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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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jazznoten
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Verfasst: 11.06.2008 09:31 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 11.06.2008 09:26 Beiträge: 4
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Hallo Zusammen!
Ich würde gerne wissen, was ihr davon haltet. Hierbei handelt es sich um die Musikhochschule Köln, die ich kritisieren muss. Ca. 60 Prüflinge singen bzw. sangen bei der Aufnahmeprüfung (Jazz-Gesang)vor. Zwei werden nur genommen, was zwar nicht schön ist, aber recht normal. Nun was keineswegs normal ist, dass alle nur einen Song singen durften. Per Brief wurde man angeschrieben, dass man nicht nur drei Songs singen solle, sondern sogar eine Solo-Transkripton eines Instrumental Stückes. Ein Song zu singen, zeigt nicht ausreichend, wieviel harte Arbeit die Sänger in ihrer Vorbereitung für die Prüfung gesteckt haben. Erschreckend war es, dass die Band der Hochschule absolute Standarts nicht fehlerfrei spielen konnten, nur schiefe Töne um einen herum... das ist natürlich für den Sänger, der zwangsweise mit einem leisen Mikro singen muss, nicht gerade förderlich und sicherlich höchst unprofessionell! Da würde ich von der Stimme auch nicht mehr viel mitbekommen. Die Prüfer waren eh die Besten, man kam sich wirklich vor, als wäre man bei Superstars und nicht bei einer renommierten Hochschule. Die Leute verliessen reihenweise sauer den Raum, man hatte das Gefühl, als hätten die Prüfer einfach kein Bock gehabt oder dass die zwei, die genommen werden schon feststehen würden. Erschreckend, ich weiss aus sicheren Quellen, dass sowas an anderen Hochschulen nicht passieren kann. Dieser Bericht ist geschrieben, damit sowas angehenden professionellen Sängern nicht mehr passiert.
Lieben Gruss an Alle
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hallygally
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Verfasst: 11.06.2008 12:25 |
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| Moderator |
Registriert: 28.10.2005 18:43 Beiträge: 2483 Wohnort: Köln
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Ähnliche Berichte habe ich schon vor 20 Jahren auch von anderen Fächern gehört. Dass nun inzwischen eine Prüfungskommission wie Bohlen2 auftritt, ist ein Zeitgeist. Schade, vertane Zeit, aber es gibt noch andere gute Hochschulen. Mal abgesehen davon, ich hätte keinen Bock mit all den fleissigen asiatischen Bienen meine Studienzeit zu verbringen. Muss aber jeder selber entscheiden.
Was zieht die Leute nur alle nach Köln? Die Stadt ist die fleischgewordene Hässlichkeit. Gut - es kann nicht jeder in meinem Viertel wohnen, aber rund um die MuHo ist es wirklich zum Weglaufen.
_________________ Gruss, ThomasWenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder) • W@bseite • mySp@ce • Vid@o
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jazznoten
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Verfasst: 11.06.2008 12:53 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 11.06.2008 09:26 Beiträge: 4
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Danke für die Antwort hallygally! Asiaten sind im Fach Jazz-Gesang selten dabei (auf der Liste habe ich keine gesehen) , sondern in der Klassik. Das stimmt, in der Klassik z.B. haben die meisten gegen soviel Fleiss keine Chance. Das Problem ist, dass im Fach Jazz-Gesang nicht wirklich gefördert wird. Wie gesagt, wenn schon Studierte im Fach Jazz nicht einmal einen Standart fehlerfrei spielen können... Ausserdem muss man sich einfach nur mal die Wettbewerbe anschauen. Im Jazz gibt es nicht viele. In der Klassik gibt es ne ganze Menge. Ich mein, Jazz gibt es ja auch noch gar nicht so lange an der Uni, somit wohl verständlich. Klar, Köln zieht mich auch nicht an, aber man hat schon nicht soviele Möglichkeiten und wenn man dann noch nicht einmal zum Zug kommt und man weiss wieviel Geld die eingesackt haben, dann ist das ein Grund, Leute darüber zu informieren...zumal studieren mittlerweile auch gut was kostet. 30€ musste jeder Prüfling für die Bewerbung zahlen. Ca.60x30€ ist doch ne nette Summe, wenn nur zwei genommen werden. Und diese Idee ist neu und das gab es nicht vor 20 Jahren. Grüsse 
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Fenderizer
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Verfasst: 11.06.2008 12:54 |
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| Groovesau |
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Registriert: 07.07.2004 08:11 Beiträge: 3038 Wohnort: Bad Cannstatt
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jazznoten hat geschrieben:Erschreckend war es, dass die Band der Hochschule absolute Standarts nicht fehlerfrei spielen konnten, nur schiefe Töne um einen herum... das ist natürlich für den Sänger, der zwangsweise mit einem leisen Mikro singen muss, nicht gerade förderlich und sicherlich höchst unprofessionell! Da würde ich von der Stimme auch nicht mehr viel mitbekommen.
