latenz bei orchestern - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 06.06.2008 23:35 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.06.2008 23:23
Beiträge: 5
Hallo,

ich bin im "wahren Leben" Solist und habe nur ab und an Orchesterjobs. es gibt meist nur 3 oder 4 Proben, es ist oft Neue Musik. Ich habe am Ende auch keine Probleme mit dem Stoff. Aber in der kurzen Probenzeit schaffe ich es oft nicht, mich an die "Latenz" des Orchesters und an den Dirigenten - der oft auch Gast ist - so zu gewöhnen, daß ich nicht zu früh spiele. Ich bin IMMER der Erste!!! Dabei sind die Zeichen des Dirigenten und die Musik, wie sie in den Noten steht für mich völlig klar und eindeutig. Das Orchester schleppt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Am ersten Tag sind viele der Musiker auch nicht zusammen, aber nach den 3 Proben klappt alles, ich bin aber immer noch zu früh.

Wie kann ich mein natürliches exaktes musikalisch-rhythmisches Empfinden in Richtung Orchester-Trägheit trainieren?

Gibt es dazu Lehrvideos? Oder einen Aufsatz eines Dr. Prof. von und zu Späthspieler?

liebe Grüße
OOVE


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 07.06.2008 02:08 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 22.04.2006 23:54
Beiträge: 913
Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
Hallo oove,
kenn ich auch, das Problem. Versuch doch mal, deinen Part als Solist (ich weiß, da brennt man immer aufs Spielen) relaxter zu spielen und etwas "laidback" zu nehmen.
Aber noch viel wichtiger: Finde einen gemeinsamen Atemprozeß mit dem Orchester, das ist letztlich der Schlüssel.
Lieben Gruß
Drummerl


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 07.06.2008 09:49 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.06.2008 23:23
Beiträge: 5
Hi Drummer,

Im Jazz kann ich laidback - also spät nach dem Beat spielen ohne Ende. Aber trotzdem habe ich dort die "richtigen Pulse" und lehne mich nur zurück. Dort ist es auch nur "Gestaltungsmittel". Nur an passenden Stellen wird das so gemacht. Das Orchester schleppt aber schon beim ersten Ton und auch bei sforzati - also an Stellen, bei denen es riskant und dem Dirigenten gegenüber missachtend ist, wenn man zu spät spielt.

Wie kommt man aber zu einem gemeinsamen Atemprozess?

Liebe Grüße
Oove


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 07.06.2008 11:05 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 22.04.2006 23:54
Beiträge: 913
Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
Indem man vor den Einsätzen gemeinsam einatmet (bei Pauken mit den Bläsern, vorne mit Marimba mit dem Konzertmeister). Ist die einzige Chance und erfordert ne Menge Erfahrung. Wenn man darauf achtet, stellt sich das im Lauf der Zeit ein. Aber das größte Problem ist meines Erachtens die Hektik des Solisten, der dann alles als noch später empfindet.
Lieben Gruß
Drummerl


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 07.06.2008 11:42 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.06.2008 23:23
Beiträge: 5
Danke, das hilft schon ein wenig.

Aber ich verstehe den Sinn der ganzen Sache nicht. Für mich fühlt sich das falsch und damit schlecht an. Aber es ist ja nicht nur bei schlechten Orchestern so, sondern vielleicht sogar besonders bei guten!

Ob Solist oder nicht ... alle müssen gleich empfinden.

much Grütze


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 07.06.2008 12:42 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 22.04.2006 23:54
Beiträge: 913
Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
Ja, aber das funktioniert nur über die gemeinsame Atmung.
Lieben Gruß
Drummerl


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 11.06.2008 18:29 
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Moderator
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Registriert: 14.11.2005 18:18
Beiträge: 1764
Wohnort: Hamburg
Was bist Du denn, Streicher oder Bläser?

Dieses Thema ist sehr heikel, und ich stimme Dir zu: oft fühlt es sich einfach nur "falsch" an. Ich bin oft angeeckt, wenn ich Orchester gebeten habe, doch bitte auf Schlag zu spielen. Oft wurde behauptet, das täten sie doch bereits.

