Dave hat geschrieben:In Richtung externe Festplatte und diese beim Freund im Tresor zu deponieren gingen meine Überlegungen bisher auch. Insbesondere um im Worstcase noch arbeitsfähig zu bleiben...
Die Frage ist immer, was eigentlich gesichert wird. Für die Ergebnisse der täglichen Arbeit taugt dieser Ansatz bei mir zumindest überhaupt nicht. Alles, was älter als 1 - 2 Monate ist, ist kaum noch von Nutzen. Wenn ich 2 Monate an Programmierung nacharbeiten müßte, könnte ich mir auch gleich'n Strick nehmen. Das wäre also wirklich worst case. Also erziehe ich mich inzwischen dazu, diese Sachen wöchentlich auszulagern.
Auf der anderen Seite arbeite ich an meinem immer noch aktuellen Projekt jetzt bereits im fünften Jahr (glaub' ich). Das heißt, da ist was entstanden, das darüber hinaus gesichert werden muss. Also kriegt mein Kunde mit jedem Major Release auch die Sourcen dazu für die eigene Archivierung.
Dann gibt's noch die Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen. Bei Betrieben in unserer Größe ist da wahrscheinlich die Papierform immer noch das beste (Achtung: Quittungen auf Thermopapier verblassen, also Kopie anfertigen).
Und dann gibt's schließlich die Ergebnisse eigener schöpferischer Arbeit. Und die werfen natürlich die interessante Frage auf: Was davon - und in welcher Form - übersteht die nächsten 100 Jahre?
Es gibt übrigens ein Projekt, eine Uhr zu bauen und zu installieren, die die nächsten 10.000 Jahre laufen soll. Infos darüber git's hier:
http://www.longnow.org/about/Brian Eno - und damit sind wir wieder bei der Musik - ist einer der Mitbegründer dieses Projekts. Ein Essay, in dem er die grundlegende Idee erläutert, findet sich hier:
http://www.digitalsouls.com/BrianEnothe ... ngnow.htmlAber dafür machen wir am besten einen neuen Thread auf.
Gruß
raezz
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Bist du schon virtuell oder lebst du noch?
Fliegengedichte ... heute schon gelesen ?