Klavierbegleitung - Thema anzeigen

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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Klavierbegleitung
BeitragVerfasst: 19.02.2010 17:20 
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gerade frisch dabei

Registriert: 19.02.2010 17:15
Beiträge: 1
Hallo!

Ich heiße Julian und spiele seit ca 2 Jahren Klavier... Ich habe keinen Unterricht und habe mir alles selbst beigebracht... In letzter Zeit interessiert mich aber nun hauptsächlich das begleiten, und ich denke die gurndlegende sachen kann ich schon

Ich spiele immer rechts die akkorde und links die basstöne dazu...
Ich behersche schon die meisten langsamen lieder (aka behind blue eyes etc)...

Nun habe ich 2 Fragen.

1) Kann mir wer was über die Töne sagen, welche ich dazu verwenden kann beim begleiten um das ganze schön auszuschmücken? Also wie das geht mit den Intervallen welcher sich meistens gut anhört oder so...
Ich hab vondem keine Ahnung!


Und 2. Wie begleitet man richtig Pop Songs? Also wie z.B Tik Tok von Kesha ich habe keien Ahnung, und vlt könnte mir das jemand sagen oder eventuell ein Beispiel zeigen?

Vielen Dank im vorraus!

Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Klavierbegleitung
BeitragVerfasst: 24.02.2010 08:50 
Offline
Anfänger

Registriert: 26.03.2009 22:19
Beiträge: 29
Hallo,

zunächst einmal: Es gibt keine Akkorde, die immer gut klingen. Wenn man zum Kontext den einen Akkord benutzt kann es gut klingen, mit einem anderen kann es schlecht klingen. Bei einem anderen Musikstück mag es umgekehrt oder ganz anders sein. Für sich alleine klingen fast alle Akkorde gut - was sehr stark mit dem europäischen Musikempfinden und dem persönlichen Geschmack zusammen hängt.

Zu Deiner Frage, wie man einen Popsong richtig begleitet: Ein Popsong besteht i. d. R. aus der Instrumentalmelodie, der Gesangsmelodie, dem Rhythmus und der Begleitung, die üblicherweise wiederum aus mehreren Instrumenten-/Gesangstracks besteht. Ein fertiges Lied zu begleiten macht daher wenig Sinn. Nimmt man eine oder mehrere Instrumentalspuren aus dem Arrangement, kann man diese nachspielen oder mit einer anderen Spur nach persönlichem Geschmack ersetzen.

Wenn Du es auf bestimmte Songs abgesehen hast sehe ich zwei Möglichkeiten:

1. Du besorgst Dir die Noten oder hörst sie raus und spielst sie - evtl. auch abgewandelt - vom Blatt.
2. Du versuchst ein oder zwei Spuren mit einer eigenen Begleitung zu ersetzen oder erschaffst eine zusätzliche neue Spur.

Wenn Du nicht eins zu eins vom Blatt spielen willst, kommst Du nicht daran vorbei verschiedene Dinge auszuprobieren. Ein Patentrezept kann es schon deshalb nicht geben weil heute unter dem Begriff "Pop" (fast) alles zusammengefasst wird, das in den Charts läuft, sei es Dancefloor, Reggae, Schlager usw.

_________________
http://www.thecold.de
http://www.myspace.com/thecoldspace
01.06.11 Das Bett, Frankfurt/Main, http://www.bett-club.de
19.06.11 Wave-Gotik-Treffen, Leipzig, Parkbühne, http://www.wave-gotik-treffen.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Klavierbegleitung
BeitragVerfasst: 26.02.2010 16:34 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 20.04.2006 07:17
Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
Hi Jon,
willkommen im Forum. Ich kopier hier einfach mal ein anderes Posting von mir rein. Auch wenns nicht ganz passt...

