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BeitragVerfasst: 17.01.2006 19:22 
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Registriert: 16.08.2005 03:42
Beiträge: 588
Wohnort: Planet: Erde
Moin,

@ Dave:


ich BIN locker zwinkernd Der Aufruf zur Kommunikation galt beiden Seiten, den Technikern UND den Musikern. Wie oft habe ich Musiker getroffen, die keine Ahnung von einfachsten physikalischen Vorgängen hatten, wie zum Beispiel die Unkenntniss der richtungsabhängigen Schallabgabe eines Lautsprechers. Das muß ein Musiker allerdings auch nicht wissen, jedenfalls nicht von Anfang an. Wenn ich jedoch einen Musiker treffe, der schon Jahrelang live spielt und dutzende Techniker getroffen hat und immer noch keinerlei Ahnung von den Basics hat, muß ich vermuten, daß die absolute Mehrzahl der Techniker nicht den Mund aufbekommt sondern lieber einem Kollegen beim Bier das Klagelied des tontechnisch inkompetenten Musikers singt.

Umgekehrt hat es länger als nötig gedauert, bis ich musikalische Notwendigkeiten begriffen habe und auch die Sprache der Musiker verstanden habe, also: Mund auf, Zeit mit produktiven Gesprächen verbringen.

Dieser Aufruf zur Kommunikation gilt beiden Seiten und es wäre gelogen, würde ich behaupten, Musiker und Tech stünden auf derselben. Wir sitzen in einem Boot und ich kann von mir sagen, daß ich niemals das einsame Umherkraulen vorziehen würde. Also bringe ich mich in den Event ein, DAMIT das Boot nicht kippt oder leckschlägt, sondern den Weg zum Publikum findet. Und ich weiß, daß der Applaus auch mir gilt. Und wenn ein Sänger/Sängerin den Ton nicht trifft zucke ich zusammen und denke "Monitor", UND warum habe ich den Gitarristen nicht gebeten sein Marshall- Fullstack etwas von Sänger wegzudrehen.

So, wenn hier immer noch jemand findet, ich würde Schuld von mir weisen, zuweisen, zugewiesen bekommen glauben...

Die Frage warum ein Sänger irgendwo nicht zu Musik passend gemischt wurde, oder der Mix der Instrumente keinen Platz für Gesang übrigließ, kann ich nicht beantworten, dafür wurde ein Soundcheck gemacht und den machen Musiker und Techs gemeinsam, also ist da wohl was schiefgegangen. Was das nun war finden wir hier nicht raus.

Ein Studiomix entsteht unter KOMPLETT anderen Bedingungen UND zu einem ganz anderen Zweck. Die Livetechnikerkunst ist nun den tonalen Charakter der Band unter ungleich schwierigeren Bedingungen beizubehalten. Eine Studioaufnahme genießt den Vorteil des relativ großen dynamischen Spielraumes, Live gilt es den Useless Noise so gering wie möglich zu halten um Spielraum für musikalische Information zu erhalten, und doch bleibt der dynamische Spielraum extrem eingeschränkt, verglichen mit der Situation Konservengenuß im Wohnzimmer. Auf einer Studioaufnahme lassen sich in jedem Fall mehr und komplexere Informationen unterbringen, als jemals in einem Livesound. Selbst mit völlig geräuschloser "InEarBühne" nicht.

Die Situation, geräuschlose Bühne, geräuschloses Publikum und keine Halle ist doch selten zwinkernd

Gruß


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BeitragVerfasst: 17.01.2006 21:10 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Dass es live nicht so geht wie im Studio ist ja klar. Ich meine damit eher die Ausgewogenheit. Kreischende Höhen und reiner Effektbass sind 'unzulässig', genau wie einzelne Instrumente, die über alles andere wegblasen. Zum Solo kann man ein Instrument ETWAS lauter machen, sodass es im Vordergurnd steht. Das wars dann aber.

_________________
Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

http://www.studior.info


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BeitragVerfasst: 18.01.2006 02:14 
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Trusted Junior

Registriert: 23.01.2005 17:28
Beiträge: 205
Ich mixe live einfach "unperfekter" und "übertriebener" als im Studio. Soll heißen, ein Solo sticht schonmal ein paar db "zu weit" heraus und bei ner schönen Balladen wird das TC mal weiter reingefahren als ich das bei ner CD Produktion machen würde.