Als Streicher muss man sich, wenn man den Job nicht gleich wieder los sein will, immer am Stimmführer bzw. als Stimmführer am Konzertmeister orientieren. Als Bläser bei tutti-Einsätzen ebenfalls, ansonsten am jeweiligen Bläsergruppen-Führer. Ansonsten muss man versuchen, zu ermitteln, wie weit das Orchester als Ganzes hinterher spielt und das dann verinnerlichen. Wenn man das nicht kann, sollte man sich woanders bewerben, da das "Aufmischen" eines Berufsorchesters vom letzten Pult (oder aus der Position eines Neulings) aus niemals auch nur im Ansatz Erfolg haben wird.

Gruß Tommok


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 12.06.2008 23:35 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.06.2008 23:23
Beiträge: 5
Hi Tommok,

ich bin "Taster" und damit ziemlich auf mich allein gestellt.

Ich möchte auch nicht die Orchester erziehen, sondern lernen mit ihnen klar zu kommen. Ich muß mich bei jedem Job auf ein anderes Orchester und einen anderen Dirigenten einstellen. Irgendwie hat die Angelegenheit ja Tradition und wie gesagt ist die Verzögerung gerade auch bei guten Orchestern scheinbar noch stärker. Mich interessiert, wie und warum das zustande kam oder immer wieder zustande kommt. Für mich ergibt das einfach keinen Sinn. Aber es muß einen Sinn geben, denn niemand von den wirklich guten Musikern tut sich solch eine optisch unmusikalische und technisch unpraktische Gepflogenheit freiwillig an und ausnahmslos jedes Orchester spielt verspätet !!

Die Latenz als Ganzes ermitteln ... leicht gesagt ... ich habe oft das Gefühl, daß es auch schwankt. Schuld daran ist auch nicht immer nur das Orchester sondern das "Gefühl" des Dirigenten. Das Orchester springt ja nicht mit statischer Verzögerung wie eine Katze hinter der Maus jeder Bewegung des Dirigenten her (was ich selbst aber am liebsten tun würde), sondern spielt irgendwann die "erlernte" Auffassung und sicherlich auch nach Gehör. Aber man braucht den Schlag schon, denn das andere Instrument, das eventuell deine Stimme mitspielt, ist 50 Meter weg und somit im Traum nicht zu hören. Aber warum dann noch "nach dem Schlag" spielen? Das macht es doch nur noch schwerer... Es gibt doch keine Licht-Laufzeitunterschiede, ich sehe den Dirigenten doch im selben Moment wie die Trompete am anderen Ende ...

grübelnde Grüße

"Was dirigiert Karajan denn heute?" - "Ich weiß nicht, was er dirigiert. Wir spielen Beethovens Fünfte."


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 13.06.2008 01:43 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 22.04.2006 23:54
Beiträge: 913
Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
Der Dirigent ist in diesem Sinne nicht das Maß der Dinge, wie du ja selbst beschreibst. Meine Erfahrung gründet sich auf sowohl als auch (Solokonzerte mit Orchester und Instrumentalist im Orchester), aber die besagt, der Hergott hat uns Augen und Ohren gegeben, die müssen wir in diesem Fall benutzen. Hilft alles nichts, aber mir ist es (fast) immer ganz gut gelungen....
Hatte aber auch einen "Orchesterer" (SO des BR) als Lehrer während meines Studiums, vielleicht bin ich deswegen anderst darauf vorbereitet gewesen.
Lieben Gruß
Drummerl


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 Betreff des Beitrags: Re: latenz bei orchestern
BeitragVerfasst: 13.06.2008 14:01 
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gerade frisch dabei

Registriert: 06.06.2008 23:23
Beiträge: 5
Ich fasse mal zusammen:

- Augen UND Ohren benutzen
- gemeinsam Atmen
- am jeweiligen Gruppenführer orientieren, weniger am Dirigenten
- dazu gehört viel Erfahrung.

Das muß ich wahrscheinlich mal so hinnehmen und trotzdem verstehe ich es nicht. Es gibt immer einen Grund (zB. Vorsicht bzw. Angst, Schlamperei oder Coolness, Klassik-Feeling, Hilfsmittel zur Gestaltung von Klangfülle oder was auch immer) und schließlich auch eine vielleicht komplexe Regel, die man befolgen kann. Das, was die Erfahrung ausmacht, muß ich irgendwie schleunigst nachholen.
Dazu gibt es sicher keine interaktiven "Simulationsprogramme" für Kamikaze-Musiker?

so long

Eine Sängerin fällt rücklings auf ein Klavier.
"Scheiße: 3 Oktaven, ich muss abnehmen!"


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