Hallo Uew, erstmal herzlich willkommen im Forum...
...zum Thema Hardware-Recorder vs. PC-Recording:PC-Recording Vorteile:
- ist sehr flexibel
- einfach erweiterbar
- man hat nahezu überhaupt keine Grenzen in Puncto Spurenanzahl, Effekte etc. (hier setzt die Hardware die Grenzen)
- Undo-Funktionen und Total-Recall alles ist wiederherstellbar man kann das Mischen und Mastern in einem Arbeitsgang machen
PC-Recording Nachteile:
- die Erstausstattung ist relativ teurer da man für eine DAW (Digital Audio Workstation = DAW) meist schonmal 1500 - 2000 Euro auf den Tisch legt
- in dem Zusammenhang muss auch bedacht werden, dass das Equipment schnell veraltet.
- relativ hohe Einarbeitungszeit (man sollte zumindestens etwas mit Rechnern umgehen können)
- Abstürze... sowas kommt bei Hardware-Recordern nicht so oft vor, hängt aber auch stark davon ab wie gut das System konfiguriert ist
Ich persönlich würde nie wieder was anderes wollen, als am Computer aufzunehmen, aber es hilft Dir jetzt nichts wenn ich Dir jetzt empfehle "Computer sind das Non-Plus-Ultra" trotz dessen, dass Du Computer garnicht magst (solls ja auch geben)... Die Entscheidung musst Du treffen, Was Du bedenken solltest ist das:
Dell Inspirion 6000
Centrino 1,86 GHz
1GB Ram
80 GB HDD, 5400 rpm
[...]
Und ein Office-Paktet ist natürlich auch installiert. Ist halt mein "ganz normales Notebook".
Das ist zwar von Speicher und Rechenpower her für Recording ausreichend (den Punkt mit dem HD-Flaschenhals hast Du ja selber erkannt), aber schon hart an der Grenze. Du wirst schnell feststellen, dass wenn Du einmal "Blut geleckt" hast, dass das dann nicht mehr ausreichen wird (spätestens wenn Du virtuelle Instrumente entdeckt hast).
Ich möchte Dich vorwarnen, dass Du mit einem Office-PC wahrscheinlich nicht sehr viel Freude an Recording haben wirst. Ein solches System sollte vor allen Dingen schlank sein. Ich hab selber die Erfahrung gemacht, dass sobald ich irgendeine MS-Office-Anwendung auf dem Rechner installiert habe, es mit Recording dann so ziemlich vorbei war...

Was Software angeht, ist Cubase SX 3 eine gute Wahl. Der Unterschied zu Systemen wie Protools ist eigentlich fast nur noch Geschmackssache. Auch Steinbergs Nuendo hat eigentlich keine Vorteile (zumindestens was den Audio-Bereich angeht), wenn Du auf der Windows-Plattform arbeiten willst hat sich auch die "Logic-Frage" erledigt. Was vielleicht noch einen Blick wert ist sind Samplitude (eher für reines Recording von Audiospuren) Ableton Live (wie der Name schon sagt, gut für Liveanwendung) und Propellerhead Reason (das ist eher was für die moderneren Musikrichtungen)...
Grundsätzlich ist Cubase aber wahrscheinlich am flexibelsten und was die Anbindung ans Pult angeht... da Pinnacle-Steinberg mittlerweile von Yamaha gekauft wurde kann man davon ausgehen, dass es dahingehend in Zukunft keine Probleme geben wird.
Was Mastering angeht hast Du in Cubase eine Masterspur in der Du die Mastereffekte einschleifen kannst. Das hast den Vorteil, dass Du im Prinzip auch beim Mastering immer noch auf alle Einzelspuren Zugreifen kannst (zB wenn Du beim Mastering feststellst, dass zuviel Hall auf der Stimme ist)... begrenzt wird das nur durch die Rechenkapazität. Was externe Effekte angeht, so ist das seit Cubase SX 3 auch einigermaßen brauchbar eingebunden... Ich muss allerdings gestehen, dass ich das selber noch nicht probiert habe...
Gruß, Dave
PS.: Hast Du Dich bei Deinem Nickname "Uew" vertippt, oder ist das Absicht? Wenn Du magst kann ich das ändern...