Komponistinnen der Vergangenheit und Gegenwart..... - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 12.12.2004 08:20 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 30.07.2003 01:30
Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
Mir stellt sich so haeufig die Frage ob Komponistinnen immernoch zu sehr unterdrueckt werden wie bereits in der Vergangenheit mit zb. Fanny Mendelsohn. Felix veroeffentlichte einige ihrer Kompositionen unter seinem Namen allerdings war es gegen seine prinzipien Fanny schaffen grossartig zu unterstuetzen... (habe ich der biographien der beiden entnommen)

Auch in der heutigen Epoche findet man zwar mehr Maenner als Frauen im bereich Komposition und auch der bekanntheitsgrad bei den Maennern ist um weiten hoeher als bei den Frauen, nur warum ?
Ich denke nicht das Frauen weniger Kreativ sind als Maenner im Bereich Komposition...

Mir fallen grob jetzt nur namen wie Clara Schumann, Ethel Smyth, Fanny Mendelsohn und eine Filmkomponistin (der name liegt mir auf der zunge...)

Kennt ihr komponistinnen ?


Gruesse Florian

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BeitragVerfasst: 12.12.2004 12:24 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Der Name, der dir auf der Zunge liegt, ist vielleicht Rachel Portman?

...Das ist einfach gesellschaftlich bedingt gewesen. Frauen war die Musik mehr als Hobbie, denn als Beruf vorgesehen, weshalb auch die musikalische Ausbildung nicht so umfassend war, so auch bei Fanny. Fanny und Felix sind wohl in ihrer Freundschaft außergwöhnlich, so sehr haben beide sich verstanden. Jedoch waren Fanny Grenzen, nicht zuletzt durch Vater Abraham gesteckt: Die Musik darf nur Zierde in ihrem Leben sein. Felix durfte reisen, Erfahrungen sammeln, mit Kollegen aus höchsten Kreisen verkehren. Fanny bewunderte ihn deshalb, war aber nicht minder begabt. Jedoch wurde ihr nicht die selbe Kompositionslehre ermöglicht wie Felix. Und dieser stand wie Du schon sagtest leider kritisch Veröffentlichung ihrerseits entgegen.
Fanny hat vornehmlich Klavier-, Chor/Lied- und Kammermusik geschrieben. Ihr Stil ist sehr ähnlich zu Felix, doch mit einem Schuß mehr weiblicher Sensibilität. Das zeigt nicht, daß sie sich an Felix angeglichen oder ihn nachgeahmt hätte, nein, es zeigt das selbe Denken und Fühlen dieser beiden so innig verbundenen Geschwister. Wie hart der frühe Tod Felix treffen mußte, daß er ihr ein knappes Jahr später nachgefolgt ist! Oder man höre sich Felix' Streichquartett f-moll op.80, das sogenannte Requiem für Fanny, an. Wirklich bewegend.
Aber Fanny's Werke sind ebenfalls zu empfehlen! Das wohl reifste Werk ist ihr Klaviertrio d-moll, das einfach nur wunderschön ist.
Noch eine kleine Anektdote aus beider Leben: Fanny hatte einst eine neue Komposition zu Felix zur Begutachtung geschickt, und wußte gar nicht, daß gerade auch ihr Bruder eine Komposition zu ihr aufgegeben hatte. Als beide die Pakete öffneten, stellte sich heraus, daß beide Stücke in selber Tonart standen und gleichzeitig von der Thematik sehr ähnlich waren. Ist das nicht ein schönes Beispiel, wie sich zwei Künstlerseelen verstanden? (Ok, ich stoppe lieber)

Clara Schumann war deshalb außergewöhnlich, da sie ja den Lebensunterhalt für Familie Schumann mitbestreiten mußte.

Es gab früher wohl mehr Pianistinnen, als (an)erkannte Komponistinnen.

Viele Grüße,
Daniel


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 13:41 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 30.07.2003 01:30
Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
Rachel Portman ist natuerlich richtig, ich hatte Rachel im kopf und vergas portman... naja okay...

