Mikros für Klavier (upright) - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Mikros für Klavier (upright)
BeitragVerfasst: 05.02.2011 21:26 
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gerade frisch dabei

Registriert: 05.02.2011 20:59
Beiträge: 3
Hallo ihr!

Ich möchte gerne mein kleines Kavier (Kawai K-3) abnehmen, und suche eine Methode, die ich permanent installieren kann. Ich bin Jazz-Pianist, spiele viele Gigs und wurde schon häufiger nach Demos gefragt. Außerdem möchte ich mich und auch meine Klavierschüler zu Übezwecken aufnehmen. Darum wär es super wenn ich die Mikros permanent einbauen kann und auch das Klavier wieder schließen. (Oder ist das eine behämmerte Idee?)

Dazu habe ich mich erst mal ausführlich schlau gemacht, hauptsächlich mit diesen zwei SOS-Artikeln:

http://www.soundonsound.com/sos/jan08/a ... g_0108.htm
http://www.soundonsound.com/sos/apr09/a ... pianos.htm

Dann bin ich auf Thomann nach Mikro-Suche gegangen und dabei sind ein paar Fragen aufgekommen:

Ich versuche unter €100 für nur die Mikros zu bleiben (zur Not gehe ich bis €200), aber alle Kleinmembran-Mikros auf Thomann unter €100 haben Nierencharakteristik. Ich würde die Mikros gerne irgendwie fest im Klavier einbauen. Der sehr nahe Klang, der dadurch entsteht, stört mich eigentlich nicht wirklich (Oder sollte er das? Übersehe ich was wichtiges?), aber gerade wenn ich so nah dran bin, ist doch eine Nierencharakteristik eher hinderlich oder?

Wie komme ich am besten um die Probleme die daran hängen herum? Soll ich mir einfach mehr als zwei Mikros kaufen, um ein gleichmäßigeres Klangspektrum einzufangen, oder sollte ich lieber in Kugel-Mikros investieren?

Und mal ne ganz blöde Frage ... Thomann hat Dinge, die sich "Messmikrophone" nennen und angeblich einen ausgeglichenen Klang mit Kugelcharakteristik einfangen. ... Warum nehm ich nicht einfach die?

Danke für eure Geduld. Smile


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikros für Klavier (upright)
BeitragVerfasst: 06.02.2011 02:28 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 22.04.2006 23:54
Beiträge: 903
Wohnort: Oberpfalz/ Bayern
Der "nahe" Klang sollte dich eigentlich schon stören, da es unnatürlich klingt. Da keine anderen Instrumente mitspielen, wieso nimmst du das ganze nicht mit Raum von außen auf? Klingt 1000 Mal besser...

Lieben Gruß
Drummerl


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikros für Klavier (upright)
BeitragVerfasst: 06.02.2011 02:49 
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gerade frisch dabei

Registriert: 05.02.2011 20:59
Beiträge: 3
Na ja, in einer optimalen Welt habe ich einen extra Raum mit einem hübschen Flügel, den ich von allen Seiten mit Mikros beharken kann. Aber die Realität ist, dass ich meine 20m²-Studentenbude fast komplett neu möblieren musste, um überhaupt ein Klavier stellen zu können; da ist kein Platz mehr für zwei Mikrostative. Ich habe auch keinen Platz um mein Stagepiano permanent aufzustellen, sonst könnte ich das aufnehmen. Ich suche jetzt nach einem eleganten Klang-Kompromiss um mein Klavier jederzeit aufnehmen zu können. Es muss nicht klingen wie eine ECM-Aufnahme, aber ich hätte doch gerne einen Klang der einen nicht schockiert zurückschrecken lässt.

Und ist nicht ein naher Klang Gang und Gäbe für Klavieraufnahmen? Ich kenne das von Studioaufnahmen an denen ich beteiligt war (und was man nebenher so sieht), dass im Jazz/Pop-Bereich Klaviere fast ausschließlich nah abgenommen werden. Die nahen Klangbeispiele aus dem SOS-Artikel stachen jetzt auch nicht wirklich negativ heraus, ich fand sie eher angenehm klar und trocken, wenn auch vielleicht mit etwas viel Attack.

