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Ich weiß nicht, ob ichs schon gepostet habe, das Thema ist ja nun schon alt, aber: Das TT24 klingt, wenn man im Bassbereich EQs nutzt, schnell ziemlich schlimm. Die digitalen Verzerrungen sind auch messtechnisch deutlich nachweisbar, das ist also keine Graswachsenhören-Voodoo-Sache. Mir ist von der Bedienung ein LS9-32 lieber, weswegen ich ein solches gebraucht vor zwei Jahren erworben habe. Die 32 Ins und 16 Outs reichen für einen großen Teil der Shows, die ich fahre aus, und wenn nicht, habe ich noch das Allen&Heath iLive, was bedienungstechnisch und funktionell nochmal eine ganz andere Nummer ist. Der Umstieg ist leicht, die meisten digitalen Pulte, auch von unterschiedlichen Herstellern, sind soweit selbsterklärend, dass man eine übliche Show fahren kann, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.
Allgemein, jemand sprach von drei Jahren, bis die analogen wieder rausgeholt werden, das ist jetzt fünf Jahre her... Wo sind sie, die Analogen? Meine großen Analog-Konsolen sind alle verkauft, die will keiner mehr mieten. Die, die auf Analog bestehen (was meiner Ansicht immer in Wahrheit von der Angst, sich mit den digitalen auseinandersetzen zu müssen und es nicht zu verstehen, kommt), sind zufrieden mit Pulten wie z.B. A&H GL2200, die ich noch in der Ecke habe, weil sie beim Verkauf so wenig Geld bringen, dass es sich eher lohnt, sie zu behalten. Wenn tatsächlich ein größerer Act auf eine große Analogkonsole besteht, miet ich sie zu und bekomme das auch bezahlt, denn die haben fast schon Seltenheitswert. Gut, irgendwo müssen diese Pulte ja sein, verschrottet wurden sie nicht. Teilweise ist es leicht erklärt: Viele Bands mit eigener PA sehen nun ihre Stunde gekommen, die Gelegenheit, um bezahlbar an das Traumpult von vor 10 Jahren zu kommen. So sehe ich Kirmeskapellen mit XL200 spielen. Mir kommt sowas nur ins Haus, wenns "nichts" kostet. Digital ist einfach unendlich viel praktischer. Grad das iLive... Unfassbar, was für den Preis alles geht. Abgesetztes Mixrack auf der Bühne mit Ins und Outs, Bedienoberfläche per Netzwerkkabel angekoppelt (ein 8mm Durchmesser Kabel statt 4cm, einfach verlängerbar, problemlos verlegbar), Zugang per PC oder iPad, weitere MixRacks ankoppelbar und somit weitere Oberflächen (digitaler Monitorsplit, mehr Kanäle), Oberflächen und Mixracks in verschiedenen Größen, und ALLE miteinader kompatibel... und ständige Weiterentwicklung der Software, und damit meine ich nicht, dass Bugs entfernt werden, sondern dass tatsächlich auf Benutzerwunsch neue Features dazukommen, bisher kostenlos! Auch das LS9-32, ein Gerät, dass man unter den Arm klemmen kann, noch handlich und leicht, ersetzt ein großes 32kanal Analogpult, das man nicht alleine und kaum zu zweit auf den Tisch bekommt UND die zwei 16HE Sideracks gleich mit. Truckspace! Arbeitskraft! Arbeitszeit! Die Ersparnisse sind auf Dauer nicht zu unterschätzen. Und über den Sound beschweren sich Leute höchstens aus theoretischen Gründen. Es kam noch keiner zum FOH, nachdem er der Band zugehört hat und meinte "Das ist ein LS9, das höre ich deutlich". Im Blindvergleich soll das mal einer identifizieren!
_________________ Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen. Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist. http://www.studior.info
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