Klassiker:
Leute die aus dem klassischen Bereich kommen, jedes Stück vom Blatt spielen können, aber wenig bis garkeine Erfahrung mit Harmonien und Begleitung haben (ich habe selber erfreulicherweise immer Klavierlehrer gehabt, die auch Begleitung unterrichtet haben).
Hier hilft nur üben. Noten wie Uwe sagte möglichst mal beiseite legen und einfach mal nur nach Akkorden spielen. Man muss hier einfach

sog: "Keyboardunterricht":
Sowas finde ich immer ziemlich grauselig. Keyboard-Unterricht ist meiner Meinung nach völlig für die Füße. Das Geld kann man sich sparen. Hier spielt man meist mit links die Akkorde und mit Rechts die Melodie. Sowas kann man NIRGENDWO gebrauchen, weder in einer Band noch zur Begleitung eines Solisten. Das beste ist immer klassischer Klavierunterricht bei einem Lehrer der auch Harmonielehre unterrichtet.
Diese Leute haben es am schwersten, Begleitung zu lernen.

Begleitung ist eigentlich recht einfach... Hab mal kurz ein Beispiel aufgenommen (ein altbekanntes Kinderlied):

Du fängst ganz einfach an: Rechts spielst Du Viertel und links halbe Noten:
begleitung_01.mp3

Mehr brauchst Du erstmal nicht, damit kannst Du Dich durch jeden Gottesdienst retten. Einfach die Akkorde spielen wie sie auf dem Blatt sind. Wenn Du willst, kannst Du hier eine leichte Betonung auf "zwei" und "vier" legen. Das ist bei Rock/Pop sehr wichtig. Auf dieser Zählzeit liegt n der Regel auch die Snaredrum, bzw man sollte hierauf klatschen (auch wenn Deutsche schrecklicherweise immer auf 1 und 3 klatschen *grusel*)

Wenn Du das drauf hast, kannst Du anfangen etwas mit der linken Hand spielen:
begleitung_02.mp3
Füge zusätzliche Zwischentöne hinzu (zum Beispiel auf der "Zwei-Und" bzw. der "vier-und") wenn Du Dir mal Popmusik anhörst, liegt hier auch oft die Bassdrum beim Schlagzeug.

Wenn Du Erfahrung hast, kannst Du anfangen Akkorde etwas zu umspielen, Läufe einbauen.
begleitung_03.mp3
Mit der Zeit bekommst Du immer mehr raus, welche Akkorde zueinander passen und wie die Harmonien aufgebaut sind. Dann kannst Du da auch spontan ein paar Licks einbauen.
Wichtig ist beim Begleiten, dass Du immer in irgendeiner Form den Rythmus (also in der Regel Viertel) vorgibst, zumindestens wenn Du alleine spielst. Die Leute müssen die Viertel "fühlen" können. Es sollte nicht zu verspielt sein (wie in der MP3 zwinkernd ) bzw. es ist wichtig, dass Du entsprechende Dinge Spielereien nur in Gesangspausen einbaust. Weniger ist hier meistens mehr.

Als Pianist der alleine ein Stück begleitet, empfiehlt es sich eine Art Intro zu machen. Hier kannst Du ganz einfach die Melodie in die Akkorde einflechten:
begleitung_04.mp3

*scnr*
Das bietet den Vorteil, dass die Gemeinde (zB im Godi) gleich weiß welches Lied kommt. Aber auch hier spielst Du mit RECHTS die Akkorde UND die Melodie. Also auf garkeinen Fall mit Links Akkorde und Rechts die Melodie. Wichtig ist, dass Du das während des eigentlichen Liedes NICHT machst(wie das viele Organisten grauseligerweise machen). Die Melodie kommt vom Gesang, wenn Du hier noch zusätzlich die Melodie spielst, nervt das manchmal und hört sich auch nicht wirklich so dolle an.

Gruß, Dave

PS.: Höre gerade, dass die letzte Datei beschädigt ist und am Schluss einen Codirungs-Fehler im MP3 hat und irgendwie zu schnell abläuft. Bin aber zu faul, dass nochmal zu encodieren und hochzuladen.

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