Kann man auch als Härtetest sehen. Im Live-Business hat man auch nicht immer optimales Monitoring und soll trotzdem noch Performance bringen. Wenn jemand das auch unter wiedrigen Umständen hinbekommt, Hut ab. Die Band der Hochschule muß IMHO absolute Standarts nicht fehlerfrei spielen können, selbst wenn das sicherlich ein schwaches Bild abgibt. Im Jazz mag es tatsächlich ein paar Standards geben, die man, wie es so schön heißt, mit der Muttermilch aufsaugt. Daß heißt IMHO aber noch lange nicht, daß man die auch nach Jahren noch auf Kommando fehlerfrei wiedergeben können muß. Wenn ich das richtig weiß, werden die Musiker i.d.R. auch mehr oder weniger kurzfristig dazu verdonnert, die Begleitmusik zu liefern ... und sind dann auch dementsprechend motiviert und vorbereitet. jazznoten hat geschrieben:Die Prüfer waren eh die Besten, man kam sich wirklich vor, als wäre man bei Superstars und nicht bei einer renommierten Hochschule. Die Leute verliessen reihenweise sauer den Raum, man hatte das Gefühl, als hätten die Prüfer einfach kein Bock gehabt oder dass die zwei, die genommen werden schon feststehen würden.
Das ist zwar traurig, aber tatsächlich empfinden manche Prüfer die Verpflichtung, an solchen Prüfungen teilnehmen zu müssen tatsächlich als (sehr) unangenehm - aus welchen Gründen auch immer (Faulheit, andere Interessen etc.) und lassen die daraus entstehende schlechte Laune an den Prüfungskandidaten ab. Wie mein Vorredner schon geschrieben hat: heutzutage sind eine Menge Leute mit (über-)großem Ego auf irgend welchen Pöstchen und haben keine Hemmung (mehr), diese Machtposition (ich nenn' das jetzt mangels besserer Umschreibung einfach 'mal so) auch auszunutzen, um das Ego noch ein wenig aufzupolstern. Das ist zwar wenig sozialadequates Verhalten, wird heutzutage aber eher akzeptiert (und - viel schlimmer - toleriert), statt sanktioniert (z.B. Zurechtweisung durch die nächst höhere Instanz). Ein Grund dafür ist oft mangelndes Selbstbewusstsein, daß nach Außen durch ein (über-)großes Ego kompensiert werden soll, ein anderer Grund einfaches Desinteresse. Gruß - der Fenderizer
_________________ they're coming to take me away ... hahaa! P.S: this post is printed on 100% recycled electrons
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hallygally
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Verfasst: 11.06.2008 14:13 |
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| Moderator |
Registriert: 28.10.2005 18:43 Beiträge: 2483 Wohnort: Köln
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jazznoten hat geschrieben:30€ musste jeder Prüfling für die Bewerbung zahlen. Ca.60x30€ ist doch ne nette Summe, wenn nur zwei genommen werden. Und diese Idee ist neu und das gab es nicht vor 20 Jahren.
30 Euro sind angemessen, immerhin ist der Aufwand dafür nicht unerheblich, aber darüber lässt sich trefflich streiten. Und die 1800 Euro sind keine grosse Summe, in welchen Dimensionen denkst Du da? Nicht böse sein, aber das ist es doch wert. Diese "Idee" ist nicht neu, ich habe selber vor 25 Jahren zweimal dort in einem solchen Auswahlverfahren mitgemacht und vor einem Tribunal gesessen. Ich kam mir damals vor wie bei der Musterung vom Bund. Ich bin übrigens (zum Glück) nicht genommen worden.
