaredrum, bzw man sollte hierauf klatschen (auch wenn Deutsche schrecklicherweise immer auf 1 und 3 klatschen *grusel*)
Wenn Du das drauf hast, kannst Du anfangen etwas mit der linken Hand spielen:
begleitung_02.mp3Füge zusätzliche Zwischentöne hinzu (zum Beispiel auf der "Zwei-Und" bzw. der "vier-und") wenn Du Dir mal Popmusik anhörst, liegt hier auch oft die Bassdrum beim Schlagzeug.
Wenn Du Erfahrung hast, kannst Du anfangen Akkorde etwas zu umspielen, Läufe einbauen.
begleitung_03.mp3Mit der Zeit bekommst Du immer mehr raus, welche Akkorde zueinander passen und wie die Harmonien aufgebaut sind. Dann kannst Du da auch spontan ein paar Licks einbauen.
Wichtig ist beim Begleiten, dass Du immer in irgendeiner Form den Rythmus (also in der Regel Viertel) vorgibst, zumindestens wenn Du alleine spielst. Die Leute müssen die Viertel "fühlen" können. Es sollte nicht zu verspielt sein (wie in der MP3

) bzw. es ist wichtig, dass Du entsprechende Dinge Spielereien nur in Gesangspausen einbaust. Weniger ist hier meistens mehr.
Als Pianist der alleine ein Stück begleitet, empfiehlt es sich eine Art Intro zu machen. Hier kannst Du ganz einfach die Melodie in die Akkorde einflechten:
begleitung_04.mp3*scnr*
Das bietet den Vorteil, dass die Gemeinde (zB im Godi) gleich weiß welches Lied kommt. Aber auch hier spielst Du mit RECHTS die Akkorde UND die Melodie. Also auf garkeinen Fall mit Links Akkorde und Rechts die Melodie. Wichtig ist, dass Du das während des eigentlichen Liedes NICHT machst(wie das viele Organisten grauseligerweise machen). Die Melodie kommt vom Gesang, wenn Du hier noch zusätzlich die Melodie spielst, nervt das manchmal und hört sich auch nicht wirklich so dolle an.
Gruß, Dave
PS.: Höre gerade, dass die letzte Datei beschädigt ist und am Schluss einen Codirungs-Fehler im MP3 hat und irgendwie zu schnell abläuft. Bin aber zu faul, dass nochmal zu encodieren und hochzuladen.