Mir ging es jetzt hauptsächlich um die Geschichte mit den Nieren- oder Kugel-Mikros und ob sich der Klang wohl dramatisch verschlimmern wird, wenn ich mein Klavier zugeklappt lasse (aber das probiere ich dann einfach aus). Sind die günstigen Kleinmembran-Mikros (http://www.thomann.de/de/the_tbone_sc140_stereoset.htm) für nahes Abnehmen geeignet, oder sollte ich auf teurere Mikros mit Kugelcharakteristik sparen? Ist es evtl. sinnvoll mehr als zwei (von den billigen) Mikros zu verwenden? Eignen sich auch die Messmikrophone?

Danke für deine Hilfe!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikros für Klavier (upright)
BeitragVerfasst: 07.02.2011 09:53 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Die SC-140 sind in der 'Sound&Recording' eigentlich ganz gut benotet worden (immer am Preis gemessen, versteht sich). In dieser Zeitschrift gab es auch einmal einen Beitrag zur Mikrophonierung von 'Hauschka', der ein knappes halbes Dutzend Mikrophone an seinem preparierten Klavier eingesetzt hat.
Ein Meßmikro soll zweckdienlicherweise einen möglichst verfälschungsfreien Frequenzgang aufweisen, was ja prinzipiell kein Ausschlußkriterium für Deine Aufnahmen sein dürfte. Andererseits sind Meßmikrophone nicht unbedingt auf das rauschärmste Verhalten ausgelegt, was bei einer professionellen Aufnahme vielleicht zum Problem werden könnte.

Allgemein bleibt zu sagen, daß mit Deinem knappen Budget wohl entweder die Meßmikros (gegen deren Einsatz IMHO eigentlich nichts spricht, wenn Du mit dem evtl. höheren Grundrauschen leben kannst) oder ein Satz Kleinmembran-Nieren à la t.bone SC-140 die einzig mögliche - wenn auch vllt. nicht optimale - Lösung darstellen.
Damit sollte es IMHO möglich sein eine Aufnahme zu machen, die Deinen Schülern zur (Fehler-)Analyse den Status Quo vor Augen führt und auch klanglich nicht all zu grausam sein muß.

Gruß - der Fenderizer

_________________
they're coming to take me away ... hahaa!
P.S: this post is printed on 100% recycled electrons


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikros für Klavier (upright)
BeitragVerfasst: 08.02.2011 00:40 
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gerade frisch dabei

Registriert: 05.02.2011 20:59
Beiträge: 3
Hallo Fenderizer, und danke für die Tipps. Smile

Ich habe nebenher noch etwas weiter geforscht und dabei das Behringer B-5 entdeckt. Das hat für €65 eine austauschbare Kugel-Kapsel und anscheinend einen ziemlich guten Ruf. Es kristallisieren sich somit zwei mögliche Pläne heraus:

a) 2x Behringer B-5 (Kugel)

b) 3x (!) T.Bone SC140 (Niere)

Ich habe Sorgen, dass ich mit Nieren unangenehme Lücken im Klang habe, wenn ich nur zwei verwende; vor allem weil ich ja sehr nah dran bin (Ich will die Mikros ja im Klavier einbauen). Oder ist das eine unbegründete Sorge?

Beide Möglichkeiten kosten ungefähr gleich viel. Falls mir nicht einer von euch meint, dass eine von beiden Methoden auf jeden Fall Quatsch ist und ich ja die andere nehmen soll, sagt es mir bitte jetzt, dann erspart ihr mir Arbeit. Ansonsten würde ich einfach mal alle fünf Mikros bestellen und in Ruhe ausprobieren, welche Lösung besser klingt.

Die Variante mit den Messmikros stelle ich erst mal hinten an, weil ich die Behringer Mikros gefunden habe. Ich glaube als Audio-Amateur sollte ich besser vorsichtig mit unorthodoxen Lösungen sein.


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