Außerdem gibts bei mir live auch mehr Bass&Bassdrum Fundament als bei Studioproduktionen.

Aber letzten Endes steht doch die Stimme im Mittelpunkt und man sollte zusehen, zumindes bei den meisten Stilrichtungen, dass die Stimme im Mix auch halbwegs vorne ist und auch gut verständlich. Daher passe ich die Instrument im Mix frequenztechnisch ein wenig an, damit ich die Stimme nicht unbedingt auf Sprachverständlichkeit verbiegen muss, mit dem Nebeneffekt, dass sie dann nicht mehr so natürlich klingt.

Ich habe aber das Glück, meist mit erfahrenen Musikern zusammenzuarbeiten, die ihre Sounds unter Kontrolle haben und wissen was sie tun.


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BeitragVerfasst: 11.07.2006 10:45 
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gerade frisch dabei

Registriert: 11.07.2006 10:38
Beiträge: 2
Wohnort: Bruchhausen-Vilsen
Ich habe vor lurzem auch wieder mal das Problem gehabt.
Die letzte Band kam erst während de VA. Und was bekommt man zu hören?
Soundcheck brauchen wir nicht.
Mach du den Gesang, den Rest erledigen wir auf der Bühne.
Wäre ja auch OK, wenn die Musiker auch nur etwas Ahnung gehabt hätten.
Aber was willst du vom FOH aus wärend des Gigs aus machen, wenn die Amps auf der Bühne alles zusammen brüllen.
Dann kannst du nur noch die Mic´s bis kurz vors Koppel fahren, und das wars dann.
Aber glücklicherweise war es die letzte Band von 4 und es waren nur noch ca. Gäste vor Ort.

_________________
Haupsache der Sound stimmt.


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BeitragVerfasst: 12.07.2006 13:56 
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Willkommen im Forum @Mixer

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BeitragVerfasst: 30.07.2006 11:44 
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Semi-professional

Registriert: 14.09.2004 19:07
Beiträge: 446
Wohnort: Leipzig
Viele Ansätze und viele Meinungen von beiden Seiten der Front (FOH and Stage).
Im Eigendlichen wäre ja der Idealfall, wenn der Sound der Band in sich gesehen auch komplett ohne PA schon mal top ist. Für den Sänger natürlich wenigstens ne Monitorbox. Dies setzt natürlich immense Disziplin der Musiker voraus.
In der Regel immer bei Jazzern zu finden. Da funktioniert auch die Kommunikation zwischen Musikern und Tontech.
Bei Rockmugge jedoch ist das absolut nicht die Realität. Da zeigt sich immer wieder leider der Zustand, daß der Marshall-Stack gegen die Mesa-Fraktion und der Bass gegen den Sänger kämpft und umgekehrt. Diesem zu begegnen gibt es genau zwei Möglichkeiten für den Techi:
1. Kommunikative Gespräche Angel
2. Ein Sattel voll Material Rolling Eyes
Die erste Möglichkeit ist eben immer die komplizierte Variante, alle auf einen Nenner oder eine Symbiose zu bringen.
Die zweite Möglichkeit ist die einfacherere Variante, jedoch bleibt hier nur die eine Frage der Kohle fürs Material offen. Ist die PA groß genug, ist es dem Techi Schnuppe, ob der Marshall gegen den Mesa und umgekehrt kämpft. Ne ordentliche Sidefill mit zeitangepaßten Wedges (für die Vocals) macht jeden Marshall-Stack platt.
Es gilt halt immer die Ballance zwischen beiden Varianten optimal zu waren.
Gerald1


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BeitragVerfasst: 30.07.2006 11:51 
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Zuschauer

Registriert: 07.09.2005 21:46
Beiträge: 22
wenns drumm geht eine piepsstimme laut zu machen, empfehle ich die audix om-serie. die haben eine sehr gute seitliche dämpfung, fast wie ein sennheiser md441. glaube das das om5 die höchste dämpfung (35db?) hat. z.b. die ärzte singen live drüber und gegen den livesound hab ich überhaupt nichts zwinkernd

_________________
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BeitragVerfasst: 30.07.2006 18:04 
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Registriert: 20.04.2006 07:17
Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
Hoi Gerald, schön Dich mal wieder zu sehen...

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BeitragVerfasst: 31.07.2006 00:38 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
@ akustikkoppler: Das OM7 hat die höchste Dämpfung, klingt aber ein klein wenig schlechter als das OM5.

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Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

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