_________________ Gruss, ThomasWenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder) • W@bseite • mySp@ce • Vid@o
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jazznoten
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Verfasst: 11.06.2008 14:14 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 11.06.2008 09:26 Beiträge: 4
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Du hast allgemein recht, keine Frage. Hier muss ich allerdings sagen, dass es ein Standart war, was wirklich rauf und runter gespielt wird, ob Uni oder nicht. Monitoring war auch kein Problem. Ja und es gibt einen grossen Unterschied, ob man zwischendurch einen Ton verhaut oder durchgehend. Ich bin kein Anfänger und meine das wirklich beurteilen zu können. Klar, wurden die Jungs dazu verdonnert zu spielen, aber normalerweise sind Musiker dann trotzdem anders anders unterwegs...wenn man davon ausgeht, dass die deshalb alles verbockt haben. Sollten nicht talentierte Musiker genommen werden statt reine Techniker. Ich mein, das waren die auch nicht...Vielleicht wurden die zu so einem Desinteresse in der Uni erzogen. Ja, da hört man viel von: Die Dozenten sind vielleicht gute Musiker, aber noch lange nicht gute Lehrer. Da können schon Welten dazwischen liegen, klar, haben solche kein Bock auf diesen Mist  Tja, Geldgier... Hm, Menschen mit Egoproblemem gibt es aber überall. Gerade in der Musikwelt können viele mit Erfolg nicht umgehen. Über Leichen gehen, ist auch recht normal, Ellenbogen rausfahren  Meine Infos hier sind lediglich dazu da, ein wenig dazu beizutragen, dass ein gewisses Niveau erhalten bleibt. Meinungsfreiheit finde ich persönlich sehr wichtig und Superstars nervt. Grüsse an Fenderizer
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jazznoten
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Verfasst: 11.06.2008 14:26 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 11.06.2008 09:26 Beiträge: 4
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Zu hallygally:
Klar, das ist keine grosse Summe, aber Kleinvieh macht auch Mist. Also was die da verbockt haben, ist das Ganze nicht Wert gewesen. Es ist übrigens an anderen Unis ganz nett vor so einem "Tribunal", da wird nämlich trocken beurteilt und du wirst nach deinem Können und Ausstrahlung bewertet. Nicht immer, nicht umsonst nehmen viele schonmal vorher beim Prüfer Unterricht... Hier war einfach nur alles ganz schön faul.
Ich mein, klar, das Leben ist nicht fair, aber gut.
Grüsse
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Tommok
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Verfasst: 11.06.2008 18:21 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1686 Wohnort: Hamburg
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Dass Du nicht genommen wurdest, ist natürlich bedauerlich.
Andererseits ist die Aussage, dass die Dozenten vermutlich alle gute Musiker aber schlechte Lehrer sind, reine Spekulation.
Wenn sie gute Musiker sind, ist das m.E. eine Grundvoraussetzung, um dann auch ein guter Lehrer sein zu können.
Aber zurück zur Aufnahmeprüfung: dass an irgend einer Hochschule in irgend einem Studium die Prüflinge von einem Hochschulensemble begleitet werden, höte ich zum ersten Mal, und ich halte es auch für nicht sehr sinnvoll. Normalerweise bekommt man einen Klavierbegleiter (Dozent) gestellt und gut is. Dass dann in Köln anscheinend auch noch schlechte Studenten spielen müssen, die keine Lust haben, macht die Sache nicht besser.
"Die Leute verließen reihenweise sauer den Raum", soll das heißen, dass bei den Prüfungen andere Prüflinge im Raum anwesend waren? Oder kamen die einzeln sauer raus (nachdem sie nicht bestanden hatten)?
Ehrlich, ich gebe Dir Recht: was Du beschreibst kann ich mir an einer Hochschule nur schwer vorstellen. Ich habe selbst in mehreren Aufnahmeprüfungen gesessen (Jury), und da war es immer vollkommen anders als bei DSDS (allerdings auch im Klassik-Bereich, nicht Jazz).
Gruß Tommok
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diedanni
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Verfasst: 22.07.2008 23:29 |
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| Kistenschlepper |
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Registriert: 07.01.2007 14:14 Beiträge: 55 Wohnort: Duisburg
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na prima, das macht mut! eigentlich hatte ich vor, nächstes jahr genau dort eine prüfung für jazz- gesang zu bestreiten!
_________________ Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener Tag.
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Drummerl
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Verfasst: 23.07.2008 00:20 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 22.04.2006 23:54 Beiträge: 903 Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
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Hallo diedanni, "genau dort" ist schon ein Fehler... Probiere es dort und noch an 3 oder 4 anderen Hochschulen. Das klingt schon besser. Da spielen soviele Faktoren eine Rolle... Wenn du wirklich Gesang studieren willst, dann gib dir eine Chance durch mehrere Vorspiele. Lieben Gruß Drummerl
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