Das mit Fanny und Felix stimmt so, das mit dem Vater hatte ich vergessen zu schreiben, also danke fuer den zusatz...

Ich denke auch das Seelenverwandtschaft irgendwo auch die Kuenstleriche Kreativitaet beeinflusst... zb. weiss meine Schwester (sie singt) meistens schon wie meine Stuecke weitergehen oder enden... und ich weiss wie sie singt etc... (nicht weil sie meinen stil auswendig kennt, eher aus zufall)


Ich glaube zwar nicht an "uebernatuerliches" aber ich denke mal das Menschen die ein Fleisch und Blut entsprungen sind, kreativ aehnlich denken...

Jemand mal was von Ethel Smyth gehoert ?

FL

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 Betreff des Beitrags: Frauen
BeitragVerfasst: 12.12.2004 14:05 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 31.12.2001 23:09
Beiträge: 573
Hallo Daniel

das hast Du gut ausgeführt und dem ist nichts hinzuzufügen....vielleicht eine kleine Frage: Was meinst Du mit "Ihr Stil ist sehr ähnlich zu Felix, doch mit einem Schuß mehr weiblicher Sensibilität"? Ich glaube nämlich kaum,daß man diese, so sie vorhanden sein sollte, aus einer Musik heraushören kann. Wenn ich z. B. nicht wüßte, daß Chopin ein Mann war zwinkernd , könnte man bei seiner Musik auch "weibliche Sensibilität" heraushören.
Bezeichnend ist ja auch, daß J.S. Bach zwar eine Menge musikalisch begabter Söhne hatte, aber keine einzige Tochter...... breit grinsend

Hier sind Komponistinnen aufgeführt:
http://www.furore-verlag.de/deutsch/kompo/komponi_ten.htm

Gruß,
Susanna


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 14:37 
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Kistenschlepper

Registriert: 14.09.2004 14:01
Beiträge: 55
Wohnort: bei Frankenberg/Eder
Hallo!
Habe zu Hause ein Stück für Orgel (bearbeitet???) von folgender Komponistin:
Maria Theresia von Paradis. Sie lebte von 1759-1824. Vielleicht kennt sie ja jemand und kann mir was von ihr sagen.
Grüße
Kai


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 14:38 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Schwierig in Worte zu fassen was ich darunter meine, aber ich will es versuchen.

Vielleicht kann man das ein bisschen mit dem Spiel von Pianistinnen vergleichen. Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber wenn ich Clara Haskil z.B. Beethoven spielen höre, ist da etwas, was nie ein Mann herzaubern könnte. Das kann ich nicht genauer beschreiben. Aber da ist etwas, worin sich die Interpretation zwischen Männern und Frauen unterscheidet. Vielleicht liegt dies teils in den physischen Unterschieden und damit verbunden zarteren, feinsinnigeren Anschlagskultur, aber auch wie Männer und Frauen denken und fühlen. Da gibt es schon einen Unterschied, wer was herausarbeitet etc. Das kann man vielleicht auf das Komponieren übertragen.

Interessant ist Chopin deshalb, weil er in seiner Mentalität sicher größere "weibliche" Feinsinnigkeit besaß, als andere, was nicht heißen soll, daß er androgyn, oder verweiblicht sei.

Vielleicht ist es jetzt ein bisschen klarer, was ich meine.

Liebe Grüße,
Daniel


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 16:25 
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Trusted Junior
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Registriert: 27.10.2004 13:39
Beiträge: 232
Wohnort: Ein kleines Kaff, dass niemand kennt
Mhh, mal zum Thema: Du fragtest ja, ob wir glauben, dass Komponistinnen heute immer noch weniger anerkannt oder sogar unterdrückt werden. Ich denke, dass ist wie in vielen anderen Berufsparten auch: Die Möglichkeiten der Frau sind immer noch eingeschränkt. Was das Talent angeht so würde ich auf keinen Fall sagen, dass die Frauen in dieser Hinsicht irgendwie zurückstehen, sie drängen sich nur einfach oftmals nicht so in den Vordergrund breit grinsend

_________________
<--Sucht nach einem interessanten Gesprächspartner und endet bei einem Stück Holz. Was macht ein Stück Holz besser, als einen Menschen?
Ganz einfach: Es ist da, wenn du es brauchst!


