Musik restaurieren! - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Musik restaurieren!
BeitragVerfasst: 04.05.2001 13:26 
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Admin ehrenhalber
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Registriert: 15.12.2001 19:40
Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg
Was tun, wenn man eigene, ältere Aufnahmen hat, die sich z.B. auf Audiocassetten befinden, oder LPs besitzt, die nicht auf CD erschienen sind?

Man müsste eine Software haben, mit denen man diese Aufnahmen restaurieren und anschliessend auf CD brennen kann. Eine solches Programm habe ich gerade im Einsatz und möchte es einfach mal weiterempfehlen.

Es handelt sich um das "Music Cleaning Lab" von MAGIX, das für extrem günstige DM 49,90.- überall in den Regalen steht. Ich habe damit gerade ein 70-minütiges Konzert nachbearbeitet, das sich auf eine 10-Jahre alten Audiocassette befand und das Resultat direkt auf CD gebrannt. Obendrein kann man damit auch noch ein kleines Booklet ausdrucken...wirklich empfehlenswert.

Bei Fragen helfe ich gerne weiter!


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 Betreff des Beitrags: Aw:Musik restaurieren!
BeitragVerfasst: 07.12.2001 17:55 
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Profi-Mucker
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Registriert: 07.12.2001 16:54
Beiträge: 1702
Wohnort: Raum Frankfurt
Also, das Thema "Musik Restaurieren" ist ein breit diskutiertes - sowohl in Fach - als auch in Hobbykreisen. Nun will ich den Machern von Magix nicht zunahe treten, aber obiges Programm eignet sich doch eher für den Hobbymusiker. (Magix hängt im übrigen mit SEKD zusammen, einem Anbieter von Profi-Hard- und Software, und hat in der Zwischenzeit den Vertrieb der Softwareprodukte um Flagschiff Samplitude herum übernommen).

Für Professionele Restauration für Kunden nutze ich u.a. DART von Tracer- das allerdings ist "etwas" teuer sowie diverse Handverfahren. Ich möchte auch an dieser Stelle ausdrücklich bestreiten, daß es mit einem Automatismus a'la Software möglich ist, Artefakte systematisch auszubügeln.

Zudem erfordert die Handhabung der Software ein gewisses Feintuning - die pauschale Anwendung von Standardalgorithmen ruiniert nach meinen Erfahrungen mehr, als daß sie der Musik gut tut - auch wenn es der Anwender so direkt nicht hört.

Von der Qualität der Soundkarten, die der Hobbyist nutzt, will ich gar nicht erst anfangen.

Nachtrag :

Hierzu habe ich einen passenden Fachartikel - wird auf Wunsch per mail versandt.

_________________
Jürgen - Mobile Tonaufnahmen


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 Betreff des Beitrags: Aw:Musik restaurieren!
BeitragVerfasst: 07.12.2001 20:43 
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Admin ehrenhalber
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Registriert: 15.12.2001 19:40
Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg
Klar, Magix-Produkte sind die "kleine" Lösung für zu Hause.

Aber wenn's professionell werden muss gehe ich eh' in ein Studio.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.01.2002 11:33 
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Profi-Mucker
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Registriert: 07.12.2001 16:54
Beiträge: 1702
Wohnort: Raum Frankfurt
... wobei ich mal behaupten würde, daß es mit "Studio" als solchem wenig zu tun hat - eher mit dem jenigen, der restauriert : Jede Bearbeitung ist anders (Handverfahren) und läuft mit, was automatisierte Abläufe angeht , am Besten mit Software - der vorrausschauenden Berechnung wegen. Viele Traditionalisten in den Studios wehren sich jedoch noch ein wenig gegen die Computer oder nutzen die nur als Steuerung, weniger als Bearbeiter. Damit liegt hier nicht unbedingt die Erfahrung mit den Systemen vor und es wird auch nur auf den Knopf gedrückt.

_________________
Jürgen - Mobile Tonaufnahmen


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.01.2002 10:51 
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Trusted Junior
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Registriert: 25.08.2000 22:06
Beiträge: 182
Wohnort: Rheurdt/NRW
Sicherlich ist die Software eine "kleine" Lösung für zu Hause und selbst dann, wenn man mit Profitools z.B. von Steinberg (wavelab) und weiteren Komponenten arbeitet, kann das Sybex Programm eine große Hilfe sein, insbesonders wenn man seine im Radio auf MC aufgenommenen Stücke entrauschen möchte.

Als Hörbeispiel stelle ich dazu ein kurzes Stück von C.P.E. Bach zur Verfügung, daß von Radio France 1949 aufgenommen und auf sogar noch auf Schellack gepreßt wurde. Die erst 8-jährige Idil Biret spielte dies im dortigen Studio.
Das Stück wurde bereits von einem Studio transferiert und digital aufbereitet vorher und jetzt mit Magix nachgearbeitet nachher
Dateigröße jeweils etwas über 900 KB.
Zum Speichern auf die Festplatte mit der rechten Maustaste auf den Link klicken und "Ziel speichern unter" wählen. Beide Dateien wurden mit Norton Antivirus von mir geprüft.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.02.2002 04:45 
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Profi-Mucker
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Registriert: 07.12.2001 16:54
Beiträge: 1702
Wohnort: Raum Frankfurt
Nun, das Ergebnis ist tatsächlich hörfreundlicher und in so etwa das, was man mit "dehissing" erreichen kann. Das Ausgangsfile ist aber auch ein Graus : Das wurde eindeutig durch einen "denoiser" gejagt wodurch das dynamische Flattern des Rauschens erzeugt wird. Dieses Beispiel unterstützt indirekt aber wieder meine Aussage, daß "Entrauschen" auch eine Frage des Knowhows des Ausführenden ist : Da wusste einer offenbar nicht, daß man Flügelaufnahmen auf diese Weise nicht entrauschen kann oder hat "denoising" mit "dehissing" verwechselt.

Trotzdem darf man sich vom Ergebnis nicht täuschen lassen : Ein Rohfile, das deutlich mehr Höhen enthält oder einen ausgeprägten Stereoeffekt birgt, wird unter Entrauschtechniken viel stärker leiden , als das Beispielfile.

Interessanterweise, lassen sich mit estimativen Rauschmodellen vollverrsuchte files besser verbessern, als bereits "vorentrauschte", oder gar solche obigen "verunstalteten".

Auf meiner HP habe ich ein Beispiel eines Orgelfiles, dem die "Luft"(kastengeräusche) entzogen wurde.

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Jürgen - Mobile Tonaufnahmen


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