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 17:30 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 31.12.2001 23:09
Beiträge: 573
Hallo,
Was das Talent angeht so würde ich auf keinen Fall sagen, dass die Frauen in dieser Hinsicht irgendwie zurückstehen, sie drängen sich nur einfach oftmals nicht so in den Vordergrund
@ miri: Meine ich auch - meistens ist es so. Nur mußt Du Dich mal fragen, warum das so ist. Eine Antwort wäre: Weil sie, die Frauen, es jahrhundertelang so eingebläut bekamen, ganz nach Schiller "Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder, und herrschet weise im häuslichen Kreise." Was man dem Sohn Felix freudig erlaubte, wurde der Schwester Fanny strikt verboten.

@ Kai: Vielleicht hilft Dir das:
http://www.ambache.co.uk/wParadis.htm

@ Composer/ Daniel:
Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst. Clara Haskil ist ein gutes Beispiel für Deine These. Dagegen führe ich z. B. Alfred Brendel an, m. M. nach immer noch einer der besten Mozartinterpreten. Sein Spiel ist ebenso "vergeistigt" wie es das von Haskil war. Oder wenn Du Marta Argerich hörst. Sie spielt kraftvoll, "männlich", trotzdem auch wieder sehr sensibel.
Ich meine also, daß es weniger der Unterschied Mann/ Frau bei Instrumentalisten ist, sondern die Künstlerpersönlichkeit, bzw. die musikalische Auffassung. Vielleicht gibt es diesbez. Forschungsergebnisse, wäre interessant.

Grüße,
Susanna


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BeitragVerfasst: 12.12.2004 18:15 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Stimmt, Argerich würde nicht so ganz in meine These passen und Maria Jao Pires ist vielleicht ein Grenzfall. Aber Myra Hess, Moura Limpani wären wieder gute Beispiele. Oder schauen wir auf Jacky Du Prés. Für mich die beste Cellistin aller Zeiten, und was für ein Gegensatz zu Rostropovich, Piatigorsky, Maisky, Fournier, oder wie sie alle heißen. Auf der Geige wird das ganze natürlich noch komplizierter. Ich wollte auch nicht verallgemeinern, als eher gewisse Tendenzen bemerken, daß Frauen etwas aus der Musik rausholen können, was Männer nicht schaffen würden, und andersrum Männer andere Aspekte finden, betonen und gestalten, wie es Frauen nicht machen würden. Soweit meine Vorstellung. Smile

Liebe Grüße,
Daniel


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BeitragVerfasst: 29.10.2005 14:03 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Hallo,

ich bin gerade dabei die Musik einer sehr, sehr interessante Komponistin für mich zu entdecken: Louise Farrenc.

Gelebt hat sie von 1804-1875 in Frankreich. Weil sie vorallem Kammer- und Orchestermusik geschrieben hat, ist dies ein Grund warum es schwer für sie im damaligen opernbegeisterten Frankreich war, und warum sie heute kaum noch gekannt wird.

Ihr Musik zeichnet sich aus durch eine gelunge Mischung aus ungeheurem Einfallsreichtum, Melodiösität, Temperament, Sinn für Steigerung, großes instrumentatorisches Wissen und große Originalität. (Manche Melodien gehen einem nur schwer aus dem Kopf. breit grinsend)
Musikalische Vorbilder sind sicher Mozart, Haydn, Beethoven, Mendelssohn und Schubert. Doch generell Komponisten/innen auf Einflüsse oder Vorbilder zu beschränken, mag ich nicht. So will ich ihre Eigenständigkeit, ihre eigene Form der Klangrealisierung und oben genannte Eigenarten unterstreichen.

Es lohnt sich, ihr ein längeres Gehör zu schenken. Ich bleibe dran!

Liebe Grüße,
Daniel Smile


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